Adlerbalsam - Hustenbalsam
Das Zusammenwirken der Inhaltsstoffe ganzer Pflanzen ermöglicht unterschiedliche Anwendungsbereiche dieser Harzsalbe: So ist sie sowohl hilfreich bei Erkältung und Husten als auch bei manchen Gelenks- und Muskelschmerzen, die durch Überbeanspruchung (z.B. Muskelkater) oder Verkrampfung (z.B. steifes Genick, Kreuzschmerzen) entstehen.
- Bei schmerzenden Gelenken und Muskeln die betroffenen Areale mit dem Adlerbalsam großflächig zart einreiben. - Dazu die Hana-Mutter: „Tuat des guat! Bin wieda wia a Adler!“
- Bei Erkältungskrankheiten den Adlerbalsam auf Brust, Rücken, Genick und Fußsohlen (nicht im Gesicht!) auftragen und leicht einmassieren. Ein Pullunder aus Wolle über der Unterkleidung tut gut.
Wichtige Hinweise:
- Bei Keuchhusten und spastischer Bronchitis wegen der Gefahr, dass die ätherischen Öle einen Bronchialkrampf auslösen könnten, nicht anwenden!
- Die Salbe nicht in die Augen bringen!
- Bei Babys und Kindern unter 2 Jahren nicht anwenden! Sie reagieren auf äth. Öle anders als Erwachsene und können sogar einen Atemstillstand erleiden! Für Kinder, die älter als 2 Jahre sind, die Erwachsenendosis dem Alter entsprechend verringern.
Zutaten
- 50.00 g Harz
- 100.00 g Ziegen-Butterschmalz
- 1.00 EL Wacholderbeeren
- 1.00 EL Alpenrosenblüten
- 1.00 EL Quendel
- 1.00 EL Minze
- 20.00 g Bienenwachs
- 6.00 Tropfen Propolistinktur
- 60.00 Tropfen ätherisches Latschenkieferöl
- 40.00 Tropfen ätherisches Wacholderbeerenöl
- 6.00 Tropfen naturreines ätherisches Rosmarinöl
- 1.00 EL Engelwurzwurzel
- 20.00 g Wollwachs
Zubereitung
- 50.00 g Harz — wahlweise von Fichte, Kiefer, Zirbe, Latsche oder Pinie. Der Kochvorgang löst und reinigt es.
- 100.00 g Ziegen-Butterschmalz — = auch "Ghee Ziege". Alternativen: Bio-Schweineschmalz, Bio-Kokosöl selbst machen
- 1.00 EL Wacholderbeeren
- 1.00 EL Alpenrosenblüten — getrocknete. Alternativen: Blüten von Ringelblume, Gänseblümchen
- 1.00 EL Quendel — getrocknet. Alternativen: Blätter von Meisterwurz, Oregano, Thymian, Minze, Dost, Rosmarin
- 1.00 EL Minze — Wasserminze, Pfefferminze etc.
- 20.00 g Bienenwachs
- 6.00 Tropfen Propolistinktur — oder naturreines ätherisches Lavendelöl
- 60.00 Tropfen ätherisches Latschenkieferöl — Alternative: Zirbelkieferöl
- 40.00 Tropfen ätherisches Wacholderbeerenöl — Alternative: äth. Cajeputöl
- 6.00 Tropfen naturreines ätherisches Rosmarinöl — oder Wintergrünöl
- 1.00 EL Engelwurzwurzel — Echte Engelwurz oder Waldengelwurz, kleingeschnitten. Alternative: Alantwurzel
- 20.00 g Wollwachs — = Lanolin anhydrid. Alternative: Sheabutter
Das Ziegen-Butterschmalz - bzw. eine seiner Alternativen - gemeinsam mit den Harzstückchen und den zerkleinerten Kräutern unter Rühren 7 Minuten sanft köcheln, dann zugedeckt erkalten und 12 Stunden stehen lassen.
Die Kräutermasse erneut erwärmen und mithilfe eines feinen Siebes oder Kaffeefilter in einen sauberen Kochtopf abfiltern. Für den Balsam wird nur das abgefilterte Fett verwendet.
Das Bienenwachs in das Fett geben und unter Rühren langsam erhitzen, bis es sich vollkommen aufgelöst hat.
Unter Rühren auf 40° abkühlen lassen, Lanolin anhydrid bzw. Sheabutter einrühren, anschließend die ätherischen Öle.
Den noch zähflüssigen Adlerbalsam in kleine Schraubgläser füllen und, zugedeckt mit einem Geschirrtuch, 1 Stunde ausschwitzen lassen, damit es später im verschlossenen Glas nicht durch Kondenswasser zu Schimmelbildung kommen kann. Während dieser Zeit verfestigt sich der Adlerbalsam.
Nun gut verschließen und beschriften (Inhalt, Datum). Adlerbalsam, dieser Schatz für die Hausapotheke, ist bei dunkler, kühler Lagerung zwei Jahre haltbar.