Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Lärchennadeln enthalten mehr Vitamin C als Zitronen! Früher tranken Seefahrer Lärchentee gegen Skorbut. Die jungen Triebe schmecken säuerlich-harzig und können roh gegessen oder als Tee zubereitet werden.
→ Europäische LärcheKnoblauch hält Weltrekord: Die schwerste Knoblauchzehe wog 2017 unglaubliche 38,17 Gramm! Normalerweise wiegen Zehen nur 3-8 Gramm. Gezüchtet wurde das Riesenexemplar in China.
→ KnoblauchJohannisbeersträucher können über 100 Jahre alt werden! Der älteste dokumentierte Strauch in England ist 150 Jahre alt und trägt immer noch Früchte. Pro Strauch können bis zu 7 kg Beeren geerntet werden.
→ JohannisbeerenVorsicht beim Sammeln: Meisterwurz kann mit dem giftigen Schierling verwechselt werden! Der sichere Unterschied: Meisterwurz riecht beim Zerreiben stark würzig-aromatisch, Schierling dagegen nach Mäuseurin.
→ MeisterwurzBeinwell-Wurzeln können bis zu 3 Meter tief in die Erde wachsen! Damit holt er Nährstoffe aus tiefsten Bodenschichten nach oben und ist ein perfekter natürlicher Dünger für andere Pflanzen.
→ Echter BeinwellRizinus kann in einem Jahr bis zu 4 Meter hoch werden! In warmen Ländern wird er sogar zu einem 12 Meter hohen Baum. Seine riesigen, handförmigen Blätter können einen Durchmesser von 60 cm erreichen.
→ RizinusRingelblumen sind essbare Zeitansager! Ihre Blüten öffnen sich morgens um 9 Uhr und schließen sich nachmittags um 15 Uhr so zuverlässig, dass Bauern früher die Zeit daran ablesen konnten.
→ RingelblumeRosenblütenblätter enthalten mehr Vitamin C als Orangen! Eine Handvoll frische Blütenblätter deckt den Tagesbedarf. Deshalb wurden sie im Mittelalter gegen Skorbut verwendet.
→ Rosen, KulturrosenDer Name 'Erdbeere' kommt daher, dass die Früchte früher direkt auf der Erde zu wachsen schienen. Tatsächlich wachsen sie an niedrigen Pflanzen, die ihre Früchte nah am Boden tragen - perfekt für kleine Sammler!
→ WalderdbeereThymian lockt bis zu 170 verschiedene Insektenarten an! Bienen fliegen bis zu 3 km weit für seinen Nektar. Honig von Thymianblüten gilt als Delikatesse und kostet manchmal mehr als 50€ pro Kilogramm.
→ Echter ThymianEchte Brunnenkresse wächst nur in fließendem, sauberem Wasser. Sie ist ein natürlicher Wasserqualitäts-Indikator: Wo sie gedeiht, ist das Wasser trinkbar. Deshalb sammelten Wanderer sie früher als Notnahrung.
→ Echte BrunnenkresseMittelalterliche Ritter trugen Rockenbolle als Schutz vor bösen Geistern. Tatsächlich hält ihr intensiver Geruch Vampire... äh, Mücken und andere Parasiten fern!
→ RockenbolleDie Quitte war schon bei den alten Griechen ein Symbol für Glück und Fruchtbarkeit! Bräute bekamen zur Hochzeit eine goldene Quitte geschenkt. Auch heute noch werden in manchen Ländern Quitten ins Brautkleid eingenäht.
→ QuitteWilde Lupinen enthalten giftige Alkaloide und schmecken bitter. Erst durch jahrzehntelange Züchtung entstanden die 'süßen' Lupinen ohne Gift. Trotzdem sollte man sie vor dem Essen wässern!
→ SüßlupinenBitterfenchel kann bis zu 2 Meter hoch werden und seine gelben Blütendolden ziehen über 500 verschiedene Insektenarten an! Besonders Schwebfliegen und Käfer lieben den süßen Nektar.
→ BitterfenchelObwohl die roten Beeren essbar aussehen, sind sie schwach giftig. Paradox: Die Pflanze wird trotzdem als Heilpflanze genutzt - aber nur äußerlich! Früher rieben sich Indianer die Blätter bei Muskelschmerzen auf die Haut.
→ Niedere ScheinbeereDie Feuerbohne kann bis zu 4 Meter hoch klettern und ihre leuchtend roten Blüten locken Kolibris an! In Europa nutzen Bienen die Blüten, obwohl sie eigentlich für Kolibris gemacht sind.
→ FeuerbohneIn der Steinzeit sammelten Menschen bereits Vogelkirschen. Archäologen fanden 8000 Jahre alte Kirschkerne in Schweizer Pfahlbauten. Die süßen Zuchtformen entstanden erst vor 2000 Jahren im Römischen Reich.
→ VogelkirscheTomaten waren bis ins 18. Jahrhundert als 'Liebesäpfel' bekannt und galten als Aphrodisiakum! Reiche Europäer starben aber oft nach dem Essen - nicht durch die Tomate, sondern durch Bleivergiftung aus ihren Zinntellern!
→ TomateDie Kölnischwasser Minze riecht tatsächlich wie echtes Eau de Cologne! Ihr Duft entsteht durch die Kombination von Limonen und anderen ätherischen Ölen. Früher wurde sie sogar zur Parfümherstellung verwendet.
→ Kölnischwasser MinzeZirbennüsse sind so nahrhaft, dass Tannenhäher bis zu 100.000 Stück pro Jahr sammeln und vergraben. Die vergessenen Nüsse werden zu neuen Bäumen - eine perfekte Partnerschaft!
→ ZirbeDas Bittere Schaumkraut schmeckt schärfer als Kresse! Seine Scharfstoffe entstehen erst beim Kauen - die Pflanze 'produziert' sie als Schutz vor Fressfeinden. Deshalb wird es auch 'Wilde Kresse' genannt.
→ Bitteres SchaumkrautDie Gingerole im Galgant sind chemische Verwandte des Ingwers, aber 10x schärfer! Diese Moleküle können sogar Bakterien abtöten - deshalb nutzte man Galgant früher als natürliches Antibiotikum.
→ Echter GalgantIn Harry Potter schreien Alraunen beim Ausgraben - das stammt aus uralten Legenden! Man glaubte, ihr Schrei töte jeden, der ihn hört. Deshalb zog man sie früher mit Hunden aus der Erde.
→ AlrauneSauerkirschen enthalten natürliches Melatonin - das Schlafhormon! Wer abends Sauerkirschsaft trinkt, schläft nachweislich besser und tiefer. Die roten Früchte sind also ein natürliches Schlafmittel.
→ SauerkirscheFenchel war im alten Rom so wertvoll, dass Gladiatoren ihn vor Kämpfen aßen, um stark zu werden. Die Römer glaubten, dass Fenchel Mut verleiht und böse Geister vertreibt!
→ GewürzfenchelIm alten Ägypten wurde Rizinusöl bereits vor 4000 Jahren verwendet. Die Ägypter nutzten es als Lampenöl, für die Mumifizierung und als Heilmittel. Kleopatra soll es sogar für ihre Schönheitspflege benutzt haben.
→ RizinusKarotten waren ursprünglich lila und weiß! Die orangene Farbe entstand erst im 17. Jahrhundert, als niederländische Züchter sie zu Ehren des Königshauses Orange entwickelten.
→ KarotteMurmeltiere nutzen Latschenzweige als natürliche Polster für ihre Winterbaue. Die antiseptischen Inhaltsstoffe der Nadeln halten Parasiten fern und sorgen für hygienische Schlafplätze.
→ LatscheDer Kalmus ist eigentlich gar nicht heimisch! Er kam vor 500 Jahren aus Asien zu uns und eroberte unsere Gewässer. Heute wächst er überall an Teichen und Bächen, als wäre er schon immer da gewesen.
→ Kalmus