Heilpflanze: blutgerinnungshemmend, blutdrucksenkend, blutfettregulierend

Knoblauch

Allium sativum

14 Fotos

Beschreibung

 

Vom Nutzen essbarer Lauchgewächse:

 

Sowohl in der Ernährung als auch in der Heilkunde wurden und werden die essbaren Lauchgewächse u. a. wegen ihrer antibakteriellen, blutgefäßschützenden, Darmparasiten abtötenden und pilzwidrigen Wirkung seit Alters so geschätzt, dass ihnen neben sättigender, heilender und aphrodisierender Wirkung auch magische Schutzwirkungen zugeschrieben wurden. Wie dem Allermannsharnisch und ganz besonders dem Knoblauch! Der war auch leichter zu ernten als die stattliche - inzwischen streng geschützte - Alpenpflanze.

Knoblauch ist neben Getreide eine der ältesten Kultur- und Heilpflanzen.
us Asien stammend fand er seinen Weg über den vorderen Orient nach Rom, mit den Römern in das restliche Europa und später weiter in die ganze Welt.

Erläuterung

= "Knoblauchzehe". Dieser sogenannte "Winterknoblauch", besser gesagt der "Überwinterungsknoblauch" ist im Juli des Folgejahres erntereif.

Portrait

Auf seinem Weg aus dem Orient in den Okzident hinterließ der Knoblauch nicht nur duftende Spuren, sondern auch literarische, die die Wirkung des Knoblauchs beschrieben:

  • So ist er bereits im altägyptischen Papyrus Ebers beschrieben, und es wird überliefert, dass die Ägypter Knoblauch als Stärkungsmittel aßen. Auch die Arbeiter, die die Cheopspyramide errichteten. Die Kürzung ihrer zugeteilten täglichen Knoblauchration war dann der Auslöser für den ersten bezeugten und erfolgreichen Streik der Geschichte.
  • Der Talmud empfiehlt seinen Anhängern den stetigen Genuss, denn er sättige den Körper, gebe dem Geist Klarheit, stärke die Manneskraft und vertreibe die Parasiten aus dem Darm. Die gläubigen Juden hatten sich daran zu halten und waren stets von Knoblauchduft umgeben.
  • Über den antiken griechischen Held Odysseus wird berichtet, dass er sich durch ein göttliches Geschenk, den „Schwarzen Lauch“, einer großen, wilden Knoblauchart, vor einer Verwandlung in ein Schwein schützte.
  • So nebenbei, nur um aufzuzeigen, wie lange sich die magische Schutzwirkung des Knoblauchs auch in Mitteleuropa in Gebrauch war:
    Noch vor 60 Jahren erhielten Kinder im Pinzgau (Land Salzburg) während einer großen, gefürchteten Scharlachepedemie eine Knoblauchzehe, von Hand eingenäht in ein kleines, weißes Leinensackerl, andächtig als Amulett um den Hals gehängt. Und es wirkte. Meistens. Die, bei denen die Wirkung versagte, heilte ein sechswöchiger Krankenhausaufenthalt.
  • Und schützt nicht Knoblauch auch vor den Angriffen der Untoten? ;)
  • Zumindest verhilft er laut Dioskurides (1. Jh.), der die Inhaltsstoffe des Knoblauchs noch nicht analysieren konnte, sondern sich ganz auf die Erfahrung verließ, zu
    • zur Heilung bei Bissen des "tollen" Hundes, der Viper und der Hemorrhois.
      Weiters empfiehlt er in seinem Werk ‚De materia medica’, den Knoblauch- frisch zerrieben mit Wein vermischt - und getrunken und / oder aufgelegt bei
      • anhaltendem Husten
      • Bandwürmern
      • Läusen und Wanzen
      • Hautausschlag, weiße Flecken, Flechten, Leberflecken, bösen Grind, Schorf und Aussatz.
      • Er mache die Stimme hell,
      • wirke harn- und wassertreibend,
      • beruhige, mit Holzasche und Weihrauch vermischt, Zahnschmerzen (Anm.: Holzasche und Weihrauch desinfizieren)
      • Die Abkochung der Dolde fördere als Sitzbad die Menstruation und die Nachgeburt. Zu demselben Zweck solle er geräuchert werden. (Quelle)
  • Kaiser Karl d. Große, der um das Wohl seiner Untertanen stets besorgt war, verordnete, den entgiftenden und stärkenden Knoblauch in den Gärten anzubauen.
    er Knoblauch hielt daraufhin Einzug in die Gärten der Gutsherren und in die Klostergärten.
    Fortan übernahmen haupsächlich Mönche und Nonnen die Wandergefährtenrolle des Knoblauchs und machten ihn durch Anpflanzen und Weitergeben in der gesamten Bevölkerung bekannt!
  • Paracelsus empfahl ihn zusätzlich als Mittel gegen die Pest. So gesellte sich der Knoblauch als Kämpfer gegen den Schwarzen Tod zu Wacholder, Bibernelle, Meisterwurz und Lavendel. Leider war ihnen sehr wenig Erfolg beschieden.
  • H e u t e wird Knoblauch weltweit angebaut und lukullisch und schulmedizinisch genutzt.

 

Zum Geruch der Lauchgewächse:

 

Immer noch sind Würze und Heilkräfte des Knoblauchs untrennbar verbunden mit seinem im Westen unerwünschten Duft.
Beinahe allen Lauchgewächsen haftet ein intensiver Geruch an. Auslöser dafür ist das schwefelhaltige Allicin, einer ihrer gesundheitlich wirkungsvollsten Inhaltsstoffe, der aus dem Alliin entsteht, sobald das Lauchgewächs durch Schneiden, Beißen etc. verletzt wird.
Mitmenschen, die selber keinen Knoblauch konsumiert haben, empfinden diesen Duft als unangenehm.
Längeres Kochen zerstört übrigens das duftende Allicin, damit aber auch einen Großteil der Heilwirkung des Knoblauchs! 

  • Es gibt einige Tipps zur Vermeidung des Knoblauchgeruchs des Atems: 
    Gleich zu Beginn: Vollständig neutralisiert kann der Knoblauchgeruch nicht werden, da die Geruchsstoffe des Knoblauchs im Zuge der Verstoffwechselung teilweise auch über die Haut abgegeben werden.
    ​Aber die Knoblauchfahne aus dem Mund kann durch verschiedene Mittelchen eingerollt werden:
    • Nach einer Studie der Ohio State University ist Milch das beste Mittel gegen diesen Geruch. Sie neutralisiert 50 Prozent der Schwefelverbindungen im Atem.
    • Ein weiteres gutes Mittel gegen Knoblauchgeruch, das die italienische Küche oft anwendet, ist Chlorophyll, z.B. aus Petersilie, die frisch über das Knoblauchgericht gestreut wird.
    • Auch der übliche Espresso, der die Mahlzeit beschließt, tut das Seinige in der Bekämpfung des Knoblauchgeruchs.
    • Einige Körnchen Kardamom unterstützen den Espresso dabei!
    • Die asiatische Küche empfiehlt Ingwer gegen den als unangenehm empfundenen Geruch.
    • Die österreichische Küche wiederum
      • arbeitet entweder mit Direktheit Was es is, des is es!“ und presst noch etwas frischen Knoblauch in die fertige Speise -
      • oder sie arbeitet psychologisch mit Schmäh:
        Eine köstliche Zubereitung von Rostbraten mit Knoblauch (pro Portion 2 Zehen, also nicht wenig) bekommt einen ebenso köstlichen Namen: Vanillerostbraten, heißt der Gute, obwohl kein Stäubchen Vanille an ihm ist. Wir aber sind gleich schon anders gepolt, wenn wir hören „V a n i l l e …!“ Wir strecken die Waffen, haben bereits den aphrodisierenden Duft der Vanille in der Nase und den aphrodisierenden Geschmack des Knoblauchs auf der Zunge … was danach sein wird, interessiert uns momentan nicht, sondern wir lassen uns den Vanillerostbraten einfach schmecken!

 

Anbau von Knoblauch

 

Wenn es heißt, ‚Knoblauch wird weltweit angebaut’ – auch bereits in Ihrem Garten?? - Er freut sich darauf, da wachsen zu dürfen und seine positiven Kräfte auf andere Pflanzen, Tiere und Menschen übertragen zu können! 

  • Wo ist sein Lieblingsstandort?
    Knoblauch braucht lockeren, sandigen Boden und viel Wärme. Er gedeiht hervorragend in Gebieten mit regenarmen Sommern.
    Knoblauch liebt es, im Garten beinahe überall dazwischen gesteckt zu werden und gibt sich u. U. sogar mit einem Balkonkasten zufrieden. Besonders hübsch macht sich hier der Schlangenknoblauch, der eine Knoblauchvariation mit denselben Wirkungen wie ihre Stammart, der Knoblauch, ist.
  • Wann wird Knoblauch angebaut?
    • Entweder wird er als sogenannter „Winterknoblauch“ im Spätsommer in die Erde gesteckt, erhält eine Mulchdecke und wächst den Winter hindurch langsam weiter. Erntreif ist er dann ab Juli.
    • Oder er kommt als sogenannter „Frühlingsknoblauch“ im März in die Erde und wird anfangs September geerntet. Diese Zeiten decken sich mit einer Balkonsaison! Wer also auf seinem Balkon Knoblauch anbauen möchte, macht dies mit dem Frühlingsknoblauch!
  • Wie vermehrt sich Knoblauch? 
    • Zum einen bildet sich in der Erde eine Knolle, die aus Tochterzwiebeln besteht, den sogenannten Zehen. Jede dieser Zehen lässt wieder eine Knoblauchpflanze entstehen.
    • Zum anderen bildet sich, oft erst im zweiten Standjahr, im Sommer ein Stängel, der an seiner Spitze ein Paket kleiner Brutzwiebeln (‚Bulbillen’) zurechtrichtet. 
  • Somit hat auch der Mensch zwei Möglichkeiten zur Vermehrung des Knoblauchs:
    1. Er verwendet dazu die "Knoblauchzehen" (bot. "Tochterzwiebeln"). Im März gesteckt, können im Herbst Knollen geerntet werden:
      • Manche Knoblauchzehen liefern liefern bereits im ersten Jahr Knollen, die ihrerseits wiederum in Zehen geteilt sind,
      • manche aber sogenannte "Rundlinge", also Knollen, die sich ähnlich dem „Chinesischen Knoblauch“ nicht in Zehen aufgeteilt haben.
    2. Er nutzt die Brutzwiebelchen, die im Spätsommer geerntet und gleich ausgesät werden. Winterschutz geben!
      Im Jahr darauf hat jedes Brutzwiebelchen eine Knoblauchzehe gebildet. Die Knoblauchzehen werden, sobald das Laub braun geworden ist, aus der Erde gezogen und landen entweder in der Küche oder an anderer Stelle, als sie vorher gestanden hatten, erneut in der Erde, um im Laufe des folgenden Jahres dickere Knoblauchknollen zu bilden.
       
  • Zur Ernte der Knoblauchknollen:

Dazu gibt es eine allgemeine Regel: Man beobachtet das Laub der Pflanzen. Wenn ein Drittel des Laubes welk ist, sind die Bodenknollen erntereif! Sie werden bereits für die Küche oder für verschiedene Tinkturen verwendet, können aber auch, zu Zöpfen geflochten oder als Büschel gebunden, zum Trocknen aufgehängt werden.

 

 

Kochtipp:

Beim Braten in Öl verbrennt Knoblauch leicht, wird zu dunkel und schmeckt dann richtig bitter. Also die Knoblauchscheibchen für Spaghetti, Toastbrote etc. nie zu heiß braten!

Erntekalender

Knolle midsummer gekocht essbar

Trocken und luftig lagern. Beliebte Würze für Pikantes. Wird auch in der Naturheilkunde verwendet. Enthält roh bedeutend mehr gesundheitlich positiv wirkende Stoffe als gekocht.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📗 Kommission E am BfArM, Monographie: Allii sativi bulbus (Knoblauchzwiebel)(1988), Bundesanzeiger Nr. 122
    „Unterstützend zu diätetischen Maßnahmen bei erhöhten Blutfettwerten sowie zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen."
  • 📜 Pedanios Dioskurides, De Materia Medica(70), Buch II, Allium
    „Der antike Arzt Dioskurides beschrieb den Knoblauch im ersten Jahrhundert nach Christus in seiner umfassenden Arzneipflanzenkunde als magenstärkend und wurmtreibend. Knoblauch gehört damit zu den am längsten überlieferten Heilpflanzen der europäischen Tradition."

Traditionell beschriebene Eigenschaften

blutgerinnungshemmend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Pulver.

blutdrucksenkend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Pulver.

blutfettregulierend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Pulver.

pilzhemmend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Pulver.

antiparasitär (Knolle) Volksheilkunde

Frische Knolle.

anaphrodisierend (Knolle) Volksheilkunde
erwärmend (Knolle) Hildegardmedizin

Hildegard von Bingen: "Er muss roh gegessen werden." 

frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Pulver

Inhaltsstoffe

Calcium Mineral
Phosphor Mineral
Schleimstoffe Sekundär
Vitamin B1 / Thiamin Vitamin
Vitamin B3 / Niacin Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Fruktane
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Phytoöstrogene
Polysaccharide
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sulfide
Details zu den Inhaltsstoffen
Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Phosphor

Phosphor ist ein chemisches Element mit dem Symbol P und der Ordnungszahl 15. Im Periodensystem steht es in der fünften Hauptgruppe, bzw. 15. IUPAC-Gruppe oder Stickstoffgruppe.

Schleimstoffe

Schleimstoffe sind eine heterogene Gruppe von Biopolymeren, die vorwiegend aus Polysacchariden bestehen. Ihre Haupteigenschaft liegt in der Aufnahme von Wasser, so dass sie damit schleimartige Kolloide und Gele – sogenannte Hydrokolloide – bilden und als Schutzsubstanzen dienen können. Unterschieden wird zwischen tierischen Schleimstoffen, die aus Glykoproteinen bestehen, und pflanzlichen Schleimstoffen, die nahezu nur aus Heteropolysacchariden bestehen. Beide Gruppen beinhalten neutrale Substanzen und saure, die als Grundbausteine Uronsäuren statt Monosacchariden enthalten. Weiterhin unterscheidet man auch zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Schleimstoffen.

Vitamin B1 / Thiamin

Thiamin, auch Vitamin B1 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : positiver Einfluss auf das Nervengewebe, die Schilddrüse und den Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Vitamin B1 gibt Energie, wird allerdings durch Alkohol, Schwarztee und säurebindende Medikamente vermindert. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B3 / Niacin

Niacin, auch Vitamin B3, Nicotinsäure, Nicotinamid genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Die gesunde menschliche Leber kann unter Mithilfe der Aminosäure Tryptophan (z.B.Vollkorn ist Tryptophanspender !) Vitamin B3 erzeugen. Wirkung: Mitbeteiligung an der Regulierung von Blutzucker, Cholesterin, Schlaf, Herztätigkeit, Stimmungslage, besonders wichtig für Gesundung von Haut und Schleimhaut. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden. Bei Mangel, der bei Menschen, die sich hauptsächlich von Hirse oder Mais ernähren, vorkommt, tritt häufig die Hautkrankheit Pellagra auf.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Fruktane

Fructane oder Fruktane ist die Bezeichnung einer Gruppe von wasserlöslichen Oligo- und Polysacchariden, die in einigen Pflanzentaxa die Stärke als Speicherkohlenhydrat ersetzen oder ergänzen. Fructane sind nahezu vollständig aus D-Fructose-Einheiten aufgebaut. Analog dazu besteht die Stoffgruppe der Galactane aus Galactose-Monomeren und die Glucane aus Glucose-Monomeren.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Phytoöstrogene

Phytoöstrogene, auch Phytoestrogene, sind sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen unter anderem Isoflavone und Lignane gehören. Sie sind keine Östrogene im chemischen Sinne, sondern besitzen lediglich strukturelle Ähnlichkeit mit diesen. Diese Ähnlichkeit ermöglicht eine Bindung an Estrogenrezeptoren, wodurch eine östrogene oder auch antiöstrogene Wirkung erzielt werden kann. Ihre Wirkung ist wesentlich geringer als die von Östrogen. Die bekanntesten Phytoöstrogene sind die Isoflavone Genistein, Daidzein und Coumestrol.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Sulfide

Als Sulfide werden in der Anorganischen Chemie Verbindungen von Metallen mit Schwefel bezeichnet, die in Analogie zu den Oxiden durch Redoxreaktionen direkt aus den Elementen hergestellt werden können. Dabei wirkt der Schwefel als Oxidationsmittel in Analogie zum Sauerstoff bei der Herstellung von Oxiden. Metalloxide und Metallsulfide sind in der Mineralogie wichtige Gruppen von Erzen. In der Analytik gehören die Metallsulfide in die sogenannte Schwefelwasserstoffgruppe und in die Ammoniumsulfidgruppe.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Darmentgiftung Volksheilkunde
Knoblauch gilt als natürliches Darmmittel zur Unterstützung der Darmreinigung. Seine antimikrobiellen Eigenschaften sollen schädliche Keime reduzieren helfen.
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Wurmerkrankung Volksheilkunde
Traditionell wird Knoblauch gegen Darmparasiten eingesetzt. Die schwefelhaltigen Stoffe gelten als wirksam gegen verschiedene Wurmarten.
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Warzen Volksheilkunde
Knoblauch wird volksheilkundlich äußerlich gegen Warzen angewendet. Die antimikrobiellen und antiviralen Eigenschaften sollen das Abheilen unterstützen.
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Durchblutungsstörungen Volksheilkunde
Knoblauch gilt als durchblutungsfördernd und wird traditionell bei schlechter Zirkulation eingesetzt. Er soll die Fließeigenschaften des Blutes verbessern.
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Immunsystem-Stärkung Volksheilkunde
Knoblauch wird traditionell zur Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Seine reichhaltigen Inhaltsstoffe gelten als immunmodulierend.
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Hautpilz Volksheilkunde
Knoblauch wird volksheilkundlich äußerlich gegen Pilzinfektionen der Haut angewendet. Seine antimykotischen Eigenschaften sollen das Pilzwachstum hemmen.
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Infekt der Atemorgane Homöopathie
In der Homöopathie wird Knoblauch bei Atemwegsinfekten eingesetzt. Er gilt als unterstützend bei Husten und Bronchialbeschwerden.
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Rheumatische Beschwerden Homöopathie
Knoblauch wird homöopathisch bei rheumatischen Schmerzen verwendet. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften gelten als lindernd.
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Muskelschmerzen Homöopathie
In der Homöopathie wird Knoblauch bei Myalgien eingesetzt. Seine wärmenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften sollen Erleichterung bringen.
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Altersbeschwerden Homöopathie
Knoblauch wird homöopathisch zur Unterstützung bei altersassoziierten Beschwerden verwendet. Er gilt als verjüngend und vitalisierend.
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D6, mindestens 2x tgl. bis zu 15 Tropfen über einen längeren Zeitraum hinweg.

Hilft bei

Andere Namen

KnofelKnöblich

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeMännerpflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit EinmachenEntsaftenKochenLagernNotnahrungRohkostTrocknenPflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeGartenleicht zu ziehenWochenendgarten
Blütenfarbe weißrosa
Blütezeit Hochsommer | JuliSpätsommer | August
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

early spring

Tochterzwiebel

midsummer

Knolle

late summer

Tochterzwiebel

early autumn

Samen

late autumn

Boden

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Amaryllidaceae
Gattung
Allium
Ordnung
Asparagales
Klasse
Liliopsida
Lebensform
Gras
Habitat
Not known in a truly wild situation.
Essbarkeit
★★★★★
Heilwirkung
★★★★★
Licht
7/10
Feuchtigkeit
4/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Anbau & Pflege

Succeeds in most soils but prefers a sunny position in a moist light well-drained soil. Dislikes very acid soils. Tolerates a pH in the range 4.5 to 8.3. The bulb is liable to rot if grown in a wet soil. Hardy to at least -10°c. The bulbs should be planted fairly deeply. Garlic has a very long history of use as a food and a medicine. It was given to the Egyptian labourers when building the pyramids because it was believed to confer strength and protect from disease, it was also widely used by the Romans. It is widely cultivated in most parts of the world for its edible bulb, which is used mainly as a flavouring in foods. There are a number of named varieties. Bulb formation occurs in response to increasing daylength and temperature. It is also influenced by the temperature at which the cloves were stored prior to planting. Cool storage at temperatures between 0 and 10°c will hasten subsequent bulb formation, storage at above 25°c will delay or prevent bulb formation. Grows well with most plants, especially roses, carrots, beet and chamomile, but it inhibits the growth of legumes. This plant is a bad companion for alfalfa, each species negatively affecting the other. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer. Alliums are typically harvested in late spring to early summer, when the bulbs mature and the tops begin to yellow. Allium species typically flower in late spring to early summer, depending on the species and local climate conditions. Allium species generally have a moderate growth rate, with bulbs typically taking about 100 to 150 days from planting to harvest, depending on the variety and growing conditions.
Vermehrung: Plant out the cloves in late autumn for an early summer crop. They can also be planted in late winter to early spring though yields may not be so good. Plant the cloves with their noses just below the soil surface. If the bulbs are left in the ground all year, they will often produce tender young leaves in the winter[K].

Essbare Verwendung

Edible Parts: Flowers Leaves Root Seed Edible Uses: Bulb - raw or cooked. Widely used, especially in southern Europe, as a flavouring in a wide range of foods, both raw and cooked. Garlic is a wonderfully nutritious and health giving addition to the diet, but it has a very strong flavour and so is mainly used in very small quantities as a flavouring in salads and cooked foods. A nutritional analysis is available. The bulbs can be up to 6cm in diameter. Leaves - raw or cooked. Chopped and used in salads, they are rather milder than the bulbs[200, K]. The Chinese often cultivate garlic especially for the leaves, these can be produced in the middle of winter in mild winters. The flowering stems are used as a flavouring and are sometimes sold in Chinese shops. The sprouted seed is added to salads.

Weitere Nutzung

Adhesive Fungicide Repellent The juice from the bulb is used as an insect repellent. It has a very strong smell and some people would prefer to be bitten[K]. The juice can also be applied to any stings in order to ease the pain. 3 - 4 tablespoons of chopped garlic and 2 tablespoons of grated soap can be infused in 1 litre of boiling water, allowed to cool and then used as an insecticide. An excellent glue can be made from the juice, when this is spread on glass it enables a person to cut clean holes in the glass, The juice is also used as a glue in mending glass and china. An extract of the plant can be used as a fungicide. It is used in the treatment of blight and mould or fungal diseases of tomatoes and potatoes. If a few cloves of garlic are spread amongst stored fruit, they will act to delay the fruit from rotting. The growing plant is said to repel insects, rabbits and moles. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: Yes – Allium species produce flowers rich in nectar and pollen, attracting pollinators like bees and butterflies. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): Yes – Allium species' bulbs, leaves, and flowers are edible and provide food for humans and wildlife. The leaf litter can also provide some habitat, though they are not typically used for nesting. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): No – While Allium plants can provide some ground cover, they are not specifically known for providing significant shelter or overwintering sites for invertebrates. 4. Pest Confuser (Smell): Yes – The strong aroma of Allium species can help deter pests, acting as a natural pest confuser due to their sulfur compounds.

Verbreitung

Heimisch: Beiarn, Iran, Kazakhstan, Kirgizstan, Tadzhikistan, Turkmenistan, Uzbekistan Eingeführt: Albania, Algeria, Amur, Austria, Baleares, Baltic States, Bangladesh, Belarus, Bulgaria, Cambodia, Canary Is., Central European Russia, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Corse, Cuba, Czechia-Slovakia, Dominican Republic, East European Russia, Egypt, Ethiopia, France, Galápagos, Galápagos Islands, Germany, Great Britain, Greece, Haiti, Hungary, Illinois, India, Inner Mongolia, Iraq, Ireland, Italy, Jamaica, Kentucky, Korea, Leeward Is., Libya, Mexico Central, Mexico Northwest, Mexico Southeast, Mexico Southwest, Morocco, NW. Balkan Pen., New York, North European Russia, Northwest European Russia, Pakistan, Poland, Primorye, Puerto Rico, Romania, Sardegna, Seychelles, Sicilia, South European Russia, Spain, Switzerland, Tennessee, Thailand, Trinidad-Tobago, Tunisia, Türkiye, Ukraine, Vermont, Wisconsin

Alternative deutsche Namen

Knoblauch
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren