Wusstest du?
399 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Huflattich war das erste Hustenmittel der Menschheit! Schon vor 2500 Jahren rauchten die alten Griechen seine getrockneten Blätter gegen Husten. Heute wissen wir: Die Pflanze enthält leberschädliche Alkaloide.
→ HuflattichArchäologen fanden 4000 Jahre alte Leindotter-Samen in bronzezeitlichen Siedlungen! Die 'falsche Flachs' genannte Pflanze war schon damals so wertvoll, dass sie in Tongefäßen gelagert wurde.
→ LeindotterDie alten Römer nutzten Pinienholz für ihre Kriegsschiffe, weil es besonders harzreich und wasserabweisend ist. Das Harz diente auch als natürlicher Klebstoff und Dichtmittel.
→ PinieSchon vor 6000 Jahren bauten Menschen in Europa Schlafmohn an - nicht nur für Medizin, sondern auch als Nahrung. Archäologen fanden Mohnsamen in steinzeitlichen Pfahlbauten am Bodensee.
→ SchlafmohnMädesüß duftet intensiv nach Mandeln und Honig - deshalb wurde es früher als natürlicher Raumduft gestreut! Im Mittelalter bedeckten Menschen ihre Böden damit, um schlechte Gerüche zu vertreiben und Ungeziefer fernzuhalten.
→ Echtes MädesüßEchter Steinklee riecht nach frisch gemähtem Heu! Das liegt am Cumarin, das auch in Waldmeister steckt. Früher stopften Menschen getrockneten Steinklee in ihre Matratzen - so schliefen sie besser und Motten blieben fern.
→ Echter SteinkleeHafer war ursprünglich nur ein Unkraut im Weizen! Erst als Menschen in kältere Gebiete zogen, merkten sie: Hafer wächst dort besser als Weizen. So wurde aus dem Störenfried eine der wichtigsten Getreidearten der Welt.
→ HaferIm alten Rom glaubten Gladiatoren, dass Fenchel ihnen Mut und Stärke verleiht. Sie aßen die Samen vor Kämpfen und trugen Fenchelkränze als Glücksbringer in die Arena.
→ BitterfenchelTopinambur war im 17. Jahrhundert das 'Gold der Armen' in Europa! Bevor die Kartoffel kam, ernährte diese Pflanze Millionen Menschen. Heute erlebt sie als gesundes 'Superfood' ein Comeback.
→ TopinamburDie Kartäusernelke verdankt ihren Namen den Kartäusermönchen, die sie in ihren Klostergärten kultivierten. Die stillen Mönche schätzten ihre bescheidene Schönheit und pflegten sie als Symbol für Demut und Besinnung.
→ Gewöhnliche KartäusernelkeFrüher dachten Menschen, die weißen Flecken auf den Blättern sehen aus wie kranke Lungen. Deshalb glaubten sie, die Pflanze könne Lungenkrankheiten heilen - nach der 'Signaturenlehre'.
→ Geflecktes LungenkrautDie Echte Betonie war im Mittelalter so wertvoll, dass sie als 'Allheilmittel' galt und sogar gegen böse Geister helfen sollte. Mönche pflanzten sie in jeden Klostergarten!
→ Echte BetonieIn Australien nutzen Aborigines die Blätter des Zitroneneukalyptus seit Jahrtausenden als natürliches Insektenschutzmittel und zur Wundheilung. Sie kauten die Blätter auch bei Erkältungen.
→ ZitroneneukalyptusFenchel war im alten Rom so wertvoll, dass Gladiatoren ihn vor Kämpfen aßen, um stark zu werden. Die Römer glaubten, dass Fenchel Mut verleiht und böse Geister vertreibt!
→ GewürzfenchelBrennnesselfasern sind stärker als Baumwolle! Im 1. Weltkrieg wurden deutsche Uniformen aus Brennnesseln genäht. Die Fasern sind so robust, dass sie heute für Outdoor-Kleidung wiederentdeckt werden.
→ BrennnesselDie ersten Gartenerdbeeren entstanden 1750 zufällig in Frankreich, als sich amerikanische und chilenische Wilderdbeeren kreuzten. Vorher waren Erdbeeren winzig - etwa so groß wie Fingernägel!
→ GartenerdbeereKnoblauch war im alten Ägypten so wertvoll, dass Arbeiter beim Pyramidenbau damit bezahlt wurden! Die Pharaonen gaben ihren Sklaven täglich Knoblauch und Zwiebeln als Lohn für ihre schwere Arbeit.
→ KnoblauchIn Marokko ist Minztee so wichtig, dass es unhöflich ist, ihn abzulehnen. Der Tee wird aus großer Höhe eingeschenkt - das kühlt ihn ab und macht schönen Schaum!
→ Marokkanische MinzeTraubenkirschen-Holz ist ein Geheimtipp für Möbelbauer! Es duftet süßlich wie Mandeln und wird immer dunkler - von hellbraun bis zu tiefem Mahagoni. In Amerika heißt es 'Black Cherry' und kostet ein Vermögen.
→ Spätblühende TraubenkirscheIm Mittelalter glaubten Menschen, Ackerminze könne Milch vor dem Sauerwerden schützen. Tatsächlich haben die antibakteriellen Stoffe der Pflanze eine konservierende Wirkung - die Bauern lagen richtig!
→ AckerminzeGin verdankt seinen typischen Geschmack den Wacholderbeeren! Schon im Mittelalter mixten niederländische Destillateure Wacholder in Schnaps. Britische Soldaten nannten das Getränk liebevoll 'Dutch Courage' - holländischen Mut.
→ WacholderObwohl sie Andenbeere heißt, stammt sie ursprünglich aus Peru und war schon bei den Inkas ein Superfood! Die goldenen Früchte galten als so wertvoll, dass sie nur dem Adel vorbehalten waren.
→ AndenbeereDie jungen Früchte der Inkagurke sind innen völlig hohl - perfekte Mini-Behälter! Indigene Völker füllten sie traditionell mit Gewürzen oder kleinen Gegenständen. Heute nutzen Köche sie als essbare Dekoration.
→ InkagurkeTomaten waren bis ins 18. Jahrhundert als 'Liebesäpfel' bekannt und galten als Aphrodisiakum! Reiche Europäer starben aber oft nach dem Essen - nicht durch die Tomate, sondern durch Bleivergiftung aus ihren Zinntellern!
→ TomateGerste war so wertvoll, dass sie im alten Mesopotamien als Zahlungsmittel verwendet wurde! Arbeiter erhielten ihren Lohn oft in Gerstenkörner ausgezahlt. Ein Handwerker bekam etwa 2-3 Liter Gerste pro Tag.
→ GersteIm 16. Jahrhundert galten Bartnelken als Symbol für Galanterie. Ritter trugen sie als Zeichen ihrer Höflichkeit. In der Blumensprache bedeuteten sie 'Du bist vollkommen'.
→ BartnelkeIn der chinesischen Küche werden Taglilien-Knospen getrocknet und als 'Goldnadeln' verkauft. Sie schmecken leicht süßlich und werden in Suppen verwendet. Auch die Wurzeln kann man wie Kartoffeln kochen und essen.
→ Gelbrote TaglilieIm Mittelalter glaubten Ritter, Borretsch verleihe Mut vor der Schlacht. 'Ego Borago gaudia semper ago' - 'Ich Borretsch bringe immer Freude' war ihr Wahlspruch. Daher auch der Name 'Mut-Kraut'.
→ BorretschGerbstoffe in Pflanzen sind wie natürliche Ledergerberei! Sie machen Blätter bitter, damit Tiere sie nicht fressen. Früher nutzte man sie tatsächlich zum Gerben von Tierhäuten zu Leder.
→ testDie Kartoffel stammt ursprünglich aus den Anden Südamerikas. Die Inkas bauten sie schon vor 8000 Jahren an! Nach Europa kam sie erst im 16. Jahrhundert durch spanische Eroberer.
→ Kartoffel