Verwechslungsgefahr: Echter Beinwell ist jetzt sammelbar — Bestimmung genau prüfen!

Echter Beinwell

Symphytum officinale · auch: Beinwell, Echter

17 Fotos

Verwendete Pflanzenteile

Geschmack erinnert an Schwarzwurzel. Geröstet als Kaffeeersatz. Als Salbe und Breiumschlag bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung, Hauptwirkstoff Allantonin. Äußerlich bei Sportverletzungen anwendbar.

Erläuterung

Stücke von dünnen Wurzeln einpflanzen.

Portrait

Der Echte Beinwell (Symphytum officinale), der lila, blau oder weiß blüht, gedeiht gut auf leicht feuchtem, lehmigen Boden. Er besitzt zungenförmige, große Blätter und wurzelt bis zu 1,8 m tief! Er wird bereits seit alter Zeit als Heilkraut verwendet, auch Culpeper schätzte ihn sehr. 

Beinwellsalben galten über Jahrhunderte Dank des in ihnen enthaltenen Allantoins als beste Heilsalben.

Erst in letzter Zeit ist Beinwell durch seine Pyrrolizidinalkaloide, die er in geringen Mengen enthält, in Verruf geraten. Sie wirkten in Versuchen als Einzelsubstanz in hoher Dosierung und innerlich angewendet leberschädigend und krebsauslösend. Bei der Beinwellsalbe allerdings wird die Gesamtheit der Inhaltsstoffe verwendet und sie wird äußerlich angewendet! 

Trotzdem: Beinwellsalbe ist keine Pflegecreme, sondern eine Heilsalbe, die wie eine solche zeitlich begrenzt (max. ca. 4 Wochen) angewendet werden sollte. Hier finden Sie das Rezept dazu! - Nicht angewendet werden sollte sie vorsichtshalber bei Schwangeren und Kindern unter 2 Jahren.

 

Wirkungen und Anwendungsgebiete des Beinwells:

Beinwell beschleunigt durch seinen heilenden Inhaltsstoff Allantoin  den Zellaufbau (Allantoin wird aus diesem Grund auch in der Kosmetik benützt), zudem wirken seine GerbstoffeSchleimstoffe (Fructane) und Saponine entzündungshemmend und abschwellend. 

  • Schulmedizinisch wird die getrocknete Wurzel von Beinwell-Zuchtsorten in Form von Fertigarzneimittel verwendet bei  

Prellungen

Zerrungen

Verstauchungen

Gelenksarthritis

Sehnenscheidenentzündung

Tennisellenbogen ( "Golferellenbogen")
 

  • Die Volksmedizin verwendet den Beinwell (Blätter, aber vor allem die Wurzel, frisch vermust direkt aufgelegt oder als Beinwellsalbe) zusätzlich bei

Wunden

aufgegangenen Geschwüren

Bandscheibenproblemen

Knochenbrüchen

Gichtknoten

Phantomschmerzen

Narbenpflege

TIPPS:

  • Zubereitungen, die Allantoin enthalten, nicht in Metallgefäßen lagern. Metall kann eine katalytische Zersetzung auslösen.
  • "Comfrey, Bocking No.14", eine auf höchsten Allantoingehalt ausgelesene Kreuzung verschiedener Beinwellarten, ist eine sinnvolle  Alternative zum wilden Echten Beinwell, der auch leicht im Garten gehalten werden kann.  Achtung: Als Gartenpflanze neigen alle Beinwellarten zum Wuchern! Beinwell wird am leichtesten über Wurzelstücke vermehrt. Des einen Freud, des anderen Leid: Er lässt sich dadurch schwer ausrotten! Jedes in der Erde verbliebene Wurzelstückchen treibt wieder aus.
  • Auch die Blätter des Beinwells können kleingeschnitten zur Salbenzubereitung verwendet werden.
  • Für die Salbenzubereitung kann auch getrockneter Beinwell verwendet werden, denn das heilsame Allantoin, allerdings auch die Pyrrilizidin-Alkaloide, werden vom Trocknungsvorgang nicht beeinträchtigt.
  • Beinwell ist in weiten Bereichen eine gute Alternative zur Arnika
  • Eine ursprüngliche und sehr einfache Beinwell-Salbenherstellung kann durch Ausziehen der Wurzeln in Fett (Schweineschmalz, Butterfett oder Kokosfett) bewerkstelligt werden.
  • Feuchter Boden erleichtert das Ernten von Beinwellwurzeln. Also nach einem Regentag ausgraben!

Erntekalender

Wurzel early spring gekocht essbar

Die in der Wurzel enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wirken, sofern sie regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, leberschädigend. - Geschmack erinnert an Schwarzwurzel. Geröstet als Kaffeeersatz.
Als Salbe und Breiumschlag bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung, Hauptwirkstoff Allantonin. Äußerlich bei Sportverletzungen anwendbar.

Blätter early spring gekocht essbar

Roh empfehlen sich ganz junge Blätter. Ältere Blätter kochen. - Die in den Blättern enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wirken, sofern sie regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, leberschädigend.

Blüten full spring gekocht essbar

Hauptsächlich frisch für Dekorationszwecke. - Die in den Blüten enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wirken, sofern sie regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, leberschädigend.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📘 Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), European Union herbal monograph on Symphytum officinale L., radix(2015)
    „Nur zur äußerlichen Anwendung bei leichten Verstauchungen und Prellungen (maximal 10 Tage, nur für Erwachsene). Innerliche Anwendung ist wegen des Gehalts an Pyrrolizidinalkaloiden nicht zulässig."
  • 📄 Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Stufenplan zu Pyrrolizidinalkaloid-haltigen Pflanzen(1992)
    „Höchstmengenempfehlung: Patienten sollen nicht mehr als 0,35 Mikrogramm Pyrrolizidinalkaloide pro Tag exponiert werden. Innerliche Anwendung traditioneller Zubereitungen aus Wildbeinwell wird nicht empfohlen."
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Warnhinweise — toxikologische Eigenschaften

Diese Pflanze weist dokumentierte unerwünschte oder toxische Eigenschaften auf. Die folgenden Angaben sind keine Wirkungen im Sinne einer Heilanwendung, sondern Sicherheitshinweise für Sammlerinnen und Sammler.

leberschädigend (ganze Pflanze)

Durch den Gehalt an Pyrrolizidinalkaloide nach oraler Zufuhr leberschädigend. Also, nicht essen.

krebserregend (ganze Pflanze)

Durch den Gehalt an Pyrrolizidinalkaloide nach oraler Zufuhr leberschädigend. Also, nicht essen.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

entzündungshemmend (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathieHildegardmedizin
entzündungshemmend (Wurzel) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathieHildegardmedizin
abschwellend (Wurzel) VolksheilkundeHomöopathieHildegardmedizin
wundheilend (Wurzel) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
zellerneuernd (Wurzel) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
reizmildernd, (ganze Pflanze) Volksheilkunde
schmerzlindernd (Wurzel) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathieHildegardmedizin

Inhaltsstoffe

Inulin Ballaststoff
Kieselsäure Mineral
Alkaloide Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Harz, Balsam, Terpentin Sekundär
Polyphenole Sekundär
Schleimstoffe Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Anorganische Säuren
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Organische Säuren
Polysaccharide
Pyrrolizidin
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Inulin

Inulin ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fructosebausteinen mit einer Kettenlänge bis 100 Monomeren und einem endständigen Glucoserest. Es zählt zu den Fructanen.

Kieselsäure

Als Kieselsäuren werden die Sauerstoffsäuren des Siliciums bezeichnet. Die einfachste Kieselsäure ist Monokieselsäure (Orthokieselsäure) Si(OH)4 oder auch H4SiO4. Sie ist eine schwache Säure (pKs1 = 9,51; pKs2 = 11,74) und neigt zur (Poly-)Kondensation. Wasserabspaltungen führen zu Verbindungen wie Dikieselsäure (Pyrokieselsäure) (HO)3Si–O–Si(OH)3 und Trikieselsäure (HO)3Si–O–Si(OH)2–O–Si(OH)3. Allgemeine Summenformel solcher Kieselsäuren ist H2n+2SinO3n+1. Cyclische (ringförmige) Kieselsäuren sind z. B. Cyclotrikieselsäure und Cyclotetrakieselsäure mit der allgemeinen Summenformel [–Si(OH)2–O–]n. Polymere werden gelegentlich als Metakieselsäure (H2SiO3, [–Si(OH)2–O–]n) bezeichnet. Kondensieren diese niedermolekularen Kieselsäuren weiter, bilden sich amorphe Kolloide (Kieselsol). Als Summenformel wird häufig SiO2 · n H2O angegeben; das „Wasser“ in solchen Formeln ist jedoch kein Kristallwasser, sondern entspricht konstitutionell den Hydroxygruppen, die nach Kondensationsreaktion bilanzmäßig in der Kieselsäure verbleiben.

Alkaloide

Alkaloide sind natürlich vorkommende, chemisch heterogene, meist alkalische, stickstoffhaltige organische Verbindungen des Sekundärstoffwechsels, die auf den tierischen oder menschlichen Organismus wirken.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Harz, Balsam, Terpentin

HARZE ("Baumpech"), BALSAME  ("Balsam" hier als Bezeichnung für besonders angenehm duftendes Harz) und TERPENTIN sind sekundäre Stoffwechselprodukte von Pflanzen, die als Sekrete über Harzkanäle an die Pflanzenoberfläche (Rinde, Blätter) geleitet werden, eintrocknen und dem antimikrobiellen Wundverschluss dienen.- Die Bezeichnung „Terpentin“ wird auch als Trivialname für „ Terpentinöl “ benützt.  Die frischen Harzausflüsse von Kiefern, Fichten und Lärchen werden als TERPENTIN bezeichnet, die getrockneten als HARZ !   Terpentin, Harze und Balsame bestehen jeweils aus einem Gemisch von Harzsäuren (organischen Säuren) und flüchtigen ätherischen Ölen  mit den Hauptinhaltsstoffen Pinen, Camphen, β-Phellandren, δ-3-Caren und Limonen .  Der Inhaltsstoff δ-3-Caren wirkt einerseits antibakteriell, andererseits kann δ-3-Caren Bronchospasmen auslösen und die Haut schädigen, vor allem bei zu intensiver und langer Verwendung.   Eigenschaften: Terpentin, Harze und Balsame sind nicht wasserlöslich nicht der Oxidation unterworfen faulen laut Kremer nicht! Sie sind gut fettlöslich, etwas schwerer alkohollöslich. Reinigungstipp: Harzflecke auf Kleidung und Haut zuerst mit Öl lösen, dann erst mit Seife oder Waschmittel waschen. Auch Schälchen, in denen Harz über einer Kerze verräuchert wurde, bekommt man so wieder sauber.   Harz sammeln: Dazu finden Sie hier eine kompetente Website mit Text und Fotos!    Verwendung von Harz, Balsam, Terpentin: Durch die antimikrobielle, erwärmende Wirkung von gereinigtem Harz bzw. Balsam oder Terpentin erfahrungsmedizinische Anwendung in Form von Salben und Einreibungen, die bis zu 20 % Lärchenterpentin bzw. 10% Terpentinöl beinhalten dürfen, um nicht das Gegenteil, nämlich eine Gesundheitsschädigung zu bewirken. In der richtigen Dosis aufgetragen, können sie bei Hautschäden, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen helfen. Lebensmitteltechnische Verwendung in der Haltbarmachung von Wein. „Retsina“, ein bekannter griechischer Weißwein, ist nach „Resina“, dem Harz der Aleppokiefer, benannt. Harze und Balsame dienen der Erzeugung von Lacken, Farben, Klebstoffen, Kaugummis und als Zusatzstoff für Seifen. Harze und Balsame werden als wertvolle Räucherstoffe verwendet. Gewinnung von Terpentinöl und Kolophonium durch Destillation von Terpentin. Terpentin dient zusätzlich dazu, Harze weicher und geschmeidiger zu machen. Weiterhin wird Terpentin als wichtiges Binde- und Verdünnungsmittel in der Ölmalerei verwendet. Marmor kann mit einer Mischung aus Bienenwachs und Terpentin gepflegt werden.  TIPPS  ZUM  UMGANG  MIT  HARZ und FOTOS finden Sie auf dieser WILDFIND-SEITE !    

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Schleimstoffe

Schleimstoffe sind eine heterogene Gruppe von Biopolymeren, die vorwiegend aus Polysacchariden bestehen. Ihre Haupteigenschaft liegt in der Aufnahme von Wasser, so dass sie damit schleimartige Kolloide und Gele – sogenannte Hydrokolloide – bilden und als Schutzsubstanzen dienen können. Unterschieden wird zwischen tierischen Schleimstoffen, die aus Glykoproteinen bestehen, und pflanzlichen Schleimstoffen, die nahezu nur aus Heteropolysacchariden bestehen. Beide Gruppen beinhalten neutrale Substanzen und saure, die als Grundbausteine Uronsäuren statt Monosacchariden enthalten. Weiterhin unterscheidet man auch zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Schleimstoffen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Pyrrolizidin

Pyrrolizidin ist ein anelliertes bicyclisches Pyrrolidin, dessen Stickstoffatom beiden fünfgliedrigen Ringsystemen angehört. Das tertiäre Amin ist das Grundgerüst für Pyrrolizidinalkaloide (PA), die in Pflanzen weit verbreitet sind und wegen der Bildung giftiger Metaboliten im tierischen Organismus eine erhebliche Gefährdung für Pflanzenfresser darstellen.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Prellung - Quetschung Volksheilkunde
Beinwell wird traditionell äußerlich bei Prellungen eingesetzt, da der Wirkstoff Allantoin die Geweberegeneration fördern soll.
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Verstauchung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Beinwell als hilfreich bei Verstauchungen, da Umschläge und Salben die Heilung unterstützen sollen.
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Arthrose Volksheilkunde
Beinwell wird traditionell bei Arthrose eingesetzt, um durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften Beschwerden zu lindern.
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Sehnenentzündung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Beinwell als unterstützend bei Sehnenentzündungen, da es Entzündungen reduzieren und Heilung fördern soll.
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Arthritis Volksheilkunde
Beinwell wird traditionell bei Arthritis angewendet, um durch entzündungshemmende Wirkstoffe Gelenkbeschwerden zu unterstützen.
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Muskelschmerzen Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Beinwell bei Muskelschmerzen äußerlich angewendet, um Verspannungen zu lockern und Heilung zu fördern.
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Wundheilung Volksheilkunde
Beinwell gilt in der Volksheilkunde als klassisches Wundheilmittel, da Allantoin die Zellneubildung anregen soll.
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Geschwüre Volksheilkunde
Traditionell wird Beinwell bei Geschwüren eingesetzt, um durch seine zellregenerativen Eigenschaften die Heilung zu unterstützen.
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Knochenbruch Volksheilkunde
Beinwell wird traditionell bei Knochenbrüchen eingesetzt, da es die Knochenheilung durch Allantoin unterstützen soll.
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Narbenbehandlung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Beinwell als hilfreich bei Narbenbehandlung, um Narbengewebe zu glätten und Heilung zu fördern.
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Erleichterung bei schmerzenden Gichtknoten

Hilft bei

Heilrezepte

Verwechslungsgefahr
Mit giftigen Pflanzen:

Solange die Pflanze nicht blüht.

Solange die Pflanze nicht blüht.

Mit essbaren Pflanzen:

Solange die Pflanze nicht blüht.

Solange die Pflanze nicht blüht.

Solange die Pflanze nicht blüht.

Solange die Pflanze nicht blüht.

Solange die Pflanze nicht blüht.

Andere Namen

BeinwellArznei-BeinwellWallwurzBeinwurzBienenkrautHasenbrotHimmelsbrotHonigblumSoldatenwurzSpeckwurzSchadheilwurzelKuchenkrautMilchwurzKomfrei

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeVerzehrtauglichkeit KochenNotnahrungRohkostNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungBienenweideBlumenwieseFeuchtbiotopGartenleicht zu ziehenWochenendgartenzum Verwildern geeignetZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumÄckerAuwälderBöschungenBrachlandDämmeFettwiesenFeuchtwiesenFluss- und BachuferGärtenHochstaudenflurenUferzonenWegränderVerbreitungEurasien
Blütenfarbe violettweißpurpur
Blütezeit Frühsommer | JuniHochsommer | JuliVollfrühling | Mai
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

first spring

Jungpflanzen

full spring

Wurzel

early spring

Wurzel

Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Boraginaceae
Gattung
Symphytum
Ordnung
Boraginales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Gras
Habitat
Damp, often shady localities, in meadows, woods etc, especially near streams and rivers.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★★★★
Licht
7/10
Feuchtigkeit
8/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 7 – 7.5

Anbau & Pflege

Tolerates most soils and situations but prefers a moist soil and some shade. Grows well in heavy clay soils. Best grown in an open sunny site in a deep rich soil if it is being grown for compost material. Plants can be invasive, often spreading freely by means of self-sown seed. The root system is very deep and difficult to eradicate, even small fragments of root left in the soil can produce new plants. Special Features:Attractive foliage, Edible, Fragrant foliage, Not North American native, Invasive, Naturalizing. The plant is heat tolerant in zones 9 through 1. (Plant Hardiness Zones show how well plants withstand cold winter temperatures. Plant Heat Zones show when plants would start suffering from the heat. The Plant Heat Zone map is based on the number of "heat days" experienced in a given area where the temperature climbs to over 86 degrees F (30°C). At this temperature, many plants begin to suffer physiological damage. Heat Zones range from 1 (no heat days) to 12 (210 or more heat days). For example Heat Zone. 11-1 indicates that the plant is heat tolerant in zones 11 through 1.) For polyculture design as well as the above-ground architecture (form - tree, shrub etc. and size shown above) information on the habit and root pattern is also useful and given here if available. The plant growth habit is a clumper with limited spread [1-2]. The root pattern is fibrous dividing into many fine roots [1-2]. The root pattern is fleshy. Thick or swollen - fibrous or tap root [1-2]. The leaves can be harvested in late spring to early summer (May to June, Northern Hemisphere) when they are young and tender. Comfrey flowers from late spring to early summer (May to June, Northern Hemisphere). Comfrey is a fast-growing perennial herb, capable of reaching full size within a few months of planting. It can produce multiple harvests per growing season. Symphytum officinale (Common Comfrey) is self-fertile, meaning it can produce seeds from its pollen without cross-pollination. However, it is also pollinated by bees and other insects, which can enhance seed production. Many comfrey cultivars, especially Bocking 14, are sterile and do not set seed, but the wild-type species can self-fertilise.
Vermehrung: Seed - sow spring or autumn in a cold frame. When they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual pots and grow them on in the greenhouse for their first winter. Plant them out into their permanent positions in late spring or early summer, after the last expected frosts. If you have sufficient seed you can try an outdoor sowing in situ in the spring. Division succeeds at almost any time of the year. Simply use a spade to chop off the top 7cm of root just below the soil level. The original root will regrow and you will have a number of root tops, each of which will make a new plant. These can either be potted up or planted out straight into their permanent positions.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Shoots Edible Uses: Gum Tea Young leaves - cooked or raw. The leaf is hairy and the texture is mucilaginous. It may be full of minerals but it is not pleasant eating for most tastes. It can be chopped up finely and added to salads, in this way the hairiness is not so obvious[183, K]. Young shoots can be used as an asparagus substitute. The blanched stalks are used. Older leaves can be dried and used as a tea. The peeled roots are cut up and added to soups. A tea is made from the dried leaves and roots. The roasted roots are used with dandelion and chicory roots for making coffee.

Weitere Nutzung

Biomass Compost Gum Agroforestry uses: Comfrey is an excellent dynamic accumulator, gathering nutrients from deep in the soil and making them available in a more bioavailable form. It can also be used as mulch, for composting, and as a green manure crop. Landscape Uses:Border, Ground cover, Specimen. The plant grows very quickly, producing a lot of bulk. It is tolerant of being cut several times a year and can be used to provide 'instant compost' for crops such as potatoes. Simply layer the wilted leaves at the bottom of the potato trench or apply them as a mulch in no-dig gardens. A liquid feed can be obtained by soaking the leaves in a small amount of water for a week, excellent for potassium demanding crops such as tomatoes. The leaves are also a very valuable addition to the compost heap. A gum obtained from the roots was at one time used in the treatment of wool before it was spun. A dynamic accumulator gathering minerals or nutrients from the soil and storing them in a more bioavailable form - used as fertilizer or to improve mulch. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: Yes – Comfrey flowers are known to attract pollinators, including bees, due to their nectar-rich blooms. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): No – While comfrey leaves can be used in herbal remedies and as fodder for livestock, the plant does not produce fruit or seeds that are a significant food source for wildlife. However, it can provide some shelter with its dense foliage. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): Yes – Comfrey can provide shelter for beneficial insects and overwintering sites in its leaf litter. Its broad leaves can help create a microhabitat for various invertebrates. 4. Pest Confuser (Smell): No – Comfrey does not have strong aromatic properties that would serve to confuse pests.

Verbreitung

Heimisch: Altay, Austria, Belarus, Belgium, Bulgaria, Central European Russia, Czechia-Slovakia, East European Russia, England (England, Wales, Isle of Man, Scotland, Outer Hebrides, Isles of Scilly); Ireland (Ireland, Northern Ireland); Denmark [I]; Norway [I]; Sweden [I]; Finland [I]; Netherlands; Belgium; Luxembourg; Germany (Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen); Switzerland; Liechtenstein; Austria; Poland; Czech Republic; Slovakia; Hungary; ?Portugal; Spain; France; Channel Isl. (Alderney, Guernsey, Jersey); Sardinia; Italy; Sicily; Malta [I]; Slovenia; Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Albania; Romania; Bulgaria; European Turkey; Estonia; Latvia; Lithuania; Belarus; C-European Russia; E-European Russia; N-European Russia; Ukraine; Crimea; Siberia (Altay, Chita [I], W-Siberia); Russian Far East [I] (Primorye [I]); Kazakhstan; Turkmenistan; Uzbekistan; Tajikistan; Northern Caucasus; Azerbaijan; Turkey (NW-Anatolia: Bithynia); China (Fujian, Hebei, Liaoning, Xinjiang); South Korea [I]; Taiwan; Vietnam [c]; Australia [I] (Western Australia [I], Victoria [I]); New Zealand [I]; Canada [I] (Alberta [I], British Columbia [I], Manitoba [I], New Brunswick [I], Newfoundland [I], Nova Scotia [I], Ontario [I], Québec [I], Saskatchewan [I]); St. Pierre et Miquelon [I]; USA [I] (Arkansas [I], California [I], Colorado [I], Connecticut [I], District of Columbia [I], Delaware [I], Georgia [I], Idaho [I], Illinois [I], Indiana [I], Kentucky [I], Massachusetts [I], Maryland [I], Maine [I], Michigan [I], Minnesota [I], Missouri [I], Montana [I], North Carolina [I], New Hampshire [I], New Jersey [I], New Mexico [I], New York [I], Ohio [I], Oregon [I], Pennsylvania [I], Rhode Island [I], Tennessee [I], Utah [I], Virginia [I], Vermont [I], Washington State [I], Wisconsin [I], West Virginia [I], Wyoming [I]); Hispaniola [I]; Bolivia [I]; Argentina [I], France, Germany, Great Britain, Hungary, Italy, Jardín Botánico de Bogotá, Kazakhstan, Krym, Manizales, NW. Balkan Pen., Netherlands, North America, North Caucasus, Northwest European Russia, Poland, Romania, Sardegna, Sicilia, South European Russia, Spain, Switzerland, Türkiye, Türkiye-in-Europe, Ukraine, West Siberia Eingeführt: AU, Alberta, Argentina Northeast, Arkansas, Baltic States, Brazil West-Central, British Columbia, California, China North-Central, China Southeast, Chita, Colorado, Connecticut, Delaware, Denmark, District of Columbia, Dominican Republic, Finland, Georgia, Haiti, Idaho, Illinois, Indiana, Ireland, Kentucky, Korea, Maine, Manchuria, Manitoba, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Missouri, Montana, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Newfoundland, North Carolina, North European Russia, Norway, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Primorye, Québec, Rhode I., Saskatchewan, Sweden, Taiwan, Tasmania, Utah, Vermont, Vietnam, Virginia, Washington, West Virginia, Wisconsin, Wyoming, Xinjiang

Alternative deutsche Namen

Arznei-BeinwellBeinwellEchte WallwurzGebraeuchlicher BeinwellGewöhnlicher Arznei-BeinwellGewöhnlicher Beinwellechter Beinwellgemeiner Beinwellgewöhnlicher Beinwell
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren