Gewöhnlicher Wasserdost

Eupatorium cannabinum · auch: Wasserdost, Gewöhnlicher

Wildpflanze giftig
7 Fotos

Portrait

Wie sein Name verrät, liebt der Wasserdost, sein ganzer Name lautet GEWÖHNLICHER WASSERDOST,  feuchte Standorte bzw. einen hohen Grundwasserspiegel. Diese große, europäische Wildstaude ist mit ihrer langen Blütezeit ein Schmuck für den pflegeleichten Garten. Außerdem dient sie für viele Insekten als Nahrungspflanze.

Gerne wächst der Gewöhnliche Wasserdost in Gemeinschaft mit Blutweiderich, Mädesüß, Beinwell und Baldrian, mit dem sie öfters verwechselt wird.

Als Heilmittel (Kraut und Wurzel schweiß- und wassertreibend, immunstimulierend) sollte der Gewöhnliche Wasserdost aufgrund seines Gehalts an leberschädigenden und krebsfördernden Pyrrolizidinalkaloiden – gleich wie der amerikanische Purpurrote Wasserdost, der in Europa als Gartenpflanze gehalten wird, nur in Form eines homöopathischen Fertigarzneimittel eingenommen werden.

Umgangssprachlich wird der Gewöhnliche Wasserdost gelegentlich als „Wasserhanf“ bezeichnet. Unter dem Namen „WASSERHANF“ versteht man jedoch in der Pflanzenheilkunde eine wichtige nordamerikanische Heilpflanze, die keine Pyrrolizidinalkaloide enthält und noch mehrere Namen besitzt. Davon ist ihr botanischer der wichtigste: Eupatorium perfoliatum. Dann folgen DURCHWACHSENER WASSERHANF, Wasserhanf, Durchwachsener Wasserdost, Amerikanischer Wasserdost, Wasserdostenkraut, Knochenheil, Fieberkraut, Wechselfieberkraut, Indianerkraut.

Andere Namen

KunigundenkrautWasserdostWasserhanf

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzePflanzen- und SamenhandelZierpflanze
Vorkommen LebensraumDämmeFeuchtwiesenFluss- und BachuferUferzonenWaldränderVerbreitungEuropa
Blütenfarbe rosa
Blütezeit Frühherbst | SeptemberHochsommer | JuliSpätsommer | August
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

full spring

Jungpflanzen

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Asteraceae
Gattung
Eupatorium
Ordnung
Asterales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
By streams, in low damp sites and in woods, avoiding acid soils.
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
5/10
Feuchtigkeit
8/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 7 – 7.5

Anbau & Pflege

Eine leicht zu kultivierende Pflanze, sie gedeiht in gewöhnlicher Gartenerde in der Sonne oder im Halbschatten. Bevorzugt einen reichen, feuchten Boden. Wächst gut in sumpfigen Böden. Die Pflanzen sind winterhart bis etwa -25°C. Eine sehr ornamentale Pflanze, sie hat einen angenehmen aromatischen Duft, wenn sie geschnitten wird. Oft als Unkraut in britischen Gärten anzutreffen, kann sie sich in kurzem Gras im naturnahen Garten ansiedeln. Die Pflanzen scheinen immun gegen Kaninchenfraß zu sein. Eine ausgezeichnete Bienen- und Schmetterlingspflanze.
Vermehrung: Samen - im Frühjahr in einem Kalthaus aussäen und die Samen nur knapp bedecken. Die Sämlinge in einzelne Töpfe pikieren, wenn sie groß genug zum Handhaben sind und sie im Sommer an ihre endgültigen Standorte pflanzen. Bei ausreichend Samen kann auch direkt im Freiland in situ gesät werden. Teilung im Frühjahr oder Herbst. Sehr einfach, die Horste können direkt an ihre endgültigen Standorte gepflanzt werden.

Essbare Verwendung

None known

Weitere Nutzung

Konservierungsmittel Repellent Die Blätter wurden auf Brot gelegt, um es vor Schimmelbildung zu schützen. Der Blattsaft wurde auf das Fell von Tieren gerieben als Insekten-Repellent.

Verbreitung

Heimisch: Africa, Albania, Algeria, Asia-Temperate, Austria, Baltic States, Belarus, Belgium, Bulgaria, Cambodia, Caucasus, Central European Russia, China, Cyprus, Czech Republic, Czechoslovakia, Denmark, East European Russia, Eastern Europe, Estonia, Europe, Finland, Germany, Great Britain, Hungary, India, Iran, Iraq, Ireland, Kazakhstan, Krym, Laos, Latvia, Lebanon, Lebanon-Syria, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Malesia, Middle Asia, Morocco, Myanmar, Netherlands, North Caucasus, North European Russia, Northern Africa, Northern Ireland, Northwest European Russia, Norway, Palestine, Poland, Portugal, Romania, South European Russia, Sweden, Switzerland, Syria, Transcaucasus, Ukraine, Vietnam, Western Asia, Yugoslavia Eingeführt: British Columbia, Jiangsu, Maryland, New Zealand, Northeastern U.S.A.

Alternative deutsche Namen

Gewöhnlicher WasserdostHanf-WasserdostWasserdostWasserhanfgewöhnlicher Wasserdost
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren