Staudenlein

Linum perenne L. · auch: Lein, Ausdauernder

3 Fotos

Portrait

Obwohl sich der Staudenlein in seiner Wildform an ihm zusagenden Standorten durch Selbstaussaat vermehrt, ist er in der freien Natur in Deutschland und Österreich vom Aussterben betroffen! In den Gärten dieser Länder jedoch gedeihen er und seine diversen Sorten auf trockenen, sonnigen, auch mageren Plätzen bestens, wo sie sich zu im Winde wogenden Büschen entwickeln, übersät mit kleinen, zarten, schalenförmigen Blüten in strahlendem Himmelsblau, wie wir es vom einjährigen Echten Lein her kennen. Beide Arten gibt es übrigens auch in Weiß, wenn auch selten.

Gemeinsam sind ihnen auch die Langfaserigkeit und Zähigkeit ihrer zart wirkenden Stängel. In aufwändigen Verarbeitungen gewinnt man aus ihnen Textilfasern: aus Staudenlein in geringem Ausmaß grobe, aus dem Echten Lein feine Fasern, die seit Jahrhunderten zu kühlem, glattem Leinen verwebt werden.

 

Weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Verwandten zeigen sich in ihrem Samenstand, dem Keimverhalten ihrer Samen und in ihrer Wuchsform: Der Echte Lein bringt in der Reife kleine, runde, dekorative Kapseln, der Staudenlein ebenfalls kleine, jedoch unscheinbare, längliche. Die Kapseln beider Arten sind angefüllt mit essbaren Leinsamen, die das hochwertige Leinöl enthalten. Als sogenannter „Öllein“, der eine reiche Ölausbeute garantiert, wird jedoch nur der Echte Lein angebaut.

 

Der Staudenlein im Garten

Der Staudenlein wird auch als Ausdauernde Lein bezeichnet, da er im Unterschied zum einjährigen Echten Lein mehrjährig ("ausdauernd") ist. Einmal angewachsen, entwickelt er sich zu einer buschigen, 30 - 60 cm hohe Staude, die den ganzen Sommer blüht, übersät mit wunderbar himmelblauen Blüten.

Die einzelnen Blüten sind nur von kurzer Dauer, doch erscheinen von Juni bis August jeden Tag neue. Sie öffnen sich am Morgen, lassen sich gerne von Bienen besuchen und schließen sich bereits wieder in den Nachmittagsstunden.

  • Schnecken, Kälte und langer Winter schaden ihm nicht, solange sich die Nässe nicht in seinem Erdreich staut!
  • Staudenlein benötigt wenig Pflege und gedeiht bestens auf sandig gehaltenen, sonnigen Standorten. Hier zaubert er, in Gruppen gepflanzt und durch Selbstaussaat, ein zart wogendes, blaues Blütenmeer in den Garten.
  • Zusammen mit anderen trockenheitsliebenden Stauden, Kräutern und Gräsern, die im Anschluss an den Artikel unter „Gute Nachbarn“ aufgelistet sind, lassen sich mit ihm und geschickt platzierten Steinen ohne viel Arbeitsaufwand lebendige Präriegärten gestalten!
  • An sonniger Stelle kann er auch einen besonders hübschen Rosenbegleiter abgeben oder Pflanzgefäße schmücken.

Staudenlein vermehren:

Staudenlein lässt sich schwer verpflanzen. Nur Jungpflanzen haben eine Chance, in sandigem Erdreich Wurzeln zu schlagen.

Besser ist es, ihn im Frühjahr gleich an Ort und Stelle auszusäen. Wenn ihm der Standort zusagt, wird er im ersten Jahr mit schmalen Blättern bestückte Stängel und im Jahr darauf Blüten sprießen lassen. Von diesem Zeitpunkt an übernimmt er die Aussaat selbst.

Andere Namen

Ausdauernder Lein

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat SamengemüseVerzehrtauglichkeit NotnahrungÖl-PressenRohkostNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungFasern Weitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeBeeteinfassungBienenweideDachbegrünungGartenpflanzeGrabbepflanzungKübelbepflanzungleicht zu ziehenPräriegartenWochenendgartenzum Verwildern geeignetZierpflanze
Blütenfarbe blau
Blütezeit Hochsommer | JuliVollfrühling | MaiFrühsommer | Juni
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Nachbarn im Garten

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Steckbrief

Familie
Linaceae
Gattung
Linum
Ordnung
Malpighiales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Calcareous grassland. Prairies to alpine ridges, usually on dry well-drained soils in Western N. America.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★☆☆☆

Anbau & Pflege

Landscape Uses:Alpine garden, Border, Container, Foundation, Massing, Rock garden. Prefers a light dry well-drained moderately fertile humus-rich soil in a sunny sheltered position. Prefers an alkaline soil. Established plants are drought tolerant. A very ornamental plant, it is not generally very long-lived though it normally self-sows freely. The sub-species lewisii (which is seen as a separate species by some botanists or as no more than a synonym of this species by others) is more desirable for its fibre and has been cultivated by the N. American Indians for this purpose. Special Features: Naturalizing.
Vermehrung: Seed - sow spring in greenhouse. When they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual pots and plant them out in the summer. Basal cuttings in spring. Harvest the shoots when they are about 8 - 10cm long with plenty of underground stem. Pot them up into individual pots and keep them in light shade in a cold frame or greenhouse until they are rooting well. Plant them out in the summer.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Oil Seed Edible Uses: Oil Seed - cooked. A pleasant nutty taste and very nutritious. The seed has a high oil content and can be eaten on its own or used as a flavouring. It should not be eaten raw because it contains cyanide but this is destroyed in the cooking process.

Weitere Nutzung

Cosmetic Fibre Hair Oil Paper A drying oil is obtained from the seed. Used mainly for lighting, though it could also be used in all the ways that linseed oil (from Linum usitatissimum) is used - in paints, varnishes etc. An infusion of the whole plant is used as a hair and skin wash. It is said to be very beneficial to the skin and also to help prevent hair loss. A good fibre is obtained from the stems, it is inferior to flax (Linum usitatissimum) but is used for making cloth, nets, string, baskets, mats etc and in paper making. When used for paper making, the stems are harvested in late summer or autumn when they are two thirds yellow and are then retted. The fibre is then stripped from the stem, cooked for two hours or more with lye and then beaten in a Hollander beater.

Verbreitung

Heimisch: Altay, Austria, BR, Belarus, Buryatiya, Central European Russia, China North-Central, China South-Central, Czechia-Slovakia, East European Russia, Germany, Hungary, Inner Mongolia, Irkutsk, Kazakhstan, Krasnoyarsk, Manizales, Mongolia, NO, North America, Poland, Qinghai, Tibet, Tuva, Ukraine, West Himalaya, West Siberia, Xinjiang, Yakutiya, conterminous 48 United States Eingeführt: Arizona, British Columbia, CA, Colorado, Idaho, Illinois, Iowa, JP, LT, Lithuania, Maine, Mexico Northwest, Michigan, Minnesota, Montana, NO, Nebraska, Nevada, New York, Ohio, Ontario, Oregon, PL, Pennsylvania, Poland, SE, Utah, Vermont, West Virginia, Wisconsin, Yukon

Alternative deutsche Namen

Ausdauernder LeinAusdauernder Lein (Unterart)ausdauernder Lein
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren