Heilpflanze: verdauungsfördernd, entzündungshemmend, hustenlösend

Wasserminze

Mentha aquatica · auch: Minze, Wasser-

9 Fotos

Beschreibung

Die Wasserminze zählte zu den heiligen Kräutern der Druiden, verbindet sie doch das befruchtende, sich ständig ändernde und doch gleich bleibende Element, das Wasser, mit der Mutter Erde auf sichtbare Weise, und duftet und heilt! Sicher beobachteten sie auch ihre Ausbreitung, die sowohl mittels der im Wasser schwimmenden  Samen erfolgt, als auch über ober- und unterirdische Ausläufer.

Hildegard von Bingen schätzte neben der Poleiminze auch ihre Heilwirkung. Sie empfahl sie roh (Gewürz!) oder gekocht zu essen bei Völlegefühl, Atem- und Lungenbeschwerden, und roh - zu grobem Brei gestoßen - als Auflage bei Augengeschwüren. Das sind übrigens auch die Anwendungsgebiete der anderen wilden und kultivierten Minzen, auch der Pfefferminze, die ja Hildegard noch unbekannt war, an deren Entstehung aber die Wasserminze beteiligt war, wie sich Minzen überhaupt gerne untereinander kreuzen und viele neue Minzarten entstehen lassen.

Das Schöne ist, die Wasserminze kommt (noch) in weiten Gebieten Europas vor, denn sie bewohnt die unter Schutz gestellten Feuchtgebiete und sie ist auch relativ anpassungsfähig. So richten sich ihre Größe und ihre Behaarung  nach Standort und Nahrungsangebot, doch immer bleibt ihr stark aromatischer Minzengeruch, der sich besonders beim Zerreiben ihrer Blätter bemerkbar macht! Verantwortlich dafür ist ihr heilsames ätherisches Öl.

Ihr botanischer Artname   aquatica“   verrät, dass sie Wasser mag (lat. aqua = Wasser) -  und  auch ihr Gattungsname „Mentha“ – „Minze“ hat mit Wasser zu tun, wie eine griechische Sage berichtet:

Minthe
Vor langer Zeit lebte eine wunderschöne, unschuldige Nymphe namens Minthe. Eine Fluss-Nymphe, die mit ihren Gespielinnen durch die heimatlichen Fluten tauchte, zwischen den Weiden tanzte und gerne singend und summend auf einem sonnengewärmten Stein saß, bis … ja, bis Hades, der Gott der Unterwelt, der schon damals Persephone, die holde Tochter seiner Schwester Demeter raubte und in seine Unterwelt zerrte und … naja, schlussendlich wurde sie seine Gemahlin … also, bis  Hades, durch die Gewässer, die ja unterirdisch miteinander verbunden sind, auf Minthe aufmerksam gemacht, durch den Styx sich pirschte,  auftauchte und sich an die ahnungslose Minthe heranmachte. - Leider ahnte seine holde Persephone umso mehr! Rasend vor Eifersucht stürzte sie sich auf die Nymphe und - zerriss sie. Gerade noch rechtzeitig. Ja   s i e  ,  nicht den Hades, den untreu sein Wollenden.
Der war todtraurig: Kein Vergnügen, keine Minthe, arme Minthe. Ehemals duftende, fröhliche Minthe. – Doch, die Götter vermögen viel (nicht alles): Wie er so sehnsuchtsvoll (reuevoll?)  vor sich hinmurmelte, wuchsen aus den am Fluss verstreuten Leichenteilen „seiner“ Minthe zarte Wurzeln, die einander suchten, und zarte Halme mit wunderbar duftenden Blättern und blassen Blüten sprossen empor, Richtung Hades. Minthe! Wie sich sein Herz freute! –

Irgendwie ahnten damals die alten Griechinnen und Griechen die Geschichte und legten fortan ihren Verstorbenen ein Büschel Minzen in den Sarg: Da steckt Lebenskraft drin! Und Hades wird durch Minze gnädig gestimmt. Wer weiß schon Genaues … Dazu meint Bruder Franziskus, ein Klostergärtner, trocken: Alle Arten und Sorten der Minze sind ausdauernd und Ausläufer treibend… und mögen Böden mit genug Feuchtigkeit.  Sehr fein, danke, Bruder Franziskus. Ist das alles?

Verwendete Pflanzenteile

Die Blätter eignen sich zum Aromatisieren von Speisen und Getränken, getrocknet als Tee und Erfrischungsgetränke. Auch in Kombination mit Schokolade schmeckt hervorragend.

Erläuterung

Ausläufer nehmen

Portrait

Pflanztipps:

Minzen sind gesunde Pflanzen mit wenigen Vorlieben, auf deren Erfüllung sie aber beharren!

  • Bis auf die Poleiminze mögen alle Minzen keine Mittagssonne.
  • Sie lieben einen feuchten, humosen Boden. Werden sie ständig zu trocken gehalten, droht Spinnmilbenbefall.
  • Vor dem Neuaustrieb vertragen sie etwas Kompost. Werden sie zu stark gedüngt, ist die Gefahr von Mehltau groß.
  • Minzen sind sehr vital. Sie vermehren sich über ihre Wurzelausläufer oberhalb und unterhalb der Erde! Deshalb in eine Gartenecke pflanzen, wo sie sich austoben können. Oder man versenkt sie, in große Plastiktöpfe mit Abzugsloch gepflanzt, in die Erde. In frei stehenden Töpfen sind Minzen nur bedingt winterhart.
  • Bei Balkonhaltung Gefäße mit Wasserbevorratung verwenden oder fleißig gießen, Winterschutz um den Topf herum geben und einige Fichtenzweige o. ä. auf den Topf legen.

Wirkungen der Minzen

In der Klostermedizin spielten Minzen immer schon eine große Rolle: Bereits Wahlafrid Strabo, ein Zeitgenosse Karl des Großen und Architekt der Klostergärten, nahm sie poesievoll in sein Gartenbuch auf. Das „Lorscher Arzneibuch“ und der „Macer floridus“ einschließlich Hildegard von Bingen schlossen sich der Huldigung der grünkräftigen Minze an. Kein Wunder, hat doch Jesus selbst die Minze, die im arabischen Raum bis heute hoch geschätzt wird, erwähnt: Matthäus 23, 23 und Lukas 11,42

Man kann sagen, sie ist eine duftende Heilpflanze für den gesamten Verdauungsprozess, körperlich und seelisch, und hält einem lästige Begleiter wie Fliegen und Bakterien vom Leib. Sie gilt als ein Bote der wahren Freundschaft und der Liebe, der auch immer wieder zum gemeinsamen Tisch eingeladen werden möchte: Ein Minzesträußchen oder ausgestreute Blätter drücken diesen Wunsch aus!


Die Heilkraft der Minzen hängt von den in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, ihren Flavonoiden, Gerbstoffen und ätherischen Ölen ab. Die mengenmäßige Beteiligung von Menthol, einem Bestandteil des ätherischen Öles von Minzen, ist dabei wirkbestimmend. Als Teepflanze können – bis auf die Poleiminze, bei der der Gehalt an giftigem Pulgeon bei weitem überwiegt – alle Minzenarten genommen werden.

Menthol wirkt in Kombination mit den übrigen Inhaltsstoffen der Minze

  • krampflösend und blähungstreibendauf den Verdauungstrakt
  • Gallenfluss und Gallensekretion anregend (deshalb nicht verwenden bei Gallenwegsverschluss, Gallenentzündung, Gallensteinen)
  • bei Überdosierung unter Umständen leberschädigend, haut- und schleimhautreizend
  • Sekretion von Magensaft fördernd (deshalb nicht bei saurem Magen und Gastritis anwenden)
  • Bronchialsekretion lösend
  • den Herzschlag erhöhend (Deshalb nicht bei Baby und Kleinkindern anwenden, vor allem nicht im Bereich von Nase und Mund. Auch nicht in der Schwangerschaft oder bei Bluthochdruck.)
  • auf Haut und Schleimhaut Kältegefühl erzeugend, ohne die Körpertemperatur zu beeinflussen
  • die Schmerzempfindlichkeit herabsetzend
  • durchblutungsfördernd
  • desinfizierend
  • Milben vertreibend
    • Menthol wirkt in der Bienenpflege gegen Milbenbefall.

Wie wird Minze angewendet?

Minzen, die heutzutage in vielen natürlichen und gärtnerischen Kreuzungen zu haben sind, können durch ihre unterschiedlichen ätherischen Öle ganz unterschiedlich duften – von intensiv minzig über zitronig, schokoladig bis kümmelig, wobei das Minzige, für das das Menthol zuständig ist, in verschiedenen Stärken mitspielt. Interessanterweise ist der Unterschied im Geschmack nicht so gewaltig wie im Geruch.

Angewendet werden Minzen, frisch oder getrocknet oder als Öl, um Speisen und Getränke zu würzen, wobei neben dem meistens herben, leicht pfeffrigen Geschmack auch der minzig frische, süße Duft eine Rolle spielt. Einzig die giftige Poleiminze mit ihrem hohen Pulegongehalt dafür nicht verwenden! Die lassen Sie blühen und erfreuen sich an den „wurligen“ Bienen, die sie besuchen werden.

  • Tipp für ein alkoholfreies, erfrischendes Sommergetränk: Eisgekühlten, mit Xylit leicht gesüßten Minzentee, dekoriert mit Minzenblatt und Bio-Zitronenscheibe genießen!

Der Duft frischer Minzen erfreut den Menschen! Nicht umsonst war die Minze bis ins 14. Jhd. außerhalb der Klostermauern ein Symbol leidenschaftlicher Liebe. Geblieben ist ihr der Platz im Kräuterbüschel, das am 15. August (Marien-Feiertag) in der Kath. Kirche geweiht und zu Hause in Stall, Wohnzimmer und Schlafzimmer als Glücksbringer platziert wird.
Dazu ein weiterer Vorschlag eines Minze-Spezialisten, um auf Minzenduft schweben zu können: „…einen Duftpfad anlegen, indem Sie möglichst viele verschiedenen Minzen beiderseits eines schmalen Weges pflanzen.“ Am besten so, dass ihnen der Rasenmäher Einhalt gebieten kann ;)
Sinnvoll ist auch eine Teichrandbepflanzung mit niedrigen Minzen wie Ackerminze, Wasserminze, Kölnischwasserminze  und Poleiminze.

Getrocknete Minzen eignen sich gut zum Räuchern.

Als Haustee zur psychischen Entspannung und Erholung eignen sich besonders mentholarme Minzenarten. Schmeckt köstlich mit selbst geernteten frischen oder getrockneten Minzeblättern. Kein Vergleich zu den üblichen Teesackerln!

Als Arzneitee trinken Erwachsene, nicht länger als 3 Wochen hindurch, 2 – 4mal täglich eine frisch zubereitete Tasse Tee:
Pro Tasse 1 Esslöffel frische oder 2 Teelöffel getrocknete mentholreiche Minze mit kochend heißem Wasser übergießen und - damit sich keine ätherischen Öle verflüchtigen - zudecken und 5 Minuten ziehen lassen. Köstliche Medizin!

  • SängerInnen, Achtung: Menthol trocknet – vorübergehend - Kehlkopf und Stimmbänder aus! Lieber zu Tee aus Grüner Minze greifen!

Ätherisches Minzöl und Pfefferminzöl
werden durch Wasserdampfdestillation hergestellt: Minzöl aus Kulturformen der Japanischen Ackerminze, Pfefferminzölaus mentholreichen Pfefferminzarten. Beide werden als Arzneimittel, im Wellnessbereich und bei der Herstellung von Kosmetik, Süßigkeiten, Zigaretten gerne verwendet.
Eingenommen werden Minzöl und Pfefferminzöl in geringer Dosierung: 1 – 3mal täglich 2 Tropfen auf Zucker, einem Stückchen Brot oder in etwas warmem Wasser bei Magen- und Darmblähungen, Magenkrämpfen, zur Förderung der Gallensekretion, bei Erkältungskrankheiten.
Für die äußerliche Anwendung mit etwas neutralem Öl (Jojoba-, Sonnenblumen-, Oliven- oder Kokosöl) mischen und auf die Haut oberhalb des erkrankten Organs auftragen. Siehe Warnhinweis!

  • Bei Kopfschmerzen und zur Linderung der Symptome von Erkältungen auf den Schläfen auftragen.
  • Mit Hilfe von Inhalationen (3 – 4 Tropfen in heißes Wasser geben) können festsitzender Husten gelöst und die oberen Atemwege frei gemacht werden.
  • Das Einreiben verspannter Muskelpartien mit Minzöl bewirkt Dank seiner durchblutungsfördernden, schmerzlindernden und antirheumatischen Eigenschaften eine Linderung bei Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen, Muskelkater und auch bei rheumatischen Beschwerden.
  • Ein paar Tropfen mit Sahne (oder etwas mehr Milch) vermischt ins warme Badewasser gegeben ist hilfreich bei den aufgezählten Beschwerden.
  • Für die Duftlampe 3 – 4 Tropfen in heißes Wasser geben: Der Duft entspannt und stärkt.
  • Minzöl mischt sich gut mit Lavendel, Zitrone, Rosmarin, Kiefer.

Damit Sie für Ihren Zweck die richtige Minze finden, sind hier etliche aufgezählt, eingeteilt nach ihrem Mentholgehalt:

Erntekalender

Blätter early summer gekocht essbar

Die Blätter eignen sich zum Aromatisieren von Speisen und Getränken, getrocknet als Tee und Erfrischungsgetränke.
Auch in Kombination mit Schokolade schmeckt hervorragend.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

verdauungsfördernd (Blätter) VolksheilkundeHildegardmedizin

Regt die Verdauungssäuren des Magens an.

entzündungshemmend (Blätter) VolksheilkundeHildegardmedizin
hustenlösend (Blätter) VolksheilkundeHildegardmedizin
kräftigend (Blätter) VolksheilkundeHildegardmedizin
anaphrodisierend (Blätter) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Carotinoide Sekundär
Carvon Sekundär
Chlorophyll Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Limonen Sekundär
Menthol Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Rosmarinsäure
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Carvon

Carvon ist ein monocyclisches Monoterpen-Keton und Bestandteil von ätherischen Ölen.

Chlorophyll

Chlorophylle oder Blattgrün bezeichnet eine Klasse natürlicher Farbstoffe, die von Organismen gebildet werden, die Photosynthese betreiben. Insbesondere Pflanzen erlangen ihre grüne Farbe durch Chlorophylle.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Limonen

Limonen [limoˈneːn] ist ein Naturstoff aus der Gruppe der Terpene.

Menthol

Menthol ist ein monocyclischer Monoterpen-Alkohol. Es existiert in zwei spiegelbildlichen Formen, dem (−)-Menthol (Levomenthol) und dem (+)-Menthol. Neben Menthol existieren drei weitere Diastereomerenpaare, da die Verbindung drei asymmetrische C-Atome besitzt: das Neomenthol, Isomenthol und Neoisomenthol.

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Rosmarinsäure

Rosmarinsäure ist der Trivialname einer im Pflanzenreich weit verbreiteten Phenylacrylsäure. Chemisch gesehen ist es der Ester der Kaffeesäure mit 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-milchsäure.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Völlegefühl Volksheilkunde
Wasserminze wird traditionell eingesetzt, um Völlegefühl zu lindern, da ihre ätherischen Öle die Verdauung anregen und Blähungen reduzieren können.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Magensäuremangel Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Wasserminze als magensaftfördernd und wird bei unzureichender Magensäureproduktion zur Unterstützung der Verdauung verwendet.
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Lungenbeschwerden Volksheilkunde
Wasserminze wird traditionell bei Lungenbeschwerden eingesetzt, da ihre schleimlösenden Eigenschaften das Abhusten erleichtern können.
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Bronchitis Volksheilkunde
Die Pflanze gilt in der Volksheilkunde als hilfreich bei Bronchitis, da ihre ätherischen Öle entzündungshemmend wirken und die Atemwege beruhigen können.
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Immunsystem-Stärkung Volksheilkunde
Wasserminze wird traditionell zur Stärkung der Abwehrkräfte verwendet, da ihr Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen das Immunsystem unterstützen kann.
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Abgeschlagenheit Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Wasserminze bei Müdigkeit und Abgeschlagenheit eingesetzt, da ihre belebenden Inhaltsstoffe die Energie fördern können.
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Aphrodisiakum Volksheilkunde
Wasserminze gilt volksheilkundlich als lustfördernd und wird traditionell zur Steigerung der Libido und sexuellen Vitalität verwendet.
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Andere Namen

Wasser-MinzeBachminzePferdeminzeKrottebalgKrottebalsamSchnackenpalmOtterweinStinkmünze

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit EntsaftenGenussnahrungKochenLagernNotnahrungRohkostTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungBienenweideFeuchtbiotopGartenKübelbepflanzungleicht zu ziehenSchmetterlingspflanzezum Verwildern geeignetGenusspflanzePsychoaktivRäucherpflanzeSymbolpflanzeWellnessZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandHügellandMittelgebirgeLebensraumAuwälderFeuchtwiesenGärtenSchluchtwälderUferzonenVerbreitungEuropaMitteleuropaNordafrika
Blütenfarbe rosa
Blütezeit Vollherbst | OktoberSpätsommer | AugustFrühherbst | SeptemberHochsommer | Juli

Aussaat & Pflege

early spring

Boden

first spring

Jungpflanzen

midsummer

alle oberirdischen Teile

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Lamiaceae
Gattung
Mentha
Ordnung
Lamiales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Swamps, fen, marshes, near rivers, streams and ponds, in wet woods.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
5/10
Feuchtigkeit
9/10
Boden
6/10
pH-Wert pH 5.5 – 6.5

Anbau & Pflege

Succeeds in most soils and situations so long as the soil is not too dry. Grows well in heavy clay soils. A sunny position is best for production of essential oils, but it also succeeds in partial shade. Plants can grow in water up to 15cm deep. Most mints have fairly aggressive spreading roots and, unless you have the space to let them roam, they need to be restrained by some means such as planting them in containers that are buried in the soil[K]. Hybridizes freely with other members of this genus. The whole plant, especially when bruised, has a pungent aroma of bergamot. The flowers are especially attractive to bees and butterflies. A good companion for brassicas. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer. Mint leaves can be harvested throughout the growing season, from spring to autumn, but they are best harvested just before flowering for optimal flavor. Mint typically flowers from late spring to early summer. It is a fast-growing plant that often establishes itself quickly and spreads aggressively, making it suitable for quick ground cover in gardens. Mint species are generally self-fertile.
Vermehrung: Seed - sow spring in a cold frame. Germination is usually fairly quick. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle and plant them out in the summer. Mentha species are very prone to hybridisation and so the seed cannot be relied on to breed true. Even without hybridisation, seedlings will not be uniform and so the content of medicinal oils etc will vary. When growing plants with a particular aroma it is best to propagate them by division[K]. Division can be easily carried out at almost any time of the year, though it is probably best done in the spring or autumn to allow the plant to establish more quickly. Virtually any part of the root is capable of growing into a new plant. Larger divisions can be planted out direct into their permanent positions. However, for maximum increase it is possible to divide the roots up into sections no more than 3cm long and pot these up in light shade in a cold frame. They will quickly become established and can be planted out in the summer.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Edible Uses: Condiment Tea Leaves - raw or cooked. A strong distinctive peppermint-like fragrance. Used as a flavouring in salads or cooked foods. The leaves are too pungent for most people to use as a flavouring. A herb tea is made from the leaves.

Weitere Nutzung

Repellent Strewing Agroforestry uses: Mint can be used as a ground cover, helping to suppress weeds and prevent soil erosion. Its strong aroma can also help deter pests. The plant repels flies, mice and rats. It has a pleasant, fresh scent and was formerly used as a strewing herb and has been strewn in granaries to keep mice and rats off the grain. The plant, harvested before flowering, yields about 0.8% essential oil. The fresh or dried plant is very good when used in herbal baths and can also be used in herb pillows. Water garden. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: Yes – Mint species produce small flowers that are rich in nectar, attracting various pollinators, including bees and butterflies. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): Yes – The leaves of mint are edible and can be used as food for both humans and some wildlife. While mint plants do not typically provide nesting sites, their dense foliage can offer some shelter. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): Yes – Mint can provide habitat for invertebrates, and its foliage contributes to leaf litter. Mint species can spread and act as ground cover, which can help create a suitable environment for beneficial insects. 4. Pest Confuser (Smell): Yes – Mint has a strong aroma that can help deter certain pests, making it beneficial in companion planting and pest management strategies.

Verbreitung

Heimisch: Afrotropical, Albania, Algeria, Angola, Austria, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgium, Botswana, Brussels-Capital Region, Bulgaria, Cape Provinces, Caribbean, Central European Russia, Corse, Cyprus, Czechia-Slovakia, Denmark, East European Russia, Eswatini, Ethiopia, Finland, Flanders, Flemish Region, France, Free State, Føroyar, Germany, Global, Great Britain, Greece, Hungary, Iran, Ireland, Italy, Kenya, Krasnoyarsk, Kriti, Krym, KwaZulu-Natal, Lebanon-Syria, Lesotho, Libya, Madeira, Malawi, Manizales | Pasto, Mongolia, Morocco, NW. Balkan Pen., Netherlands, North America, North Caucasus, Northern Provinces, Northwest European Russia, Norway, Palaearctic, Palestine, Poland, Portugal, Romania, Rwanda, Sardegna, Sicilia, South European Russia, Spain, Sweden, Switzerland, Tanzania, Transcaucasus, Tunisia, Türkiye, Türkiye-in-Europe, Uganda, Ukraine, West Siberia, Zambia Eingeführt: AR, AU, Argentina Northeast, Argentina Northwest, Bermuda, Bolivia, Brazil South, Chile Central, Chile North, Costa Rica, Iceland, Illinois, Juan Fernández Is., Maryland, Mexico Northwest, New York, St.Helena, Trinidad-Tobago, Vermont, Wisconsin

Alternative deutsche Namen

Bach-MinzeBachminzeWasser-Minze
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren