Heilpflanze: schleimlösend, verdauungsfördernd, entblähend

Ackerminze

Mentha arvensis L. · auch: Minze, Acker-

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9 Fotos

Beschreibung

Die Ackerminze ist eine – auch in Mitteleuropa - wild vorkommende Art der Gattung der Minzen. Als solche identifiziert man sie leicht, wenn man mit den Fingern kurz an ihren Blättern reibt: Sie riechen intensiv nach Menthol.  

Verwendete Pflanzenteile

Die Blätter vieler Minzen können ähnlich verwendet werden: getrocknet für Tees, für Sirup, Fruchtsalate, in Süßspeisen oder für pikante Gerichte. Auch Alkoholische Getränke können aromatisiert werden.

Erläuterung

Ausläufer nehmen

Portrait

Die Ackerminze hybridisiert leicht mit anderen  Minzen. Bereits Walahfried Strabo, 9. Jhd., meinte, wer alle Namen, Arten und Kräfte der Minze kenne, könne auch sagen, wie viele Fische im Roten Meer schwimmen… Einer ihrer Bastarde, der um 1700 in einem englischen Garten entdeckt wurde, erlangte Weltruhm: die Pfefferminze!

Weltruhm erlangte die Ackerminze selbst auch, und zwar durch das Japanische Minzöl, gewonnen durch Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes der Japanischen Ackerminze. Beim Abkühlen des Öles werden die entstandenen Menthol-Kristalle abgeschöpft, gereinigt und als natürliches Menthol vermarktet.  Das restliche Minzöl, bekannt auch als „Japanisches Heilpflanzenöl“ enthält immerhin noch 30% - 50% Menthol. In seiner Wirkung unterscheidet es sich kaum vom Pfefferminzöl. Letzteres ist jedoch geruchlich feiner.

Daraus ergibt sich für Teetrinker: Tee aus der Ackerminze kann - von der Heilwirkung her gesehen - wie Pfefferminztee getrunken werden. Welcher schmeckt besser? Darüber lässt sich streiten! ;) Dr. Heinrich Marzell meinte jedenfalls 1923: „Die Acker-Minze kann im Notfall an Stelle der Pfeffer-Minze verwendet werden.“

 

Pflanztipps:

Minzen sind gesunde Pflanzen mit wenigen Vorlieben, auf deren Erfüllung sie aber beharren!

  • Bis auf die Poleiminze mögen alle Minzen keine Mittagssonne.
  • Sie lieben einen feuchten, humosen Boden. Werden sie ständig zu trocken gehalten, droht Spinnmilbenbefall.
  • Vor dem Neuaustrieb vertragen sie etwas Kompost. Werden sie zu stark gedüngt, ist die Gefahr von Mehltau groß.
  • Minzen sind sehr vital. Sie vermehren sich über ihre Wurzelausläufer oberhalb und unterhalb der Erde!Deshalb in eine Gartenecke pflanzen, wo sie sich austoben können. Oder man versenkt sie, in große Plastiktöpfe mit Abzugsloch gepflanzt, in die Erde. In frei stehenden Töpfen sind Minzen nur bedingt winterhart.
  • Bei Balkonhaltung Gefäße mit Wasserbevorratung verwenden, Winterschutz geben. 

Wirkungen und Anwendungen von Minzen

In der Klostermedizin spielten Minzen immer schon eine große Rolle: Bereits Wahlafrid Strabo, ein Zeitgenosse Karl des Großen und Architekt der Klostergärten, nahm sie poesievoll in sein Gartenbuch auf. Das „Lorscher Arzneibuch“ und der „Macer floridus“ einschließlich Hildegard von Bingen schlossen sich der Huldigung der grünkräftigen Minze an. Kein Wunder, hat doch Jesus selbst die Minze, die im arabischen Raum bis heute hoch geschätzt wird, erwähnt: Matthäus 23, 23 und Lukas 11,42

Man kann sagen, sie ist eine duftende Heilpflanze für den gesamten Verdauungsprozess, körperlich und seelisch, und hält einem lästige Begleiter wie Fliegen und Bakterien vom Leib. Sie gilt als ein Bote der wahren Freundschaft und der Liebe, der auch immer wieder zum gemeinsamen Tisch eingeladen werden möchte: Ein Minzesträußchen oder ausgestreute Blätter drücken diesen Wunsch aus!

 Menthol wirkt in Kombination mit den übrigen Inhaltsstoffen der Minze

  • krampflösend und blähungstreibend  auf den Verdauungstrakt  
  • Gallenfluss und Gallensekretion anregend (deshalb nicht verwenden bei Gallenwegsverschluss, Gallenentzündung, Gallensteinen)
  • bei Überdosierung unter Umständen leberschädigend, haut- und schleimhautreizend
  • Sekretion von Magensaft fördernd (deshalb nicht bei saurem Magen und Gastritis anwenden)
  • Bronchialsekretion lösend
  • den Herzschlag erhöhend: Deshalb nicht bei Baby und Kleinkindern anwenden, vor allem nicht im Bereich von Nase und Mund. Auch nicht in der Schwangerschaft oder bei Bluthochdruck!
  • auf Haut und Schleimhaut Kältegefühl erzeugend, ohne die Körpertemperatur zu beeinflussen
  • die Schmerzempfindlichkeit herabsetzend
  • durchblutungsfördernd
  • Gebärmutterkontraktionen erhöhend: Deshalb nicht während einer Schwangerschaft anwenden.
  • desinfizierend
  • Milben vertreibend
    • Menthol wirkt in der Bienenpflege gegen Milbenbefall!

Wie wird Minze angewendet?

Minzen, die heutzutage in vielen natürlichen und gärtnerischen Kreuzungen zu haben sind, können durch ihre unterschiedlichen ätherischen Öle ganz unterschiedlich duften – von intensiv minzig über zitronig, schokoladig bis kümmelig, wobei das Minzige, für das das Menthol zuständig ist, in verschiedenen Stärken mitspielt. Interessanterweise ist der Unterschied im Geschmack nicht so gewaltig wie im Geruch.

Angewendet werden Minzen, frisch oder getrocknet oder als ätherisches Öl, um Speisen und Getränke zu würzen, wobei neben dem meistens herben, leicht pfeffrigen Geschmack auch der minzig frische, süße Duft eine Rolle spielt. Einzig die giftige Poleiminze mit ihrem hohen Pulegongehalt dafür nicht verwenden! Die lassen Sie blühen und erfreuen sich an den „wurligen“ Bienen, die sie besuchen werden.

  • Tipp für ein alkoholfreies, erfrischendes Sommergetränk: Eisgekühlten, mit Xylit leicht gesüßten Minzentee, dekoriert mit Minzenblatt und Bio-Zitronenscheibe genießen!

Der Duft frischer Minzen erfreut den Menschen! Nicht umsonst war die Minze bis ins 14. Jhd. außerhalb der Klostermauern ein Symbol leidenschaftlicher Liebe. Geblieben ist ihr der Platz im Kräuterbüschel, das am 15. August (Marien-Feiertag) in der Kath. Kirche geweiht und zu Hause in Stall, Wohnzimmer und Schlafzimmer als Glücksbringer platziert wird.
Dazu ein weiterer Vorschlag eines Minze-Spezialisten, um auf Minzenduft schweben zu können: „…einen Duftpfad anlegen, indem Sie möglichst viele verschiedenen Minzen beiderseits eines schmalen Weges pflanzen.“ Am besten so, dass ihnen der Rasenmäher Einhalt gebieten kann ;)
Sinnvoll ist auch eine Teichrandbepflanzung mit niedrigen Minzen wie Ackerminze, Wasserminze , Kölnischwasserminze und Poleiminze.

 Getrocknete Minzen eignen sich gut zum Räuchern.

Als Haustee zur psychischen Entspannung und Erholung eignen sich besonders mentholarme Minzenarten.  Schmeckt köstlich mit selbst geernteten frischen oder getrockneten Minzeblättern. Kein Vergleich zu den üblichen Teesackerln!

Als Arzneitee trinken Erwachsene, nicht länger als 3 Wochen hindurch, 2 – 4mal täglich eine frisch zubereitete Tasse Tee:  
Pro Tasse 1 Esslöffel frische oder 2 Teelöffel getrocknete mentholreiche Minze mit kochend heißem Wasser übergießen und - damit sich keine ätherischen Öle verflüchtigen - zudecken und 5 Minuten ziehen lassen. Köstliche Medizin!

  • SängerInnen, Achtung: Menthol trocknet – vorübergehend - Kehlkopf und Stimmbänder aus!

Ätherisches Minzöl und Pfefferminzöl

werden durch Wasserdampfdestillation hergestellt: Minzöl aus Kulturformen der Japanischen Ackerminze, Pfefferminzöl aus mentholreichen Pfefferminzarten. Beide werden als Arzneimittel, im Wellnessbereich und bei der Herstellung von Kosmetik, Süßigkeiten, Zigaretten gerne verwendet.
Eingenommen werden Minzöl und Pfefferminzöl in geringer Dosierung: 1 – 3mal täglich 2 Tropfen auf Zucker, einem Stückchen Brot oder in etwas warmem Wasser bei Magen- und Darmblähungen, Magenkrämpfen, zur Förderung der Gallensekretion, bei Erkältungskrankheiten.
Für die äußerliche Anwendung mit etwas neutralem Öl (Jojoba-, Sonnenblumen-, Oliven- oder Kokosöl) mischen und auf die Haut oberhalb des erkrankten Organs. Siehe Warnhinweis!

  • Bei Kopfschmerzen und zur Linderung der Symptome von Erkältungen auf den Schläfen und unterhalb des Kehlkopfs auftragen.
  • Mit Hilfe von Inhalationen (3 – 4 Tropfen in heißes Wasser geben) können festsitzender Husten gelöst und die oberen Atemwege frei gemacht werden.
  • Das Einreiben verspannter Muskelpartien mit Minzöl bewirkt Dank seiner durchblutungsfördernden, schmerzlindernden und antirheumatischen Eigenschaften eine Linderung bei Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen, Muskelkater und auch bei rheumatischen Beschwerden.
  • Ein paar Tropfen mit Sahne (oder etwas mehr Milch) vermischt ins warme Badewasser gegeben ist hilfreich bei den aufgezählten Beschwerden.
  • Für die Duftlampe 3 – 4 Tropfen in heißes Wasser geben: Der Duft entspannt und stärkt.
  • Minzöl mischt sich gut mit Lavendel, Zitrone, Rosmarin, Kiefer.

Damit Sie für Ihren Zweck die richtige Minze finden, sind hier etliche aufgezählt, eingeteilt nach ihrem Mentholgehalt:

Erntekalender

Blätter early summer gekocht essbar

Die Blätter vieler Minzen können ähnlich verwendet werden: getrocknet für Tees, für Sirup, Fruchtsalate, in Süßspeisen oder für pikante Gerichte. Auch alkoholische Getränke können damit aromatisiert werden.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

schleimlösend VolksheilkundeSchulmedizinTCM
verdauungsfördernd VolksheilkundeSchulmedizinTCMHildegardmedizin
entblähend VolksheilkundeSchulmedizinTCMHildegardmedizin
antibakteriell VolksheilkundeHildegardmedizin

H. v. Bingen empfahl die Ackerminze bei Augengeschwüren aufzulegen.

durchblutungsfördernd Volksheilkunde
schmerzlindernd VolksheilkundeSchulmedizin

H. v. Bingen empfahl die Ackerminze bei Augengeschwüren aufzulegen.

Inhaltsstoffe

Chlorophyll Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Limonen Sekundär
Menthol Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Organische Säuren
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Chlorophyll

Chlorophylle oder Blattgrün bezeichnet eine Klasse natürlicher Farbstoffe, die von Organismen gebildet werden, die Photosynthese betreiben. Insbesondere Pflanzen erlangen ihre grüne Farbe durch Chlorophylle.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Limonen

Limonen [limoˈneːn] ist ein Naturstoff aus der Gruppe der Terpene.

Menthol

Menthol ist ein monocyclischer Monoterpen-Alkohol. Es existiert in zwei spiegelbildlichen Formen, dem (−)-Menthol (Levomenthol) und dem (+)-Menthol. Neben Menthol existieren drei weitere Diastereomerenpaare, da die Verbindung drei asymmetrische C-Atome besitzt: das Neomenthol, Isomenthol und Neoisomenthol.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Andere Namen

KornminzeFeldminzeEuropäische Ackerminze

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit DestillierenKochenRohkostSaftTrocknenNützlingspflanze Technische NutzungInsektizideKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungBalkongartenBienenweideBlumenwieseDuftpflanzeFeuchtbiotopGartenGartenpflanzeKübelbepflanzungleicht zu ziehenSchmetterlingspflanzeUnterpflanzungWildgemüsezum Verwildern geeignetAromatherapiePsychoaktivRäucherpflanzeSymbolpflanzeWellness
Vorkommen HöhenstufenHügellandMittelgebirgeLebensraumÄckerFeuchtwiesenGärtenVerbreitungEurasienMitteleuropa
Blütenfarbe rosa
Blütezeit Vollherbst | OktoberSpätsommer | AugustFrühsommer | JuniFrühherbst | SeptemberHochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

full spring

Jungtriebe

midsummer

alle oberirdischen Teile

early autumn
first spring

Blätter

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Lamiaceae
Gattung
Mentha
Ordnung
Lamiales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Baum
Habitat
Arable land, heaths, damp edges of woods.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★☆☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
8/10
Boden
6/10
pH-Wert pH 5 – 7

Anbau & Pflege

Eine leicht zu kultivierende Pflanze, die in den meisten Böden und Standorten gedeiht, solange der Boden nicht zu trocken ist. Diese Art toleriert viel trockenere Bedingungen als andere Mitglieder der Gattung. Bevorzugt einen leicht sauren Boden. Wächst gut in schweren Lehmböden. Eine sonnige Lage ist am besten für die Produktion von ätherischen Ölen, aber sie gedeiht auch im Halbschatten. Die Pflanzen sind winterhart bis mindestens -15°C. Die meisten Minzen haben ziemlich aggressive, sich ausbreitende Wurzeln und, außer man hat den Platz, sie umherwandern zu lassen, müssen sie durch irgendwelche Mittel eingedämmt werden, wie etwa das Pflanzen in Behältern, die in den Boden eingegraben werden. Hybridisiert frei mit anderen Mitgliedern dieser Gattung. Polymorph. Die ganze Pflanze hat einen sehr starken, fast aufdringlichen Minzgeruch. Die Blüten sind sehr attraktiv für Bienen und Schmetterlinge. Eine gute Begleitpflanze für den Anbau in der Nähe von Brassicaceen und Tomaten, hilft dabei, Insektenschädlinge abzuschrecken. Mitglieder dieser Gattung werden selten oder nie von äsenden Hirschen belästigt. Für das Design von Polykulturen sowie die oben genannten oberirdischen Architekturinformationen (Form - Baum, Strauch etc. und oben gezeigte Größe) sind auch Informationen über die Wuchsform und das Wurzelmuster nützlich und werden hier bereitgestellt, falls verfügbar. Die Pflanzenwuchsform ist ein Ausläufer, der sich unbegrenzt durch Rhizome oder Stolonen ausbreitet. Das Wurzelmuster ist rhizomatös mit unterirdischen Stängeln, die Wurzeln und Triebe entlang ihrer Länge aussenden. Das Wurzelmuster ist stolonifer, wurzelnd von kriechenden Stängeln über dem Boden. Minzblätter können während der gesamten Wachstumsperiode geerntet werden, vom Frühjahr bis zum Herbst, aber sie werden am besten kurz vor der Blüte für optimalen Geschmack geerntet. Minze blüht typischerweise vom späten Frühjahr bis zum frühen Sommer. Minze ist eine schnellwüchsige Pflanze, die sich oft schnell etabliert und aggressiv ausbreitet, was sie für eine schnelle Bodenbedeckung in Gärten geeignet macht. Minzarten sind generell selbstfertil.
Vermehrung: Samen - im Frühjahr in einem Kalthaus aussäen. Die Keimung erfolgt normalerweise recht schnell. Die Sämlinge in einzelne Töpfe pikieren, sobald sie groß genug zum Handhaben sind, und im Sommer auspflanzen. Mentha-Arten sind sehr anfällig für Hybridisation und daher kann man sich nicht darauf verlassen, dass das Saatgut sortenecht bleibt. Selbst ohne Hybridisation werden die Sämlinge nicht einheitlich sein und daher wird der Gehalt an medizinischen Ölen usw. variieren. Beim Anbau von Pflanzen mit einem besonderen Aroma ist es am besten, sie durch Teilung zu vermehren. Die Teilung kann problemlos zu fast jeder Jahreszeit durchgeführt werden, obwohl sie wahrscheinlich am besten im Frühjahr oder Herbst erfolgt, damit sich die Pflanze schneller etablieren kann. Praktisch jeder Teil der Wurzel ist in der Lage, zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen. Größere Teilungen können direkt an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden. Für maximale Vermehrung ist es jedoch möglich, die Wurzeln in Abschnitte von höchstens 3 cm Länge zu teilen und diese im Halbschatten in einem Kalthaus zu topfen. Sie werden sich schnell etablieren und können im Sommer ausgepflanzt werden.

Essbare Verwendung

Essbare Teile: Blätter Essbare Verwendung: Gewürz Tee Blätter - roh oder gekocht. Ein ziemlich starker minziger Geschmack mit einer leichten Bitterkeit, sie werden als Aromastoff in Salaten oder gekochten Speisen verwendet. Ein Kräutertee wird aus den frischen oder getrockneten Blättern hergestellt. Ein ätherisches Öl aus der Pflanze wird als Aromastoff in Süßwaren und Getränken verwendet. Die Blätter enthalten etwa 0,2% ätherisches Öl.

Weitere Nutzung

Ätherisches Öl Abschreckend Streuung Agroforstwirtschaft Verwendung: Minze kann als Bodendecker verwendet werden und hilft dabei, Unkraut zu unterdrücken und Bodenerosion zu verhindern. Ihr starkes Aroma kann auch dabei helfen, Schädlinge abzuwehren. Die Pflanze wird als Insektenabwehrmittel verwendet. Ratten und Mäuse mögen den Geruch von Minze überhaupt nicht. Die Pflanze wurde daher in Häusern als Streukraut verwendet und wurde auch in Getreidespeichern verteilt, um die Nagetiere vom Getreide fernzuhalten. Die Blätter weisen auch verschiedene Insekten ab. Ein ätherisches Öl wird aus der Pflanze gewonnen. Die Ausbeute aus den Blättern beträgt etwa 0,8%. Die Unterart M. arvensis piperascens produziert das beste Öl, welches als Ersatz für oder Verfälschung von Pfefferminzöl verwendet werden kann. Ausbeuten von bis zu 1,6% wurden von dieser Unterart erhalten. 1. Nektarium - Blüten reich an Nektar und Pollen: Ja – Minzarten produzieren kleine Blüten, die reich an Nektar sind und verschiedene Bestäuber anziehen, einschließlich Bienen und Schmetterlinge. 2. Wildtiere - Nahrung (Früchte, Samen, Blattstreu, Schutz, Nistplätze, Schlafplätze): Ja – Die Blätter der Minze sind essbar und können als Nahrung sowohl für Menschen als auch für manche Wildtiere verwendet werden. Während Minzpflanzen normalerweise keine Nistplätze bieten, kann ihr dichtes Laub etwas Schutz gewähren. 3. Wirbellosenunterschlupf (Überwinterungsplätze, Blattstreu, Bodendecker): Ja – Minze kann Lebensraum für Wirbellose bieten, und ihr Laub trägt zur Blattstreu bei. Minzarten können sich ausbreiten und als Bodendecker fungieren, was dabei helfen kann, eine geeignete Umgebung für nützliche Insekten zu schaffen. 4. Schädlingsverwirrung (Geruch): Ja – Minze hat ein starkes Aroma, das dabei helfen kann, bestimmte Schädlinge abzuwehren, was sie bei Mischkultur und Schädlingsbekämpfungsstrategien vorteilhaft macht.

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Afrotropical, Altay, Australasian, Austria, Baltic States, Belarus, Belgium, Bulgaria, Buryatiya, Central European Russia, Czechia-Slovakia, Denmark, East European Russia, Finland, Fitjar, France, Føroyar, Germany, Global, Great Britain, Greece, Hungary, Iceland, India, Ireland, Irkutsk, Italy, Kamchatka, Kazakhstan, Kirgizstan, Krasnoyarsk, Magadan, NW. Balkan Pen., Nearctic, Neotropical, Nepal, Netherlands, North America, North Caucasus, North European Russia, Northwest European Russia, Norway, Oriental (Indomalaya), Palaearctic, Pasto, Poland, Primorye, Romania, Selbu, South European Russia, Spain, Svalbard, Sweden, Switzerland, Tadzhikistan, Torsnes, Transcaucasus, Turkmenistan, Tuva, Tveit, Türkiye, Ukraine, Uzbekistan, West Himalaya, West Siberia, Yakutiya Eingeführt: Alberta, Bangladesh, British Columbia, California, Canary Is., Colorado, El Salvador, Haiti, Illinois, Labrador, Manitoba, Marianas, Maryland, Mexico Northwest, Minnesota, Montana, New Brunswick, New Mexico, New York, New Zealand North, Newfoundland, Nova Scotia, Ontario, Oregon, Prince Edward I., Québec, Saskatchewan, Tennessee, Vermont, Washington, Wyoming

Alternative deutsche Namen

Acker-MinzeAckerminzeKornminze
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren