Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Das Menthol in Pfefferminze aktiviert Kälterezeptoren auf der Haut - deshalb fühlt sich Minze kühl an, obwohl sie gar nicht kalt ist. Ein Trick des Gehirns!
→ PfefferminzeKiefern 'sprechen' miteinander! Über unterirdische Pilznetzwerke tauschen sie Nährstoffe und Warnsignale aus. Bei Käferbefall warnen sie Nachbarbäume, die dann mehr Harz produzieren - ein Wald-Internet unter unseren Füßen!
→ WaldkieferMojitominze war ursprünglich eine Zufallskreuzung verschiedener Minzarten. Ihr Name kommt vom berühmten kubanischen Cocktail - aber die Pflanze selbst ist eine moderne Züchtung aus Europa!
→ MojitominzeDie roten und gelben Blätter der Gartenmelde enthalten Betalaine - dieselben Farbstoffe wie in Roter Bete! Diese Pigmente können sogar als natürliche Lebensmittelfarbe verwendet werden.
→ GartenmeldeDer Name 'Calamintha' kommt aus dem Griechischen und bedeutet 'schöne Minze'. Die alten Griechen glaubten, dass die Pflanze von den Göttern gesegnet sei, weil sie so herrlich duftet und gleichzeitig heilt.
→ Echte BergminzeMittelalterliche Ritter trugen Rockenbolle als Schutz vor bösen Geistern. Tatsächlich hält ihr intensiver Geruch Vampire... äh, Mücken und andere Parasiten fern!
→ RockenbolleRingelblumen sind essbare Zeitansager! Ihre Blüten öffnen sich morgens um 9 Uhr und schließen sich nachmittags um 15 Uhr so zuverlässig, dass Bauern früher die Zeit daran ablesen konnten.
→ RingelblumeFeldsalat ist ein echter Winter-Champion! Während andere Pflanzen bei Frost eingehen, übersteht er Temperaturen bis -15°C. Seine Blätter werden sogar süßer, wenn es richtig kalt wird - der Frost verwandelt Stärke in Zucker!
→ FeldsalatDer Name 'Nasturtium' bedeutet 'Nasenverdreher' - wegen des scharfen Geschmacks. Römische Soldaten kauten die Blätter vor Schlachten, um wach und aggressiv zu werden. Der scharfe Senföl-Geschmack wirkt antibakteriell.
→ Echte BrunnenkresseDie Europäische Lärche ist der einzige Nadelbaum in Europa, der im Herbst seine Nadeln abwirft! Sie werden goldgelb und fallen wie bei Laubbäumen zu Boden. Im Frühling wachsen frische, hellgrüne Nadeln nach.
→ Europäische LärcheGerste produziert Beta-Glucan, einen Ballaststoff, der wie ein natürlicher Schwamm Cholesterin aufsaugt. Deshalb gilt Gerstenbrei als Superfood für das Herz - schon 3g täglich können den Cholesterinspiegel senken!
→ GersteMeisterwurz wächst nur in den Bergen ab 800m Höhe und kann Temperaturen bis -30°C überstehen! Die Pflanze braucht kühle Sommer und viel Feuchtigkeit - deshalb findet man sie hauptsächlich in den Alpen.
→ MeisterwurzDer Name 'Dianthus' bedeutet 'Blume der Götter' - Zeus höchstpersönlich! Die alten Griechen glaubten, Nelken seien aus den Tränen der Göttin Diana entstanden, als sie einen unschuldigen Hirten tötete.
→ Edelnelke, Gartennelke, Landnelke, TopfnelkeSchwarzkiefern sind wahre Überlebenskünstler: Sie wachsen auf kargstem Kalkstein und überstehen Temperaturen von -30°C bis +40°C. Ihre Pfahlwurzel kann 30 Meter tief reichen!
→ Österreichische SchwarzkieferObwohl sie 'Inkagurke' heißt, ist sie botanisch gar keine echte Gurke, sondern gehört zu den Kürbisgewächsen. Die Inkas bauten sie bereits vor 4000 Jahren in den Anden an und nannten sie 'Achocha'.
→ InkagurkeCarvon in der Grünen Minze riecht je nach Molekülform entweder nach Minze oder nach Kümmel - obwohl es chemisch identisch ist! Ein Spiegelbild-Molekül, zwei Düfte.
→ Grüne MinzeMyrtenbeeren enthalten so viele Anthocyane, dass sie früher als natürlicher blauer Farbstoff verwendet wurden. Die gleichen Stoffe machen Heidelbeeren blau und schützen unsere Zellen!
→ MyrteDer Name Amaranth kommt vom griechischen 'amarantos' und bedeutet 'nie verwelkend'. Die getrockneten Blütenstände behalten jahrelang ihre leuchtende Farbe - deshalb galten sie als Symbol für Unsterblichkeit.
→ AmaranthGoji-Sträucher sind wahre Überlebenskünstler: Sie überstehen Temperaturen bis -25°C und extreme Trockenheit. Ihre tiefen Wurzeln können bis zu 3 Meter in die Erde reichen!
→ GojiSchon vor 10.000 Jahren bauten Menschen im Nahen Osten Kichererbsen an! Sie gehören damit zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sogar in Tutanchamuns Grab fand man getrocknete Kichererbsen als Wegzehrung fürs Jenseits.
→ KichererbseMutterkraut hieß früher 'Fieberkraut' und wurde schon im alten Griechenland gegen Kopfschmerzen verwendet. Der Name kommt daher, dass es traditionell Müttern bei der Geburt half und Frauenleiden linderte.
→ MutterkrautEin Marillenbaum kann über 100 Jahre alt werden und dabei jährlich bis zu 150kg Früchte produzieren. Die ältesten Exemplare stehen in chinesischen Klostergärten.
→ MarillePetersilie enthält so viel Vitamin C wie eine Orange! 100g frische Petersilie decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Deshalb kauten Seefahrer Petersilie gegen Skorbut - lange bevor sie Zitronen kannten.
→ PetersilieIm Mittelalter glaubten Ritter, Borretsch verleihe Mut vor der Schlacht. 'Ego Borago gaudia semper ago' - 'Ich Borretsch bringe immer Freude' war ihr Wahlspruch. Daher auch der Name 'Mut-Kraut'.
→ BorretschPetersilie war im antiken Griechenland eine Totenpflanze! Sie wurde auf Gräber gepflanzt und galt als Symbol der Unterwelt. Daher kommt der Spruch 'Er braucht nur noch Petersilie' - gemeint war: Er ist dem Tod nahe.
→ PetersilieSchon die alten Ägypter bauten Rettich an - sogar die Pyramiden-Arbeiter bekamen ihn als Kraftnahrung! In China gilt schwarzer Rettich seit 2000 Jahren als Medizin gegen Husten und Erkältungen.
→ Schwarzer WinterrettichLärchenharz wurde schon von den alten Römern als 'Venetianischer Terpentin' gehandelt. Es galt als so wertvoll wie Gold und wurde für Medizin und zum Mumifizieren verwendet. Heute noch wird es für Geigenlack genutzt.
→ Europäische LärcheZirbennüsse sind so nahrhaft, dass Tannenhäher bis zu 100.000 Stück pro Jahr sammeln und vergraben. Die vergessenen Nüsse werden zu neuen Bäumen - eine perfekte Partnerschaft!
→ ZirbeBären fressen die roten Beeren so gerne, dass die Pflanze ihren Namen bekam. Die Beeren sind für Menschen essbar, aber mehlig und fade. Dafür überleben sie problemlos -40°C kalte arktische Winter!
→ Echte BärentraubeDie roten Früchte des Feigenkaktus enthalten Betalaine - das sind dieselben Farbstoffe wie in roter Beete! Deshalb färben sie Zunge und Finger intensiv rot-violett. Früher nutzte man sie als natürlichen Textilstoff.
→ Feigenkaktus