Schnecken im Garten reduzieren

Über Gartenschnecken

Nur wenige Arten der Landschnecken, die man im Garten antrifft, bereiten uns Sorgen, nämlich die Ackerschnecken und gewisse Wegschnecken. Diese gefräßigen Schadschnecken haben es auf frische Pflanzen abgesehen und vermehren sich unter für sie günstigen Bedingungen massenhaft. Sie zählen allesamt zu den Nacktschnecken.

Gehäuseschnecken, die ohnehin spontan unsere Gunst erwecken, können wir getrost weiterhin niedlich finden: Sie richten keinen nennenswerten Pflanzenschaden an.

Gemeinsam ist allen Landschnecken u.a., dass sie in jedem Entwicklungsstadium sehr empfindlich auf Austrocknung reagieren. Darum lieben sie Feuchtigkeit und verstecken sich vor der Sonne.

 

Zu den Landschnecken, die, in unterschiedlicher Menge, in mitteleuropäischen Gärten vorkommen, zählen als

  • Vertreter von GEHÄUSESCHNECKEN:
    • Schnirkelschnecken (Weinbergschnecken, Bänderschnecken)
    • Schließmundschnecken (Glatte Schließmundschnecke, Gemeine Schließmundschnecke)
       
  • Vertreter von NACKTSCHNECKEN:
    • Ackerschnecken (Genetzte Ackerschnecke, Graue Ackerschnecke) 
    • Wegschnecken (Echte Gartenwegschnecke, Gemeine Gartenwegschnecke, Schwarze Wegschnecke, Rote Wegschnecke, Spanische Wegschnecke)
    • Schnegel (Tigerschnegel, Schwarzer Schnegel)

 

WILDFIND stellt diese Gartenschnecken in Kurzportraits als Hinweis vor, mit wem Sie es zu tun haben und womit die schleimigen Gesellen sich ernähren. So erkennen Sie die Schadschnecken bestens! Im Anschluss daran kommen Vorschläge, wie der Garten – und mit ihm die Gemüsebeete - vor einer Schadschneckenplage verschont bleibt. Erfahrungsgemäß muss man dafür mehrere unterschiedliche, für den eigenen Garten passende Aktionen setzen.

Wichtig für den Erfolg ist ein möglichst frühes Eingreifen. Bereits im Frühling, wenn man die erste, noch kleine Nacktschnecke oder gar schon angefressene, löchrige Blätter entdeckt hat! Auch hier heißt es: "Wehret den Anfängen!"

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Zubereitung

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Gartenschnecken in Kurzportraits
 

"Im Mai kommen die Schnecken herbei!" Gemeint ist die allseits bekannte, bis zu 10 cm lange WEINBERGSCHNECKE (Helix pomatia) mit ihrem bis zu 5 cm großen Schneckenhaus. Sie hat sich nach der Winterstarre entdeckelt und macht sich hungrig auf den Weg nach Essbarem. Wir halten sie nicht auf, töten sie nicht mit Schneckenkorn, denn wir freuen uns, wenn wir die Kugelige wiedersehen und retten sie vor dem Rasenmäher. Bleibt sie doch ihrem Standort treu und könnte recht alt werden! 8 Jahre und mehr.
Außerdem richtet sie im Garten keinen Schaden an, denn sie bevorzugt, wie die Fotos zeigen, nicht die Erdbeeren etc., sondern weiche, welke Pflanzenteile und Algenbewüchse, die sie mit ihrer Raspelzunge, auf der sich rund 40.000 Zähnchen befinden, abweidet.
Und: Sie steht – zumindest im deutsprachigen Raum – unter Naturschutz!

 

BÄNDERSCHNECKEN (Cepaea) leben in Wäldern, Parks und Gärten. Am liebsten klettern sie auf Bäume. Ihrer Lebensweise entsprechend gibt es Wald-Schnirkelschnecken, Hain-Bänderschnecken, Garten-Bänderschnecken und die streng geschützte Gerippte Bänderschnecke. Ihnen allen gemeinsam ist die durch ein braunes Band hervorgehobende Spirale ihres kugeligen Gehäuses, dessen Grundfarbe zwischen Weiß, Gelb und Rosa variiert.
Der wesentliche äußere Unterschied zwischen Hain-Bänderschnecke und Garten-Bänderschnecke besteht in der Gehäusemündung: die HAIN-BÄNDERSCHNECKE besitzt eine dunkle Gehäusemündung, die GARTEN-BÄNDERSCHNECKE eine helle. Für den Garten stellen Bänderschnecken keine Gefahr dar, denn sie ernähren sich vorwiegend von Algen, die sie genüsslich abraspeln.

 

Die kleine  GEMEINE  SCHLIESSMUNDSCHNECKE  (Balea biplicata) und die kleine  GLATTE  SCHLIESSMUNDSCHNECKE  (Cochlodina laminata) unterscheiden sich hauptsächlich durch die Oberseite ihrer Gehäusewindungen: Die der Gemeinen Schließmundschnecke sind gleichmäßig gerippt, die der Glatten, worauf ihr deutscher Name hinweist, glatt.
In ihrem Lebensraum (schattige und leicht feuchte Plätze unter Steinen und Totholz, Bretter, zwischen Felsen und alten Mauern), in der Größe (etwa 15 bis 17 mm) und in ihrer Verzehrvorliebe für welke, faulende Pflanzenteile, Algen und Pilze stimmen sie überein. Noch findet man sie in entsprechenden Lebensräumen relativ häufig. Sie können diese interessanten kleinen Schnecken in den Garten locken, wenn in schattigen Gartenecken einige Steine oder etwas altes Holz / Bretter dauerhaft liegen lassen, nicht alle Mauerritzen zumörteln, Natursteinmauern errichten.

 

Die  GENETZTE  ACKERSCHNECKE  (Deroceras reticulatum) gehört mit zu den häufigsten Nacktschneckenarten im Kulturland und kann bei entsprechenden Populationsgrößen große wirtschaftliche Schäden an Kulturpflanzen im Freiland und im Treibhaus verursachen:

  • Sie macht sich unter der Erde und über der Erde an frische Pflanzen heran! Zur Not frisst sie als Allesfresserin auch verrottetes Pflanzenmaterial, Algen, Kot, Pilze, Aas.

Im Volksmund wird sie – gleich wie ihre ebenso gefräßige Schwester, die  EINFARBIGE bzw. GRAUE  ACKERSCHNECKE  (Deroceras agreste), als „Kleine Nacktschnecke“ bezeichnet, oder, etwas liebevoller, als „Spätzle“. Wenn wir bei dem Vergleich bleiben, so erinnert die hellbraune, meist dunkel netzartig gefleckte Genetzte Ackerschnecke an Vollkornspätzle, die Einfarbige Ackerschnecke an Spätzle aus Mehl ohne Kleie ;) Lang werden sie übrigens durchschnittlich 3 cm, max. 5 cm. 

 

Schadschnecken, die in Gärten, Feldern, Parks und Kulturlandschaften ihr Unwesen treiben, sind auch die bis zu 4 cm langen Gartenwegschnecken: die schwarze  ECHTE  GARTENWEGSCHNECKE  (Arion hortensis) und die  GEMEINE  GARTENWEGSCHNECKE  (Arion distinctus), deren Rücken ist durch verteilte gelbe Farbpigmentpunkte gelbgrau gefärbt ist. Die Echte Gartenwegschnecke kriecht auf orangem Fuß, die Gemeine auf hellgelbem, unter der Erde und über der Erde zu ihren Zielen, den frischen Pflanzen. Lieblingsziel: Erdbeeren!

 

Die  SCHWARZE  WEGSCHNECKE  (Arion ater), bekannt auch als tiefschwarze „Waldschnecke“, eine bis zu 13 cm lange Nacktschnecke und ihre Eng-Verwandte, die bis zu 15 cm lange  ROTE  WEGSCHNECKE (Arion rufus), tragen nicht ausschließlich ihre namensgebende Farbe, sondern können auch die aber auch schwarz, braun, grau oder orange gefärbt sein kann, verursachen keine Gartenschädigung mehr, denn aus diesem Bereich wurden sie von der eingeschleppten, ihnen engverwandten Spanischen Wegschnecke beinahe verdrängt. Anzutreffen sind sie heute vor allem in Nasswiesen, feuchten Wäldern und Gebüschen, sagen die Fachleute. Da sich offensichtlich alle drei Arten miteinander kreuzen können, ist eine abgesicherte Bestimmung erwachsener Tiere nur durch genetische Methoden möglich. Als Jungtiere kann man sie leichter zuordnen: Bei der Roten und bei der Schwarzen Wegschnecke sind sie einfarbig hell mit dunklem Kopf, bei der Spanischen Wegschnecke hell- und dunkelbraun gemustert. Noch mehr Infos bzgl. Aussehen und Bestimmung finden Sie hier

  • Kurioses:
    Sowohl die Schwarze als auch die Rote Wegschnecke wurden / werden wegen ihres Schleims als Heil- und Linderungsmittel bei Erkrankungen der Atemwege, der Lunge, des Magens sowie bei Kreuzschmerzen und Warzen genutzt. Damit sie möglichst viel heilenden Schleim absonderten, schluckte man sie lebendig, ließ sie über die zu behandelnden Körperstellen kriechen, machte Tinkturen  und Sirup, den „Schneckensirup“ aus ihnen. Letzteren kann man zusammen mit Eibisch und Thymian auf die gleiche Art wie den Wipferlhonig Nr. 1 machen oder als ALSIROYAL ORIGINAL SCHNECKEN SIRUP, der Waldschnecken-Extrakt enthält, kaufen.

 

Die  SPANISCHE  WEGSCHNECKE  (Arion vulgaris), eine bis zu 15 cm lange Nacktschnecke, kann ganz unterschiedlich gefärbt sein: orange, hellgelb, braun, rotbraun und dunkelbraun, aber nicht schwarz.

Sie hat sich in den letzten Jahren gebietsweise explosionsartig verbreitet und zu einem gefürchteten Schädling in Haus- und Nutzgärten, Gemüseanbau und Landwirtschaft entwickelt. Obgleich sie ihre Lieblingspflanzen hat und auch Aas frisst, zu dem sie ihr Geruchssinn leitet, bei Nahrungsknappheit, beispielsweise durch hohe Populationsdichten, frisst die Spanische Wegschnecke nahezu alle Pflanzen, auch nicht überzüchtete, wilde und hochgiftige (Löwenzahn, Maiglöckchen …). - Da ihr Schleim sehr bitter schmeckt, wird sie von den meisten Schneckenfressern nur als Jungtier verspeist. 

 

Der  TIGERSCHNEGEL  (Limax maximus) ist eine der beiden bekanntesten und – mit 15 bis 20 cm Länge - eine der größten einheimischen Schnegelarten. Bekanntheit erlangte er als Schneckenkrieger: Er tötet und frisst andere Nacktschnecken, vor allem auch die Spanische Wegschnecke, und deren Gelege! Für diesen Zweck wird er als Nützling kommerziell gezüchtet und eingesetzt in der Hoffnung, damit das überbordende Schneckenproblem lösen zu können, denn obwohl er als Kulturfolger in Gärten und Parks zu finden ist, richtet er keinen Pflanzenschaden an: Neben Fleisch frisst er verrottende Materialien, Pilze, Flechten und Algen.

 

Der  SCHWARZE  SCHNEGEL  (Limax cinereoniger) ist mit einer Länge bis zu 30 cm die größte bisher bekannte Nacktschneckenart und auch eine der geheimnisvollsten. Ursprünglich nur in naturbelassenen Wäldern zu finden, wo er sich in vermodernden Baumstümpfen, unter loser Rinde und umgestürzten Bäumen versteckt, taucht der nachtaktive, seltene Schwarze Schnegel gelegentlich auch in Gärten auf, wie das Foto zeigt: Es wurde in einem steirischen naturgerechten Garten aufgenommen.

Auf seiner Suche nach Nahrung (Aas, sich zersetzendes Pflanzenmaterial, verschiedene Pilz- und Algenarten) kriecht der Gartennützling am Boden, aber auch mehrere Meter die Bäume hoch. Er ist sogar im Winter, allerdings bei milden Temperaturen, aktiv

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Maßnahmen gegen Schadschnecken im Garten

Man kann seinen Garten so einrichten, dass die Nacktschnecken keine Lust verspüren, sich darin zu vermehren. 

Manche Tiere haben Schneckeneier und kleinere Nacktschnecken zum Fressen gerne! Ausgewachsene Exemplare der Spanischen Wegschnecke allerdings werden nur mehr von Laufenten und vom Schneckenjäger, dem Tigerschnegel, geliebt. So schaffen Sie Nistplätze, Nahrung und Verstecke für die natürlichen Feinde der Nacktschnecken und - mit etwas Geduld und weiterer naturgemäßer Gartenbearbeitung - wird Ihr Garten kein Schneckenparadies mehr sein:

Natürliche Feinde der Schnecken stellen sich ein und können durch schneckenfressende Haustiere ergänzt werden. Dazu zählen:

Amseln

Blindschleichen

Drosseln

Eidechsen

Elstern

Frettchen

Frösche

Gartenschläfer

Glühwürmchen

Hühner. Zwerghühner sind sehr gartentauglich.

Igel

Kolkrabe

Kröten

Laufenten

Laufkäfer

Maulwürfe

Mauswiesel

Nebelkrähe

Rabenkrähe 

Schneckenkanker

Spitzmäuse

Stare

Tigerschnegel

Weberknechte
 

Weitere vorbeugende, schneckenfeindliche Maßnahmen:

  • Boden der Gemüsebeete fein bearbeiten, auch nach Regengüssen, damit sie keine Tagesverstecke in Form von kleinen Hohlräumen und Rissen bieten. Tipps zur Bodenpflege finden Sie hier.
     
  • „Schneckenresistente“ Gemüsesorten und Kräuter und "schneckenresistente" Blütenpflanzen anpflanzen.
     
  • Keine Monokulturen anlegen, sondern Mischkulturen.   
     
  • Zwischen Gemüsebeeten und Blumenwiesen einen Abstand ohne Versteckmöglichkeiten für Schnecken schaffen. 
     
  • Schwache, umgepflanzte und kranke Pflanzen, auch Jungpflanzen, mit einer Schneckenbarriere versehen. Beispiele siehe weiter unten!
     
  • Wenn Bewässerung nötig ist, in größeren Abständen und jeweils am Morgen kräftig wässern: Die Schnecken scheuen Licht und Sonne und bleiben trotz nasser Gartenerde in ihren Verstecken. Spätestens bis zum Abend ist die Erdoberfläche wieder abgetrocknet und erschwert den Schnecken das Vorwärtskommen.
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Schadschnecken bekämpfen

Es ist ratsam, bei Bedarf gleichzeitig mehrere der vorgestellten Methoden anzuwenden!!

ABSAMMELN:

  • Schadschnecken am frühen Morgen oder am Abend absammeln. - Dabei muss man sich vorher im Klaren sein, wie man die gesammelten Schnecken entsorgt!
    Bewährt hat sich, die Schadschnecken in einem weiten Behälter mit einer spitzigen Schere zu zerschneiden und dann zu entsorgen. Beispielsweise in der Erde vergraben oder – in Portionen! (gell, Märeia;) - über das WC entsorgen. Auf keinem Fall die zerschnittenen Schnecken liegen lassen! Ihr Verwesungsgeruch lockt, wie sonst Bier auch, Spanische Wegschnecken aus Entfernungen von bis zu 100 m in Ihren Garten!
    • Entsorgungstipp: Wenn Sie den Boden des Sammelbehälters 1 -  2 cm hoch mit kaltemWasser bedecken und darin zerschneiden oder bereits zerschnitten sofort hineinlegen, verliert der austretende Schneckenschleim seine Klebrigkeit: Zum Entsorgen können die zerschnittenen Schnecken gut herausgekippt werden, und der Behälter lässt sich leicht reinigen!
       
  • Erleichtern können Sie sich das Absammeln, indem Sie an manchen Stellen des Gartens Schneckenköder auslegen. Als Fraßköder bewähren sich Kohlrabiblätter, Salatstrünke, aufgeschnittene Kartoffeln und kleine Katzen- und Hundefutterreste. Als Versteckköderdienen Bretter, Teller, Ziegel, Kartons, Rhabarberblätter, nasse Tücher … Auch auf dem Kompost tummeln sich gerne Nacktschnecken.

 

BARRIEREN  UM  GEFÄHRDETE  EINZELNE  PFLANZEN  UND  BEETE  ERRICHTEN:

  1. ABWEHRENDES, UNGIFTIGES rund um Beete oder zwischen gefährdeten Pflanzen:  
     
    • Anpflanzen: 
      Sommerbohnenkraut 
      Buchs (evtl. niedrige wachsende Sorte auswählen) 
      Dill 
      Kerbel 
      Majoran 
      Bergbohnenkraut 
       
    • Als Mulch ausstreuen: 
      Die Wirkung von Abwehrmulch hält länger vor als bei verjauchten Gießmitteln, die man ebenfalls aus den genannten Pflanzen herstellen kann, und zwar so. Man kann die Pflanzen, sie zählen übrigens zu den "schneckenresistenten Pflanzen",  auch mischen! Sowohl als Mulchmaterial als auch beim Verjauchen. 
      Beifuß 
      Buchszweige 
      Eierschalen, gewaschen, getrocknet, zerkleinert 
      Farnblätter 
      Holunderblätter 
      Kaffeesatz: Sehr wirksam bei Erdbeeren!! Gleichzeitig wirkt der Kaffeesatz als leicht saurer Dünger - und das tut den Erdbeerpflanzen gut. 
      Minzen, mentholreiche 
      Rainfarn 
      Ringelblumen 
      Salbei 
      Schwarze Johannisbeer-Blätter 
      Wermut 
       
    • Gießen gegen Schnecken: 
      Ein alter Tiroler Tipp: Gegen Schnecken gieße man den harzigen Absud aus abgekochtenFichtenzapfen rund um die Gartenbeete. – Anm.: Die Fichtenzapfen harzen im Frühsommer.  
       
    • Umzäunen: 
       
      • Für den Gemüsegarten eines Hausgartens haben sich Schneckenzäune aus Metall, deren oberer Rand entweder umgebogen und mit Zacken versehen oder in einem Winkel von 45° abgekantet ist, bestens bewährt! Endlich können Sie wieder giftfrei und ohne viel Aufwand Salat und Kohlrabi für sich und nicht für die Schnecken setzen und - ernten! Allerdings muss man auch beim Schneckenzaun einiges beachten, damit er seine Wirkung tun kann: 
        • Die Beeterde muss vor dem Anbringen des Schneckenzaunes frei sein von Schneckeneiern und Schnecken. 
           
        • Der Zaun muss tief genug in die Erde gesteckt sein. 
        • Es dürfen keine Pflanzenteile als einladende Schneckenbrücke über den Zaun hängen. 
           
      • Seit kurzem ist auch ein sogenannter „Flüssiger Schneckenzaun“ im Handel erhältlich: Der ökologische, ungiftige Schutzanstrich "Schnexagon" wirkt wie ein flüssiger Schneckenzaun effektiv gegen Schnecken, indem er ihre Fortbewegung durch eine unüberwindbare Antihaft-Barriere verhindert. Dazu wird Schnexagon mit einem Pinsel 8 cm breit lückenlos auf die Umrandung der zu schützenden Pflanzen gestrichen. Schnexagon ist zur Anwendung auf vielen Materialien geeignet: Hochbeete, Gewächshäuser, Rasenkanten, Beetumrandungen, selbst gebastelte Schneckenschutzringe, Schneckenkragen, Pflanzgefäße, Terassenstufen. 
         
      • Um einzelne Pflanzen, speziell Jungpflanzen der Schnecken-Lieblingsspeisen, wie Salat, Kohlrabi, Petersilie, Zucchini, Sonnenblumen, Sonnenhüte, Zinnien, Rittersporn, Dahlien, zu schützen, eignen sich der sogenannte Schneckenkragen, ein Schneckenschutzring und auch Salathauben gut. Man stülpt sie über die Pflanze und drückt sie in die Erde. Allerdings dürfen sich innerhalb der kleinen Schutzzone keine in der Erde versteckten Schneckeneier befinden! Im Handel sind verschiedene Bauweisen erhältlich, man kann aber auch welch selber basteln.
        • Schneckenschutzringe selber basteln:
          Große Plastikflaschen quer durchschneiden, Boden und Schraubverschluss entfernen, beide Hälften verwenden, dazu einen Streifen Schnexagon aufpinseln. 
           
  2. GIFTIGES  rund um Beete oder zwischen gefährdeten Pflanzen: 
     
    • Giftiges ausstreuen:
      • Kalkstickstoff, geperlten:
        Die Dosierung ist auf der Verpackung angegeben. Geperlter Kalkstickstoff ist einerseits ein langsam wirkender Stickstoffdünger, andererseits wird der Kalk, sobald er mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, ätzend und wirkt u.a. gegen Schneckeneier und Schnecken. Kalkstickstoff eignet sich für den Notfall, nicht zur Daueranwendung! Auf frischen Saaten und bei kalkmeidenden Pflanzen nicht anwenden. Dazu zählen: Fenchel, Möhren, Sellerie, Gartenerdbeeren, Heidelbeeren, weiters: Azaleen, Besenheide, Blauer Mohn, Hortensien, Rhododendron, Schachblume.
         
      • Schneckenkorn: 
        Gleich vorne weg, wenn schon, dann Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Eisen-III-phosphat, das auch natürlich im Boden vorkommt. Es löscht den Fressimpuls aller Schnecken. Sie verkriechen sich und verhungern. Auch die niedlichen Gehäuseschnecken. Handelsprodukte: Naturen Bio Schneckenkorn Forte, Ferramol u.a.
        • TIPP: 
          Um die harmlosen Gehäuseschnecken und den persönlichen Zeitaufwand zu schonen, verwendet man Spalt-Schneckenfallen, die mit Eisen-III-phosphat - Schneckenkorn ausgestattet werden. 
          Vorteile: 
          Das Schneckenkorn bleibt regengeschützt und muss nur alle paar Wochen nachgefüllt werden.
          Angelockte, harmlose Gehäuseschnecken, nämlich Bänderschnecken und die geschützte Weinbergschnecke, werden durch ihr Schneckenhaus am Durchkriechen gehindert. Sie kommen mit dem tödlich wirkenden Schneckenkorn nicht in Kontakt.
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Zutaten

Pflanzen in diesem Rezept

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