Heilpflanze: blutgerinnungshemmend, blutdrucksenkend, blutfettregulierend

Rockenbolle

Allium sativum var. ophioscorodon · auch: Schlangenknoblauch

3 Fotos

Beschreibung

Die ROCKENBOLLE (auch ‚Rocambole’) wird wegen ihres Stängels, der sich wie eine Schlange kringelt, auch als ‚SCHLANGEN-KNOBLAUCH’ bezeichnet. Aufgrund dieser Eigenart, ihrer Genügsamkeit und Würzkraft, ist die Rockenbolle eine attraktive Pflanze nicht nur für den Küchengarten, sondern auch für die Balkongärtnerei.

Als Varietät des Knoblauchs mit jenem nahe verwandt, teilt sie mit ihm auch dessen Pflegeansprüche, seine positiven Wirkungen und seine Eigenarten, in der Erde eine Knolle und im Blütenstand Brutknöllchen zu entwickeln. Diese können entweder verspeist oder zur Vermehrung verwendet werden.

Erläuterung

Brutknöllchen

Portrait

 

Vom Nutzen essbarer Lauchgewächse:

Sowohl in der Ernährung als auch in der Heilkunde wurden und werden die essbaren Lauchgewächse u. a. wegen ihrer antibakteriellen, blutgefäßschützenden, Darmparasiten abtötenden und pilzwidrigen Wirkung seit Alters so geschätzt, dass ihnen neben sättigender, heilender und aphrodisierender Wirkung auch magische Schutzwirkungen zugeschrieben wurden. Wie dem Allermannsharnisch und ganz besonders dem Knoblauch. Der war auch leichter zu ernten als die stattliche - inzwischen streng geschützte - Alpenpflanze!

Knoblauch ist neben Getreide eine der ältesten Kultur- und Heilpflanzen. Aus Asien stammend fand er seinen Weg über den vorderen Orient nach Rom, mit den Römern in das restliche Europa und später weiter in die ganze Welt.

Auf seinem Weg aus dem Orient in den Okzident hinterließ der Knoblauch nicht nur duftende Spuren, sondern auch literarische, die über seine Wirkung berichten:

  • So ist er bereits im altägyptischen Papyrus Ebers beschrieben, und es wird überliefert, dass die Ägypter Knoblauch als Stärkungsmittel aßen. Auch die Arbeiter, die die Cheopspyramide errichteten. Die Kürzung ihrer zugeteilten täglichen Knoblauchration war dann der Auslöser für den ersten bezeugten und erfolgreichen Streik der Geschichte.
  • Der Talmud empfiehlt seinen Anhängern den stetigen Genuss, denn er sättige den Körper, gebe dem Geist Klarheit, stärke die Manneskraft und vertreibe die Parasiten aus dem Darm. Die gläubigen Juden hatten sich daran zu halten und waren stets von Knoblauchduft umgeben.
  • Über den antiken griechischen Held Odysseus wird berichtet, dass er sich durch ein göttliches Geschenk, den „Schwarzen Lauch“, einer großen, wilden Knoblauchart, vor einer Verwandlung in ein Schwein schützte.
  • So nebenbei, nur um aufzuzeigen, wie lange sich die magische Schutzwirkung des Knoblauchs auch in Mitteleuropa in Gebrauch war: Noch vor 60 Jahren erhielten Kinder im Pinzgau (Land Salzburg) während einer großen, gefürchteten Scharlachepedemie eine Knoblauchzehe, von Hand eingenäht in ein kleines, weißes Leinensackerl, andächtig als Amulett um den Hals gehängt. Und es wirkte. Meistens. Die, bei denen die Wirkung versagte, heilte ein sechswöchiger Krankenhausaufenthalt. 
    Und schützt nicht Knoblauch auch vor den Angriffen der Untoten? ;)
  • Zumindest verhilft er laut Dioskurides (1. Jh.), der die antibakteriellen, blutgefäßschützenden und pilzwidrigen Inhaltsstoffe des Knoblauchs noch nicht analysieren konnte, sondern sich ganz auf die Erfahrung verließ,
    • zur Heilung bei Bissen des "tollen" Hundes, der Viper und der Hemorrhois.
      Weiters empfiehl er, dessen schriftliche Heilvorschläge seines Werks ‚De materia medica’ über das Mittelalter hinaus von größter Bedeutung blieben, den Knoblauch- frisch zerrieben mit Wein vermischt - und getrunken und / oder aufgelegt bei
    • anhaltendem Husten
    • Bandwürmern
    • Läusen und Wanzen
    • Hautausschlag, weiße Flecken, Flechten, Leberflecken, bösen Grind, Schorf und Aussatz.
    • Er mache die Stimme hell,
    • wirke harn- und wassertreibend,
    • beruhige, mit Holzasche und Weihrauch vermischt, Zahnschmerzen (Anm.: Holzasche und Weihrauch desinfizieren zusätzlich!)
    • Die Abkochung der Dolde fördere als Sitzbad die Menstruation und die Nachgeburt. Zu demselben Zweck solle er räuchert werden. (Quelle)
  • Kaiser Karl d. Große, der um das Wohl seiner Untertanen stets besorgt war, verordnete, den entgiftenden und stärkenden Knoblauch in den Gärten anzubauen. Der Knoblauch hielt Einzug in die Gärten der Gutsherren und in die Klostergärten. Fortan übernahmen haupsächlich Mönche und Nonnen die Wandergefährtenrolle des Knoblauchs und machten ihn durch Anpflanzen und Weitergeben in der gesamten Bevölkerung bekannt.
  • Paracelsus empfahl ihn zusätzlich als Mittel gegen die Pest. So gesellte der Knoblauch als Kämpfer gegen den Schwarzen Tod zu Wacholder, Bibernelle, Meisterwurz und Lavendel. Leider war ihnen sehr wenig Erfolg beschieden.
  • H e u t e  wird Knoblauch weltweit angebaut und lukullisch und schulmedizinisch genutzt. 

Zum Geruch der Lauchgewächse:

Immer noch sind sein beliebte Würze und Heilkräfte untrennbar verbunden mit dem im Westen unerwünschten Duft. Beinahe allen Lauchgewächsen haftet ein intensiver Geruch an. Auslöser dafür ist das schwefelhaltige Allicin, einer ihrer gesundheitlich wirkungsvollsten Inhaltsstoffe, der aus dem Alliin entsteht, sobald das Lauchgewächs durch Schneiden, Beißen etc. verletzt wird. Mitmenschen, die selber keinen Knoblauch konsumiert haben, empfinden diesen Duft als unangenehm. Längeres Kochen zerstört übrigens das duftende Allicin, damit aber auch einen Großteil der Heilwirkung des Knoblauchs.
Nun hat sich sogar die Wissenschaft mit seiner Vermeidung beschäftigt, nachdem die Küchen Italiens, Asiens und Österreichs auch schon ihre Tricks parat hatten.

 

Tipps zur Vermeidung des Knoblauchgeruchs des Atems 

Gleich zu Beginn: Vollständig kann er nicht neutralisiert werden kann, da die Geruchsstoffe des Knoblauchs im Zuge der Verstoffwechselung teilweise auch über die Haut abgegeben werden. Aber die Knoblauchfahne aus dem Mund kann durch verschiedene Mittelchen eingerollt werden:  

  • Nach einer Studie der Ohio State University ist Milch das beste Mittel gegen diesen Geruch. Sie neutralisiert 50 Prozent der Schwefelverbindungen im Atem.
  • Ein weiteres gutes Mittel gegen Knoblauchgeruch, das die italienische Küche oft anwendet, ist Chlorophyll, z.B. aus Petersilie, die frisch über das Knoblauchgericht gestreut wird. Auch der übliche Espresso, der die Mahlzeit beschließt, tut das Seinige in der Bekämpfung des Knoblauchgeruchs. Einige Körnchen Kardamom unterstützen ihn dabei!
  • Die asiatische Küche empfiehlt Ingwer gegen den als unangenehm empfundenen Geruch.
  • Die österreichische Küche wiederum arbeitet entweder mit Direktheit „Was es is, des is es!“ und presst noch etwas frischen Knoblauch in die fertige Speise - oder sie arbeitet psychologisch mit Schmäh: Eine köstliche Zubereitung von Rostbraten mit Knoblauch (pro Portion 2 Zehen, also nicht wenig) bekommt einen ebenso köstlichen Namen: Vanillerostbraten, heißt der Gute, obwohl kein Stäubchen Vanille an ihm ist. Wir aber sind gleich schon anders gepolt, wenn wir hören „V a n i l l e …!“ Wir strecken die Waffen, haben bereits den aphrodisierenden Duft der Vanille in der Nase und den aphrodisierenden Geschmack des Knoblauchs auf der Zunge … was danach sein wird, interessiert uns momentan nicht, sondern wir lassen uns den Vanillerostbraten einfach schmecken!

Anbau von Knoblauch

Wenn es heißt, ‚Knoblauch wird weltweit angebaut’ – auch bereits in Ihrem Garten? Er freut sich darauf, da wachsen zu dürfen und seine positiven Kräfte auf andere Pflanzen, Tiere und Menschen übertragen zu können. Er liebt es ja, beinahe überall dazwischen gesteckt zu werden, und er gibt sich sogar mit einem Balkonkasten zufrieden. Besonders hübsch macht sich hier der Schlangenknoblauch, eine Knoblauchvariation mit denselben Wirkungen wie ihre Stammart, der Knoblauch!

Knoblauch braucht lockeren, sandigen Boden und viel Wärme. Er gedeiht hervorragend in Gebieten mit regenarmen Sommern.

Knoblauch kann zu 2 verschiedenen Zeiten angebaut werden:

  1. Entweder wird er als sogenannter „Winterknoblauch“ im Herbst in die Erde gesteckt, erhält eine Mulchdecke und wächst den Winter hindurch langsam weiter. Erntreif ist er dann ab Juli.
  2. Oder er kommt als sogenannter „Frühlingsknoblauch“ im März in die Erde und wird anfangs September geerntet. Diese Zeiten decken sich mit einer Balkonsaison.

W a s kommt da eigentlich in die Erde? Wie wird Knoblauch vermehrt?

Sich selbst überlassen vermehrt sich Knoblauch auf zwei Arten:  Zum einen bildet sich in der Erde eine Knolle, die aus Tochterzwiebeln besteht, den sogenannten Zehen. Jede dieser Zehen lässt wieder eine Knoblauchpflanze entstehen. Zum anderen bildet sich, oft erst im zweiten Jahr, im Sommer, ein Stängel, der an seiner Spitze ein Paket kleiner Brutzwiebeln (‚Bulbillen’) zurechtrichtet.

Somit kann der Mensch zur Vermehrung von Knoblauch

  1. entweder die Tochterzwiebeln ("Zehen") verwenden, was schnellere Resultate liefert,
  2. oder die Brutzwiebelchen.

Manche Tochterzwiebeln ("Zehen") liefern bereits im ersten Jahr in Zehen geteilte Knollen, manche aber sogenannte "Rundlinge", Knollen, die sich – ähnlich dem „Chinesischen Knoblauch“ - nicht in Zehen aufgeteilt haben.

 

Zur Ernte der Knoblauchknollen:

Dazu gibt es eine allgemeine Regel: Man beobachtet das Laub der Pflanzen. Wenn ein Drittel des Laubes welk ist, sind die Bodenknollen erntereif. Sie werden bereits für die Küche verwendet oder für verschiedene Tinkturen, können aber auch zu Zöpfen geflochten oder als Büschel gebunden zum Trocknen aufgehängt werden.

Zur Ernte der Brutknollen / Brutzwiebelchen: Die Reife der Brutknollen / Brutzwiebelchen kann unter Umständen länger dauern, als die der Bodenknolle.

 

Kochtipp:

Beim Braten in Öl verbrennt Knoblauch leicht, wird zu dunkel und schmeckt dann richtig bitter. Also die Knoblauchscheibchen für Spaghetti, Toastbrote etc. nie zu heiß braten!

Erntekalender

Knolle midsummer gekocht essbar
🌿

Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

blutgerinnungshemmend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Tinktur.

blutdrucksenkend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Tinktur.

blutfettregulierend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Tinktur.

pilzhemmend (Knolle) VolksheilkundeSchulmedizin

Frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Tinktur.

antiparasitär (Knolle) Volksheilkunde

Frische Knolle, Tinktur.

kreislaufanregend (Knolle) Volksheilkunde

Frische Knolle, Tinktur.

erwärmend (Knolle) Hildegardmedizin

"Er muss roh gegessen werden." (Hildegard)

frische Knolle, Presssaft, Ölauszug, Pulver

Inhaltsstoffe

Calcium Mineral
Phosphor Mineral
Schleimstoffe Sekundär
Vitamin B1 / Thiamin Vitamin
Vitamin B3 / Niacin Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Fruktane
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Phytoöstrogene
Polysaccharide
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sulfide
Details zu den Inhaltsstoffen
Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Phosphor

Phosphor ist ein chemisches Element mit dem Symbol P und der Ordnungszahl 15. Im Periodensystem steht es in der fünften Hauptgruppe, bzw. 15. IUPAC-Gruppe oder Stickstoffgruppe.

Schleimstoffe

Schleimstoffe sind eine heterogene Gruppe von Biopolymeren, die vorwiegend aus Polysacchariden bestehen. Ihre Haupteigenschaft liegt in der Aufnahme von Wasser, so dass sie damit schleimartige Kolloide und Gele – sogenannte Hydrokolloide – bilden und als Schutzsubstanzen dienen können. Unterschieden wird zwischen tierischen Schleimstoffen, die aus Glykoproteinen bestehen, und pflanzlichen Schleimstoffen, die nahezu nur aus Heteropolysacchariden bestehen. Beide Gruppen beinhalten neutrale Substanzen und saure, die als Grundbausteine Uronsäuren statt Monosacchariden enthalten. Weiterhin unterscheidet man auch zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Schleimstoffen.

Vitamin B1 / Thiamin

Thiamin, auch Vitamin B1 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : positiver Einfluss auf das Nervengewebe, die Schilddrüse und den Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Vitamin B1 gibt Energie, wird allerdings durch Alkohol, Schwarztee und säurebindende Medikamente vermindert. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B3 / Niacin

Niacin, auch Vitamin B3, Nicotinsäure, Nicotinamid genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Die gesunde menschliche Leber kann unter Mithilfe der Aminosäure Tryptophan (z.B.Vollkorn ist Tryptophanspender !) Vitamin B3 erzeugen. Wirkung: Mitbeteiligung an der Regulierung von Blutzucker, Cholesterin, Schlaf, Herztätigkeit, Stimmungslage, besonders wichtig für Gesundung von Haut und Schleimhaut. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden. Bei Mangel, der bei Menschen, die sich hauptsächlich von Hirse oder Mais ernähren, vorkommt, tritt häufig die Hautkrankheit Pellagra auf.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Fruktane

Fructane oder Fruktane ist die Bezeichnung einer Gruppe von wasserlöslichen Oligo- und Polysacchariden, die in einigen Pflanzentaxa die Stärke als Speicherkohlenhydrat ersetzen oder ergänzen. Fructane sind nahezu vollständig aus D-Fructose-Einheiten aufgebaut. Analog dazu besteht die Stoffgruppe der Galactane aus Galactose-Monomeren und die Glucane aus Glucose-Monomeren.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Phytoöstrogene

Phytoöstrogene, auch Phytoestrogene, sind sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen unter anderem Isoflavone und Lignane gehören. Sie sind keine Östrogene im chemischen Sinne, sondern besitzen lediglich strukturelle Ähnlichkeit mit diesen. Diese Ähnlichkeit ermöglicht eine Bindung an Estrogenrezeptoren, wodurch eine östrogene oder auch antiöstrogene Wirkung erzielt werden kann. Ihre Wirkung ist wesentlich geringer als die von Östrogen. Die bekanntesten Phytoöstrogene sind die Isoflavone Genistein, Daidzein und Coumestrol.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Sulfide

Als Sulfide werden in der Anorganischen Chemie Verbindungen von Metallen mit Schwefel bezeichnet, die in Analogie zu den Oxiden durch Redoxreaktionen direkt aus den Elementen hergestellt werden können. Dabei wirkt der Schwefel als Oxidationsmittel in Analogie zum Sauerstoff bei der Herstellung von Oxiden. Metalloxide und Metallsulfide sind in der Mineralogie wichtige Gruppen von Erzen. In der Analytik gehören die Metallsulfide in die sogenannte Schwefelwasserstoffgruppe und in die Ammoniumsulfidgruppe.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Darmentgiftung Volksheilkunde
Die Rockenbolle wird traditionell zur Darmreinigung verwendet, da ihre antimikrobiellen Eigenschaften das Darmmilieu unterstützen sollen.
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Wurmerkrankung Volksheilkunde
Traditionell wird die Rockenbolle gegen Parasiten eingesetzt, da ihre schwefelhaltigen Stoffe eine antiparasitäre Wirkung haben sollen.
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Warzen Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Rockenbollensaft äußerlich auf Warzen aufgetragen, da die Pflanze antimikrobische und hautreizende Eigenschaften haben soll.
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Durchblutungsstörungen Volksheilkunde
Die Rockenbolle gilt traditionell als durchblutungsfördernd und wird zur Verbesserung der Zirkulation eingesetzt.
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Immunsystem-Stärkung Volksheilkunde
Die Rockenbolle wird traditionell zur Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt, da ihre Wirkstoffe immunmodulierend wirken sollen.
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Hautpilz Volksheilkunde
Äußerlich angewendet gilt die Rockenbolle in der Volksheilkunde als pilzwidrig und wird bei Hautmykosen traditionell eingesetzt.
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Aphrodisiakum Volksheilkunde
Die Rockenbolle wird traditionell als lustfördernd betrachtet und soll die sexuelle Vitalität und Potenz unterstützen.
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Hilft bei

Andere Namen

Schlangenknoblauch

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeMännerpflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit EinmachenEntsaftenKochenLagernNotnahrungRohkostTrocknenPflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeGartenleicht zu ziehenWochenendgartenZierpflanze
Blütezeit Hochsommer | JuliSpätsommer | August
Wuchsform Geophyt

Aussaat & Pflege

late summer

Brutknöllchen

late autumn

Boden

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Amaryllidaceae
Gattung
Allium
Ordnung
Asparagales
Klasse
Liliopsida
Licht
7/10
Feuchtigkeit
4/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Alternative deutsche Namen

RockenbolleSchlangen-KnoblauchSchlangenknoblauchechte Rokkenbolle
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren