Stinkende Nieswurz
Helleborus foetidus · auch: Nieswurz, Stinkende-
Beschreibung
Die ganze Pflanze ist durch das Helleborin sehr stark giftig. Es ist ein Saponingemisch, das hauptsächlich aus Steroidsaponinen besteht. Es wirkt schleimhautreizend und regt zum Niesen an. Die Blütenblätter enthalten zudem Ranunculosid. Die Gifte der "Stinkenden Nieswurz" werden durch Trocknen nicht zerstört.
Die Namen der Pflanze geben Auskunft über sie:
In der Antike wurde die Stinkende Nieswurz trotz der starken Nebenwirkungen in geringer Dosis als Heilpflanze verwendet, aber auch für Tötungen, worauf ihr botanischer Gattungsname "Helleborus", der aus dem Altgriechischen stammt, hinweist: "hellein" ( = töten) und "bora" ( = Speise)
Der deutsche Name "Nieswurz" bezieht sich auf die Wurzel, deren hochgiftige, schleimhautreizende Inhaltsstoffe stark zum Niesen reizen, weshalb sie getrocknet und pulverisiert früher riskanter Bestandteil verschiedener Schnupftabaksorten war.
"Stinkend" wird sie sowohl mit ihrem botanischen als auch deutschen Artnamen bezeichnet: foetidus = stinkend. Sobald die Blätter zerrieben werden, geben sie einen eigentümlichen Geruch frei.
Den Zusatz "Palmblättrige" bzw. "Palmblattnieswurz" erhielt sie aufgrund ihrer dunkelgrünen, fächerförmigen Blätter.
Weitere deutsche Namen, wie "Winterrose" und "Schneerose" beziehen sich auf ihre sehr frühe Blütezeit.
Auf die Blätter achten! Die glockenförmigen Blüten können sich in bestimmten Stadien ähnlich sehen.
Andere Namen
Merkmale
Steckbrief
Anbau & Pflege
Essbare Verwendung
Weitere Nutzung
Verbreitung
Alternative deutsche Namen
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren