Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Schlehdorn kann über 100 Jahre alt werden und bildet dabei undurchdringliche Hecken mit bis zu 4 cm langen Dornen. Diese 'lebenden Zäune' schützten früher ganze Dörfer vor Eindringlingen und wilden Tieren.
→ SchlehdornFrüher dachten Menschen, die weißen Flecken auf den Blättern sehen aus wie kranke Lungen. Deshalb glaubten sie, die Pflanze könne Lungenkrankheiten heilen - nach der 'Signaturenlehre'.
→ Geflecktes LungenkrautMarco Polo brachte 1295 Maulbeersamen aus China mit nach Europa. Dadurch entstand die europäische Seidenproduktion. Ein einziger Baum kann 30.000 Seidenraupen ernähren!
→ Weiße MaulbeereEchter Galgant war im Mittelalter so wertvoll wie Gold! Kaufleute transportierten ihn über die Seidenstraße von China nach Europa. Ein Pfund kostete damals so viel wie ein ganzes Schwein.
→ Echter GalgantAzteken bauten Feuerbohnen bereits vor 2000 Jahren an und nannten sie 'ayocotl'. Sie galten als Liebeszauber - daher kommt ihre aphrodisierende Wirkung in der Volksmedizin.
→ FeuerbohneDer Holzapfel ist der wilde Urahn unserer Kulturäpfel! Seine winzigen, sauren Früchte sind nur 2-4 cm groß, aber sie enthalten so viel Pektin, dass sie früher als natürliches Geliermittel für Marmeladen verwendet wurden.
→ HolzapfelInuit und andere Nordvölker rauchten die Blätter der Bärentraube als Tabakersatz. Sie nannten sie 'Kinnikinnick' - ein Wort, das 'Rauchmischung' bedeutet. Die Blätter enthalten keine süchtig machenden Stoffe.
→ Echte BärentraubeDie wilde Möhre ist die Urmutter unserer Gartenmöhre! Vor 5000 Jahren war sie noch weiß oder violett. Erst durch Züchtung wurde sie orange - angeblich zu Ehren des niederländischen Königshauses Oranien.
→ Wilde MöhreDie ersten Gartenerdbeeren entstanden 1750 zufällig in Frankreich, als sich amerikanische und chilenische Wilderdbeeren kreuzten. Vorher waren Erdbeeren winzig - etwa so groß wie Fingernägel!
→ GartenerdbeereZuckerhut-Chicorée stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon von den alten Ägyptern angebaut. Die heutige Form entstand aber erst im 19. Jahrhundert durch belgische Gärtner, die zufällig entdeckten, wie man ihn bleicht.
→ ZuckerhutDie Zuckerwurzel war im Mittelalter so beliebt, dass sie als 'weißes Gold' galt! Ihre süßen Wurzeln dienten als natürlicher Zuckerersatz, bevor Rübenzucker erfunden wurde. Sogar in königlichen Gärten wurde sie angebaut.
→ ZuckerwurzelDie Dicke Bohne ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt! Schon vor 8000 Jahren bauten Menschen sie im Mittelmeerraum an. Sogar in ägyptischen Pyramiden fanden Archäologen getrocknete Bohnen als Grabbeigabe.
→ Dicke BohneAckerschwarzkümmel wurde im alten Ägypten so geschätzt, dass Samen sogar in Pharaonengräbern gefunden wurden! Die alten Ägypter nannten ihn 'Samen der Gesegnetheit' und nutzten ihn als Heilmittel und Gewürz.
→ AckerschwarzkümmelTraubenkirschen-Holz ist ein Geheimtipp für Möbelbauer! Es duftet süßlich wie Mandeln und wird immer dunkler - von hellbraun bis zu tiefem Mahagoni. In Amerika heißt es 'Black Cherry' und kostet ein Vermögen.
→ Spätblühende TraubenkirscheDie Kartäusernelke verdankt ihren Namen den Kartäusermönchen, die sie in ihren Klostergärten kultivierten. Die stillen Mönche schätzten ihre bescheidene Schönheit und pflegten sie als Symbol für Demut und Besinnung.
→ Gewöhnliche KartäusernelkeIm Mittelalter glaubten Menschen, Katzenminze würde Mut verleihen. Soldaten kauten die Blätter vor Schlachten. Tatsächlich wirkt sie beruhigend auf Menschen - genau das Gegenteil wie bei Katzen!
→ Echte KatzenminzePastinaken waren im Mittelalter das wichtigste Wintergemüse in Europa - bis die Kartoffel sie verdrängte! Sie können monatelang im Boden überwintern und werden durch Frost sogar süßer.
→ PastinakeDie Sommernelke stammt ursprünglich aus China und wurde schon vor über 1000 Jahren dort kultiviert! Ihr wissenschaftlicher Name 'chinensis' verrät ihre asiatische Herkunft. Heute wächst sie in Gärten auf der ganzen Welt.
→ SommernelkeKnollenfenchel war im alten Rom so wertvoll, dass Gladiatoren ihn vor Kämpfen aßen - sie glaubten, er verleihe Mut und Stärke! Die Römer nannten ihn 'marathum' nach der Schlacht von Marathon.
→ KnollenfenchelSchon die alten Ägypter nannten Aloe die 'Pflanze der Unsterblichkeit'. Kleopatra soll täglich Aloe-Gel für ihre Schönheit verwendet haben - kein Wunder bei den vielen pflegenden Inhaltsstoffen!
→ BaumaloeDie Apothekerrose ist die älteste Gartenrose der Welt! Bereits im 13. Jahrhundert kultivierten französische Mönche sie für Heilzwecke. Ihre roten Blütenblätter enthalten so viele Gerbstoffe, dass sie auch getrocknet noch jahrelang ihren Duft behalten.
→ ApothekerroseSchon die alten Römer aßen Gartenmelde als 'Spinat der Armen'. Sie war so wichtig, dass sie in jedem Klostergarten angebaut wurde, bevor echter Spinat nach Europa kam.
→ GartenmeldeDie Aronia stammt ursprünglich aus Nordamerika, wurde aber erst durch russische Forscher berühmt. Sie züchteten sie als 'Superbeere' für die Raumfahrt - Kosmonauten sollten damit gesund bleiben!
→ AroniaTopinambur war im 17. Jahrhundert das 'Gold der Armen' in Europa! Bevor die Kartoffel kam, ernährte diese Pflanze Millionen Menschen. Heute erlebt sie als gesundes 'Superfood' ein Comeback.
→ TopinamburThymian war so wertvoll, dass römische Soldaten vor der Schlacht in Thymian-Wasser badeten! Sie glaubten, es verleihe ihnen Mut und Kraft. Das Wort 'Thymian' kommt vom griechischen 'thymos' = Mut.
→ Echter ThymianIm alten Ägypten wurde Rizinusöl bereits vor 4000 Jahren verwendet. Die Ägypter nutzten es als Lampenöl, für die Mumifizierung und als Heilmittel. Kleopatra soll es sogar für ihre Schönheitspflege benutzt haben.
→ RizinusScharbockskraut war früher ein Lebensretter! Seefahrer aßen die vitamin-C-reichen Blätter gegen Skorbut (Scharbock). Ein einziges Blatt deckt fast den Tagesbedarf an Vitamin C - deshalb der Name!
→ ScharbockskrautDie Echte Betonie war im Mittelalter so wertvoll, dass sie als 'Allheilmittel' galt und sogar gegen böse Geister helfen sollte. Mönche pflanzten sie in jeden Klostergarten!
→ Echte BetonieAuf Feigenkakteen leben Cochenille-Läuse, aus denen der kostbare rote Farbstoff Karmin gewonnen wird. Für 1kg Farbstoff braucht man 100.000 Läuse! Dieser Farbstoff steckt heute noch in Lippenstift und Süßigkeiten.
→ FeigenkaktusHuflattich war das erste Hustenmittel der Menschheit! Schon vor 2500 Jahren rauchten die alten Griechen seine getrockneten Blätter gegen Husten. Heute wissen wir: Die Pflanze enthält leberschädliche Alkaloide.
→ Huflattich