Jetzt sammelbar: Knospen

Johannisbeeren

Ribes

13 Fotos

Verwendete Pflanzenteile

Die Knospen sind in Überlebens- und Notsituationen in vegetationsarmen Zeiten hilfreich.

Erläuterung

Beerensträucher bilden gleich im Anschluss an die Ernte den Fruchtansatz für das nächste Jahr. Deshalb gute Bodenbedingungen schaffen durch Gaben von Kompost, EM, Brennnesseljauche. Mulchen!

Portrait

Johannisbeere“ wird dieser hochwertige Beerenstrauch genannt, weil die ersten Beeren in günstigen Klimata um den Johannistag, den 24. Juni, reif sind. Die Österreicher nennen die Johannisbeeren gerne „Ribisel“. Dieser Name leitet sich von Linnés Gattungsnamen für diese Art ab: Ribes.

Sowohl die Schwarze als auch die Rote Johannisbeere kommen in Europa wild vor. Seit dem 16. Jahrhundert, als eine regelrechte Pflanzensucht die Menschen erfasste, werden sie als beliebtes und unkompliziertes Beerenobst in Kulturformen in kleinen und großen Gärten angepflanzt, von wo sie unter Mithilfe von Vögeln auch gelegentlich auswildern.

Die zarteste unter ihnen, die Weiße Johannisbeere (Ribes sativum), ist übrigens nur eine Farbvariation der Roten Johannisbeere (Ribes rubrum). Den kräftigsten Höhenwuchs zeigt die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum).

 

WUCHSBEDINGUNGEN:

 

Geeigneter Standort:

sonnig bis halbschattig

genügend Bodenfeuchtigkeit

neutraler Gartenboden - von schwach kalkig (basisch) bis schwach sauer 

windgeschützt

keine Spätfröste in der Blütezeit

 

Jährlicher, sortentypischer Schnitt

Beerensträucher werden schnell zu dicht und ihre Beeren bleiben klein, sofern sie nicht jährlich sortentypisch geschnitten werden! 

  • Geschnitten wird

    • entweder im Sommer gleich nach der Ernte 

    • oder im zeitiogen Frühjahr vor dem Austrieb des Strauches.

In beiden genannten Schnittzeiten haben die Schnittstellen die Chance, gut zu verheilen, was beim Winterschnitt durch Frosteinwirkung nicht der Fall ist.

 

Blattgesunde, robuste und rieselfeste Sorten pflanzen!

Unter "Verrieseln" versteht man das Abfallen einzelner Blüten und unreifer Beeren der Fruchttraube. Es wird durch eine Befruchtungsstörung hervorgerufen, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann:

Frost oder kalt-feuchte Witterung zur Zeit der Blüte

Ein aktuelles Thema: unzureichende Bestäubung durch Insekten (Honigbienen, Wilde Bienen, Hummeln...)

Bodentrockenheit zur Zeit der Fruchtentwicklung

Ungünstiger Standort: Dauernass, zu trocken, zu schattig, windig, zu sauer, zu kalkreich, zu mager.

Fehlender Schnitt - (Schnittanleitungen untenstehend!)

Anfällige Sorte – (Rieselfeste Sorten sind untenstehend vermerkt!)

Johannisbeeren gelten als selbstfruchtbar, bringen aber mehr Erträge, wenn auch andere Sorten in ihrer Nähe stehen.

Empfehlenswerte Sorten, unter denen sich auch rieselfeste befinden, sind am Ende der Seite vermerkt!

 

Richtige Düngung

Der Ertrag der Johannisbeer- und Stachelbeersträucher und auch ihre Lebensdauer, die in der Regel auf 15 Jahre begrenzt ist, werden gesteigert, wenn man

  1. sie nach ihrem Schnitt im zeitigen Frühjahr mit organischem Dünger versorgt.

    • Dazu werden beispielsweise pro m² 4 Liter garteneigener Kompost unter den Sträuchern verteilt und oberflächlich eingearbeitet.

    • Man kann selbstverständlich auch andere organische Dünger verwenden. Falls mineralischer Dünger verwendet wird: Johannisbeeren sind chloridempfindlich, was bei Verwendung von Mineraldüngern beachtet werden muss.

  2. In der blattlosen Zeit den Boden der Johannisbeersträucher gelegentlich mit Kali versorgen: Dazu streut man Holzasche von unbehandeltem Holz oder Patentkali dünn wie Staubzucker auf die Erde.

  3. Während des Sommers gelegentlich mit Pflanzenjauche gießen.

  4. Bis zum Spätherbst mulchen
    Johannisbeeren / Stachelbeeren und auch Jostabeeren entwickeln ein flaches Wurzelwerk und sollten deshalb nicht gehackt werden. Ihnen tut eine ca.5 cm hohe Mulchdecke besonders gut!

    • Sie verringert die Wasserverdunstung der Erde, unterdrückt das Unkraut, hält die Erde krümelig und versorgt sie mit frischem Humus.

    • Sie senkt leicht den pH-Wert des Bodens, was bei sehr kalkigen (=alkalischen, basischen) Böden von Vorteil ist, denn diese Beerenobststräucher lieben einen neutralen Boden um den pH-Wert 7. 

    • Auf Standorten mit niedrigerem ph-Wert empfiehlt es sich, das Mulchmaterial mit Algenkalk oder etwas Perl-Kalkstickstoff zu vermischen.  Zusätzliche Infos finden Sie hier! 

 

VOM VERSPEISEN VON JOHANNISBEEREN

Wer Johannisbeeren verspeist, nimmt viel Gesundes in unterschiedlichsten, immer schmackhaften Formen zu sich! 

 

Johannisbeeren werden von Alt und Jung nicht nur weiterverarbeitet in Form von Frischsaft, Wein, Saft, Bonbons, Marmelade, Gelee, Konfitüre, Chutney, Rote Grütze, süßen und pikanten Bäckereien genossen (Siehe untenstehende Rezepte!), sondern auch gerne roh verzehrt, wobei sich die Vorlieben aufteilen: Rote Johannisbeeren (Ribes rubrum) schmecken süßsauer, Weiße Johannisbeeren (Ribes sativum) sind die süßesten, die Schwarzen Johannisbeeren (Ribes nigrum) die aromatischsten mit einem Optimum an gesundheitlichem Nährwert.

Dazu einige Küchentipps:

  • Ribisel / Johannisbeeren werden mit ihren Stängeln gepflückt und werden auch so zum Kauf angeboten. Sie sind trotzdem nicht lange lagerfähig. Selbst im Kühlschrank gelagert beginnen sie zu safteln und bald darauf zu schimmeln: Also möglichst rasch nach der Ernte verarbeiten!
  • Johannisbeeren werden als Träubchen mitsamt ihren Stielen gewaschen, damit kein Saftverlust eintritt.
  • Erst kurz vor ihrer Verwendung werden die Beeren mit den Fingern von den Stielen gezupft oder mit einer Küchengabel abgestriffen, "abgeriebelt".
  • Johannisbeeren können ganz einfach eingefroren und auch gefroren verwendet werden. Wer beim Einfrieren ein Verklumpen verhindern möchte, friert sie in flachen Lagen auf einem Tablett etc. vor und füllt sie dann in Gefrierbehälter oder -säcke.
  • Selbstverständlich lassen sich die saftigen Beeren auch trocknen.

Alle Johannisbeeren sind reich an

Ballaststoffen (Schalen, Cellulose, Pektin, Kerne, deren OPC-haltiges Öl in der Kosmetik sehr geschätzt wird und sicher auch unserem Inneren guttut ;) 

Mineralstoffen (viel Kalium, dann Calcium und Magnesium, Eisen)

Organischen Säuren (Zitronensäure, Apfelsäure, Salicylsäure, Oxalsäure)

Vitaminen (A, B1, B2, B3, B6, C, E)

Flavonoiden (Polyphenole, Anthocyane, OPC, Resveratrol, Catechin, Rutin (in den Blättern)

Ätherische Ölen

Von den genannten Inhaltsstoffen – bis auf Salicylsäure - besitzen Schwarze Johannisbeeren den höchsten Anteil! Salicylsäure steckt allerdings in den Roten Johannisbeeren am meisten.  Zusammen mit ihrem Kaliumgehalt sind sie deshalb eine besonders gesunde Leckerei für Menschen mit rheumatischen Beschwerden, auch bei Gicht, wie ihr volkstümlicher Name "Gichtbeere" andeutet!

 

Schwarze Johannisbeeren werden vielfach genutzt:

  1. Verwendung der Beeren: 
      Die Beeren  mild schmeckender Sorten werden gerne roh genascht, alle werden vor allem weiterverarbeitet zu Saft, Gelee, Konfitüre, Süßigkeiten und Likören (Cassis, Weiberleutschnapserl).
     
  2. Verwendung der Blätter und Knospen: 
    Man erntet von der Schwarzen Johannisbeere (Schwarzen Ribisel) allerdings nicht nur die Früchte, wie bei der Weißen und der Roten Johannisbeere, sondern auch ihre Blätter und Knospen. Sie sind reich an Flavonoiden (Rutin!), Gerbstoffen, Phenolsäuren sowie an ätherischen Ölen. - Jedoch pro Strauch immer nur so viele Blätter ernten, dass er weitergedeihen kann! Die Blätter sind seine "Küche", er betreibt mit ihnen seine lebenserhaltende Photosynthese! 

    Verwendung der ​Blätter:
  • Von April bis Mai eignen sich die frischen, jungen Blätter als Würze für Salate, Kräuter- und Gemüsesuppen.

  •  Zum Trocknen für Tee erntet man die etwas älteren Blätter von Juni bis Juli.
    Schwarze Johannisbeerblätter sind sogar als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Sie werden als Tee unterstützend bei rheumatischen Erkrankungen getrunken.

    • Teezubereitung:
      2 Teelöffel getrocknete (oder frische), geschnittene Blätter der Schwarzen Johannisbeere mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Alternative Zubereitung, die weniger entzündungshemmende Gerbstoffe enthält und dadurch besser schmeckt: einige Stunden zugedeckt kalt ansetzen (mazerieren), anschließend kurz aufkochen.
      Anwendung: 3 Tassen täglich trinken.

    • Der volkstümliche Name "Soachbeere" weist auf ihre Wirkung hin: Erhöhung der Harnmenge. Deshalb auch geeignet zur Durchspülung bei leichten Harnwegsbeschwerden! Bei Harnwegsbeschwerden ist eine Kombination mit Birkenblättern, Brennnesselblättern, Katzenbart ( Orthosiphonblätter), Hauhechelwurzel und Goldrutenkraut sinnvoll. 

  • Weitere Verwendungsmöglichkeiten:

    • Frische, angequetschte Blätter der Schwarzen Johannisbeere, die man zur Sauerkrautherstellung dem geschnittenen Weißkraut untermischt, fördern die Milchsäuregärung.

    • Blätter der Schwarzen Johannisbeere zählen zu den Ingredienzien des frz. Beerenlikörs "Crème de Cassis".

    • Man kann auch eine Weißwein-Bowle damit ansetzen und als Aperitif kredenzen - oder einen "Heilschnaps" ansetzen: 33 frische Blätter anquetschen und in einem verschlossenem Glas zusammen mit 0,7 l Wodka oder Korn 6 Wochen dunkel bei Zimmerwärme reifen lassen.

Verwendung der Knospen:
Sie werden sowohl in der Küche als Würze verwendet als auch alternativ-medizinisch in der Gemmotherapie.

  • Würze: Einige würzende Knospen der Schwarzen Johannisbeere kann man übrigens beinahe das ganze Jahr über ernten, z.B. für den Weihnachtssalat.

  • Knospen der Schwarzen Johannisbeere in der Gemmotherapie:
    Die Knospen werden in Glycerin oder Alkohol mazeriert („kalt ausgezogen“) und als entzündungshemmendes, abschwellendes Mittel, das manchmal als „pflanzliches Cortison“ bezeichnet wird, vor allem bei Allergien eingenommen; auch vorbeugend.

 

 

PFLANZUNG DER JOHANNISBEERE UND IHRER VERWANDTEN, DER STACHELBEERE

 

Sowohl wurzelnackte Sträucher als auch Containerpflanzen werden am besten im Oktober oder im Frühjahr vor dem Austrieb gepflanzt. Schwarze Johannisbeeren pflanzt man 10 cm tiefer als sie vorher standen, bei den roten und weißen und bei den Stachelbeeren genügen 5 cm. 

Johannisbeeren können als Strauch gepflanzt werden, was am öftesten praktiziert wird, aber auch als hübsche, allerdings nicht sehr langlebige Hochstämme (Ribiselbäumchen) oder als praktische Spalierhecke und Spindelbäumchen mit schönen Früchten.

 

Strauchpflanzung
Die Abstände der Sträucher richten sich nach ihrer Wuchskraft. 

  • Der Abstand in der Reihe ("Pflanzabstand") beträgt bei Schwarzen Johannisbeeren 1,8 m, bei roten Sorten 1,5 m, bei den weißen Sorten 1,2 m. 
  • Der Abstand von Reihe zu Reihe ("Reihenabstand") sollte 2 m betragen. 

Pflanzung als Spalierhecke, Spindeln 

Diese Anbaumethode stammt aus dem Erwerbsgartenbau und bringt eine Erleichterung sämtlicher Pflegearbeiten sowie eine hohe Fruchtqualität mit sich. Sie eignet sich für die Rote und Weiße Johannisbeere und auch für die Stachelbeere sehr gut.

Die Spalierheckenerziehung ist darauf ausgerichtet, ausreichend viele Seitentriebe mit Fruchtholz an den im Laufe von Jahren hochwachsenden Haupttrieben zu erzielen. (Haupttriebe werden aus Basistrieben, das sind die Triebe, die aus dem Boden wachsen, herangezogen.)
Schwarze Johannisbeeren sind für den Aufbau einer Spalierhecke und für eine Spindelerziehung nicht so geeignet, weil sie stets einen neuen Basistrieb als Haupttrieb brauchen, um gute Früchte zu tragen.

  • Für eine Spalierhecke aus dreitriebigen Johannisbeeren bzw. Stachelbeeren wird ein 150 cm - 170 cm hohes Drahtgerüst mit 3 - 4 Querdrähten (jeweils in einer Höhe von 50, 100, 140/150, 170 cm) errichtet.
  • Wenn man eintriebige Beerenspindeln bevorzugt, genügt es, wenn jede Beerenspindel einen ca. 170 cm hohen Stützpfahl (Bambusstock!) erhält. Beerenspindeln eignen sich übrigens bestens als Raumteiler im Garten, auch entlang der Grundstücksgrenze, oder als Sichtschutz neben der Terrasse!

Die Pflanzabstände richten sich danach, ob die Beerensträucher dreitriebig oder eintriebig gezogen werden: 

  • Wenn man drei Haupttriebe belässt, 135 cm Pflanzabstand.  
  • Wenn man nur einen Haupttrieb ("Spindel") belässt, genügen 50 cm.

 

SCHNITT AN JOHANNISBEERSTRÄUCHERN

 

Beim Schnitt der Johannisbeersträucher sollte beachtet werden: 

  • Johannisbeeren, Stachelbeeren und Jostabeeren - sie alle gehören der gleichen Familie an - verjüngen sich im Laufe der Jahre durch neue Bodentriebe.
    • Das Alter aller Triebe / Zweige kann man sehr gut an ihrer Rindenfarbe erkennen: einjährige haben eine helle Rinde, je älter, desto dunkler!
      • Was bedeutet „einjähriger Trieb“? Als einjährig werden alle Triebe bezeichnet, die noch kein volles Lebensjahr erreicht haben. 
  • Schwarze Johannisbeeren fruchten besonders gut an einjährigen Trieben und gut an zweijährigen, an älteren nicht mehr. Rote und Weiße Johannisbeeren, Stachelbeeren und Jostabeeren tragen hingegen auch noch an älteren Trieben / Zweigen gut. 
    Daraus folgt,
    • dass sich die Schwarze Johannisbeere für eine Erziehung als Spalierhecke oder als Spindelbäumchen nicht gut eignet. 
    • dass beim Schnitt an der Schwarzen Johannisbeere - im Unterschied zu den übrigen genannten Beerensträuchern -
      • die Seitentriebe ungeschnitten bleiben,
      • früher damit begonnen wird, die ältesten Haupttriebe (= Hauptäste) zu entfernen.
  • Mit einem pflanzentypischen jährlichen Schnitt werden Gesundheit, Ertrag und Fruchtqualität gefördert.

 

Wann ist die richtige SCHNITTZEIT ? 
Geschnitten wird bei  nicht  frostiger, trockener Witterung

  • entweder im zeitigen Frühjahr knapp vor dem Austrieb des Strauches (bevor die Knospen aufbrechen)
  • oder im Sommer gleich nach der Ernte. (Alte Seitentriebe /-zweige der Roten und Weißen Johannisbeere und der Stachelbeere können sogar während der Erntezeit zum Abernten abgeschnitten werden.) 
  • Beide Schnittzeiten ermöglichen eine gute Wundheilung der Schnittstellen, in die sonst Sporen holzzerstörender Pilze eindringen könnten. 
     

 

SCHNITT an der SCHWARZEN JOHANNISBEERE von der Pflanzung bis ins Alter 

Nachdem der Strauch gepflanzt und angegossen worden ist,

  1. sucht man sich 3 – 5 der kräftigsten Triebe als Haupttriebe (= Hauptäste, Leitäste, Leittriebe) aus, alle anderen werden bodeneben entfernt. 
  2. Die verbliebenen Haupttriebe werden eingekürzt: sie werden knapp oberhalb einer außenstehenden Knospe (= Auge) abgeschnitten. Und zwar sollte das, vom Boden aus gezählt, knapp oberhalb der 2. Knospe geschehen. Im Anschluss daran entwickeln sich in den kommenden Monaten aus den verbliebenen Knospen Triebe, die heuer und nächstes Jahr viele Früchte tragen werden. - Zusätzlich wird der Strauch in dieser Zeit einige Triebe direkt aus der Erde (= Basistriebe, Bodentriebe) wachsen lassen.
    • Bei Pflanzen, die beim Kauf bereits einen mindestens 5 l großen Erdballen besitzen, können die ausgesuchten Haupttriebe ungeschnitten bleiben, die überzähligen werden jedoch bodeneben entfernt.    

Im Jahr darauf, dem 2. Standjahr, kann man bei einem gut gepflegten Strauch seine Idealzahl an Haupttrieben (= Hauptästen, Leittrieben), nämlich 6 – 9 herausarbeiten: Man lässt die vom Vorjahr stehen und ergänzt mit den kräftigsten neuen Basistrieben. Diese auserwählten bleiben ungeschnitten stehen, die überzähligen Bodentriebe entfernt man bodeneben.

 

Bereits im 3. Standjahr - und in jedem darauffolgenden Jahr  –

  1. Drei der ältesten Hauptäste (= Haupttriebe) bodennah entfernen, denn sie würden ab diesem Zeitpunkt ihre Kraft nicht mehr in das Bilden von Früchten, sondern in das von Holz stecken. 
  2. Die drei entfernten Hauptäste werden durch drei junge, kräftige Basistriebe (Bodentriebe), die ungeschnitten bleiben, ersetzt.
  3. Die überzähligen Bodentriebe werden bodeneben entfernt oder ausgerissen. 

 

 

SCHNITT an ROTEN und WEISSEN JOHANNISBEEREN, ebenfalls an STACHELBEEREN von der Pflanzung bis ins Alter

Schnitt bei Verwendung als STRAUCH 

 

Nachdem der Strauch gepflanzt und angegossen worden ist,

  1. sucht man sich 3 – 5 der kräftigsten Triebe als Haupttriebe (= Hauptäste, Leitäste, Leittriebe) aus, alle anderen werden bodeneben entfernt.
  2. Die verbliebenen Haupttriebe werden um etwa die Hälfte eingekürzt: Man schneidet knapp oberhalb einer außenstehenden Knospe (= Auge). Aus den verbliebenen Knospen entwickeln sich im Laufe der nächsten vier Jahre fruchtende Seitentriebe. 

In den folgenden Jahren achtet man darauf, dass der Strauch, der jährlich auch etliche Bodentriebe treibt, einen lockeren, durchlichteten Aufbau und die angestrebte Anzahl an Haupttrieben (9 - 12) erhält.

  1. Dazu lässt man jährlich, bis die angestrebte Anzahl an Haupttrieben (= Hauptästen) erreicht ist, jeweils drei kräftige junge, gut verteile Bodentriebe als neue Haupttriebe hinzukommen.
  2. Die restlichen jungen Bodentriebe, vornehmlich die im Strauchinneren, werden ausgerissen oder bodeneben entfernt.
  3. Durch Fruchtbehang abgesenkte Triebe werden auf ein Auge zurückgeschnitten oder ganz entfernt.  

Ab dem 4. - 5. Standjahr werden jedes Jahr

  1. drei der ältesten Haupttriebe, es sind dies die mit der dunkelsten Rinde, bodennah auf eine außenstehende Knospe (Auge) bzw. auf einen daraus gewachsenen kräftigen senkrechten Neutrieb zurückgeschnitten - oder ganz entfernt. 
  2. An den verbliebenen Haupttrieben schneiden Sie  die untersten Seitentriebe bis etwa 30 cm vom Boden entfernt ganz weg. 
  3. Ältere Seitentriebe schneidet man auf 2 – 4 Knospen bzw. Blattachseln zurück. Die jungen Seitentriebe, die man an ihrem hellen Holz erkennt, bleiben ungeschnitten. Sie bringen die meisten Früchte! 

 

​​Schnitt bei Verwendung als HOCHSTAMM 


Beerenhochstämme (Beerenbäumchen) von Johannisbeere oder Stachelbeere, die außer Attraktivität auch eine bequeme Erntemöglichkeit bieten, benötigen zeitlebens einen Stützpfahl. Sie erreichen das Lebensalter eines Strauches nicht, obwohl sie eine kleiner, aufgepfropfter Strauch sind und ähnlich diesem geschnitten werden, um ertragreich zu bleiben: 

  1. Die Krone wird mit 4 bis 6 Haupttrieben gezogen. Diese werden jährlich um ein Drittel eingekürzt.

  2. Anschließend schneidet man die Seitentriebe auf 2 – 4 Knospen (Augen)  zurück: schwächere auf 2, stärkere auf 4.

  3. Beim Erhaltungsschnitt werden 1 -2 alte Triebe gegen Neutriebe ausgetauscht.  Die alten Triebe werden bis auf einem Stummel von 2 – 5 cm knapp oberhalb eines Auges entfernt.  

     

Schnitt bei Verwendung als SPALIERHECKE und SPINDEL         

 

Diese Art der Erziehung erleichtert die Pflege- und Erntearbeit und bringt eine ausgezeichnete Fruchtqualität, da alle Früchte gut von der Sonne beschienen werden. 

So werden Spalierhecke und Spindel erzogen und geschnitten:

  1. Pro Strauch werden beim Setzen nur 1 - 3 der stärksten Triebe belassen. Sie sind die Haupttriebe (= Leittriebe, Hauptäste), die über Jahre bestehen bleiben und wachsen dürfen. 

  2. Haupttriebe an den Drähten anheften. Ihr Zuwachs wird in den kommenden Jahren ebenfalls immer wieder angeheftet. Sie können ca. 170 cm hoch werden.

    • Wird nur 1 Trieb belassen, spricht man von einer Spindel. Ihr genügt ein 180 cm hoher Bambusstab, an dem ihr Zuwachs jährlich angeheftet wird. Eine ausgewachsene Spindel trägt 5 – 7 kg Früchte. 

  3. Bodentriebe werden im krautigen Zustand ausgerissen oder, sollten sie bereits verholzt sein, mit der Schere bodeneben entfernt.

    • Ausnahme: Wenn man nach ca. 8 Jahren einen neuen Haupttrieb (Hauptast) aufbauen möchte, verwendet man dazu einen kräftigen Bodentrieb.  Wenn dieser die Hälfte der Endhöhe erreicht hat, wird der alte Haupttrieb bodeneben entfernt.

  4. Ab dem dritten Standjahr werden im Frühjahr immer alle alten Fruchtästchen, das sind die Seitentriebe, welche bereits einmal Früchte getragen haben und bereits eine dunklere Rinde haben, weggeschnitten.

Erntekalender

Blätter first spring gekocht essbar
Früchte early summer gekocht essbar
Knospen early spring gekocht essbar

Besonders in Überlebens- und Notsituationen während vegetationsarmer Zeiten ist der Verzehr der vitamin- und mineralstoffreichen Knospen hilfreich.

🌿

Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

entschlackend (Blätter) Volksheilkunde
entwässernd (Blätter) Volksheilkunde
entzündungshemmend (Blätter) Volksheilkunde
durchfallhemmend (Blätter) Volksheilkunde
durchfallhemmend (Früchte) Volksheilkunde
adstringierend (Früchte) Volksheilkunde
immunstärkend (Früchte) Volksheilkunde
verdauungsregelnd (Früchte) Volksheilkunde
antioxidativ (Früchte) Volksheilkunde

Vor allem die der Schwarzen Johannisbeere.

entzündungshemmend (Knospen)

Knospen der Schwarzen Johannisbeere.

Die Blätter der Schwarzen Johannisbeere fördern in geringem Ausmaß die Ausscheidung von Natrium, Kalium, Chlorid und Bikarbonat.

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Cellulose Ballaststoff
Pektine Ballaststoff
Kalium Mineral
Anthocyane Sekundär
Chlorophyll Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Vitamin B2 / Riboflavin Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Antioxidantien
Flavonole
Gruppen
Kaffeesäure
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Polysaccharide
Quercetin
Rutin
Sekundäre Pflanzenstoffe
Zitronensäure
Äpfelsäure
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Cellulose

Die Cellulose ist der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände und damit die häufigste organische Verbindung und auch das häufigste Polysaccharid (Vielfachzucker). Cellulose ist auch das am häufigsten vorkommende Biomolekül. Sie ist unverzweigt und besteht aus mehreren hunderten bis zehntausenden β-D-Glucose- bzw. Cellobiose-Einheiten. Diese hochmolekularen Celluloseketten lagern sich zu höheren Strukturen zusammen, die als reißfeste Fasern in Pflanzen häufig statische Funktionen haben. Vom in der Natur ebenfalls häufigen Polysaccharid Chitin unterscheidet Cellulose sich durch das Fehlen der Acetamidgruppen. Cellulose ist bedeutend als Rohstoff zur Papierherstellung, aber auch in der chemischen Industrie und anderen Bereichen.

Pektine

Pektine sind pflanzliche Polysaccharide (Vielfachzucker), genauer Polyuronide, die im Wesentlichen aus α-1,4-glycosidisch verknüpften D-Galacturonsäure-Einheiten bestehen. Ernährungsphysiologisch betrachtet sind Pektine für den Menschen Nahrungsfasern. Viele Mikroorganismen dagegen sind in der Lage, Pektine in ihrem Stoffwechsel zu verwerten. In der Industrie finden Pektine hauptsächlich Verwendung als Geliermittel.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Anthocyane

Anthocyane oder Anthozyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen.

Chlorophyll

Chlorophylle oder Blattgrün bezeichnet eine Klasse natürlicher Farbstoffe, die von Organismen gebildet werden, die Photosynthese betreiben. Insbesondere Pflanzen erlangen ihre grüne Farbe durch Chlorophylle.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Vitamin B2 / Riboflavin

Riboflavin, auch Vitamin B2 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Als Bestandteil vieler Enzyme am Energiestoffwechsel, auch am Hirnstoffwechsel, beteiligt, kann Migräne verhindern. Außerdem ist es wichtig für Zellatmung, Wachstum, Sehschärfe und Haut (offene Mundwinkel). Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Antioxidantien

Ein Antioxidans oder Antioxidationsmittel ist eine chemische Verbindung, die eine Oxidation anderer Substanzen verlangsamt oder gänzlich verhindert.

Flavonole

Die Flavonole sind eine Untergruppe sekundärer Pflanzenstoffe innerhalb der Stoffgruppe der Flavonoide. Die Flavonole besitzen im Unterschied zu den Flavonen, einer weiteren Untergruppe der Flavonoide, eine zusätzliche Hydroxygruppe in Position 3. Das Grundgerüst der Flavonole ist somit die Verbindung 3-Hydroxyflavon. Die einzelnen Flavonole unterscheiden sich voneinander durch das Substitutionsmuster des 3-Hydroxyflavon-Grundgerüsts mit Hydroxygruppen und durch die Art der weiteren Derivatisierung dieser hydroxylierten 3-Hydroxyflavone durch u. a. O-Alkylierung, meist in der Form von O-Methylierung und/oder durch die O-glycosidische Anbindung von Saccharid-Resten unter Bildung von Glycosiden.

Gruppen

Familienname

Kaffeesäure

Kaffeesäure (3,4-Dihydroxyzimtsäure) ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der zur Gruppe der Hydroxyzimtsäuren und damit auch zu den Phenolsäuren gehört. Kaffeesäure bildet einen gelben, geruchlosen, bitter schmeckenden Feststoff und kommt in hohen Mengen in Kaffee vor.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Quercetin

Quercetin ist ein pflanzlicher, gelber Naturfarbstoff aus der Gruppe der Polyphenole und Flavonoide. Als 3-Hydroxyflavon mit vier zusätzlichen phenolischen Hydroxygruppen zählt es zur Flavonoid-Untergruppe der Flavonole. Quercetin ist ein Oxidationsprodukt des Anthocyanin-Farbstoffs Cyanidin.

Rutin

Rutin ist ein Flavonol aus der Stoffgruppe der Flavonoide und ein Glycosid des Quercetins mit dem Disaccharid Rutinose, das sich aus Rhamnose und Glucose zusammensetzt. Rutin wird von vielen Pflanzen als Farbstoff zum Schutz gegen UV-Strahlung gebildet. Antioxidative Wirkungen auf den Menschen sind, wie bei vielen Flavonoiden, nachgewiesen; Ansatzpunkte des Rutins sind insbesondere die Blutgefäße und der Darm.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Zitronensäure

Citronensäure (auch Zitronensäure) ist eine farblose, wasserlösliche Carbonsäure, die zu den Tricarbonsäuren und zu den Fruchtsäuren zählt. Neben der wasserfreien Variante existiert das Citronensäuremonohydrat (C6H8O7 · H2O), das pro Molekül Citronensäure ein Molekül Kristallwasser enthält. Die Salze und Ester der Citronensäure sind die Citrate. Ein Konstitutionsisomer der Citronensäure ist die Isocitronensäure.

Äpfelsäure

Äpfelsäure ist eine chemische Verbindung aus den Gruppen der Dicarbonsäuren und Hydroxycarbonsäuren, die als rechtsdrehende D- und als linksdrehende L-Äpfelsäure vorkommt. Äpfelsäure bildet ein farbloses, fast geruchloses, sauer schmeckendes, kristallines Pulver.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Rheumatische Beschwerden Volksheilkunde
Die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe werden traditionell bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt.
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Anti-Aging Volksheilkunde
Der hohe Gehalt an Antioxidantien gilt in der Volksheilkunde als unterstützend für die Hautgesundheit.
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Entwässerung Volksheilkunde
Johannisbeeren gelten traditionell als harntreibend und werden bei Wassereinlagerungen verwendet.
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Harnwegsinfekt Volksheilkunde
Die diuretische Wirkung wird traditionell zur Unterstützung bei Harnwegsinfekten genutzt.
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Arthritis Volksheilkunde
Die entzündungshemmenden Eigenschaften werden in der Volksheilkunde bei Arthritis eingesetzt.
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Gicht Volksheilkunde
Johannisbeeren gelten traditionell als harntreibend und unterstützend bei Gichtbeschwerden.
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Durchfall Volksheilkunde
Der Gerbstoffgehalt macht Johannisbeeren in der Volksheilkunde zu einem bekannten Mittel bei Durchfall.
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Insektenstich Volksheilkunde
Blätter werden traditionell als Umschlag bei Insektenstichen verwendet, um Juckreiz zu lindern.
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Halsschmerzen Volksheilkunde
Der Saft wird in der Volksheilkunde bei Halsschmerzen verwendet, unterstützt durch Vitamin C und Gerbstoffe.
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Zahnfleischentzündung Volksheilkunde
Die adstringierenden Gerbstoffe werden traditionell zum Spülen bei Zahnfleischentzündungen genutzt.
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Grippaler Infekt Volksheilkunde
Der hohe Vitamin-C-Gehalt macht Johannisbeeren in der Volksheilkunde zu einem beliebten Mittel bei Erkältungen.
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Blutdruck, zu hoher Volksheilkunde
Der Kaliumgehalt und die gefäßstärkenden Stoffe gelten in der Volksheilkunde als unterstützend bei Bluthochdruck.
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Allergien Volksheilkunde
Die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe werden traditionell zur Unterstützung bei allergischen Reaktionen genutzt.
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Tee aus Blättern der Schwarzen Johannisbeere wirkt - getrunken - unterstützend bei rheumatischen Beschwerden.

Hilft bei

Andere Namen

RibiselTrübeliTräubliGichtbeereAhlbeere

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeTeepflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat BlattgemüseObstVerzehrtauglichkeit DestillierenEinfrierenEinmachenEntsaftenFermentierenGenussnahrungKochenNotnahrungRohkostSaftTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBauerngartenpflanzeGartenKübelbepflanzungleicht zu ziehenSichtschutzWochenendgarten
Vorkommen HöhenstufenFlachlandHochgebirgeHügellandMittelgebirgeVerbreitungEuropa
Blütenfarbe gelb
Blütezeit Erstfrühling | AprilVollfrühling | Mai
Wuchsform Strauch

Aussaat & Pflege

early spring

Jungpflanzen

late summer

Boden

late summer

Jungpflanzen

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Grossulariaceae
Gattung
Ribes
Ordnung
Saxifragales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Open stony mountain and hill slopes. Forest margins, thickets and rocky slopes at elevations of 1500 - 2100 metres in northern China.
Essbarkeit
★★★☆☆
Licht
6/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
4/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Anbau & Pflege

Easily grown in a moisture retentive but well-drained loamy soil of at least moderate quality. Quite tolerant of shade though not fruiting so well in such a position. The dormant plant is hardy to about -20°c. This species is closely related to R. burejense. Plants can harbour a stage of 'white pine blister rust', so they should not be grown in the vicinity of pine trees. Plants in this genus are notably susceptible to honey fungus.
Vermehrung: Seed - best sown as soon as it is ripe in the autumn in a cold frame. Stored seed requires 3 months cold stratification at 0 - 9°c and should be sown as early in the year as possible. Under normal storage conditions the seed can remain viable for 17 years or more. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle and grow them on in a cold frame for their first winter, planting them out in late spring of the following year. Cuttings of half-ripe wood, July/August in a frame. Cuttings of mature wood of the current year's growth, preferably with a heel of the previous year's growth, November to February in a cold frame or sheltered bed outdoors.

Essbare Verwendung

Fruit - raw or cooked. Large, sweet and tasty. The red fruit is up to 15mm in diameter.

Weitere Nutzung

None known

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Alabama, Alaska, Albania, Alberta, Algeria, Altay, Amur, Argentina Northwest, Argentina South, Arizona, Arkansas, Assam, Austria, Baltic States, Belarus, Belgium, Bolivia, British Columbia, Bulgaria, Buryatiya, California, Central European Russia, Chile Central, Chile South, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Chita, Colombia, Colorado, Connecticut, Costa Rica, Czechia-Slovakia, Delaware, Denmark, District of Columbia, East European Russia, East Himalaya, Ecuador, Finland, Florida, France, Georgia, Germany, Great Britain, Greece, Guatemala, Hungary, Idaho, Illinois, Indiana, Inner Mongolia, Iowa, Iran, Irkutsk, Italy, Japan, Kamchatka, Kansas, Kazakhstan, Kentucky, Khabarovsk, Kirgizstan, Korea, Krasnoyarsk, Kriti, Kuril Is., Labrador, Lebanon-Syria, Louisiana, Magadan, Maine, Manchuria, Manitoba, Maryland, Massachusetts, Mexican Pacific Is., Mexico Central, Mexico Gulf, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southeast, Mexico Southwest, Michigan, Minnesota, Missouri, Mongolia, Montana, Morocco, Myanmar, NW. Balkan Pen., Nebraska, Nepal, Netherlands Eingeführt: Corse, Falkland Is., Iceland, Ireland, Krym

Alternative deutsche Namen

Johannisbeere
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren