Wusstest du?
399 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Das ätherische Öl des Zitroneneukalyptus enthält bis zu 80% Citronellal - den gleichen Stoff, der auch in Zitronengras vorkommt. Deshalb riecht er so intensiv nach Zitronen und hält Mücken fern!
→ ZitroneneukalyptusEibisch-Blätter enthalten bis zu 10% Schleimstoffe - das sind spezielle Polysaccharide, die bei Kontakt mit Wasser aufquellen. Diese natürlichen 'Gelbildner' schützen die Pflanze vor Austrocknung und uns vor Husten.
→ Echter EibischIsländisches Moos ist gar kein Moos, sondern eine Flechte! Es besteht aus einem Pilz und einer Alge, die zusammenleben. Der Pilz gibt Schutz, die Alge macht Fotosynthese - eine perfekte WG!
→ Isländisches MoosFrüher dachten Menschen, die weißen Flecken auf den Blättern sehen aus wie kranke Lungen. Deshalb glaubten sie, die Pflanze könne Lungenkrankheiten heilen - nach der 'Signaturenlehre'.
→ Geflecktes LungenkrautFenchelblüten locken über 40 Insektenarten an! Besonders Schwebfliegen und Schlupfwespen lieben sie. Ein einziger Fenchelstrauch kann hunderte nützliche Gartenhelferlein ernähren.
→ GewürzfenchelDer milchige Saft der Schwarzwurzel enthält Allantoin - denselben Wirkstoff wie in Beinwell! Früher wurde dieser klebrige Saft zum Heilen von Wunden und als natürlicher Klebstoff verwendet.
→ SchwarzwurzelDer Name 'Fenchel' kommt vom lateinischen 'foeniculum', was 'kleines Heu' bedeutet. Die Griechen nannten ihn 'marathon' - nach der berühmten Schlacht von Marathon, wo wilde Fenchel wuchsen.
→ GewürzfenchelIm Mittelalter glaubte man, Baldrian schütze vor Hexen und bösen Geistern. Deshalb hängten die Menschen Baldrianwurzeln über Türen und Fenster. Der starke Geruch sollte magische Kräfte haben und Dämonen vertreiben.
→ Echter BaldrianDie Myrte war im alten Griechenland der Göttin Aphrodite geweiht. Bräute trugen Myrtenkränze als Symbol für Liebe und Treue - ein Brauch, der bis heute bei königlichen Hochzeiten überlebt hat!
→ MyrteDie gekräuselten Blätter der Türkischen Minze sind nicht nur schön anzusehen: Sie vergrößern die Oberfläche und setzen dadurch noch mehr Duftstoffe frei als glatte Minzblätter!
→ Türkische MinzeRohe Stangenbohnen enthalten das Gift Phasin, das rote Blutkörperchen verklumpen lässt. Schon 5-6 rohe Bohnen können Bauchschmerzen verursachen. Beim Kochen wird das Gift jedoch vollständig zerstört.
→ StangenbohneTopinambur war im 17. Jahrhundert das 'Gold der Armen' in Europa! Bevor die Kartoffel kam, ernährte diese Pflanze Millionen Menschen. Heute erlebt sie als gesundes 'Superfood' ein Comeback.
→ TopinamburZirbennüsse sind so nahrhaft, dass Tannenhäher bis zu 100.000 Stück pro Jahr sammeln und vergraben. Die vergessenen Nüsse werden zu neuen Bäumen - eine perfekte Partnerschaft!
→ ZirbeObwohl sie Blutwurz heißt, hat die Pflanze meist nur 4 Blütenblätter statt 5 wie ihre Verwandten aus der Fingerkraut-Familie. An dieser Besonderheit kann man sie sicher erkennen!
→ BlutwurzSchon die alten Römer aßen Gartenmelde als 'Spinat der Armen'. Sie war so wichtig, dass sie in jedem Klostergarten angebaut wurde, bevor echter Spinat nach Europa kam.
→ GartenmeldeVorsicht: Nur das klare Gel im Blattinneren ist essbar! Die gelbe Flüssigkeit unter der Haut wirkt stark abführend und kann gefährlich werden.
→ Aloe veraDie Schärfe im Ingwer entsteht durch Gingerole, die sich beim Trocknen in noch schärfere Shogaole verwandeln. Deshalb brennt getrockneter Ingwerpulver mehr auf der Zunge als frischer Ingwer.
→ IngwerDer Name 'Kurkuma' kommt vom arabischen 'karkum', was 'Safran' bedeutet. Tatsächlich wurde Kurkuma oft als billiger Safran-Ersatz verkauft und heißt deshalb auch 'Gelbwurz' oder 'Indischer Safran'.
→ KurkumaDie Latsche überlebt extreme Kälte bis -40°C und wächst noch in 2700m Höhe! Ihre niedrige, kriechende Wuchsform schützt sie vor eisigen Bergwinden - deshalb wird sie auch Krummholzkiefer genannt.
→ LatscheIm alten Griechenland glaubte man, Pfefferminze entstehe aus der Nymphe Minthe, die von Persephone aus Eifersucht in eine Pflanze verwandelt wurde.
→ PfefferminzeWalnussblätter enthalten Juglon, einen natürlichen Pflanzenschutz. Dieser Stoff hemmt das Wachstum anderer Pflanzen in der Nähe - deshalb wächst unter Walnussbäumen oft wenig!
→ WalnussDer Name 'Gänseblümchen' kommt daher, dass Gänse diese Blüten besonders gerne fressen. In England heißt die Pflanze 'Daisy' - von 'day's eye', weil sich die Blüten bei Sonnenaufgang öffnen.
→ GänseblümchenIsländisches Moos kann bis zu 100 Jahre alt werden und wächst nur 1-3mm pro Jahr! Es überlebt Temperaturen bis -40°C und kann monatelang ohne Wasser auskommen - ein echter Überlebenskünstler!
→ Isländisches MoosVogelkirschbäume sind echte Waldarchitekten! Sie wachsen schnell und schaffen Lichtlücken für andere Pflanzen. Über 60 Vogelarten fressen ihre Kirschen und verbreiten die Samen bis zu 5km weit.
→ VogelkirscheAus dem Harz der Terebinthe wurde früher Terpentin gewonnen - daher der Name! Künstler benutzten es als Verdünner für Ölfarben. Heute kommt Terpentin meist aus Kiefern, aber der Name erinnert noch an die alte Terebinthe.
→ TerebintheChayote-Samen keimen noch in der Frucht! Wenn die Chayote reif wird, wächst der Samen direkt durch die Schale hindurch und bildet einen kleinen Trieb - wie ein natürlicher Alien-Ausbruch aus dem Inneren der Frucht.
→ ChayoteQuendel ist ein Meister der Tarnung! Seine winzigen Blätter riechen intensiv nach Thymian, wenn man sie zerreibt. So können auch Kinder ihn sicher von giftigen Pflanzen unterscheiden.
→ QuendelWalnussbäume können über 300 Jahre alt werden und dabei bis zu 25 Meter hoch wachsen! Der älteste bekannte Walnussbaum in Deutschland steht in Baden-Württemberg und ist über 200 Jahre alt.
→ WalnussHeidelbeeren färben den Mund blau, weil sie Anthocyane enthalten - natürliche Farbstoffe, die auch als pH-Indikator funktionieren! Gibst du Zitronensaft dazu, werden sie rot.
→ HeidelbeereKartoffeln gehören zur Familie der Nachtschattengewächse - genau wie Tomaten und Paprika! Ihre grünen Teile und Keime enthalten giftiges Solanin. Deshalb sollte man niemals grüne Kartoffeln essen.
→ Kartoffel