Pflanzenjauche
Dünger und Pflanzenstärkung in einem!
Pflanzenjauchen düngen sanft, aber effektiv und führen den Gartenpflanzen neben Stickstoff Magnesium, Eisen, Kieselsäure weitere sekundäre Pflanzenstoffe zu. Weiters wird ihr eine schädlingsvertreibende Wirkung zugesprochen. Gezielt gegen Blattläuse wirkt der unverdünnte Brennnessel-Kaltauszug.
- Neben Brennnesseln eignen sich zur sinnvollen Verjauchung auch
- Beinwell („Comfrey“)
- gesunde Tomatentriebe (z.B. Geiztriebe, die ohnehin entfernt werden müssen)
- Knopfkraut
- Guter Heinrich
- Spinat
- Melde
- Gänsefuß
- Ampferblätter
- Blattamarant
- Vogelmiere
- Ackerschachtelhalm.
- Die genannten Kräuter können auch untereinander gemischt werden!
Pflanzenjauche („Pflanzenbrühe“) wird stets verdünnt verwendet. Sie wird in den Wurzelbereich der Pflanzen gegossen oder, um Schädlinge abzuhalten, mittels Gießkanne oder Sprühgeraät, das auch für Steinmehle geeignet ist, auf die Pflanze gesprüht.
Zutaten
- 1.00 kg Brennnessel
- 2.00 Handvoll Urgesteinsmehl
- 10.00 Liter Wasser
- 1.00 Behälter
- 1.00 Abdeckung
- 1.00 Stock
- 1.00 Schöpfgefäß
Zubereitung
Wird das Grünzeug zerkleinert, ist die Verjauchung (Gärung) schneller beendet. Es funktioniert aber auch, wenn man die Pflanzen ganz lässt.
- 1.00 kg Brennnessel — frische Stängel, Blätter, Blüten; weder Samen noch Wurzeln, um der Gefahr einer ungewollten Brennnesselansiedelung zu entgehen. Werden getrocknete verwendet, genügen 400 g.
- 2.00 Handvoll Urgesteinsmehl — hält den Jaucheduft (Gestank) in Grenzen und verbessert die Bodenqualität. Mit der Jauche auf die Pflanze gesprüht, verdirbt es Läusen und Raupen den Appetit auf das Grünzeug.
- 10.00 Liter Wasser
- 1.00 Behälter — entsprechend groß
- 1.00 Abdeckung — für den Behälter. Sie soll Vögel und anderes Getier vor dem Ertrinken bewahren, den sich entwickelnden Gärgasen aber das Entweichen ermöglichen. Die Abdeckung kann z.B. aus einem Gitter aber auch aus einem Deckel bestehen, der so aufgelegt wird, dass die Gärgase ständig entweichen können.
- 1.00 Stock — wird zum Umrühren des Bodensatzes der Jauche benötigt.
- 1.00 Schöpfgefäß — mit dem man bei Bedarf etwas fertige Jauche herausholt.
In einem Behälter Wasser, Pflanzen und Gesteinsmehl verrühren.
Für 1 - 3 Wochen abgedeckt in den warmen Schatten stellen. Die Dauer hängt von den Tagestemperaturen ab.
Während des Gärvorgangs täglich einmal durchrühren, dabei evtl. Gummihandschuhe anziehen. Wegen der anhaftenden Geruchsbelästigung nichts an Hände und Kleidung bringen!
Die Jauche ist fertig,wenn sie nicht mehr schäumt und eine dunkle Farbe angenommen hat.
Wird die fertige Jauche zum Gießen verwendet, genügt es, wenn man sie durchrührt, anschließend kurz wartet, bis sich grobe Schwebeteile gesetzt haben und dann in die Gießkanne schöpft.
Wird die Pflanzenjauche allerdings zum Sprühen benötigt, muss die entsprechende Menge durch ein feines Sieb gefiltert werden, damit die Düse der Sprühflasche nicht verstopft wird.
Anwendungsbeispiele
- 1 : 10 mit Wasser verdünnt wöchentlich einmal in den Wurzelbereich von Tomaten, Bohnen, Gurken, Kohl, Petersilie, Porree, Sellerie und Zwiebeln gießen. Wirkt als Dünger wachstumsfördernd und gesundend auf Boden und Pflanze.
- In der Verdünnung 1 : 5 gegen den Kohlweißling spritzen. Nicht nur der Geruch, sondern auch das Gesteinsmehl, das an den Blättern haften bleibt, wird ihn irritieren! Während der kritischen Zeit jeden dritten Tag anwenden. Nach Regenfällen wiederholen.
- Die Jauche, 1 : 1 mit Wasser verdünnt und um die Salatpflanzen gegossen, soll Schnecken den Appetit verderben.
- Unverdünnt kann sie als Kompoststarter genommen werden.
- Der Bodensatz der Jauche ist ein wertvoller Kompostzusatz, der die Kompostierung beschleunigt.