Heilpflanze: schleimlösend, verdauungsfördernd, entblähend

Pfefferminze

Mentha x piperita · auch: Minze, Pfeffer-

6 Fotos

Beschreibung

Die Pfefferminze ist ein Bastard europäischer, wilder Minzen. Daran beteiligt sind die scheinquirlblütige Wasserminze und die Grüne Minze , eine Minze mit ährenförmigem Blütenstand. Entdeckt wurde der Bastard 1696   in einem englischem Arzneigarten , von wo aus er seinen Siegeszug antrat. Die Pfefferminze zeigt im Blütenstand beide Elternteile: verästelte Zweige mit Quirlen, aber Ähren als Endblüten.

Es entstanden bis in unsere Zeit weitere Zuchtformen, wie die Bayerische Pfefferminze, Thüringer Pfefferminze, Pfefferminze Mitcham, und Agnes.  Agnes erblickte ihr Licht unter Dr. Bomme an der Bay. Versuchsanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau. Ein Prachtstück: 1m groß, mehltaufrei, mentholreich!  

Erläuterung

Ausläufer nehmen

Portrait

Pflanztipps:

Minzen sind gesunde Pflanzen mit wenigen Vorlieben, auf deren Erfüllung sie aber beharren!

  • Bis auf die Poleiminze mögen alle Minzen keine Mittagssonne.
  • Sie lieben einen feuchten, humosen Boden. Werden sie ständig zu trocken gehalten, droht Spinnmilbenbefall.
  • Vor dem Neuaustrieb vertragen sie etwas Kompost. Werden sie zu stark gedüngt, ist die Gefahr von Mehltau groß.
  • Minzen sind sehr vital. Sie vermehren sich über ihre Wurzelausläufer oberhalb und unterhalb der Erde!Deshalb in eine Gartenecke pflanzen, wo sie sich austoben können. Oder man versenkt sie, in große Plastiktöpfe mit Abzugsloch gepflanzt, in die Erde. In frei stehenden Töpfen sind Minzen nur bedingt winterhart.
  • Bei Balkonhaltung Gefäße mit Wasserbevorratung verwenden oder fleißig gießen. Winterschutz um den Topf herum geben und einige Fichtenzweige o. ä. auf den Topf legen. 

 

WIRKUNGEN UND ANWENDUNGEN VON MINZEN

In der Klostermedizin spielten Minzen immer schon eine große Rolle: Bereits Wahlafrid Strabo, ein Zeitgenosse Karl des Großen und Architekt der Klostergärten, nahm sie poesievoll in sein Gartenbuch auf. Das „Lorscher Arzneibuch“ und der „Macer floridus“ einschließlich Hildegard von Bingen schlossen sich der Huldigung der grünkräftigen Minze an. Kein Wunder, hat doch Jesus selbst die Minze erwähnt! Bei Interesse: Matthäus 23, 23 und Lukas 11,42

Als Heilpflanze können – bis auf die giftige Poleiminze – alle Minzarten genommen werden.

Ihre Heilkraft hängt von den in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, ihren Flavonoiden, Gerbstoffen und ätherischen Ölen ab. Die mengenmäßige Beteiligung von Menthol, einem Bestandteil des ätherischen Öles von Minzen, ist dabei wirkbestimmend.

Äußerlich angewendet lindert Pfefferminze Beschwerden bei Rheuma, Kopfschmerzen und Insektenstichen. 

Pfefferminze wird innerlich bei Beschwerden der Gallenblase, des übrigen Verdauungstraktes und der oberen Atemwege angewendet.

Menthol wirkt in Kombination mit den übrigen Inhaltsstoffen der Minze

  • krampflösend und blähungstreibend auf den Verdauungstrakt  
  • Gallenfluss und Gallensekretion anregend (deshalb nicht verwenden bei Gallenwegsverschluss, Gallenentzündung, Gallensteinen, schweren Leberschäden)
  • bei Überdosierung unter Umständen leberschädigend, haut- und schleimhautreizend 
  • Sekretion von Magensaft fördernd (deshalb nicht bei saurem Magen und Gastritis anwenden)
  • Bronchialsekretion lösend
  • den Herzschlag erhöhend (Deshalb nicht bei Baby und Kleinkindern anwenden, vor allem nicht im Bereich von Nase und Mund. Auch nicht in der Schwangerschaft oder bei Bluthochdruck.)
  • auf Haut und Schleimhaut Kältegefühl erzeugend, ohne die Körpertemperatur zu beeinflussen
  • die Schmerzempfindlichkeit herabsetzend
  • durchblutungsfördernd
  • desinfizierend
  • kühlend
  • Milben vertreibend
    • Pfefferminzöl hält kurzzeitig Zecken ab.
    • Menthol wirkt in der Bienenpflege gegen Milbenbefall.

 

WIE WIRD MINZE ANGEWENDET?

Minzen, die heutzutage in vielen natürlichen und gärtnerischen Kreuzungen zu haben sind, können durch ihre unterschiedlichen ätherischen Öle ganz unterschiedlich duften – von intensiv minzig über zitronig, schokoladig bis kümmelig, wobei das Minzige, für das das Menthol zuständig ist, in verschiedenen Stärken mitspielt. Interessanterweise ist der Unterschied im Geschmack nicht so gewaltig wie im Geruch.

Angewendet werden Minzen, frisch oder getrocknet oder als Öl, um Speisen und Getränke zu würzen und um Bescherden zu lindern, wobei neben dem meistens herben, leicht pfeffrigen Geschmack auch der minzig frische, süße Duft eine Rolle spielt. Einzig die giftige Poleiminze mit ihrem hohen Pulegongehalt dafür nicht verwenden! Die lassen Sie blühen und erfreuen sich an den „wurligen“ Bienen, die sie besuchen werden.

 

  • Der DUFT FRISCHER MINZENerfreut den Menschen!
    Nicht umsonst war die Minze bis ins 14. Jhd. außerhalb der Klostermauern ein Symbol leidenschaftlicher Liebe. Geblieben ist ihr der Platz im Kräuterbüschel, das am 15. August (Marien-Feiertag) in der Kath. Kirche geweiht und zu Hause in Stall, Wohnzimmer und Schlafzimmer als Glücksbringer platziert wird.
    • Dazu ein weiterer Vorschlag eines Minze-Spezialisten, um auf Minzenduft schweben zu können: „…einen Duftpfad anlegen, indem Sie möglichst viele verschiedenen Minzen beiderseits eines schmalen Weges pflanzen.“ Am besten so, dass ihnen der Rasenmäher Einhalt gebieten kann ;)
    • Sinnvoll ist auch eine Teichrandbepflanzung mit niedrigen Minzen wie Ackerminze, Wasserminze , Kölnischwasserminze und Poleiminze.


 

  • Getrocknete Minzen eignen sich gut zum RÄUCHERN.

     
  • Als HAUSTEE zur psychischen Entspannung und Erholung eignen sich besonders mentholarme Minzenarten. Schmeckt köstlich mit selbst geernteten frischen oder getrockneten Minzeblättern. Kein Vergleich zu den üblichen Teesackerln!

    Tipp für ein alkoholfreies, erfrischendes Sommergetränk: Eisgekühlten, mit Xylit  leicht gesüßten Minzentee, dekoriert mit Minzenblatt und Bio-Zitronenscheibe genießen!  

     
  • Als ARZNEITEE trinken Erwachsene, nicht länger als 3 Wochen hindurch, 2 – 4mal täglich eine frisch zubereitete Tasse Tee:

Pro Tasse 1 Esslöffel frische oder 2 Teelöffel getrocknete mentholreiche Minze mit kochend heißem Wasser übergießen und - damit sich keine ätherischen Öle verflüchtigen - zudecken und 5 Minuten ziehen lassen. Köstliche Medizin!

  • SängerInnen, Achtung: Menthol trocknet – vorübergehend - Kehlkopf und Stimmbänder aus! 

  • ÄTHERISCHES MINZÖL UND PFEFFERMINZÖL 

werden durch Wasserdampfdestillation hergestellt: Minzöl aus Kulturformen der Japanischen Ackerminze, Pfefferminzöl aus mentholreichen Pfefferminzarten. Beide werden als Arzneimittel, im Wellnessbereich und bei der Herstellung von Kosmetik, Süßigkeiten, Zigaretten gerne verwendet.

  • Eingenommen werden Minzöl und Pfefferminzöl in geringer Dosierung: 1 – 3mal täglich 2 Tropfen auf Zucker, einem Stückchen Brot oder in etwas warmem Wasser bei Magen- und Darmblähungen, Magenkrämpfen, zur Förderung der Gallensekretion, bei Erkältungskrankheiten. 
     
  • Für die äußerliche Anwendung mit etwas neutralem Öl (Jojoba-, Sonnenblumen-, Oliven- oder Kokosöl) mischen und auf die Haut oberhalb des erkrankten Organs auftragen. Siehe Warnhinweis!
     
  • Bei Kopfschmerzen und zur Linderung der Symptome von Erkältungen auf den Schläfen auftragen.
     
  • Wirkt bei Insektenstichen kühlend, desinfizierend und juckreizstillend!
     
  • Mit Hilfe von Inhalationen (3 – 4 Tropfen in heißes Wasser geben) können festsitzender Husten gelöst und die oberen Atemwege frei gemacht werden.
     
  • Das Einreiben verspannter Muskelpartien mit Minzöl bewirkt Dank seiner durchblutungsfördernden, schmerzlindernden und antirheumatischen Eigenschaften eine Linderung bei Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen, Muskelkater und auch bei rheumatischen Beschwerden.
     
  • Ein paar Tropfen mit Sahne (oder etwas mehr Milch) vermischt ins warme Badewasser gegeben ist hilfreich bei den aufgezählten Beschwerden.
     
  • Für die Duftlampe 3 – 4 Tropfen in heißes Wasser geben: Der Duft entspannt und stärkt.
     
  • Minzöl mischt sich gut mit Lavendel, Zitrone, Rosmarin, Kiefer.

 

Damit Sie eine für Ihre Zwecke geeignete Minze finden, sind hier etliche aufgelistet, eingeteilt nach ihrem Mentholgehalt:

  1. MENTHOLREICHE  MINZEN - AckerminzeJapanische Ackerminze, PfefferminzeThüringer MinzeWasserminze 
     
  2. MENTHOLARME  MINZEN - Grüne MinzeMarokkanische MinzeTürkische MinzeApfelminzeMojitominze, Kärntner Minze, Orangenminze, Kölnischwasser-Minze, Erdbeerminze, Schokoladenminze, RossminzePoleiminze 
     
  3. "ANDERE  MINZEN" - Neben den echten Minzen (ihr botanischer Name beginnt mit „ Mentha …“), gibt es noch andere ungiftige, duftende Heilpflanzen, die als „Minze“ bezeichnet werden, aber im botanischen Sinne keine sind.
    Sie gehören zu anderen Gattungen: MinzverbeneBergminzeFrauenminzeKatzenminze 

 

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📘 Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), European Union herbal monograph on Mentha x piperita L., folium — Revision 1(2020), EMA/HMPC/572705/2014
    „Traditionelle Anwendung zur Linderung von Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen."
  • 📗 Kommission E am BfArM, Monographie: Menthae piperitae folium (Pfefferminzblätter)(1986), Bundesanzeiger Nr. 223

Traditionell beschriebene Eigenschaften

schleimlösend (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizinTCM
verdauungsfördernd (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizinTCM
entblähend (Blätter) VolksheilkundeTCM
gallenwirksam (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizinTCM
schmerzlindernd (Blätter) VolksheilkundeSchulmedizin
antibakteriell (Blätter) Volksheilkunde
konzentrationssteigernd (Blätter) Volksheilkunde
kühlend (Blätter) Volksheilkunde
stimmungsausgleichend (Blätter) Volksheilkunde
belebend (Blätter) Volksheilkunde
durchblutungsfördernd (Blätter) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Anthocyane Sekundär
Carvon Sekundär
Chlorophyll Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Limonen Sekundär
Menthol Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Flavanole
Mikronährstoffe
Organische Säuren
Rosmarinsäure
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Anthocyane

Anthocyane oder Anthozyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen.

Carvon

Carvon ist ein monocyclisches Monoterpen-Keton und Bestandteil von ätherischen Ölen.

Chlorophyll

Chlorophylle oder Blattgrün bezeichnet eine Klasse natürlicher Farbstoffe, die von Organismen gebildet werden, die Photosynthese betreiben. Insbesondere Pflanzen erlangen ihre grüne Farbe durch Chlorophylle.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Limonen

Limonen [limoˈneːn] ist ein Naturstoff aus der Gruppe der Terpene.

Menthol

Menthol ist ein monocyclischer Monoterpen-Alkohol. Es existiert in zwei spiegelbildlichen Formen, dem (−)-Menthol (Levomenthol) und dem (+)-Menthol. Neben Menthol existieren drei weitere Diastereomerenpaare, da die Verbindung drei asymmetrische C-Atome besitzt: das Neomenthol, Isomenthol und Neoisomenthol.

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Flavanole

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Rosmarinsäure

Rosmarinsäure ist der Trivialname einer im Pflanzenreich weit verbreiteten Phenylacrylsäure. Chemisch gesehen ist es der Ester der Kaffeesäure mit 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-milchsäure.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Erkältung Volksheilkunde
Das ätherische Öl der Pfefferminze wird traditionell bei Erkältungen eingesetzt, da es schleimlösend wirken und die Atemwege erleichtern soll.
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Verdauungsbeschwerden Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Pfefferminze als bewährtes Mittel zur Unterstützung der Verdauung und wird bei verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden traditionell angewendet.
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Magensäuremangel Volksheilkunde
Pfefferminztee wird volksheilkundlich eingesetzt, um die Magensäureproduktion anzuregen und damit die Verdauung zu unterstützen.
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Gallenbeschwerden Volksheilkunde
Die Pflanze gilt in der Volksheilkunde als cholagog und wird traditionell bei Gallenbeschwerden zur Unterstützung der Gallenflussförderung verwendet.
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Völlegefühl Volksheilkunde
Pfefferminze wird volksheilkundlich bei Völlegefühl eingesetzt, da ihre Inhaltsstoffe die Magenentleerung fördern und das Sättigungsgefühl lindern sollen.
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Magenkrampf Volksheilkunde
Das Menthol der Pfefferminze gilt als krampflösend und wird in der Volksheilkunde traditionell gegen Magenkrämpfe und Magenschmerzen angewendet.
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Blähungen - Erwachsene Volksheilkunde
Pfefferminze wird volksheilkundlich bei Blähungen eingesetzt, da ihre ätherischen Öle karminativ wirken und Darmgase fördern sollen.
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Rheumatische Beschwerden Volksheilkunde
Das wärmende Menthol wird volksheilkundlich bei rheumatischen Beschwerden äußerlich angewendet, um Schmerzen und Verspannungen zu lindern.
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Insektenstich Volksheilkunde
Pfefferminzöl oder -auflagen werden volksheilkundlich bei Insektenstichen verwendet, da die kühlende Wirkung Juckreiz und Schwellungen lindern soll.
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Kopfschmerz - Spannungskopfschmerz Volksheilkunde
Pfefferminzöl wird volksheilkundlich bei Spannungskopfschmerzen auf die Schläfen aufgetragen, da die kühlende Wirkung Erleichterung bringen soll.
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Nackenverspannung Volksheilkunde
Das wärmende und durchblutungsfördernde Menthol wird volksheilkundlich bei Nackenverspannungen äußerlich angewendet, um Verspannungen zu lockern.
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Wetterfühligkeit Volksheilkunde
Pfefferminze gilt in der Volksheilkunde als stärkend und wird traditionell bei Wetterfühligkeit und damit verbundenen Beschwerden unterstützend verwendet.
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Liebeskummer Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Pfefferminze als erfrischendes und aufmunterndes Mittel bei emotionalen Belastungen wie Liebeskummer traditionell angewendet.
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Hilft bei

Heilrezepte

Andere Namen

EdelminzeTeeminzeBalsamRote Pfefferminze

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeNützlingspflanze InsektizideKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeBienenweideDuftpflanzeFeuchtbiotopGartenGartenpflanzeKübelbepflanzungleicht zu ziehenSchmetterlingspflanzeWildgemüsezum Verwildern geeignetAromatherapiePsychoaktivRäucherpflanzeSymbolpflanzeWellness
Vorkommen HöhenstufenFlachlandHügellandMittelgebirgeLebensraumGärtenVerbreitungEurasienNordafrikaNordamerika
Blütenfarbe rosa
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

early spring

Boden

full spring

Jungpflanzen

midsummer

alle oberirdischen Teile

Nachbarn im Garten

Schlechte Nachbarn:

Lade Nachbarschaftsgraph...

Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Lamiaceae
Gattung
Mentha
Ordnung
Lamiales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Baum
Habitat
A natural hybrid, M. aquatica x M. spicata found in moist soils on the sides of ditches, roadsides etc in S. England.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Heilwirkung
★★☆☆☆

Anbau & Pflege

A very easily grown plant, it succeeds in most soils and situations so long as the soil is not too dry. Grows well in heavy clay soils. A sunny position is best for the production of essential oils, but the plant also succeeds in partial shade. Prefers a slightly acid soil. Plants are very tolerant of neglect, succeeding in long grass[K]. Hybridizes freely with other members of this genus. Most mints have fairly aggressive spreading roots and, unless you have the space to let them roam, they need to be restrained by some means such as planting them in containers that are buried in the soil[K]. The flowers are very attractive to bees and butterflies. A good companion for growing near cabbages and tomatoes, helping to keep them free of insect pests. The mint will need to be grown in containers to prevent it spreading too aggressively into the other plants. The whole plant has a strong minty aroma with a hint of ginger. The plant produces a better quality essential oil if the plant is grown in dry ground. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer. Special Features:Attractive foliage, Edible, Fragrant foliage, Not North American native, Invasive, Naturalizing, Attracts butterflies, Suitable for cut flowers, Suitable for dried flowers. In garden design, as well as the above-ground architecture of a plant, root structure considerations help in choosing plants that work together for their optimal soil requirements including nutrients and water. The root pattern is rhizomatous with underground stems sending roots and shoots along their length [2-1].
Vermehrung: Seed - sow spring in a cold frame. Germination is usually fairly quick. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle and plant them out in the summer. Mentha species are very prone to hybridisation and so the seed cannot be relied on to breed true. Even without hybridisation, seedlings will not be uniform and so the content of medicinal oils etc will vary. When growing plants with a particular aroma it is best to propagate them by division[K]. Division can be easily carried out at almost any time of the year, though it is probably best done in the spring or autumn to allow the plant to establish more quickly. Virtually any part of the root is capable of growing into a new plant. Larger divisions can be planted out direct into their permanent positions. However, for maximum increase it is possible to divide the roots up into sections no more than 3cm long and pot these up in light shade in a cold frame. They will quickly become established and can be planted out in the summer.

Essbare Verwendung

Leaves - raw or cooked. Used as a flavouring in salads or cooked foods. A very pungent flavour, the leaves of the true eau-de-cologne mint are too aromatic for most tastes, though the cultivar 'Basil' has an excellent flavour and makes a very good substitute for basil in pesto[K]. A herb tea is made from the fresh or dried leaves.

Weitere Nutzung

Landscape Uses: Container, Ground cover, Woodland garden. An essential oil obtained from the whole plant is a source of lavender oil which is used in perfumery. It is also used in oral hygiene preparations, toiletries etc. Formerly used as a strewing herb, the plant repels insects, rats etc. Rats and mice intensely dislike the smell of mint. The plant was therefore used in homes as a strewing herb and has also been spread in granaries to keep the rodents off the grain. Dynamic accumulator.

Verbreitung

Heimisch: Altay, Austria, Belgium, Bulgaria, Czechia-Slovakia, Denmark, France, Germany, Greece, Hungary, Iran, Italy, Kirgizstan, Lebanon-Syria, NW. Balkan Pen., Netherlands, North Caucasus, Palestine, Poland Eingeführt: Alabama, Alaska, Algeria, Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Arkansas, Azores, Baleares, Baltic States, Bangladesh, Belarus, Bermuda, Brazil South, British Columbia, California, Canary Is., Cape Verde, Caroline Is., Central European Russia, Chile Central, Chile North, Colorado, Connecticut, Cuba, Delaware, District of Columbia, Dominican Republic, East European Russia, Egypt, Eritrea, Ethiopia, Falkland Is., Fiji, Florida, Galápagos, Galápagos Islands, Georgia, Gilbert Is., Great Britain, Haiti, Idaho, Illinois, India, Indiana, Iowa, Ireland, Kansas, Kentucky, Libya, Louisiana, Madeira, Maine, Maryland, Massachusetts, Mexico Northwest, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Morocco, Nebraska, Nepal, Nevada, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New York, New Zealand North, New Zealand South, Norfolk Is., North Carolina, Nova Scotia, Ohio, Oklahoma, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Portugal, Prince Edward I.

Alternative deutsche Namen

Pfeffer-MinzePfefferminzeweiße Minze
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren