Heilpflanze: entzündungshemmend, antiviral, wundheilend

Ringelblume

Calendula officinalis

16 Fotos

Beschreibung

Die Ringelblume mit ihren Blütensonnen,

ist eine Zier- und Heilpflanze mit langer Tradition. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum, wo auch die Wilde Ringelblume noch öfters anzutreffen ist. Volksmedizinisch werden beide gleich eingesetzt!

Verwendete Pflanzenteile

Gleich verwenden oder sehr gut trocknen, kühl aufbewahren.

Erläuterung

Vorkultur ist möglich, muss aber nicht unbedingt sein

Portrait

 

Die Ringelblume hat einen großen medizinischen Wirkungsbereich

 

  Hildegard von Bingen spricht der Ringelblume in ihrer Physica eine starke Grünkraft zu, die moderne Forschung spricht von Flavonoiden, Carotinoiden und Xanthophyllen (Vorstufen von Vitamin A), Saponinen, Bitterstoffen, organische Säuren, ätherischen Ölen und Harzen.

Die Heilkraft der Ringelblume kann in Form von Tee, Umschlägen, Tinkturen, Öl oder Salbe angewendet werden. Zudem regt sie durch ihre Farbe den Optimismus an und wird nicht nur als heilender Bestandteil gerne verwendet, sondern auch als Schmuckdroge.

Als Arzneidroge werden hauptsächlich die trockenen, weder tau- noch regenfeuchten Blütenköpfe am späten Vormittag bei Sonnenschein geerntet. Bevorzugt werden dunkelorange Blüten.  Die Körbchen werden bei Lufttemperatur oder bei 40°C getrocknet und anschließend gerebelt. Alternativ können die frischen Blütenblätter bereits vor dem Trocknen aus dem harzigen Blütenkelch herausgezupft und anschließend getrocknet werden. Blüten, die als Schmuckdrogen verwendet werden, tocknet man bei 80°C, um ihre Farbe zu erhalten.

Gegebenenfalls verwendet die Volksmedizin auch das Ringelblumenkraut, speziell das der Wilden Ringelblume. Dafür gesammelt werden zur Blütezeit alle oberirdischen Teile. Sie werden gleich verwendet wie die Blütenblätter der Garten-Ringelblume.

 

Wirkungen nach der Volksmedizin (alphabetisch geordnet):

abortiv (wenn im Übermaß genommen) 

abschwellend

antibakteriell

antitumoral

antiviral

entkrampfend bei Menstruationsbeschwerden

entkrampfend bei Verdauungsbeschwerden

entwässernd

entwurmend

entzündungshemmend

lymphflussanregend

menstruationsfördernd

pilzhemmend

schweißtreibend

wundheilend

 

Wirkungen nach der Schulmedizin 

angiogenetisch

antibakteriell

antiinflammatorisch

antiviral

immunmodulierend

 

Medizinische Anwendungen von Ringelblumenpräparaten

Sowohl die Volksmedizin als auch die Schulmedizin nutzen die Ringelblume als Arzeneimittel bei unterschiedlichen Beschwerden, wobei ihre Kraft zur Wundheilung, selbst bei schlecht heilenden Wunden wie Beingeschwüre, immer wieder hervorgehoben wird. Durch das Fehlen von Sesquiterpenlactonen, die der Arnika ihre Heilkraft verleihen, sind allergische Reaktionen im Vergleich zu anderen Korbblütlerarten selten.

 

Ringelblumen-Blütentee siehe  h i e r !

Ringelblumenöl siehe h i e r !

Ringelumensalbe siehe  h i e r !

Anleitung für Tinktur siehe  h i e r !   Ringelblumentinktur Dosierung: Innere Anwendung : Bei akutem Bedarf jede Stunde 15 - 20 Tropfen in etwas warmem Wasser, sonst 3 - 4mal täglich. Spülungen und Umschläge: Falls man nicht den Tee dafür nimmt, kann man für Spülungen und Umschläge auch die Tinktur verwenden: 1 Teelöffel Tinktur auf 200 ml Wasser. Wundbehandlung: Zur Wundbehandlung die Tinktur 1 : 10 mit abgekochtem Wasser verdünnen.

 

  • Anwendungsgebiete der Volksmedizin:

Äußerlich

Analekzeme

Aphten (Spülung)

Ausschläge

Beingeschwüre

Bienenstich

Bindehautentzündung

Entzündung des Enddarms

Entzündungen der Haut

Entzündungen der Schleimhaut

Erfrierungen

Fieberblase

Furunkel

Gerstenkorn

Halsschmerzen (Spülung)

Heiserkeit (Spülung)

Quetschungen

Raue Haut

Schlecht heilende Wunden

Venenenbeschwerden

Verbrennungen

Warzen (Tee, Tinktur)

Wundheilung

Zahnentfernung (Spülung)

Zahnfleischentzündung (Spülung)

Innerlich 

Darmgeschwür

Durchspülung der Harnorgane

Entzündliche Erkrankungen der inneren Organe

Fieber

Gallenbeschwerden

Gastritis

Krebsvorbeugung

Leberleiden

Magengeschwür

Magenkrampf

Menstruation, zu seltene

Menstruationskrämpfe

Reizdarm

Reizmagen

Verstopfung

Wasseransammlung im Gewebe

Wurmerkrankung

 

  • Anwendungsgebiete der Schulmedizin

Äußerlich

Beingeschwüre (Ulcus cruris)

Entzündungen der Haut

Entzündungen der Schleimhaut

Entzündungen im Mund- und Rachenraum

Schlecht heilende Wunden

 

  • Anwendungsgebiete der Homöopathie

Defektwunden

Erfrierungen der Haut

Hauteiterungen

Quetschwunden

Risswunden

Schlecht heilende Wunden

Verbrennungen der Haut

 

 

Verwendung der Ringelblume in der Kosmetik

 

Ringeblumenauszüge sind Bestandteil vieler Kosmetika zur Pflege empfindlicher, gereizter, zu Entzündungen neigender und trockener Haut.

 

 

Verwendung der Ringelblume in der Küche

 

In der Küche werden die

  • frischen, jungen Blättchen und Blüten zum Verfeinern und Dekorieren von Salaten und anderen Speisen verwendet,
  • die Blütenblätter frisch oder getrocknet zum Würzen und Färben von Speisen, worauf ihre Namen „Butterblume“ und „Dotterblume“ hinweisen.
  • Getrocknete Blütenblätter werden auch als Ersatz oder zum Fälschen von Safran verwendet!

 

Ringelblumen im Garten

 

Ringelblumen sind Pflichtbestandteil jedes Bauern- und Biogartens, da sie mit ihren Wurzelausscheidungen im Boden lebende Fadenwürmer (Nematoden) töten, die Welke und Wachstumsstockungen an Pflanzen auslösen! 

Die Ringelblume erfreut mit langer Blütezeit, ist unkompliziert und wächst fast überall. Die Pflanze ist einjährig, doch sät sie sich manchmal selbst aus. 

Ringelblumen dürfen nicht zu dicht gepflanzt werden, da sonst die Blätter in feuchten Sommern anfällig für Mehltau werden.

Mit ihrer Hilfe lässt sich das Tageswetter voraussagen: Sind die Blüten zwischen 6 und 7 Uhr bereits geöffnet, so verspricht dies einen schönen, sonnigen Tag. Sind sie jedoch nach 7 Uhr noch geschlossen, so muss mit Regen gerechnet werden.

 

 

Magisches

 

Auf Magisches deuten ihre Namen Regen-, Magdalens- und Totenblume:

Regenblume“: Das Abpflücken der Blumen soll Gewitter heraufbeschwören!

