Heilpflanze: entwässernd, verdauungsfördernd, fiebersenkend

Chinesische Teechrysantheme

Chrysanthemum morifolium · auch: Chrysantheme, Tee-

7 Fotos

Erläuterung

an einen geschützten Platz im Garten oder in einen 5 Liter Blumentopf.

Portrait

 

Die weiße Chinesische Tee-Chrysantheme (Bai Ju Hua) im Garten:

Nachdem man eine Jungpflanze im Pflanzenhandel oder von Freunden, die sie aus einem Steckling gezogen haben, erworben hat, erhält die weiße Chinesische Tee-Chrysantheme 'Bai Ju Hua' einen windgeschützten, halbschattigen Standort mit zwar humoser, aber durchlässiger Erde, im Garten oder in einem mindestens 5 Liter fassenden Pflanztopf.

Sie werden mit ihr sehr viel Freude haben!

  • Sie wächst zügig zu einem buschigen Strauch von ca. 80 cm Höhe und schmückt sich ab Anfang August bis zum Frost mit nacheinander zahlreich erscheinenden, ca. 6 cm großen, wohlgeformten, weißen und duftenden Blüten. Auch die Blätter verströmen bei Berührung einen typischen Chrysanthemenduft.
    Für große Pflanzen ist eventuell eine leichte Stützvorrichtung nötig.

Tipp zur Vermehrung von weißen Teechrysanthemen:

Die weiße Chinesische Tee-Chrysantheme lässt sich sehr leicht über Stecklinge vermehren! Und zwar werden die Stecklinge zum Bewurzeln gleich in die Erde gesteckt.

 

  • Normalerweise ist die weiße Chinesische Tee-Chrysantheme frosthart, doch bis sie sich richtig eingewurzelt hat, ist ein Winterschutz mit Laub oder Fichtenzweigen nötig. Das gilt besonders für im Herbst gepflanzte Exemplare. Ein Pflanzenvlies ist auch eine gute Möglichkeit, sie im Winter vor Kälte und zu langanhaltend nassem Boden zu schützen. Wenn Sie im Frühjahr entdecken, dass sie wieder aus der Erde kommt, wird sie handbreit zurückgeschnitten und schrittweise abgedeckt.

 

TEE mit Weißer Chinesischer Teechrysantheme 'Bai Ju Hua':

 

Blüten für Tee ernten

Wer sie für Tee ernten möchte, schneidet die einzelnen, eben voll erblühten Blüten und trocknet sie zügig an einem 30° - 40° Ort. Sie trocknet nicht gar so schnell, darum sollte sie nicht bei kühleren Temperaturen getrocknet werden, damit sie nicht zu schimmeln beginnt und entsorgt werden müsste! Während des Trockenvorganges die Blüten gelegentlich wenden.

Anmerkung: 

Auch die gelbe Variation, Huang Ju Hua bezeichnet, wird als Tee verwendet. Die Pflanze blüht allerdings in Mitteleuropa erst ab November. Das bedeutet, dass sie spät abschließt und evtl. den Winter nicht problemlos übersteht.

Die weiße Teechrysantheme, Bai Ju Hua, blüht bereits Anfang Juli und hat eine gute Winterhärte.

 

Tee zubereiten:

Pro Person eine Blüte in die Teetasse geben und mit heißem Wasser (100° - 80°) aufgießen. Vor dem Trinken 10 Minuten ziehen lassen. Sie erhalten einen klaren, leicht bitteren Tee. Die Blüte verbleibt bis zum letzten Schluck in der Tasse oder wird wie ein Pad zum Erfrischen müder Augen bzw. zum Reinigen entzündeter, verklebter Augen genommen.

 

Über Wirkungen der weißen Teechrysantheme

Im Süden Chinas wird Bai Ju Hua (Weiße Teechrysantheme) oft als Haustee getrunken, und zwar sowohl in schwülen Sommermonaten als auch im Winter, sodass man die Teechrysantheme in riesigen Mengen anbaut, um den Bedarf decken zu können. 

Gerne wird Bai Ju Hua gemischt mit Pu Erh-Tee getrunken. Diese Mischung ist unter dem Namen Ju Pu-Tee im Handel.

 

Laut TCM wirkt der Tee aus den Blüten der weißen - und auch der gelben Chinesischen Teechrysantheme

entwässernd

kühlend

leberreinigend

entzündungshemmend. (Entzündete und verklebte Augen werden zur Heilung mit den aufgebrühten Blüten wie mit einem Pad gereinigt.)

verdauungsfördernd

harmonisierend

das Alter verzögernd

den Körper kühlend

den Lungenmeridian stärkend

 

Der Tee wird deshalb nicht nur gerne als Genusstee, sondern auch als Arzneitee bei leichtem Fieber, bei Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Alterdiabetes getrunken. Wobei der Tee über einen langen Zeitraum getrunken wird, um entsprechend heilsam zu wirken.

Zusätzliche Infos zur Teedroge 'Bai Ju Hua' hier.

Erntekalender

Blüten midsummer gekocht essbar

Als Tee-Droge und Blütengemüse.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

entwässernd (Blüten) TCM
verdauungsfördernd (Blüten) TCM
fiebersenkend (Blüten) TCM
blutdrucksenkend (Blüten) TCM
entzündungshemmend (Blüten) TCM

Äußerlich, und zwar Blüten in heißem Wasser aufquellen lassen und wie ein Pad verwenden.

kühlend (Blüten) TCM

Tee

blutzuckersenkend (Blüten) TCM

Wirksam bei Altersdiabetes, und zwar als Tee.

Tee

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe Sekundär
Flavonoide Sekundär
Polyphenole Sekundär
Mikronährstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Bitterstoffe

Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Anti-Aging TCM
In der TCM wird die Teechrysantheme traditionell zur Verjüngung eingesetzt, da sie das Yin nähren und freie Radikale bekämpfen soll.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Fieber TCM
Die Pflanze gilt in der TCM als kühlend und wird traditionell bei Fieber und Hitzeerscheinungen zur Temperaturregulation eingesetzt.
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Blutdruck, zu hoher TCM
In der TCM wird die Teechrysantheme traditionell bei erhöhtem Blutdruck verwendet, da sie die Leber-Yang-Hitze ausleiten soll.
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Halsschmerzen TCM
Die Teechrysantheme wird in der TCM traditionell bei Halsschmerzen eingesetzt, da sie kühlend wirkt und Entzündungen lindern soll.
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Kopfschmerz - Spannungskopfschmerz TCM
In der TCM wird die Pflanze traditionell bei Kopfschmerzen durch Leber-Yang-Aufstieg verwendet, um Hitze auszuleiten und zu beruhigen.
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Augenbeschwerden
In der Volksheilkunde gilt die Teechrysantheme als traditionelles Mittel für die Augengesundheit und wird bei Augenmüdung verwendet.
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Altersdiabetes

Hilft bei

Andere Namen

Bai Ju HuaDendranthema morifoliumWeiße TeechrysanthemeFlorist's daisy

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeFrischblumenhandelHeilpflanzeTeepflanzePflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenGartenpflanzeKübelpflanzeZierpflanze
Vorkommen VerbreitungChina
Blütenfarbe gelbweiß
Blütezeit Vollherbst | OktoberSpätherbst | NovemberFrühherbst | September
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

full spring

Jungpflanzen

midsummer
late autumn

Nachbarn im Garten

Gute Nachbarn:

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Asteraceae
Gattung
Chrysanthemum
Ordnung
Asterales
Klasse
Magnoliopsida

Verbreitung

Heimisch: BR, China Southeast, NO, Of hybridogenous origin; Germany [I]; European Russia [I]; Cameroon [I]; Turkmenistan [I]; Uzbekistan [I]; Tajikistan [I]; Northern Caucasus [I]; China [I]; Japan [I]; Taiwan [I]; India [c]; Vietnam [I]; Philippines [I]; Java [I]; Rotuma Isl. [I]; Niue [I]; Fiji [I]; Austral Isl. [I] (Tubuai [I]); Northern Marianas [I] (Rota [I]); Guam [I]; Mexico [I]; Guatemala [I]; El Salvador [I]; Honduras [I]; Nicaragua [I]; Costa Rica [I]; Panama [I]; Colombia [I]; Ecuador [I]; Peru [I]; Bolivia [I] Eingeführt: Borneo, China North-Central, China South-Central, Colombia, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Germany, Guatemala, Hainan, Honduras, Inner Mongolia, Italy, Japan, Jawa, Lesser Sunda Is., Malaya, Manchuria, Marianas, Mexico Central, Mexico Gulf, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southeast, Mexico Southwest, Panamá, Peru, Philippines, Qinghai, Sumatera, Tunisia
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren