Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Der Hornklee hat seinen Namen von seinen hornförmigen Samenschoten, die sich wie kleine Krallen spreizen. 'Lotus' bedeutet im Griechischen 'Klee' - obwohl er gar kein echter Klee ist, sondern zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört!
→ Gewöhnlicher HornkleeDie Lack-Zistrose produziert das kostbare Ladanum-Harz, das früher wertvoller als Gold war! Hirten sammelten es von den Bärten ihrer Ziegen, die durch die klebrigen Büsche gelaufen waren.
→ Lack-ZistroseQuitten enthalten Amygdalin - das wird im Körper zu Blausäure! Aber keine Panik: Die Menge ist so gering, dass sie völlig ungefährlich ist. Trotzdem sollte man die bitteren Kerne nicht mitessen.
→ QuitteBuschbohnen können Stickstoff aus der Luft 'einfangen'! In ihren Wurzelknöllchen leben Bakterien, die Luftstickstoff in Dünger umwandeln. Deshalb brauchen Bohnen keinen Stickstoffdünger.
→ BuschbohneHohlzahn-Blätter enthalten Kieselsäure - den gleichen Stoff, aus dem Glas gemacht wird! Diese winzigen Kristalle machen die Pflanze robust und helfen ihr, Schädlinge abzuwehren.
→ Gemeiner HohlzahnDer Name 'Sideritis' kommt vom griechischen Wort 'sideros' = Eisen. Antike Krieger tranken den Tee, um Wunden von Eisenwaffen zu heilen. Tatsächlich enthält die Pflanze viel Eisen und andere Mineralien aus dem Gestein!
→ Griechischer BergteeDie Salweide ist ein echter Frühstarter! Ihre gelben Kätzchen blühen schon im März, wenn fast alle anderen Pflanzen noch schlafen. Deshalb ist sie für hungrige Bienen nach dem Winter wie ein gedeckter Tisch voller Nektar.
→ SalweideDie Baumpfingstrose überlebt Winter bis -20°C, obwohl sie ursprünglich aus warmen Gebieten Chinas stammt. Ihre Wurzeln können Frostschäden reparieren und im Frühling neue Triebe bilden.
→ BaumpfingstroseRizinus kann in einem Jahr bis zu 4 Meter hoch werden! In warmen Ländern wird er sogar zu einem 12 Meter hohen Baum. Seine riesigen, handförmigen Blätter können einen Durchmesser von 60 cm erreichen.
→ RizinusObwohl er 'Buchweizen' heißt, ist er gar kein Getreide! Er gehört zu den Knöterichgewächsen wie Rhabarber. Sein Name kommt von den dreieckigen Samen, die aussehen wie winzige Bucheckern.
→ Stauden-BuchweizenDie winzigen Härchen am Habichtskraut enthalten Cumarine - dieselben Duftstoffe wie in Waldmeister! Diese chemischen Verbindungen schützen die Pflanze vor Fressfeinden und UV-Strahlung.
→ Kleines HabichtskrautDie Rockenbolle überlebt Winter bis -30°C! Ihre Zwiebel teilt sich in Zehen auf wie normaler Knoblauch, aber die Luftzwiebeln am Stängel sind genetisch identische Klone der Mutterpflanze.
→ RockenbolleEibisch kann komplett gegessen werden: Blätter als Salat, Blüten als Dekoration, Wurzeln als Gemüse und sogar die Samen sind essbar! Früher galt er als 'Arme-Leute-Essen' und rettete in Hungerzeiten Leben.
→ Echter EibischIn Japan werden aus Buchweizen die berühmten Soba-Nudeln gemacht! Die Pflanze wächst auch auf kargen Böden und wurde früher 'Heidekorn' genannt, weil sie selbst auf der Heide gedeiht - perfekt für Notzeiten.
→ BuchweizenAckerminze kann ihre Duftintensität je nach Tageszeit ändern! Morgens riecht sie mild, aber bei Hitze am Mittag wird der Mentholgeruch so stark, dass er Insekten aus 50 Metern Entfernung anlockt.
→ AckerminzeDie Myrte war im alten Griechenland der Göttin Aphrodite geweiht. Bräute trugen Myrtenkränze als Symbol für Liebe und Treue - ein Brauch, der bis heute bei königlichen Hochzeiten überlebt hat!
→ MyrteCarvon in der Kölnischwasser Minze kann Ameisen vertreiben! Dieser natürliche Duftstoff verwirrt ihre Orientierung. Ein Topf auf der Terrasse hält die Krabbeltiere fern - ganz ohne Chemie.
→ Kölnischwasser MinzeDer Name 'Hundsrose' kommt nicht von Hunden, sondern vom lateinischen 'hundus' = spitz. Die spitzen Dornen gaben der Pflanze ihren Namen. Im Mittelalter glaubte man, sie könne Hundebisse heilen.
→ Hundsrose-WildroseFeldsalat ist ein echter Winter-Champion! Während andere Pflanzen bei Frost eingehen, übersteht er Temperaturen bis -15°C. Seine Blätter werden sogar süßer, wenn es richtig kalt wird - der Frost verwandelt Stärke in Zucker!
→ FeldsalatDie Scheinbeere ist ein Überlebenskünstler: Sie wächst kriechend am Boden und bildet dichte Teppiche. Ihre immergrünen Blätter trotzen selbst strengsten Wintern und bleiben unter dem Schnee frisch grün.
→ Niedere ScheinbeereKnollenfenchel war im alten Rom so wertvoll, dass Gladiatoren ihn vor Kämpfen aßen - sie glaubten, er verleihe Mut und Stärke! Die Römer nannten ihn 'marathum' nach der Schlacht von Marathon.
→ KnollenfenchelGänseblümchen enthalten Saponine - das sind natürliche Seifenstoffe! Früher wurden die Blätter tatsächlich zum Waschen verwendet, weil sie in Wasser Schaum bilden können.
→ GänseblümchenHafer enthält Beta-Glucan - einen Ballaststoff, der wie ein Schwamm Cholesterin aufsaugt. Deshalb können 3g Haferflocken täglich den Cholesterinspiegel um bis zu 10% senken. Ein natürlicher Herzschutz aus der Müslischale!
→ HaferAronia-Beeren enthalten mehr Anthocyane als Blaubeeren! Diese violetten Farbstoffe machen sie zu wahren Antioxidantien-Bomben. Ein Glas Aronia-Saft hat etwa 10x mehr davon als die gleiche Menge Rotwein.
→ AroniaMojitominze war ursprünglich eine Zufallskreuzung verschiedener Minzarten. Ihr Name kommt vom berühmten kubanischen Cocktail - aber die Pflanze selbst ist eine moderne Züchtung aus Europa!
→ MojitominzeMinze war im alten Rom so wertvoll, dass sie als Zahlungsmittel verwendet wurde. Römische Soldaten erhielten oft Minze statt Münzen als Sold!
→ Grüne MinzeGemüseamaranth war schon vor 8.000 Jahren ein Grundnahrungsmittel der Azteken! Sie nannten ihn 'huauhtli' und machten sogar religiöse Figuren aus den Samen. Die spanischen Eroberer verboten den Anbau, weil er zu heilig war.
→ GemüseamaranthKnoblauch war im alten Ägypten so wertvoll, dass Arbeiter beim Pyramidenbau damit bezahlt wurden! Die Pharaonen gaben ihren Sklaven täglich Knoblauch und Zwiebeln als Lohn für ihre schwere Arbeit.
→ KnoblauchNotfall-Superfood: 100g Amarant-Blätter enthalten mehr Eisen als Spinat und doppelt so viel Calcium wie Milch! Die Azteken nannten ihn 'huauhtli' und machten daraus sogar Götterstatuen, die sie bei Ritualen aßen.
→ Rauhaariger AmarantUrsprünglich stammt Glücksklee aus Mexiko und wurde erst im 19. Jahrhundert nach Europa gebracht. Die Azteken nutzten ihn bereits als Nahrungsmittel und nannten ihn 'Xocoyolli' - was 'saures Kraut' bedeutet.
→ Glücksklee