Deutsche Tamariske

Myricaria germanica · auch: Tamariske, Deutsche-

Wildpflanze geschützt
8 Fotos

Beschreibung

Die Deutsche Tamariske ist Charakterart der wildfluss- und wildbachnahen Fließgewässer Europas.

Sie ist als Pionierpflanze eine der ersten Pflanzen, die sich auf neu gebildeten Flussablagerungen ansiedeln. Sie wächst zerstreut, meist herdenbildend auf Kies- und Schotter-, und Sandbänken – am häufigsten auf offenen Stellen, die einerseits zeitweise bei Hochwässern stark überflutet werden, andererseits aber auch stark austrocknen können. Durch Verschleppung kann sie auch an Bahndämmen oder in Kiesgruben vorkommen.

Portrait

Durch die Umstrukturierungen der Flusssysteme im Alpenraum in den letzten Jahrhunderten wurde der dynamische Lebensraum großräumig zerstört.

Im Rahmen der FFH-Richtlinie, Anhang 1, müssen die EU-Mitgliedsstaaten für natürliche Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse besondere Schutzgebiete ausweisen – darunter auch „Alpine Flüsse mit Ufergehölzen von Myricaria germanica“ (Lebensraumtyp Nr. 3230).

In der Roten Liste Deutschlands werden sowohl die Deutsche Tamariske als Myricario-Chondrilletum und Myricarietum unter der Kategorie 1 („vom Aussterben bedroht“) geführt.

In der Roten Liste Österreichs hat Myricaria germanica den Status 1 („vom Aussterben bedroht“), in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Wien bereits Status 0 („ausgerottet, ausgestorben oder verschollen“). Weiden-Tamarisken-Gebüsche sind in Österreich in der alpinen Region mit dem Status 1 versehen („von vollständiger Vernichtung bedroht“), in der kontinentalen Region mit Status 0 („vollständig vernichtet“). In der Roten Liste der Schweiz gilt die Deutsche Tamariske als „potentiell gefährdet“. (Quelle)

 

Die Tamariske als Heilpflanze

Madaus schrieb 1938 im 1. Band seines Werkes "Lehrbuch der Biologischen Heilmittel" , dass die Deutsche Tamariske eingesetzt wurde bei Erkrankungen von Milz, Lunge, Leber, Nieren und Blase, weiters zur Heilung bei Brandwunden,Geschwüren, Gelbsucht und Weißfluss. Besonders Rinde, Blätter, Samen und Wurzeln fanden dabei Verwendung, zum Beispiel frisch gepresst (Blätter) oder ausgekocht (Wurzeln).
Tamariskenöl wurde früher, ähnlich wie Latschenöl, für Inhalationen und Einreibungen verwendet.
 

Merkmale

Blütenfarbe rosa
Blütezeit Spätsommer | AugustFrühsommer | JuniHochsommer | Juli
Wuchsform Strauch

Steckbrief

Familie
Tamaricaceae
Gattung
Myricaria
Ordnung
Caryophyllales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
River banks, by the sides of mountain streams and other sandy occasionally inundated places.
Heilwirkung
★☆☆☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
8/10
Boden
3/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Anbau & Pflege

Prefers a fertile well-drained soil in full sun with shelter from cold drying winds. Tolerates chalk soils. An easily grown plant, preferring a damp sandy soil. Closely related and very similar to Tamarisk spp.
Vermehrung: Seed - sow early spring in a cold frame and only just cover the seed. When they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual pots and grow them on in the greenhouse for at least their first winter. Plant them out into their permanent positions in late spring or early summer, after the last expected frosts. Cuttings of half-ripe wood, July/August in a frame. Cuttings of mature wood of the current seasons growth, November to January in a sandy propagating mix in an open frame.

Essbare Verwendung

None known

Weitere Nutzung

Fuel The wood is used as a fuel.
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren