Heilpflanze: herzstärkend, herzstärkend, herzstärkend

Eingriffeliger Weißdorn

Crataegus monogyna · auch: Weißdorn, Eingriffeliger-

15 Fotos

Portrait

AUSSEHEN UND NAMEN

Der Weißdorn ist ein weißblühender, mit kräftigen Dornen versehener 3 m bis 8 m hoher Strauch bzw. Kleinbaum, der in ganz Europa, von Irland bis Kreta auf der Omalos Hochebene, entdeckt werden kann. Er gedeiht auf sonnigen bis halbschattigen, kalkreichen, nicht zu fetten Böden in lichten Kiefernwäldern, an Waldrändern, Feldrändern und in Hecken zu finden, oft gemeinsam mit anderen Rosengewächsen wie Schlehdorn, Heckenrosen und Brombeeren.

Unzählige Tiere finden in so einer Hecke Nahrung und sicheren Unterschlupf! Wer Tiere in seinen Garten locken möchte, pflanze so eine Wildhecke, aber ohne Brombeeren! Diese geben zwar vielen Schmetterlingen Nahrung, wuchern aber unwahrscheinlich in die Breite, Höhe und Tiefe.

Man spricht landläufig einfach vom "Weißdorn", doch botanisch gesehen gibt es den "Eingriffeligen Weißdorn" (Crataegus monogyna) und den "Zweigriffeligen Weißdorn" (Crataegus laevigata). Sie unterscheiden sich, wie diese Bezeichnungen andeuten, an der Anzahl ihrer Griffel pro Blüte. Dementsprechend besitzt dann jedes ihrer Früchtchen 1 Kern oder 2 Kerne oder 3, denn Blüten des Zweigriffeligen Weißdorns können auch 3 Griffel haben. - Und es gibt viele natürliche Weißdorn-Hybriden, denn beide Arten kreuzen sich untereinander und mit anderen Weißdornarten. 

Alle Weißdornarten zeichnet ein besonders hartes Holz aus, was ihnen ihren botanischen Gattungsnamen „Crataegus“ verlieh: griechisch krataiós = stark, hart. 

 

MYTHEN UND SAGEN 

Alle Weißdornarten hüllen sich im Vollfrühling ihr knorriges, dorniges Geäst in eine schneeweiße, von Bienen summende Blütenwolke, die einen ihr eigenen (leicht fischigen?) Geruch verströmt. Dieses Wesen des blühenden Weißdorns, bedornt, weiß und speziell duftend, fand Eingang in die Sagenwelt:

Germanen und Kelten pflanzten den Weißdorn in ihre Hecke und wiesen ihm die Aufgabe zu, ihr Gehöft vor wilden Tieren und schadenbringenden Geistern zu schützen. Er war mit seinem dornigen Geäst, der strahlend weißen Blüte und dem harten Holz ihr Schutzbaum schlechthin!

Hier wohnen die guten Elfen. Hier verband sich die schöne Fee Viviane (Nimue) mit Merlin, dem weisen Zauberer der keltischen Mythologie, und bannte ihn, als er schlief, mit seinen eigenen Zaubersprüchen, sodass er selig träumend nie mehr entweichen kann, wenn nicht sie es will. 

Die "wahre" Geschichte eines königlichen Schutzbaumes:

König Artus, so erzählt die Sage, ließ sich jedes Jahr einen blühenden Zweig des Weißdorns bringen, der auf dem Gelände von Glastonbury Abbey, einer Abtei der Benediktiner in England, wuchs. 

Der Legende nach war dieser uralte Weißdorn der Wanderstab des Joseph von Arimathäa, der dort wurzelte, als er den Abendmahlskelch vom Heiligen Land nach England brachte und seinen Wanderstab in die Erde rammte. Dieser Weißdorn blühte zweimal im Jahr: Einmal im Frühjahr, zur Zeit der Lebensfreude, das zweite Mal zur Weihnachtszeit, der Zeit mit dem Blick in die Anderswelt. 

Heinrich der VIII., der sich zum Oberhaupt seiner Church of England machte, ließ die Abtei aufheben, Abt und Mönche hinrichten. Die Gebäude verfielen, doch das Volk pilgerte weiterhin zum Heiligen Dornbusch von Glastonbury , bis er während des Bürgerkrieges (17. Jh.) von einem Soldaten umgehackt wurde. 
Aber inzwischen wuchsen um ihn herum seine Sämlinge, die der Soldat nicht bemerkt hatte, und sie begannen zu blühen. Zweimal im Jahr. 

Einen von ihnen erkor man als neuen Heiligen Dornbusch von Glastonbury. Und heute noch wird jedes Jahr von einem Priester oder einer Priesterin der Church of England ein Zweig des Buschs abgeschnitten und in das Britische Königshaus gesandt, um den Weihnachtstisch zu schmücken.

 

WOZU WIRD WEISSDORN VERWENDET?

Weißdorn ist für viele Kleintiere ein wertvoller NAHRUNGS- UND SCHUTZSTRAUCH, vor allem für Vögel, Schmetterlinge und andere Insekten. Er lässt sich gut als Teil einer Wildhecke verwenden.

WEISSDORNHOLZ wird gerne für Stöcke  („Hagglsteckn“), Wanderstöcke, Dreschflegel, Rechenzähne, Holznägel, Spindeln und weitere Dechselarbeiten verwendet. 

ÜBER DIE ESSBARKEIT VON WEISSDORN

Früchte und Blätter des Weißdorns können gegessen, seine getrockneten Blätter auch geraucht werden, und die Kerne eignen sich zur Kaffeezubereitung:

  • Die kleinen roten Apfelfrüchte des Weißdorns, oft als "Weißdornbeeren" bezeichnet,  wurden bereits von den Germanen nicht verachtet, sondern roh oder als Mus verkocht verspeist und als Wintervorrat getrocknet.
  • Dieser Tradition blieb man in späteren Jahrhunderten - neben dem Verspeisen von Weißdornblättern - in Notzeiten treu.

Man verarbeitete getrocknete Beeren zu „Streckmehl“, d. h., man mischte gemörserte, zerriebene Weißdornbeeren unter das Brotmehl, um es zu strecken, zu vermehren. Einige Trivialnamen wie Mehlkübeli, Mehlwieken, Mehldorn und Mehlfässchen weisen darauf hin!

  • Mit Weißdornblättern wurde der Tabak gestreckt. 
  • Mit gemahlenen Kernen streckte man den Kaffee. Vom gesundheitlichen Standpunkt aus gesehen, eigentlich eine gute Kombination!

 

ÜBER DIE MEDIZINISCHE VERWENDUNG VON WEISSDORN

Von den gesundheitlichen Schutzwirkungen des Weißdorns wusste man lange nichts. Diesen Schatz entdeckte erst im 19. Jh. ein irischer Arzt, der damit vielen Herzkranken ihr Leben erleichterte.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

B e i d e  Weißdornarten, sowohl der der Eingriffelige als auch der Zweigriffelige, sind schulmedizinisch für die Herztherapie zugelassen. Weißdornpräparate haben ihren festen Platz in der Medizin:

Die Schulmedizin nutzt Extrakte aus Weißdornblättern und Weißdornblüten wegen ihrer herzstärkenden und herzschützenden Wirkungen,
die Volksmedizin und die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzen zusätzlich die Weißdornfrüchte,
die Homöopathie nur die frischen Früchte.
Die medizinisch wirksamen Stoffe sind in den genannten Pflanzenteilen die gleichen, allerdings sind sie in den Blüten und Blättern konzentrierter vorhanden als in den Früchten.

Zur medizinischen Nutzung von Weißdorn muss grundsätzlich gesagt werden, 

  • dass Weißdornpräparate bei akuten, starken Herzbeschwerden als schnelle Hilfe ungeeignet sind. Ihre Stärke liegt in der längerfristigen Vorbeugung und in der Nachbehandlung. Weißdorn ist eines der wenigen Mittel, die das Herz stärken!

  • Weißdorn muss über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, bis sich eine Wirkung bemerkbar macht.

  • Weißdorn ist zur Langzeitanwendung, auch über Jahre, bestens geeignet, auch oft in Begleitung anderer Herzmedikamente, da er ohne negative Nebenwirkungen ist. Weißdornpräparate werden deshalb zur Unterstützung und Ergänzung einer Digitalistherapie verwendet.

  • Seine Wirkungen sind nachhaltig gut!

  • Auch wenn Weißdornzubereitungen gut zur Selbstbehandlung geeignet sind, ist davor in jedem Fall eine Diagnose durch einen Arzt einzuholen!

Wann wird Weißdorn medizinisch verwendet?

  • Weißdornzubereitungen wirken durchblutungsfördernd auf den Herzmuskel und erhöhen so die Belastbarkeit und Pumpkraft des Herzens und verbessern die Durchblutung der Herzkranzgefäße.
  • Weißdornpräparate werden eingesetzt bei funktionellen Herzschmerzen, bei denen man im EKG nichts finden kann und bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) im Stadium NYHA II  .  Beschwerden bei normaler oder mittlerer körperlicher Belastung wie rasche Ermüdbarkeit, Kurzatmigkeit sowie unrhythmisches Herzpochen bessern sich!
  • Weißdorn verbessert die Sauerstoffversorgung des Herzens und entspannt die Blutgefäße. Er gleicht dadurch den Blutdruck aus.
  • Er eignet sich zur Arteriosklerose-Prävention und schützt durch seine antioxidative Wirkung den Herzmuskel.
  • In der Nachbehandlung eines Herzinfarkts unterstützt Weißdorn das Herz und hilft, den Herzrhythmus zu stabilisieren. 
  • Ein wichtiges Anwendungsgebiet des Weißdorns ist die Vorbeugung einer Herzmuskelschwäche nach Infektionskrankheiten! Deshalb sollte in jedem Lebensalter bei der Behandlung von Infektionskrankheiten, gleich welcher Art, immer auch von Anfang an Weißdorn mit dabei sein.

Anwendungsformen:

Weißdornextrakte sind in zahlreichen Fertigpräparaten auf dem Markt. Von Präparaten, die im Lebensmittelhandel und in Drogerien verkauft werden, ist nicht allzu viel medizinische Wirkung zu erwarten, denn sie dürfen nicht so hoh standardisiert sein wie Arzneiprodukte, die nur in Apotheken verkauft werden dürfen. 

Eine Alternative stellen selbstgemachte Weißdornauszüge dar:

Sowohl Blüten als auch Blätter und die kleinen, apfelförmigen, roten Früchte des Weißdorns kann man entweder selbst sammeln oder kaufen.

  • Blüten und Blätter werden im Vollfrühling gesammelt und anschließend im lichten Schatten luftig, nicht über 40°, getrocknet.

Tee von Blüten und Blättern: 

Tagesdosis: 3 – 4 Tassen. Das sind insgesamt als Tagesdosis 5 g Blüten mit Blättern. 

Zubereitung:

  1. Für eine Tasse 1 Teelöffel Mischung aus Blüten und Blättern mit 200 ml kochendem Wasser übergießen.
  2. Zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen.
  3. Abseihen.
  4. Kann mit Honig gesüßt oder ungesüßt getrunken werden.
  • Die Früchte werden im Vollherbst geerntet. Sie werden am besten gleich frisch zu einer Tinktur ("Weißdorntropfen") oder zu einem Likör  verarbeitet. Man kann sie auch bei milder Wärme als Vorrat trocknen, sie sind jedoch frisch wirkungsvoller.

 

Erntekalender

Blätter first spring gekocht essbar
Blüten first spring gekocht essbar
Früchte full autumn gekocht essbar
🌿

Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📘 Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), European Union herbal monograph on Crataegus spp., folium cum flore(2016), EMA/HMPC/159075/2014
    „Traditionelle Anwendung zur Linderung von Beschwerden vorübergehender nervöser Belastung im Herzbereich, bei leichter nervlicher Anspannung und als Einschlafhilfe."
  • 📗 Kommission E am BfArM, Monographie: Crataegi folium cum flore (Weißdornblätter mit Blüten)(1994), Bundesanzeiger Nr. 133

Traditionell beschriebene Eigenschaften

herzstärkend (Früchte) VolksheilkundeHomöopathieTCM
herzstärkend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizin
herzstärkend (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizin
durchblutungsfördernd (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizin
durchblutungsfördernd (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizin
durchblutungsfördernd VolksheilkundeHomöopathieTCM
gefäßschützend (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizin
gefäßschützend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizin
gefäßschützend (Früchte) VolksheilkundeHomöopathieTCM
beruhigend (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizin
beruhigend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizin
beruhigend (Früchte) VolksheilkundeHomöopathieTCM

Inhaltsstoffe

Anthocyane Sekundär
Flavonoide Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Catechin
Chlorogensäure
Epicatechin
Flavanole
Flavone
Flavonole
Mikronährstoffe
OPC
Quercetin
Rutin
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Anthocyane

Anthocyane oder Anthozyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Catechin

Catechine sind polyphenolische Pflanzenmetaboliten aus der Gruppe der Flavonoide und zählen daher allgemeinhin zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie leiten sich vom Flavan-3-ol ab. Besondere Bedeutung haben sie aufgrund eines hohen antioxidativen Potentials.

Chlorogensäure

Chlorogensäure ist ein Naturstoff, der in zahlreichen Pflanzen vorkommt; chemisch gesehen ist sie ein Ester der Kaffeesäure mit der Chinasäure als alkoholischer Komponente. Den Namen Chlorogensäure erhielt sie aufgrund einer intensivgrünen Färbung der ammoniakalischen Lösung.

Epicatechin

Epicatechin ist ein Polyphenol aus der Gruppe der Catechine, das im Kakao entdeckt wurde. Epicatechin bezeichnet zwei Diastereomere des Catechins, deren Substituenten cis-ständig sind. Die häufigere Form ist (−)-Epicatechin (2R,3R), die seltenere ist (+)-Epicatechin (2S,3S).

Flavanole

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Flavone

Flavone sind gelbe Pflanzenfarbstoffe, die als Derivate des Flavons zur Klasse der Flavonoide zählen. Es sind ca. 300 natürlich vorkommende Flavone bekannt. Wie andere Flavonoide kommen die meisten Flavone als wasserlösliche Glycoside vor, z. B. Scutellarin. Sie treten vielfach als Copigmente der Anthocyane auf. Das Zusammenspiel beider Farbstofftypen erklärt das gleichzeitige Auftreten von Gelb und Rot in verschiedenen Blüten.

Flavonole

Die Flavonole sind eine Untergruppe sekundärer Pflanzenstoffe innerhalb der Stoffgruppe der Flavonoide. Die Flavonole besitzen im Unterschied zu den Flavonen, einer weiteren Untergruppe der Flavonoide, eine zusätzliche Hydroxygruppe in Position 3. Das Grundgerüst der Flavonole ist somit die Verbindung 3-Hydroxyflavon. Die einzelnen Flavonole unterscheiden sich voneinander durch das Substitutionsmuster des 3-Hydroxyflavon-Grundgerüsts mit Hydroxygruppen und durch die Art der weiteren Derivatisierung dieser hydroxylierten 3-Hydroxyflavone durch u. a. O-Alkylierung, meist in der Form von O-Methylierung und/oder durch die O-glycosidische Anbindung von Saccharid-Resten unter Bildung von Glycosiden.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

OPC

Wikimedia-Begriffsklärungsseite

Quercetin

Quercetin ist ein pflanzlicher, gelber Naturfarbstoff aus der Gruppe der Polyphenole und Flavonoide. Als 3-Hydroxyflavon mit vier zusätzlichen phenolischen Hydroxygruppen zählt es zur Flavonoid-Untergruppe der Flavonole. Quercetin ist ein Oxidationsprodukt des Anthocyanin-Farbstoffs Cyanidin.

Rutin

Rutin ist ein Flavonol aus der Stoffgruppe der Flavonoide und ein Glycosid des Quercetins mit dem Disaccharid Rutinose, das sich aus Rhamnose und Glucose zusammensetzt. Rutin wird von vielen Pflanzen als Farbstoff zum Schutz gegen UV-Strahlung gebildet. Antioxidative Wirkungen auf den Menschen sind, wie bei vielen Flavonoiden, nachgewiesen; Ansatzpunkte des Rutins sind insbesondere die Blutgefäße und der Darm.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Herz-Kreislauf-Stärkung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt der Weißdorn als klassisches Herztonikum, das die allgemeine Herz- und Kreislaufleistung unterstützen soll.
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Herzbeschwerden - nervöse Volksheilkunde
Der Weißdorn wird traditionell bei nervösen Herzbeschwerden und funktionellen Herzstörungen eingesetzt, da er beruhigend wirken soll.
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Blutdruck, zu hoher Volksheilkunde
Der Weißdorn wird volksheilkundlich zur Regulation eines erhöhten Blutdrucks verwendet, da er gefäßerweiternd wirken soll.
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Hilft bei

Andere Namen

WeißdornHagedornHeckendornZaundornMehldornMehlkübeliMehlfässchenMehlwieken

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeGenussmittelpflanzeHeilpflanzeVerzehrtauglichkeit KochenMahlenNotnahrungTrocknenNützlingspflanze Technische NutzungHolzWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungleicht zu ziehenWildheckeWildobst
Vorkommen GebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumBrachlandHeckenKiefernwälderSteinhaufenWacholderheideWaldränderWegränderVerbreitungEuropa
Blütenfarbe weiß
Blütezeit Vollfrühling | MaiFrühsommer | Juni
Wuchsform StrauchBaum

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Vogelwelt

Diese Vögel lieben Eingriffeliger Weißdorn:

Quellen

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Gattung
Crataegus
Ordnung
Rosales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Woods, hedges, thickets etc, on most soils except wet peat and poor acid sands.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★★★★
Licht
7/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
5/10
pH-Wert pH 6 – 7.2

Anbau & Pflege

A very easily grown plant, it prefers a well-drained moisture retentive loamy soil but is not at all fussy. Succeeds in all but the very poorest acid soils. Once established, it succeeds in excessively moist soils and also tolerates drought. It grows well on a chalk soil and also in heavy clay soils. A position in full sun is best when plants are being grown for their fruit, they also succeed in semi-shade though fruit yields and quality will be lower in such a position. Most members of this genus succeed in exposed positions, they also tolerate atmospheric pollution. A very hardy plant, tolerating temperatures down to at least -18°c. Hybridizes freely with other members of this genus and with C. laevigata in the wild. There are many named forms selected for their ornamental value. Seedling trees take from 5 - 8 years before they start bearing fruit, though grafted trees will often flower heavily in their third year[K]. The flowers have a foetid smell somewhat like decaying fish. This attracts midges which are the main means of fertilization. When freshly open, the flowers have more pleasant scent with balsamic undertones. Seedlings should not be left in a seedbed for more than 2 years without being transplanted. In heavier shade they quickly become drawn and leggy, eventually dying. An important food plant for the caterpillars of many lepidoptera species, there are 149 insect species associated with this tree. Plants are susceptible to fireblight. In garden design, as well as the above-ground architecture of a plant, root structure considerations help in choosing plants that work together for their optimal soil requirements, including nutrients and water. The root pattern is branching: a heart root dividing from the crown into several primary roots going down and out [2-1]. Some species of Hawthorn, including Crataegus monogyna, are self-fertile, but cross-pollination often improves fruit set. Hawthorn berries are typically harvested in late Summer to early Autumn. Hawthorn flowers in Spring. Hawthorn grows moderately fast, reaching maturity in about 5-10 years, depending on the species and growing conditions.
Vermehrung: Seed - this is best sown as soon as it is ripe in the autumn in a cold frame, some of the seed will germinate in the spring, though most will probably take another year. Stored seed can be very slow and erratic to germinate, it should be warm stratified for 3 months at 15°c and then cold stratified for another 3 months at 4°c. It may still take another 18 months to germinate. Scarifying the seed before stratifying it might reduce this time. Fermenting the seed for a few days in its own pulp may also speed up the germination process[K]. Another possibility is to harvest the seed 'green' (as soon as the embryo has fully developed but before the seedcoat hardens) and sow it immediately in a cold frame. If timed well, it can germinate in the spring. If you are only growing small quantities of plants, it is best to pot up the seedlings as soon as they are large enough to handle and grow them on in individual pots for their first year, planting them out in late spring into nursery beds or their final positions. When growing larger quantities, it might be best to sow them directly outdoors in a seedbed, but with protection from mice and other seed-eating creatures. Grow them on in the seedbed until large enough to plant out, but undercut the roots if they are to be left undisturbed for more than two years.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Flowers Fruit Leaves Shoots Edible Uses: Coffee Tea Fruit - raw or cooked. Not very appetizing raw[9, K], it is normally used for making jams and preserves. The fruit can be dried, ground, mixed with flour and used for making bread etc. The fruit is about 1cm in diameter. There are up to five fairly large seeds in the centre of the fruit, these often stick together and so the effect is of eating a cherry-like fruit with a single seed[K]. Young shoots - raw. A pleasant nutty flavour, they are a good addition to the salad bowl. A tea is made from the dried leaves, it is a china tea substitute. The roasted seeds are a coffee substitute. The flowers are used in syrups and sweet puddings.

Weitere Nutzung

Fuel Hedge Hedge Wood Hawthorn is often used as a hedge or windbreak, providing habitat for wildlife. It also attracts pollinators and beneficial insects. A good hedge plant, it is very tolerant of being cut and of neglect and is able to regenerate if cut back severely, it makes a good thorny stock-proof barrier and resists very strong winds. It is often used in layered hedges. The cultivar 'Stricta' has made a very good hedge 3.5 metres tall in an exposed maritime position at Rosewarne in N. Cornwall[K]. Wood - very hard and tough, difficult to work. Used for tool handles etc. Valued in turning. A good fuel, giving out a lot of heat. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: Yes – Hawthorn flowers are rich in nectar and pollen, making them highly attractive to pollinators such as bees, flies, and butterflies. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): Yes – Hawthorn provides food for wildlife, including birds and small mammals, through its fruit (haws) and seeds. The dense, thorny branches offer excellent shelter, and the tree can be used for nesting and roosting by birds. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): Yes – The rough bark and dense canopy provide overwintering sites for invertebrates. Fallen leaf litter creates a habitat for soil organisms and shelter for beneficial insects. 4. Pest Confuser (Smell): No – Hawthorn does not have a strong scent that confuses pests.

Verbreitung

Heimisch: Albania, Algeria, Austria, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgium, Bulgaria, Central European Russia, Corse, Cyprus, Czechia-Slovakia, DK, Denmark, East Aegean Is., East European Russia, England (England, Wales, Isle of Man, Scotland, Outer Hebrides, Orkney Isl. [I], Shetland Isl. [I], Isles of Scilly); Ireland (Ireland, Northern Ireland); Denmark; Norway; Sweden; Finland; Netherlands; Belgium; Luxembourg; Germany (Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen); Switzerland; Liechtenstein; Austria; Poland; Czech Republic; Slovakia; Hungary; Portugal; Spain; Andorra; Gibraltar; Baleares; France; Channel Isl. (Alderney, Guernsey, Jersey, Sark); Corsica; Sardinia; Italy; Sicily; Malta; San Marino; Slovenia; Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Albania; Romania; Bulgaria; European Turkey; Greece (widespread, incl. many islands); Crete; Estonia; Latvia; Lithuania; Belarus; European Russia; Moldova; Ukraine; Crimea; Morocco; Algeria; Tunisia; Libya; Madeira [I] (Madeira Isl. [I]); Canary Isl. [I] (Gran Canaria [I]); South Africa [I]; Northern Caucasus; Georgia [Caucasus]; East Aegaean Isl. (Lesvos, Chios, Ikaria, Samos, Karpathos, Rhodos); Turkey (Inner Anatolia, N-Anatolia, NE-Anatolia, NW-Anatolia: Bithynia, S-Anatolia, SE-Anatolia, SE-Anatolia: Mesopotamian Anatolia, SSW-Anatolia, SW-Anatolia, W-Anatolia, WN-Anatolia); Iraq (NE-Iraq); Iran (N-Iran); Cyprus (C-Mountains, S-Cyprus); Lebanon (Antilebanon, C-Lebanon, coastal W-Lebanon); Syria (coastal W-Syria, NW-Syria); Israel (N-Israel); Sinai peninsula; Australia [I] (South Australia [I], Queensland [I], New South Wales [I], Victoria [I], Tasmania [I]); New Zealand [I]; Alaska [I]; Canada [I] (British Columbia [I], New Brunswick [I], Nova Scotia [I], Ontario [I], Prince Edward Isl. [I], Québec [I]); USA [I] (Arkansas [I], California [I], Connecticut [I], District of Columbia [I], Delaware [I], Illinois [I], Kentucky [I], Massachusetts [I], Maine [I], Michigan [I], Montana [I], New Hampshire [I], New Jersey [I], New York [I], Ohio [I], Oregon [I], Pennsylvania [I], Rhode Island [I], Tennessee [I], Utah [I], Virginia [I], Vermont [I], Washington State [I], Wisconsin [I], West Virginia [I]); Argentina [I], Finland, Flanders, France, Germany, Global, Great Britain, Greece, Hungary, Iraq, Ireland, Italy, Kriti, Krym, Lebanon-Syria, Libya, Metropolitana Region |O'Higgins Region |Maule Region |Biobío Region, Morocco, NW. Balkan Pen., Netherlands, North America, North Caucasus, Norway, Palestine, Poland, Portugal, Romania, Sardegna, Sicilia, Sinai, Spain, Sweden, Switzerland, Transcaucasus, Tunisia, Türkiye, Türkiye-in-Europe, Ukraine Eingeführt: AR, AU, Argentina South, BY, Bogotá, D.C., British Columbia, CA, California, Cape Provinces, Colorado, Connecticut, Delaware, EE, Free State, Illinois, Indiana, Kentucky, Madeira, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Prince Edward I., Queensland, Québec, Rhode I., South Australia, Tasmania, Vermont, Victoria, Washington, Wisconsin

Alternative deutsche Namen

Eingriffeliger WeissdornEingriffliger WeissdornEingriffliger Weißdorn
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren