Heilpflanze: verdauungsfördernd, entkrampfend, entzündungshemmend

Mojitominze

Mentha species 'Nemorosa' · auch: Minze, Mojito-

Beschreibung

Die Mojitominze, auch als „Hemingway-Minze“ bzw. neuerdings als „Hugo-Minze“ bezeichnet, ist zur Zeit eine der gefragtesten Minzenarten.

Erläuterung

Ausläufer. Auch als Kübelpflanze in einem 10 l Topf.

Portrait

Nicht nur dass es sich bei der schönen Mojitominze um eine winterharte, sehr gesunde und wüchsige Minze handelt, avancierte sie auch durch ihren fruchtig - minzigen Duft und ihr angenehmes, krautiges Aroma, das durch seinen geringen Mentholgehalt die Geschmacksnerven nicht betäubt, zur trendigen Cocktailminze schlechthin. S i e  gehört – nomen est omen - in jeden „Mojito“ und „Hugo“!

Doch die Mojitominze eignet sich zusätzlich ausgezeichnet als Grundlage für Tees, Tee, den auch die Kleinen unbesorgt trinken dürfen,  und zum Würzen von pikanten Soßen, Chutneys, Konfitüren, Desserts, Salaten, Gemüse und Fleisch.

Medizinisch wirkt sie aufgrund ihres geringen Mentholgehalts schwächer als die Pfefferminze, zeigt aber viele positive Eigenschaften: Ausgleichend (je nach Bedarf entspannend oder belebend), verdauungsfördernd, krampflösend, entzündungshemmend, schleimlösend.

 

Botanisch zählt dieses Wunderkind zur variablen Sippe der Hainminze (Syn.: Mentha nemorosa WILLD), die selbst aus den beiden mentholarmen Minzen Mentha spicata und Mentha suaveolens als Naturhybride entstanden ist. Ihr botanischer Name Mentha species 'Nemorosa' weist auf diese ihre Zugehörigkeit hin.

 

 

Damit Sie für Ihre Zwecke die richtigen Minzen finden, sind hier etliche aufgezählt, eingeteilt nach ihrem Mentholgehalt:

 

Erntekalender

Blätter early summer gekocht essbar

Sehr gutes Minzaroma für alkoholische und nicht alkoholische, kalte und heiße Getränke. Auch für Sirupe und orientalische Speisen.

Das intensivste Aroma besitzen Minzen knapp vor ihrem Erblühen.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

verdauungsfördernd (Blätter) Volksheilkunde
entkrampfend (Blätter) Volksheilkunde
entzündungshemmend (Blätter) Volksheilkunde
schmerzlindernd (Blätter) Volksheilkunde
schleimlösend (Blätter) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe Sekundär
Carotinoide Sekundär
Carvon Sekundär
Chlorophyll Sekundär
Flavonoide Sekundär
Limonen Sekundär
Menthol Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Mikronährstoffe
Organische Säuren
Rosmarinsäure
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Bitterstoffe

Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Carvon

Carvon ist ein monocyclisches Monoterpen-Keton und Bestandteil von ätherischen Ölen.

Chlorophyll

Chlorophylle oder Blattgrün bezeichnet eine Klasse natürlicher Farbstoffe, die von Organismen gebildet werden, die Photosynthese betreiben. Insbesondere Pflanzen erlangen ihre grüne Farbe durch Chlorophylle.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Limonen

Limonen [limoˈneːn] ist ein Naturstoff aus der Gruppe der Terpene.

Menthol

Menthol ist ein monocyclischer Monoterpen-Alkohol. Es existiert in zwei spiegelbildlichen Formen, dem (−)-Menthol (Levomenthol) und dem (+)-Menthol. Neben Menthol existieren drei weitere Diastereomerenpaare, da die Verbindung drei asymmetrische C-Atome besitzt: das Neomenthol, Isomenthol und Neoisomenthol.

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Rosmarinsäure

Rosmarinsäure ist der Trivialname einer im Pflanzenreich weit verbreiteten Phenylacrylsäure. Chemisch gesehen ist es der Ester der Kaffeesäure mit 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-milchsäure.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Erkältung Volksheilkunde
Die ätherischen Öle der Mojitominze gelten in der Volksheilkunde als hilfreich bei Erkältungssymptomen. Ein Tee soll Atemwege beruhigen und das Wohlbefinden fördern.
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Verdauungsbeschwerden Volksheilkunde
Traditionell wird Mojitominze bei Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen eingesetzt. Ihre krampflösenden Eigenschaften sollen Magen und Darm entspannen.
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Muskelschmerzen Volksheilkunde
Das Menthol der Pflanze wird volksheilkundlich bei Muskelschmerzen genutzt. Auflagen oder Öle sollen eine wärmende und entspannende Wirkung entfalten.
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Hautpflege Volksheilkunde
Mojitominze gilt in der Volksheilkunde als erfrischend und reinigend für die Haut. Ein Aufguss wird traditionell für Gesichtswasser und Hautpflege verwendet.
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Wetterfühligkeit Volksheilkunde
Die belebende Wirkung der Mojitominze wird volksheilkundlich bei Wetterfühligkeit geschätzt. Ein Tee soll das Wohlbefinden bei Wetterumschwüngen unterstützen.
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Liebeskummer Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Minze als aufmunternde Pflanze, die bei emotionalen Belastungen das Gemüt heben soll. Ein Tee wird traditionell zur seelischen Erholung genossen.
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Hilft bei

Andere Namen

Hemingway-MinzeHugo-Minze

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeTeepflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit DestillierenEinfrierenEinmachenGenussnahrungKochenNotnahrungRohkostTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungBalkongartenBienenweideDuftpflanzeFeuchtbiotopGartenKübelbepflanzungleicht zu ziehenSchmetterlingspflanzeSchnittblumeStaudenbeetUnterpflanzungWochenendgartenzum Verwildern geeignetAromatherapieGenusspflanzeRäucherpflanzeSymbolpflanzeWellness
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumGärten
Blütezeit Hochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

early spring

Boden

full spring

Jungpflanzen

midsummer

alle oberirdischen Teile

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Lamiaceae
Gattung
Mentha
Ordnung
Lamiales
Klasse
Magnoliopsida

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Alaska, Albania, Alberta, Algeria, Altay, Amur, Angola, Arizona, Arkansas, Austria, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgium, Botswana, British Columbia, Bulgaria, Buryatiya, California, Cambodia, Canary Is., Cape Provinces, Cape Verde, Central European Russia, Chad, Chatham Is., China North-Central, China South-Central, China Southeast, Chita, Colorado, Connecticut, Corse, Cyprus, Czechia-Slovakia, Delaware, Denmark, East Aegean Is., East European Russia, Egypt, Eswatini, Ethiopia, Finland, Florida, France, Free State, Føroyar, Georgia, Germany, Great Britain, Greece, Hungary, Iceland, Idaho, Illinois, India, Indiana, Inner Mongolia, Iowa, Iran, Iraq, Ireland, Irkutsk, Italy, Japan, Jawa, Kamchatka Eingeführt: Alabama, Amsterdam-St.Paul Is., Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Bangladesh, Bermuda, Bolivia, Brazil South, Caroline Is., Chile Central, Chile North, Chile South, Colombia, Comoros, Costa Rica, Cuba, District of Columbia, Dominican Republic, El Salvador, Eritrea, Falkland Is., Fiji, Galápagos, Gambia, Gilbert Is., Guinea, Gulf of Guinea Is., Haiti, Hawaii, Juan Fernández Is.

Alternative deutsche Namen

Minze
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren