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Wacholder

Juniperus communis · auch: Wacholder, Gemeiner-

26 Fotos

Beschreibung

Der immergrüne, wehrhafte WACHOLDER, eine Sonnenpflanze,  wird seit uralten Zeiten als Schutz- und Heilmittel für Mensch, Haus und Tier verwendet.

Erläuterung

Beeren, die die Vögel nicht gefunden haben, bleiben bis in den Winter hängen.

Portrait

Er gedeiht zusammen mit seinen Varietäten und Unterarten auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel, und zwar von den Küsten an aufwärts bis in das Hochbgebirge! Sein Formenreichtum ist groß, wächst er doch als bodendeckender Strauch genauso wie als Strauch oder kleiner Baum, der Höhen bis zu gut 12 Meter erreicht und ein tiefreichendes Wurzelsystem ausbildet.

Wacholder liebt Sonne und trockene, sandige, steinige Standorte, gedeiht aber auch auf freien Moorflächen. Mit diesen nährstoffarmen Böden kommt er gut zurecht, denn er wächst langsam. Trotzdem kann er ein Alter von 600 Jahren erreichen.

Die ganze Pflanze, von der Wurzel bis zu den Endtrieben, wird von einem aromatischen Duft durchzogen, der von seinem ätherischen Öl stammt. Auch lässt sich die ganze Pflanze nutzen.

Viele Völker wiesen dem Wacholder, ausgelöst durch seine immergrüne, auch antiseptische Wehrhaftigkeit, sein Sonnenbedürfnis, seine Zähigkeit, seine mehrere Jahrhunderte währende Lebenskraft und seinen harzigen, angenehmen Duft eine starke symbolische Bedeutung zu.

 

"Wacholder" steht für Schutz und ewiges Leben:

 

Was das ewige Leben betrifft, hat er andere Aufgaben als die Eibe, die für den Sterbevorgang, für den Durchgang vom irdischen Leben in die Anderswelt, steht: Der Wacholder schützt die Menschen, ihr Hab und Gut, Tiere, Schätze und ihre Toten, denen er ein glückliches Weiterleben ermöglicht. Er wird auch heute noch gerne auf Gräber gepflanzt. Bei Ausgrabungen entdeckte man z.B. auch, dass die Ägypter u. a. Wacholderbeeren für ihre Einbalsamierungen verwendeten.

Für die Germanen zählte er aus den obgenannten Gründen zu den heiligen Bäumen.

So hat er auch heute noch in Bräuchen, Sagen und Märchen die Aufgabe, Schlüssel, Schätze und Verstorbene auf besondere Weise zu schützen, z. B. im „Märchen vom Machandelbaum“.  

Wer über den Wacholder gut Bescheid weiß, kann einen Schatz finden: Wächst nämlich ein männlicher Baum am Eingang einer Höhle, zeigt er den Eingang zum unterirdischen Schloss des Zwergenkönigs.

Wacholderzweige schützen vor gefährlichen Unsichtbaren: Zur Zeit der Wintersonnenwende wurden Wacholderzweige über die Stalltüren geheftet, um Hexen und Druden, die mit der Wilden Jagd durch die Lüfte ziehen, fernzuhalten.

Es wurde und wird deshalb an den Raunächten Wacholder verräuchert. Genommen werden dazu getrocknete Zweigspitzen. Sie sind seit jeher Bestandteil von Räuchermischungen und zählen in Mitteleuropa zur Ur-Räuchermischung: Fichtenharz, Wacholdertriebe oder Wacholderharz, Beifußblätter.

Mit dieser Mischung wurde und wird auch jetzt noch in manchen Orten des Außerferns das Vieh abgeräuchert, bevor es auf die Alm getrieben wird.“ Hilft’s nit, schadet’s nit, nix Genaues woa ma it.“ Eine dem Tier gegenüber wertschätzende Handlung ist es allemal!

Wer sich intensiv mit der Räucherung von Wacholderharz befassen möchte, wird hier fündig.

Vertieft wurde die germanische Denkweise im Mittelalter, als man wieder in Kontakt mit der griechischen Antike kam und damit mit dem Symbolgehalt des Kranichs, der den Griechen ein Symbol der Wachsamkeit und Klugheit war und als „Vogel des Glücks“ galt. Man bezeichnet nun das Wacholderholz als „kranewite“ = „Kranichholz“ - so wie der Wacholder in Österreich und Bayern noch immer als „Kranewitt“ bezeichnet wird!

Erhalten hat sich auch der Brauch, ein Stück Kranewittholz in das Fundament des Hauses zu legen. Wacholderholz schützt außerdem als Peitschenstock die Kutschpferde, als Butterfaßstössel Rahm und Butter, als Krug Getränk und Trinker, als Pfeife Tabak und Raucher vor Verhexung und sonstigem Übel. Daran erinnert der Spruch: Eichenlaub und Kranewitt, dös mag der Tuifl nit!

Auch vorzeitige Ermüdung und Wolf fliehen, sofern ein/e WandererIn sich ein Kranewittzweigerl auf den Hut steckt. Dann ist er / sie neben Sonnenstich und Ohrenschmerz auch davor geschützt! Aber, er / sie darf dabei nach einer alten Weisung nicht verabsäumen, „vor dem Wacholder das Knie zu beugen und vor dem Holunder den Hut ziehen“. Beide sind viel verwendete Heilpflanzen mit tiefer Symbolik!

Viele wussten darüber Bescheid, aber ein kluger Vogel war’s, (Wacholderdrossel, der „Krammetvogel“, oder gar ein Kranich?;) der zur Pestzeit rief: „Esst’s Kranewitt und Bibernell, dann sterbt ihr nit so schnell“! Verflixt wenige haben das damals wahrgenommen.

 

 

Wacholder als Gartenpflanze

 

In Gärten und in Park- sowie Friedhofsanlagen wird heute nicht nur die Stammform, sondern auch viele Zuchtformen des Wacholders angepflanzt, von winzig bis Baumgröße. Die Vorliebe für diese pflegeleichten und immergrünen Pflanzen hat zur Ausbreitung des Birnengitterrosts geführt. Sobald die Krankheit durch Luftbewegungen, Vögel oder Werkzeug die Birnbäume erreicht, werden diese durch den orangen Birnengitterrost im Laufe der Zeit so stark geschädigt, dass sie eingehen.
Diese Pilzkrankheit ist auf Wacholder als Wirtspflanze angewiesen. Wenn Sie allerdings den einheimischen Wacholder (Juniperus communis) pflanzen, sind Sie auf der sicheren Seite, denn der Pilz meidet ihn. 

 

 

Wacholderholz

 

Das Holz ist in hohem Maße witterungsresistent, verströmt einen angenehmen, dauerhaften Duft und ist schön gemasert: gelber Splint, rötlichbraunes Kernholz.

  • Es wird zur Herstellung von Kleinmöbeln, zum Drechseln und Schnitzen verwendet.
  • Sehr gerne werden Fische und Fleischwaren damit geräuchert. Für diesen Zweck nutzt man auch die benadelten Zweige.

 

Wacholderbeeren  

 

Die reifen, dunkelblauen Wacholderbeeren, sind im botanischen Sinn keine "Beeren" sondern "Zapfen". Jedenfalls sind sie die Früchte des Wacholders und schmecken würzig, süßlich-harzig! Sie sind aber leicht giftig und sollten aus diesem Grund nicht überdosiert verzehrt werden.  
Achtung: Beim Selbersammeln von Wacholderbeeren kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit den Beeren des hochgiftigen Sadebaums ! 

 

Wacholderbeeren werden vielfältig verwendet:

  • Sie finden Verwendung in der Küche.  Als Gewürz regen  Wacholderbeeren die Verdauung an, fördern die Körperausscheidungen, wirken laut Volkmund desinfizierend und - aphrodisierend.
    Knapp vor ihrer Verwendung als Gewürz werden die Beeren mit Hilfe eines Suppenlöffels oder eines Mörsers angequetscht. Sie geben so ihre Aromastoffe besser frei!
    Vor allem Sauerkraut, Wildgerichte, Gulasch, Räucherfleisch und Räucherwürste werden damit gewürzt.
  • Durch ihren Zuckergehalt eignen sich die Beeren für die Schnapsbrennerei, und es werden auf geheimnisvolle Weise Gin, Genever, Steinhäger, Wacholder-, Kranewittschnaps und Krambambuli daraus destilliert.
  • Sie sind auch häufiger Bestandteil von magenfreundlichen Ansatzschnäpsen.
  • Aus Wacholderbeeren + Zweigspitzen, auf denen sie sitzen, kann man ganzjährig wie aus den Maiwipferln einen Sirup kochen! Er dient als Brotaufstrich und, mit Wasser verdünnt, als Durstlöscher. 
  • Ätherisches Wacholderöl (Aetheroleum Juniperi) wird durch Wasserdampfdestillation aus reifen, getrockneten Wacholderbeeren gewonnen. 
  • Arzneiliche Verwendung: 
    Wacholderbeeren und –nadeln wird eine leichte Giftigkeit zugeschrieben, die bei Überdosierung die Nieren schädigen kann, weshalb Personen mit Nierenschwäche und auch Schwangere Wacholder in keiner Form zu sich nehmen sollten! Die leichte Giftigkeit ist auf den Inhaltsstoff Sabinen zurückzuführen. Sabinen ist nicht wasserlöslich, löst sich aber gut in Alkohol.
    • Daraus folgt, dass für heilkundliche innere Anwendungen dem Tee und dem sabinenfreien, ätherischen Wacholderöl der Vorzug zu geben ist!
      Dosierung: Die Tagesdosis für einen Erwachsenen beträgt 2 g bis maximal 10 g getrocknete Wacholderbeeren, entsprechend 20 – 100 mg ätherisches Wacholderöl.
    • Nicht übertrieben verwendet, hilft Wacholder bei vielerlei Beschwerden, denn er wirkt,
      • schulmedizinisch anerkannt,
        harntreibend
        entkrampfend
        sekretionsfördernd (verdauungsfördernd)
        Darmperistaltik fördernd
        hautreizend
        durchblutungsfördernd
        • Harntreibender Wacholdertee:
          Ein Esslöffel zerdrückte Beeren auf eine Tasse kochendes Wasser, nach zehn Minuten abseihen.
          Tagesdosis: 2 g bis maximal 10 g getrocknete Wacholderbeeren
          Hinweis: Eine Kombination mit Birkenblättern hat sich als Blasen- und Nierentee als sinnvoll erwiesen.
        • Verdauungsförderndes Äth. Wacholderöl  in Weichgelatinekapseln:
          Anwendung bei fehlendem Appetit in der Tagesdosis von 20 - 100 mg äth. Wacholderöl.
      • Die Volksheilkunde
        spricht dem Wacholder zusätzlich eine auf Mann und Frau aphrodisierende und antibakterielle Wirkung zu.
        Sie verwendet ihn innerlich auch bei entzündlichen, bakteriellen Erkrankungen der ableitenden Harnweg und bei rheumatischen Beschwerden.
        • Harntreibender Wacholderwein: 
          ​50 zerquetsche Wacholderbeeren in 1 Liter Weißwein 10 Minuten sanft kochen. Abgekühlt abseihen, dabei die Beeren ausdrücken. Täglich 125 ml als Aperitiv genießen.
          • Alternative, alkoholschonende Zubereitung: In einer verschlossenen Schraubflasche Wein und zerquetschte Wacholderbeeren gemeinsam 7 Tage bei Zimmerwärme ziehen lassen. Öfters kräftig durchschütteln.
        • Wacholdertinktur
          Anwendung gegen rheumatische Beschwerden. Kann auch mit anderen Pflanzen wie Arnika, Weidenrinde, Mädesüß und Rosmarin gemischt werden.
          Zubereitung siehe unter "Tinkturen selber machen, Grundrezept" !
          Wenn man Arnika mitverwenden möchte: Da Arnika sonnig angesetzt wird, extra ansetzen und erst die fertigen Tinkturen mischen.
        • ​Direktanwendung von Wacholderbeeren
          Täglich 2 – 5 getrocknete Beeren langsam gegessen wirken appetitanregend, verdauungsstärkend, vertreiben üblen Mundgeruch, Magendrücken und Sodbrennen.
          • Kneipp empfiehlt bei Rheuma und bei schwachem Magen, zweimal im Jahr folgende vielerprobte
            Wacholderbeeren-Kur :
            Am 1. Tag 4 Beeren kauen und genießen,
            jeden weiteren Tag bis einschließlich den 12. Tag jeweils eine Beere mehr kauen und genießen.
            Das sind dann am 12. Tag 15 Beeren.
            Daraufhin reduziert man wieder täglich die Anzahl der verspeisten Beeren um 1, bis man wieder bei 4 Beeren angelangt ist. 
        • Ätherisches Wacholderöl
          • Steigert als Badewasserzusatz die Blutzirkulation, ist hilfreich bei Muskelverspannungen und Erkältungen: 10 - 20 Tropfen Öl mit 250 ml Milch vermischen und dem warmem Badewasser zugeben. 
          • Ätherisches Wacholderöl ist bei Erkältungskrankheiten, Gelenks- und Gliederschmerzen, Rücken- und Genickschmerzen und bei Rheumatischen Beschwerden hilfreich in Heilsalben wie „Adlerbalsam“ und „Wacholdersalbe“.

 

 

Erntekalender

Früchte midsummer gekocht essbar

Nicht mehr als maximal 30 Stück essen. Angenehme, aromatische Würze! Dazu ist das Anquetschen der Beeren empfohlen. - Können auch verräuchert werden. Außerdem werden sie für Heilmittel (Salben, Öle) und zur Herstellung eines ätherischen Öles gesammelt.

Zweige early spring schwach giftig

Ältestes Räuchermittel Europas und nach wie vor wichtiges Räuchermittel !

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📗 Kommission E am BfArM, Monographie: Juniperi pseudo-fructus (Wacholderbeeren)(1994), Bundesanzeiger Nr. 50
    „Traditionelle Anwendung bei dyspeptischen Beschwerden zur Anregung der Verdauung."
  • 🌿 Wolf-Dieter Storl, Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor, Wacholder-Kapitel
    „Der Wacholder gilt in der alpinen Volksmedizin als Schutz- und Reinigungsbaum; seine Beeren wurden traditionell zur Räucherung von Stuben bei ansteckenden Krankheiten verwendet."
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Warnhinweise — toxikologische Eigenschaften

Diese Pflanze weist dokumentierte unerwünschte oder toxische Eigenschaften auf. Die folgenden Angaben sind keine Wirkungen im Sinne einer Heilanwendung, sondern Sicherheitshinweise für Sammlerinnen und Sammler.

haut- und schleimhautreizend (Früchte)

Traditionell beschriebene Eigenschaften

harntreibend (Früchte) VolksheilkundeSchulmedizinHildegardmedizin
entkrampfend (Früchte) VolksheilkundeSchulmedizinHildegardmedizin
verdauungsfördernd (Früchte) VolksheilkundeSchulmedizin
Darmperistaltik fördernd (Früchte) VolksheilkundeSchulmedizin
durchblutungsfördernd (Früchte) VolksheilkundeSchulmedizin
antibakteriell (Früchte) Hildegardmedizin
kreislaufanregend (Früchte) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Einfachzucker
Fructose
Glucose
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Einfachzucker

Monosaccharide sind eine Stoffgruppe von organisch-chemischen Verbindungen. Sie sind die Produkte der partiellen Oxidation mehrwertiger Alkohole. Monosaccharide haben eine Kette aus mindestens zwei Kohlenstoffatomen als Grundgerüst und weisen eine Carbonylgruppe sowie mindestens eine Hydroxygruppe auf. Sie sind die Bausteine aller Kohlenhydrate und können sich zu Disacchariden (Zweifachzuckern), Oligosacchariden (Mehrfachzuckern) oder Polysacchariden (Vielfachzuckern) verbinden.

Fructose

Fructose ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung. Fructose gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den Kohlenhydraten. Wegen der Ketogruppe am zweiten Kohlenstoffatom und wegen der Zahl von sechs Kohlenstoffatomen im Molekül ist Fructose eine Ketohexose. Sie kommt in zwei spiegelbildlichen Isomeren vor. Alle Angaben in diesem Artikel betreffen allein die D-Fructose, da die L-Fructose in der Praxis bedeutungslos ist.

Glucose

Glucose, Glukose oder Glykose ist ein natürlich vorkommendes Kohlenhydrat. Von den Glucoseenantiomeren ist die D-Glucose die natürliche Form. Sie wird auch als Traubenzucker oder bei Lebensmittelinhaltstoffen als Dextrose bezeichnet und ist das häufigste Monosaccharid (Einfachzucker). L-Glucose kann synthetisch dargestellt werden, besitzt aber nur geringe Bedeutung. Wenn Glucose ohne weiteren Namenszusatz (Präfix) erwähnt wird, ist D-Glucose gemeint.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Harnwegsinfekt Volksheilkunde
Wacholder gilt in der Volksheilkunde als harntreibend und wird traditionell bei Harnwegsinfekten eingesetzt, um die Harnausscheidung zu fördern.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Verdauungsbeschwerden Volksheilkunde
Die ätherischen Öle des Wacholders werden traditionell zur Unterstützung der Verdauung genutzt und gelten als magenstärkend.
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Völlegefühl Volksheilkunde
Wacholder wird in der Volksheilkunde bei Völlegefühl eingesetzt, da ihm eine verdauungsfördernde und blähungswidrige Wirkung zugeschrieben wird.
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Magenkrampf Volksheilkunde
Die krampflösenden Eigenschaften des Wacholders werden traditionell bei Magenkrämpfen genutzt, um Verspannungen der Magenmuskulatur zu lindern.
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Mundgeruch Volksheilkunde
Wacholder gilt in der Volksheilkunde als desodorierend und wird traditionell zur Bekämpfung von Mundgeruch eingesetzt.
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Sodbrennen Volksheilkunde
Die magenstärkenden Eigenschaften des Wacholders werden traditionell bei Sodbrennen genutzt, um die Magenfunktion zu unterstützen.
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Vitalisierung Volksheilkunde
Wacholder wird in der Volksheilkunde als belebendes Mittel geschätzt und traditionell zur allgemeinen Vitalisierung und Stärkung eingesetzt.
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Lungenbeschwerden Hildegardmedizin
In der Hildegardmedizin wird Wacholder bei Lungenbeschwerden eingesetzt, da ihm wärmende und auswurffördernde Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Bei leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich.

Hilft bei

Heilrezepte

Andere Namen

Gemeiner WacholderKranewittKrammetsbaumReckholderQuickholderMachandelbaumWeihrauchbaumFeuerbaum

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeMännerpflanzeTeepflanzeNahrungspflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit DestillierenGenussnahrungKochenLagernNotnahrungRohkostTrocknenTechnische NutzungHolzWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungBalkongartenBauerngartenpflanzeDachbegrünungDuftpflanzeGartenGrabbepflanzungKübelbepflanzungleicht zu ziehenVogelschutzgehölzWochenendgartenAromatherapieGenusspflanzeRäucherpflanzeSymbolpflanzeZauberpflanzeZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHochgebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumMagerweidenAlpine SteinrasenBrachlandErika-Kiefern-WälderFelsflurenSchotter- und KiesflurenSteinhaufenTrockenrasenWacholderheideWegränderZwergstrauchheidenVerbreitungnördliche Erdhalbkugel
Blütenfarbe gelbgrün
Blütezeit Vollfrühling | MaiErstfrühling | April
Wuchsform ZwergstrauchBaumStrauch

Aussaat & Pflege

first spring

Jungpflanzen

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Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Cupressaceae
Gattung
Juniperus
Ordnung
Pinales
Klasse
Pinopsida
Lebensform
Strauch
Habitat
Chalk downs in S. England but only where there is least sunshine and most rain, heaths, moors, pine and birch woods in the north of Scotland on acid peat, often dominant on chalk, limestone and slate.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★★☆☆

Anbau & Pflege

Landscape Uses:Specimen. An easily grown plant, it succeeds in hot dry soils and in poor soils. Succeeds in most soils so long as they are well drained, preferring a neutral or slightly alkaline soil. Does well in chalky soils. Grows well in heavy clay soils. Tolerates a pH range from 4 to 8. Succeeds in light woodland but dislikes heavy shade. Established plants are very tolerant of drought. Although the fully dormant plant is cold-tolerant throughout Britain, the young growth in spring can be damaged by late frosts. All parts of the plant are very aromatic. Juniper is a very polymorphic species that has a long history of culinary and medicinal use. It is frequently grown in the ornamental and herb garden, there is a huge range of cultivars of widely diverse habits. At least some forms tolerate maritime exposure, there is a thriving colony in an exposed position at Land's End in Cornwall. The fruits take 2 - 3 years to ripen on the plant. Plants are usually very slow growing, often only a few centimetres a year. Resists honey fungus. Plants are sometimes attacked by a rust, this fungus has an aecidial stage on hawthorn (Crataegus spp.). Dioecious. Male and female plants must be grown if seed is required. Special Features: North American native, Fragrant foliage, Inconspicuous flowers or blooms. Juniper berries (the fleshy cones) are typically harvested in late summer to early autumn depending on the species. Junipers produce male cones in spring, while the female cones develop into berries over the summer. Growth rates vary by species, but many Junipers are considered slow to moderate growers, typically reaching maturity in 5 to 15 years, depending on environmental conditions and species.
Vermehrung: The seed requires a period of cold stratification. The seed has a hard seedcoat and can be very slow to germinate, requiring a cold period followed by a warm period and then another cold spell, each of 2 - 3 months duration. Soaking the seed for 3 - 6 seconds in boiling water may speed up the germination process. The seed is best sown as soon as it is ripe in a cold frame. Some might germinate in the following spring, though most will take another year. Another possibility is to harvest the seed 'green' (when the embryo has fully formed but before the seedcoat has hardened). The seedlings can be potted up into individual pots when they are large enough to handle. Grow on in pots until large enough, then plant out in early summer. When stored dry, the seed can remain viable for several years. Cuttings of mature wood, 5 - 10cm with a heel, September/October in a cold frame. Plant out in the following autumn. Layering in September/October. Takes 12 months.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Fruit Leaves Seed Edible Uses: Coffee Condiment Tea Fruit - raw or cooked. It is usually harvested in the autumn when fully ripe and then dried for later use. A soft, mealy, sweet, resinous flesh. The fruit is often used as a flavouring in sauerkraut, stuffings, vegetable pates etc, and is an essential ingredient of gin. The aromatic fruit is used as a pepper substitute according to one report. An essential oil is sometimes distilled from the fruit to be used as a flavouring. Average yields are around 1%. The cones are about 4 - 8mm in diameter and take 2 - 3 years to mature. Some caution is advised when using the fruit, see the notes above on toxicity. The roasted seed is a coffee substitute. A tea is made by boiling the leaves and stems. A tea made from the berries has a spicy gin-like flavour.

Weitere Nutzung

Fibre Fuel Hair Incense Repellent Resin Strewing Tinder Agroforestry uses: Junipers can be used as windbreaks or hedges and are often employed in erosion control due to their extensive root systems. They also provide habitat and shelter for wildlife. A decoction of the branches is used as an anti-dandruff shampoo. The essential oil distilled from the fruits is used in perfumes with spicy fragrances. In hot countries the tree yields the resin 'Sandarac' from incisions in the trunk. This is used in the production of a white varnish. The stems were at one time used as a strewing herb to sweeten the smell of rooms. The whole plant can be burnt as an incense and fumigant. It was used during epidemics in the belief that it would purify the air and cleanse it of infection. Fresh or dried juniper branches also make a good insect repellent. Many forms of this species are good ground cover plants for sunny situations. Forms to try include 'Depressa Aurea', 'Dumosa', 'Effusa', and 'Repanda'. 'Prostrata' can also be used. The bark is used as cordage and as a tinder. Wood - strong, hard, fragrant, very durable in contact with the soil and very close-grained, but usually too small to be of much use. It makes an excellent fuel. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: No – Juniper species produce small, inconspicuous flowers that do not produce significant nectar. However, they do release pollen, which can be a food source for some insects, though not in large quantities. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): Yes – Juniper berries (technically cones) are a food source for many birds and mammals. The dense foliage provides good shelter, and some birds may nest or roost in the branches. Juniper is also used for cover by small wildlife. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): Yes – Juniper’s rough bark and dense foliage can provide overwintering sites for various invertebrates. The leaf litter from junipers can also serve as habitat for insects and other small creatures. 4. Pest Confuser (Smell): Yes – The strong aroma of juniper, especially from its berries and leaves, can help deter certain pests. The volatile oils in juniper have natural insect-repellent properties.

Verbreitung

Heimisch: Austad, Bjerkreim, Bjugn, Brunlanes, Buksnes, Drangedal, Eidskog, Enebakk, Folland, Forsand, Froland, Fyresdal, Geitastrand, Geiterstrand, Grue, Hafslo, Haram, Hegra, Hemne, Hurdal, Jondal, Jølster, Kinsarvik, Kveiteseid, Kviteseid, Leksvik, Lesvik, Lindås, Lista, Masfjord, Modalen, Nes, Nord-Aurdal, Nord-Rana, Norway, Nærbø, Ogndal, Oppdal, Rissa, Roan, Rømskog, Sandar, Sandvoll, Sandvollan, Singsås, Solum, Spangereid, Storland, Suldal, Syvde, Tingvoll, Tinn, Tromsøy, Trysil, Ulvdal, Uvdal, Vang, Verdal, Vestnes, Veøy, Vikedal, Vågå, Åsnes, Østlandet

Alternative deutsche Namen

Echter WacholderGewöhnlicher WacholderHeide-WacholderHeide-Wacholder i.w.S.WacholderZwergwacholder
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren