Gratin mit Wildpflanzen
Finden Sie Ihr Lieblingsgratin!
Eine Suche entlang von sauberen Wiesen- und Waldrändern oder im „Wilden Eck“ Ihres Gartens lässt Sie – saisonbedingt - sicher essbare Wildpflanzen entdecken.
Viele frische oder eingefrorene essbare Wildpflanzen eignen sich, sofern sie mild im Geschmack sind, als strukturgebende Zutat des Gratins. Da sie u. a. auch wie Spinat zubereitet können, bezeichnet man sie als „Wildspinatpflanzen“. Sie können in größerer Menge einem Kartoffelgratin beigegeben werden, sofern ihre Blätter jung geerntet werden. Wildfind hat herausgefunden, mit welchen Wildspinatpflanzen Sie kein Geschmacksrisiko eingehen ;)
- Das sind die 15 besten mild schmeckenden Wildspinatpflanzen:
- Bärlauch
- Brennnessel
- Franzosenkraut
- Giersch
- Gewöhnliche Melde
- Guter Heinrich
- Kohldistel
- Linde
- Rotklee
- Taubenkropfleimkraut
- Taubnesseln
- Vogelmiere
- Weißer Gänsefuß
- Weißklee
- Wilder Amarant
Viele essbare Wildpflanzen sind voll mit auch für Menschen wertvollen Inhaltsstoffen, schmecken jedoch intensiv und oft mit einem bitteren Beigeschmack, um Fressfeinde abzuwehren, beispielsweise die häufig vorkommende Knoblauchrauke. Diese Pflanzen werden genussreich als würzende Zutat, als „Würzpflanzen“ mitverwendet.
Und dann gibt es noch essbare wilde Früchtchen und dekorative essbare Blüten, die sich als Gratinzutat eignen.
Wer Spaß am Sammeln und Experimentieren hat, kann mit Wildpflanzen ohne große Kochkünste, aber mit viel Eigen-Geschmack das ganze Jahr über für spannende Abwechslung und – für Gesundheit – sorgen!
Als Zutat für ein Gratin mit Wildpflanzen eignen sich - je nach Jahreszeit - folgende essbare Wildpflanzen, deren Menge sich nach ihrer Geschmacksintensität richtet und die gerne auch gemischt werden können:
- Ganze Pflanze:
Gänseblümchen, Haferwurzel, Raue Gänsedistel, Sauerampfer, Vogelmiere, Wiesenbocksbart
- Junge Blätter:
Ackerglockenblume, Ackerlauch, Ackersenf (auch Blüten), , Baldrian, Bärlauch, Barbarakraut, Bergahorn, Berglauch, Birke, Blutampfer, Brennnessel, Brunnenkresse, Engelwurz, Erdbeere, Fichte, Feldahorn, Franzosenkraut, Geflecktes Lungenkraut, Giersch, Gewöhnliche Melde, Große Fetthenne, Guter Heinrich, Großer Wiesenknopf, Kleiner Wiesenknopf (Pimpernelle), Knoblauchrauke, Kohlgänsedistel, Kohldistel, Lärche, Linde, Löwenzahn, Luzerne, Malvenarten, Melde, Meisterwurz, Rote Spornblume, Rapunzel-Glockenblume, Rotklee, Sauerampfer, Schildampfer, Spitzahorn, Stiefmütterchen, Tanne, Taubenkropfleimkraut, Weidenröschen, Wegwarte, Weißer Gänsefuß, Weißklee, Taubnesseln, Wilde Möhre, Wilder Amarant, Wilder Schnittlauch, Wiesenbärenklau, Wiesenbocksbart, Wiesenpippau, Wiesensalbei
- Früchte:
Ahorn (unreife Früchte), Berberitze, Bocksdorn (Goji), Mehlbeere, Preiselbeere, Schlehdorn, Vogelbeere, Weißdorn, unreife, noch grüne Früchte von Malvenarten und Gewöhnlicher Nachtkerze
- Stängel:
Breitblättriger Rohrkolben (schälen)
- Junge Bodentriebe:
Breitblättriger Rohrkolben, Große Fetthenne, Hopfen, Japanischer Staudenknöterich, Rapunzel-Glockenblume, Schmalblättriges Weidenröschen, Tripmadam, Waldgeißbart, Wildspargel
- Blütenknospen und Blüten:
Ackerdistel, Ackerglockenblume, Ackerlauch, Berglauch, Breitblättriger Rohrkolben, Drüsiges Springkraut, Engelwurz, Gänseblümchen, Gelbrote Taglilie, Geflecktes Lungenkraut, Glockenblumen, Haferwurzel, Kohldistel, Kornblume, Löwenzahn, Luzerne, Mädesüß, Nachtkerze, Nelke, Rote Spornblume, Rotklee, Sonnenblumen, Spitzwegerich, Steinklee, Stiefmütterchen, Taubnesseln, Veilchen, Weidenröschen, Weißklee, Wilder Schnittlauch, Wildrosen, Wiesenbärenklau, Wiesenbocksbart, Wiesenpippau
- Blütenboden:
Distelarten
- Samen:
Ackersenf, Buche, Drüsiges Springkraut (reife Schoten berühren), Haselnuss, Klatschmohn, Leindotter, Pinie, Steinklee, Walnuss, Wiesenkümmel, Zirbe
- Brutzwiebeln:
Kiellauch
- Wurzeln bzw. Zwiebeln:
Ackerglockenblume, Ackerlauch, Alant, Bahnwärterlilie, Bärlauch, Berglauch, Breitblättriger Rohrkolben (aus sehr guter Wasserqualität und schälen), Echte Nelkenwurz, Haferwurzel, Klette, Kohldistel, Nachtkerze, Rapunzel-Glockenblume, Schlangenknöterich (nach Wässerung), Schopfige-Traubenhyazinthe, Schmalblättriges Weidenröschen, Taubnesseln, Topinambur, Wiesenbocksbart, Wilde Möhre (bevor sie einen Stängel bildet), Wiesenpastinak, Zottiges Weidenröschen (schälen)
Zutaten
- 800.00 g Kartoffeln
- 240.00 g Wildpflanzen
- 2.00 Knoblauchzehen
- 4.00 EL Gewürzkräuter
- 1.00 Prise Salz
- 1.00 Prise Pfeffer
- 1.00 kräftige Prise Muskatnuss
- 150.00 ml Rahm
- 150.00 g Crème fraîche
- 150.00 ml Brühe
- 250.00 g Rässkäse
- 60.00 g Parmesan
- 4.00 EL Nüsse (optional)
Zubereitung
- 800.00 g Kartoffeln — vorwiegend festkochend oder mehlig. Roh, geschält. Alternative: Topinambur
- 240.00 g Wildpflanzen — essbare, Auswahl siehe oben!
- 2.00 Knoblauchzehen
- 4.00 EL Gewürzkräuter — wenn sie frisch sind. Falls getrocknet: 2 EL. Es eignen sich z.B. Feldthymian, Gewöhnlicher Echter Dost, Fichtenwipferl, Gundermann
- 1.00 Prise Salz — Menge richtet sich nach dem Salzgehalt des Käses
- 1.00 Prise Pfeffer — frisch gemahlen
- 1.00 kräftige Prise Muskatnuss
- 150.00 ml Rahm
- 150.00 g Crème fraîche
- 150.00 ml Brühe — Alternative: Weißwein, Wasser
- 250.00 g Rässkäse — gehobelt oder kleingeschnitten. Alternativen: Appenzeller, Gruyère, Bergkäse, Raclettekäse, Gouda, Edamer, Cheddar
- 60.00 g Parmesan — frisch gehobelt.
- (opt.) 4.00 EL Nüsse
Die Wildpflanzen reinigen, ihre zähen Stängel und die dicken Blattrippen entfernen, dann grob hacken.
Die geschälten Kartoffeln in dünne Scheiben hobeln und in einer Schüssel mit den vorbereiteten Wildpflanzen, mit Knoblauch, Gewürzkräutern, Salz, Pfeffer, Muskat, Sahne, Creme fraîche und Brühe vermengen.
Die Hälfte der Mischung in eine ausgebutterte Backform füllen, mit ca. 150 g Käse bestreuen, dann mit der restlichen Kartoffelmischung bedecken.
Die Kartoffelmischung andrücken. Sie sollte beinahe mit Flüssigkeit bedeckt sein. Eventuell mit etwas Brühe oder Rahm ergänzen.
Im auf 170° (Umluft) aufgeheizten Backofen zugedeckt 50 Minuten backen.
Jetzt den restlichen Käse aufstreuen, nach Belieben vermischt mit Nüssen, und weitere 15 Minuten ohne Abdeckung backen, bis sich einige Spitzen bräunen.