Wusstest du?
399 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Die Myrte war im alten Griechenland der Göttin Aphrodite geweiht. Bräute trugen Myrtenkränze als Symbol für Liebe und Treue - ein Brauch, der bis heute bei königlichen Hochzeiten überlebt hat!
→ MyrteDer botanische Name 'Cydonia' kommt von der antiken Stadt Kydonia auf Kreta. Dort wuchsen schon vor 4000 Jahren die besten Quitten des Mittelmeerraums - ein echter Exportschlager der Antike!
→ QuitteDie roten Anthocyane der Apothekerrose verändern ihre Farbe je nach pH-Wert: In saurem Milieu werden sie rot, in basischem blau. Deshalb kann man mit den Blütenblättern sogar den Säuregehalt von Flüssigkeiten testen!
→ ApothekerroseDiktamos wächst nur auf Kreta und ist so selten, dass Ziegen früher an Felswänden kletterten, um ihn zu erreichen. Die Kreter nannten ihn 'Erontas' - die Pflanze der Liebe!
→ DiktamosHuflattich war das erste Hustenmittel der Menschheit! Schon vor 2500 Jahren rauchten die alten Griechen seine getrockneten Blätter gegen Husten. Heute wissen wir: Die Pflanze enthält leberschädliche Alkaloide.
→ HuflattichEine einzige Tomatenpflanze kann bis zu 4.500 Früchte pro Jahr produzieren! Der Weltrekord liegt bei einer Pflanze mit über 32.000 Tomaten - das entspricht etwa 522 Kilogramm Erntegewicht.
→ TomateDie Glucosinolate im Barbarakraut sind natürliche Pestizide! Wenn Insekten an den Blättern knabbern, werden diese scharfen Senföle freigesetzt und vertreiben die Schädlinge - ein perfekter Pflanzenschutz!
→ BarbarakrautBärlauch riecht intensiv nach Knoblauch, aber nur wenn man die Blätter zerreibt. So unterscheidet man ihn sicher von den giftigen Maiglöckchen, die geruchlos sind - ein lebensrettender Trick!
→ BärlauchDie Bitterstoffe im Zuckerhut gehören zu den Sesquiterpenlactonen - dieselben Stoffe, die auch in Löwenzahn vorkommen. Sie regen die Verdauung an und können sogar die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützen.
→ ZuckerhutDie Blätter vom Gemüseamaranth enthalten mehr Eisen als Spinat und mehr Calcium als Milch! Eine Handvoll rohe Blätter deckt bereits 25% des täglichen Eisenbedarfs eines Kindes ab.
→ GemüseamaranthSalbeiblätter enthalten natürliche Konservierungsstoffe. Früher wickelte man Fleisch in Salbeiblätter ein, um es länger haltbar zu machen - ganz ohne Kühlschrank!
→ Echter SalbeiIm 16. Jahrhundert galten Bartnelken als Symbol für Galanterie. Ritter trugen sie als Zeichen ihrer Höflichkeit. In der Blumensprache bedeuteten sie 'Du bist vollkommen'.
→ BartnelkeObwohl sie Andenbeere heißt, stammt sie ursprünglich aus Peru und war schon bei den Inkas ein Superfood! Die goldenen Früchte galten als so wertvoll, dass sie nur dem Adel vorbehalten waren.
→ AndenbeereDer Name 'Arnika' kommt vom griechischen 'arnakis' = Lammfell, weil die weichen, behaarten Blätter an Schafwolle erinnern. Bergbauern nannten sie auch 'Bergwohlverleih'.
→ ArnikaIn der Volksmedizin galt Hornklee als 'Nervenkraut' gegen Melancholie. Tatsächlich enthält er Flavonoide, die beruhigend wirken können - aber Vorsicht: roh ist er leicht giftig durch Blausäure-Verbindungen!
→ Gewöhnlicher HornkleeDie Gelbrote Taglilie heißt so, weil jede ihrer Blüten nur einen einzigen Tag blüht! Morgens öffnet sie sich, abends ist sie schon wieder verwelkt. Dafür produziert sie den ganzen Sommer über immer neue Blüten.
→ Gelbrote TaglilieObwohl sie 'Inkagurke' heißt, ist sie botanisch gar keine echte Gurke, sondern gehört zu den Kürbisgewächsen. Die Inkas bauten sie bereits vor 4000 Jahren in den Anden an und nannten sie 'Achocha'.
→ InkagurkeIm Mittelalter glaubten Menschen, Ackerminze könne Milch vor dem Sauerwerden schützen. Tatsächlich haben die antibakteriellen Stoffe der Pflanze eine konservierende Wirkung - die Bauern lagen richtig!
→ AckerminzeIn der Wüste rettet der Feigenkaktus Leben: Seine Blätter enthalten trinkbares Wasser und die Früchte stillen Hunger und Durst. Wüstenvölker nennen ihn deshalb 'Baum des Lebens' - er ist wie eine natürliche Notration.
→ FeigenkaktusDie Kartoffel stammt ursprünglich aus den Anden Südamerikas. Die Inkas bauten sie schon vor 8000 Jahren an! Nach Europa kam sie erst im 16. Jahrhundert durch spanische Eroberer.
→ KartoffelEine einzige Kartoffelpflanze kann bis zu 20 Knollen produzieren! Der Weltrekord liegt bei einer 4,98 kg schweren Kartoffel aus Großbritannien - das ist so schwer wie ein Chihuahua!
→ KartoffelIm Mittelalter glaubte man, Baldrian schütze vor Hexen und bösen Geistern. Deshalb hängten die Menschen Baldrianwurzeln über Türen und Fenster. Der starke Geruch sollte magische Kräfte haben und Dämonen vertreiben.
→ Echter BaldrianEchter Steinklee riecht nach frisch gemähtem Heu! Das liegt am Cumarin, das auch in Waldmeister steckt. Früher stopften Menschen getrockneten Steinklee in ihre Matratzen - so schliefen sie besser und Motten blieben fern.
→ Echter SteinkleeSauerkirschen enthalten natürliches Melatonin - das Schlafhormon! Wer abends Sauerkirschsaft trinkt, schläft nachweislich besser und tiefer. Die roten Früchte sind also ein natürliches Schlafmittel.
→ SauerkirscheIn Indien gilt Kurkuma als so heilig, dass Bräute vor der Hochzeit damit eingerieben werden. Die goldene Farbe soll Glück und Reinheit bringen. Dieser Brauch ist über 4000 Jahre alt!
→ KurkumaDie Schwarzwurzel wird auch 'Winterspargel' genannt, obwohl sie gar nicht mit Spargel verwandt ist! Ihr Name kommt von der schwarzen Schale - innen ist sie schneeweiß und schmeckt nussig-süß.
→ SchwarzwurzelGin verdankt seinen typischen Geschmack den Wacholderbeeren! Schon im Mittelalter mixten niederländische Destillateure Wacholder in Schnaps. Britische Soldaten nannten das Getränk liebevoll 'Dutch Courage' - holländischen Mut.
→ WacholderNapoleon ließ für Kaiserin Joséphine über 250 Rosensorten sammeln. Ihr Garten in Malmaison wurde zum berühmtesten Rosengarten Europas und rettete viele alte Sorten vor dem Aussterben.
→ Rosen, KulturrosenSteinklee ist ein Meister der Bodenheilung! Seine Wurzeln können bis zu 2 Meter tief wachsen und holen Stickstoff aus der Luft. Deshalb pflanzen Landwirte ihn auf ausgelaugten Feldern - er macht den Boden wieder fruchtbar.
→ Echter SteinkleeIm Mittelalter galt die Silberdistel als Zauberpflanze gegen böse Geister. Bauern nagelten sie an Stalltüren, um ihr Vieh zu schützen. Der Name 'Karlsdistel' soll auf Kaiser Karl den Großen zurückgehen, dem ein Engel die Heilkraft zeigte.
→ Silberdistel