Gratin mit Wildpflanzen

Hauptspeise für 4 Personen
4 Portionen
Kochmodus

Finden Sie Ihr Lieblingsgratin!

Eine Suche entlang von sauberen Wiesen- und Waldrändern oder im „Wilden Eck“ Ihres Gartens lässt Sie – saisonbedingt - sicher essbare Wildpflanzen entdecken.

Viele frische oder eingefrorene essbare Wildpflanzen eignen sich, sofern sie mild im Geschmack sind, als strukturgebende Zutat des Gratins. Da sie  u. a. auch wie Spinat zubereitet können, bezeichnet man sie als „Wildspinatpflanzen“. Sie können in größerer Menge einem Kartoffelgratin beigegeben werden, sofern ihre Blätter jung geerntet werden. Wildfind hat herausgefunden, mit welchen Wildspinatpflanzen Sie kein Geschmacksrisiko eingehen ;)

  • Das sind die 15 besten mild schmeckenden Wildspinatpflanzen: 
    • Bärlauch
    • Brennnessel
    • Franzosenkraut
    • Giersch
    • Gewöhnliche Melde
    • Guter Heinrich
    • Kohldistel
    • Linde
    • Rotklee
    • Taubenkropfleimkraut
    • Taubnesseln
    • Vogelmiere
    • Weißer Gänsefuß
    • Weißklee
    • Wilder Amarant

Viele essbare Wildpflanzen sind voll mit auch für Menschen wertvollen Inhaltsstoffen, schmecken jedoch intensiv und oft mit einem bitteren Beigeschmack, um Fressfeinde abzuwehren, beispielsweise die häufig vorkommende Knoblauchrauke. Diese Pflanzen werden genussreich als würzende Zutat, als „Würzpflanzen“ mitverwendet.

Und dann gibt es noch essbare wilde Früchtchen und dekorative essbare Blüten, die sich als Gratinzutat eignen.

Wer Spaß am Sammeln und Experimentieren hat, kann mit Wildpflanzen ohne große Kochkünste, aber mit viel Eigen-Geschmack das ganze Jahr über für spannende Abwechslung und – für Gesundheit – sorgen! 

Als Zutat für ein Gratin mit Wildpflanzen eignen sich - je nach Jahreszeit - folgende essbare Wildpflanzen, deren Menge sich nach ihrer Geschmacksintensität richtet und die gerne auch gemischt werden können:

  • Ganze Pflanze: 
    Gänseblümchen, Haferwurzel, Raue Gänsedistel, Sauerampfer, Vogelmiere, Wiesenbocksbart
     
  • Junge Blätter: 
    Ackerglockenblume, Ackerlauch, Ackersenf (auch Blüten), , Baldrian, Bärlauch, Barbarakraut, Bergahorn, Berglauch, Birke, Blutampfer, Brennnessel, Brunnenkresse, Engelwurz, Erdbeere, Fichte, Feldahorn, Franzosenkraut, Geflecktes Lungenkraut, Giersch, Gewöhnliche Melde, Große Fetthenne, Guter Heinrich, Großer Wiesenknopf, Kleiner Wiesenknopf (Pimpernelle), Knoblauchrauke, Kohlgänsedistel, Kohldistel, Lärche, Linde, Löwenzahn, Luzerne, Malvenarten, Melde, Meisterwurz, Rote Spornblume, Rapunzel-Glockenblume, Rotklee, Sauerampfer, Schildampfer, Spitzahorn, Stiefmütterchen, Tanne, Taubenkropfleimkraut, Weidenröschen, Wegwarte, Weißer Gänsefuß, Weißklee, Taubnesseln, Wilde Möhre, Wilder Amarant, Wilder Schnittlauch, Wiesenbärenklau, Wiesenbocksbart, Wiesenpippau, Wiesensalbei
     
  • Früchte:  
    Ahorn (unreife Früchte), Berberitze, Bocksdorn (Goji), Mehlbeere, Preiselbeere, Schlehdorn, Vogelbeere, Weißdorn, unreife, noch grüne Früchte von Malvenarten und Gewöhnlicher Nachtkerze
     
  • Stängel: 
    Breitblättriger Rohrkolben (schälen)
     
  • Junge Bodentriebe: 
    Breitblättriger Rohrkolben, Große Fetthenne, Hopfen, Japanischer Staudenknöterich, Rapunzel-Glockenblume, Schmalblättriges Weidenröschen, Tripmadam, Waldgeißbart, Wildspargel
     
  • Blütenknospen und Blüten: 
    Ackerdistel, Ackerglockenblume, Ackerlauch, Berglauch, Breitblättriger Rohrkolben, Drüsiges Springkraut, Engelwurz, Gänseblümchen, Gelbrote Taglilie, Geflecktes Lungenkraut, Glockenblumen, Haferwurzel, Kohldistel, Kornblume, Löwenzahn, Luzerne, Mädesüß, Nachtkerze, Nelke, Rote Spornblume, Rotklee, Sonnenblumen, Spitzwegerich, Steinklee, Stiefmütterchen, Taubnesseln, Veilchen, Weidenröschen, Weißklee, Wilder Schnittlauch, Wildrosen, Wiesenbärenklau, Wiesenbocksbart, Wiesenpippau  
     
  • Blütenboden
    Distelarten
     
  • Samen: 
    Ackersenf, Buche, Drüsiges Springkraut (reife Schoten berühren), Haselnuss, Klatschmohn, Leindotter, Pinie, Steinklee, Walnuss, Wiesenkümmel, Zirbe  
     
  • Brutzwiebeln: 
    Kiellauch
     
  • Wurzeln bzw. Zwiebeln: 
    Ackerglockenblume, AckerlauchAlant, Bahnwärterlilie, Bärlauch, Berglauch, Breitblättriger Rohrkolben (aus sehr guter Wasserqualität und schälen),  Echte Nelkenwurz, Haferwurzel, Klette,  Kohldistel, Nachtkerze, Rapunzel-Glockenblume, Schlangenknöterich (nach Wässerung), Schopfige-Traubenhyazinthe, Schmalblättriges Weidenröschen, Taubnesseln, Topinambur, Wiesenbocksbart, Wilde Möhre (bevor sie einen Stängel bildet), Wiesenpastinak, Zottiges Weidenröschen (schälen)
     

Zutaten

  • 800.00 g Kartoffeln
  • 240.00 g Wildpflanzen
  • 2.00 Knoblauchzehen
  • 4.00 EL Gewürzkräuter
  • 1.00 Prise Salz
  • 1.00 Prise Pfeffer
  • 1.00 kräftige Prise Muskatnuss
  • 150.00 ml Rahm
  • 150.00 g Crème fraîche
  • 150.00 ml Brühe
  • 250.00 g Rässkäse
  • 60.00 g Parmesan
  • 4.00 EL Nüsse (optional)

Zubereitung

1
So geht es:
Zutaten
  • 800.00 g Kartoffeln vorwiegend festkochend oder mehlig. Roh, geschält. Alternative: Topinambur
  • 240.00 g Wildpflanzen essbare, Auswahl siehe oben!
  • 2.00 Knoblauchzehen
  • 4.00 EL Gewürzkräuter wenn sie frisch sind. Falls getrocknet: 2 EL. Es eignen sich z.B. Feldthymian, Gewöhnlicher Echter Dost, Fichtenwipferl, Gundermann
  • 1.00 Prise Salz Menge richtet sich nach dem Salzgehalt des Käses
  • 1.00 Prise Pfeffer frisch gemahlen
  • 1.00 kräftige Prise Muskatnuss
  • 150.00 ml Rahm
  • 150.00 g Crème fraîche
  • 150.00 ml Brühe Alternative: Weißwein, Wasser
  • 250.00 g Rässkäse gehobelt oder kleingeschnitten. Alternativen: Appenzeller,  Gruyère, Bergkäse, Raclettekäse, Gouda, Edamer, Cheddar
  • 60.00 g Parmesan frisch gehobelt.
  • (opt.) 4.00 EL Nüsse

Die Wildpflanzen reinigen, ihre zähen Stängel und die dicken Blattrippen entfernen, dann grob hacken.

Die geschälten Kartoffeln in dünne Scheiben hobeln und in einer Schüssel mit den vorbereiteten Wildpflanzen, mit Knoblauch, Gewürzkräutern, Salz, Pfeffer, Muskat, Sahne, Creme fraîche und Brühe vermengen.

Die Hälfte der Mischung in eine ausgebutterte  Backform füllen, mit ca. 150 g Käse  bestreuen, dann mit der restlichen Kartoffelmischung bedecken.

Die Kartoffelmischung andrücken. Sie sollte beinahe mit Flüssigkeit bedeckt sein. Eventuell mit etwas Brühe oder Rahm ergänzen. 

Im auf  170° (Umluft) aufgeheizten Backofen zugedeckt  50 Minuten backen.

Jetzt den restlichen Käse aufstreuen,  nach Belieben vermischt mit Nüssen, und weitere 15  Minuten ohne Abdeckung backen, bis sich einige Spitzen bräunen.

✶ „Gratins schmecken sowohl als Hauptspeise als auch als Beilage.

Pflanzen in diesem Rezept

Andere Namen

Wildpflanzen-GratinGratin mit Garten- und Balkonpflanzen
#Würzmischung, süß#Staubzucker#Keimsprossenzucht
Das könnte Sie auch interessieren