Magdalensblume“: Ein Gewitter anderer Art ist zu erwarten, wenn die als „Magdalensblume“ zu den klassischen Liebesblumen gehörende Blüte beim Abzupfen der Blütenblätter während der wiederholend gesprochenen Wörter - Er liebt mich, er liebt mich nicht - die Antwort gibt: „Nicht!“

Als Totenblume“ hat sie gemeinsam mit anderen Pflanzen, die seit Urzeiten geschätzt und genutzt werden,  wie Beifuß, Weizen und Mohn, ihren Platz in Begräbnisriten. Dazu die österreichische Dichterin Christine Busta:  „Wenn du durchs Minenfeld gehen musst, nimm eine Handvoll Samenkörner mit, Mohn oder Ringelblumen für deine Auferstehung.“

 

 

Erntekalender

Blüten midsummer gekocht essbar

Blütenköpfe ernten und zerkleinert oder ausschließlich die ausgezupften Blütenblätter getrocknet oder frisch für Heilmittel, Körperpflegemittel oder als essbare, leicht bittere, aber aufmunternde Speisendekoration verwenden. Auch als Nahrungs-Färbemittel (Butter, Käse, Saucen, Cremes …) Früher wurden die getrocknete Blütenblätter auch als Ersatz oder zum Fälschen von Safran verwendet.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📘 Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), European Union herbal monograph on Calendula officinalis L., flos — Revision 1(2018), Erstveröffentlichung 2008, Rev. 1 2018
    „Anwendung bei leichten Hautentzündungen, zur Unterstützung der Wundheilung und bei leichten Mund- und Rachenentzündungen."
  • 🌿 Susanne Fischer-Rizzi, Medizin der Erde, Ringelblumen-Kapitel
    „Die Ringelblume gehört zu den am längsten überlieferten Wundheilpflanzen Mitteleuropas und findet bis heute in Salben und Tinkturen Anwendung."

Traditionell beschriebene Eigenschaften

entzündungshemmend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
antiviral (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
wundheilend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
immunstärkend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
uteruskontrahierend (Blüten) Volksheilkunde
geburtserleichternd (Blüten) Volksheilkunde
wehenfördernd (Blüten) Volksheilkunde
menstruationsfördernd (Blüten) Volksheilkunde
abschwellend (Blüten) Volksheilkunde
pilzhemmend (Blüten) Volksheilkunde
schweißtreibend (Blüten) Volksheilkunde
venenstärkend (Blüten) Volksheilkunde

entkrampfend bei Menstruationsbeschwerden und Verdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe

Gesättigte Fettsäuren Fettsäure
Palmitinsäure Fettsäure
Bitterstoffe Sekundär
Carotinoide Sekundär
Cumarine Sekundär
Flavonoide Sekundär
Polyphenole Sekundär
Saponine Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Aesculin
Essigsäure
Flavonole
Laurinsäure
Lutein
Myristinsäure
Organische Säuren
Quercetin
Scopoletin
Sekundäre Pflanzenstoffe
Umbelliferon
Zeaxanthin
Details zu den Inhaltsstoffen
Gesättigte Fettsäuren

Eine gesättigte Fettsäure ist eine Fettsäure, die keine Doppelbindungen zwischen Kohlenstoffatomen aufweist. Der Name rührt daher, dass die Fettsäure stattdessen mit Wasserstoff-Bindungen „gesättigt“ ist. Fette sind Triglyceride von Fettsäuren. Gesättigte Fette finden sich hauptsächlich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs und kommen, mit einigen Ausnahmen wie beispielsweise Kokosöl, nur in geringen Mengen in Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs vor. Ein hoher Konsum von gesättigten Fettsäuren erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Palmitinsäure

Palmitinsäure (Hexadecansäure) ist eine gesättigte organische Säure und wird zu den Fettsäuren gezählt. Palmitate sind die Salze und Ester der Palmitinsäure. Palmitinsäure ist bei Zimmertemperatur ein farbloser Feststoff.

Bitterstoffe

Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Cumarine

4-Hydroxycumarine werden in der Medizin vom 4-Hydroxycumarin abgeleitete Substanzen mit blutgerinnungshemmender Wirkung genannt. Ihre Wirkung beruht auf einer Hemmung des für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren wichtigen Vitamin-K-Stoffwechsels. In der Medizin werden Cumarine als blutgerinnungshemmende Arzneistoffe eingesetzt (Antikoagulanzien). Darüber hinaus werden Cumarine auch als Rodentizide insbesondere zur Rattenbekämpfung genutzt.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Saponine

Saponine sind Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden oder Triterpenen. Sie kommen in den Wurzeln, Knollen, Blättern, Blüten und Samen höherer Pflanzen vor. Sie ergeben beim Schütteln mit Wasser oft einen seifenartigen Schaum. Saponine dienen Pflanzen wahrscheinlich als Defensivstoffe, beispielsweise gegen Pilzbefall. Der Mensch hat Saponine historisch als Expektorans verwendet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Aesculin

Aesculin ist ein Glucosid, das natürlich in Rinde und Samen der Rosskastanie vorkommt; es findet sich auch im Daphnin, dem dunkelgrünen Harz des Gemeinen Seidelbasts.

Essigsäure

Essigsäure (systematisch Ethansäure, lateinisch acidum aceticum) ist eine organische chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäuren und die Alkansäure des Ethans. Essigsäure ist eine farblose, stechend charakteristisch riechende, sauer schmeckende, entzündliche und hygroskopische Flüssigkeit. Sie wirkt ätzend und gehört zu den einfachen Carbonsäuren. Essigsäure hat die Summenformel C2H4O2 und die Halbstrukturformel CH3COOH. Sie ist eine schwache Säure, die in wässriger Lösung nur teilweise dissoziiert.

Flavonole

Die Flavonole sind eine Untergruppe sekundärer Pflanzenstoffe innerhalb der Stoffgruppe der Flavonoide. Die Flavonole besitzen im Unterschied zu den Flavonen, einer weiteren Untergruppe der Flavonoide, eine zusätzliche Hydroxygruppe in Position 3. Das Grundgerüst der Flavonole ist somit die Verbindung 3-Hydroxyflavon. Die einzelnen Flavonole unterscheiden sich voneinander durch das Substitutionsmuster des 3-Hydroxyflavon-Grundgerüsts mit Hydroxygruppen und durch die Art der weiteren Derivatisierung dieser hydroxylierten 3-Hydroxyflavone durch u. a. O-Alkylierung, meist in der Form von O-Methylierung und/oder durch die O-glycosidische Anbindung von Saccharid-Resten unter Bildung von Glycosiden.

Laurinsäure

Laurinsäure ist eine gesättigte Fett- und Carbonsäure. Sie leitet sich von dem Alkan n-Dodecan ab. Ihre Salze und Ester heißen Laurate.

Lutein

Lutein ist ein orangegelbes Xanthophyll und neben β-Carotin und Lycopin das häufigste Carotinoid. Häufig ist es in Produkten für die Augengesundheit zu finden und als E 161b ist es in der EU als Lebensmittelfarbstoff zugelassen.

Myristinsäure

Myristinsäure, auch Tetradecansäure, ist eine gesättigte Fett- und Carbonsäure. Sie leitet sich von Alkan n-Tetradecan ab. Ihre Salze und Ester heißen Myristate bzw. Tetradecanoate.

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Quercetin

Quercetin ist ein pflanzlicher, gelber Naturfarbstoff aus der Gruppe der Polyphenole und Flavonoide. Als 3-Hydroxyflavon mit vier zusätzlichen phenolischen Hydroxygruppen zählt es zur Flavonoid-Untergruppe der Flavonole. Quercetin ist ein Oxidationsprodukt des Anthocyanin-Farbstoffs Cyanidin.

Scopoletin

Scopoletin ist ein Cumarin, das als sekundärer Pflanzenstoff weit verbreitet ist. Es kommt in mindestens 50 Arten vor und ist möglicherweise das häufigste Cumarin in Pflanzen. Es ist strukturell eng verwandt mit Scoparon. Es ist das Aglycon der Glycoside Scopolin und Fabiatrin.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Umbelliferon

Umbelliferon ist ein Hydroxy-Derivat des Cumarins und ein Naturstoff.

Zeaxanthin

Zeaxanthin ist ein natürlicher, orangegelber Farbstoff, der in Pflanzen und Tieren bei Reaktionen auf Lichtstrahlung eine Rolle spielt. Chemisch ist Zeaxanthin ein Xanthophyll, ein sauerstoffhaltiges Carotinoid. Die Substanz ist als E 161h in der EU als Futtermittelzusatzstoff zugelassen.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Geschwüre Volksheilkunde
Die Ringelblume wird traditionell äußerlich zur Pflege kleiner Hautverletzungen und bei leichten Hautreizungen angewendet.
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Venenbeschwerden Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt die Ringelblume als hilfreich bei Venenproblemen, da sie durchblutungsfördernd wirken soll.
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Entwässerung Volksheilkunde
Die Ringelblume wird traditionell als Tee zur Unterstützung der Entwässerung eingesetzt.
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Prellung - Quetschung Volksheilkunde
Äußerlich angewendet soll die Ringelblume bei Prellungen und Quetschungen Schwellungen reduzieren und Heilung fördern.
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Wundheilung Volksheilkunde
Die Ringelblume gilt in der Volksheilkunde als klassisches Wundheilmittel und wird zur Förderung der Gewebereparatur verwendet.
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Hautpflege Volksheilkunde
Ringelblumenöl und -cremes werden traditionell zur Pflege und Beruhigung der Haut eingesetzt.
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Verbrennungen - leichte Volksheilkunde
Bei leichten Verbrennungen wird die Ringelblume äußerlich angewendet, um Entzündungen zu lindern und Heilung zu fördern.
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Sonnenbrand Volksheilkunde
Die kühlende und entzündungshemmende Wirkung der Ringelblume wird traditionell bei Sonnenbrand genutzt.
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Erfrierungen Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird die Ringelblume äußerlich bei Erfrierungen eingesetzt, um Heilung und Durchblutung zu unterstützen.
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Grippaler Infekt Volksheilkunde
Der Ringelblumentee wird traditionell bei grippalen Infekten getrunken, um das Immunsystem zu unterstützen.
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Heiserkeit Volksheilkunde
Ein Ringelblumentee oder Gurgellösung wird volksheilkundlich bei Heiserkeit zur Beruhigung der Atemwege verwendet.
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Halsschmerzen Volksheilkunde
Ringelblumentee zum Gurgeln oder Trinken wird traditionell bei Halsschmerzen und Halsentzündungen eingesetzt.
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Zahnfleischentzündung Volksheilkunde
Ein Ringelblumentee-Mundspülungen wird volksheilkundlich zur Unterstützung bei Zahnfleischentzündungen verwendet.
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Aphthen Volksheilkunde
Ringelblumentee zum Spülen wird traditionell bei Aphthen im Mund eingesetzt, um Entzündungen zu lindern.
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Fieber Volksheilkunde
Der Ringelblumentee gilt in der Volksheilkunde als fiebersenkendes Mittel und wird zur Unterstützung getrunken.
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Menstruationsbeschwerden Volksheilkunde
Ringelblumentee wird traditionell bei Menstruationsbeschwerden getrunken, um Krämpfe zu lindern.
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Magenkrampf Volksheilkunde
Der Ringelblumentee wird volksheilkundlich bei Magenkrämpfen getrunken, um krampflösend zu wirken.
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Reizmagen Volksheilkunde
Ringelblumentee gilt in der Volksheilkunde als beruhigend für den Magen und wird bei Reizmagen getrunken.
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Gastritis Volksheilkunde
Der Ringelblumentee wird traditionell bei Magenschleimhautentzündung getrunken, um Entzündungen zu lindern.
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Reizdarm Volksheilkunde
Ringelblumentee wird traditionell bei Reizdarm getrunken, um den Darm zu beruhigen.
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Darmentzündung Volksheilkunde
Der Ringelblumentee gilt als entzündungshemmend und wird volksheilkundlich bei Darmentzündungen eingesetzt.
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Magen-Darm-Grippe Volksheilkunde
Ringelblumentee wird traditionell bei Magen-Darm-Infekten getrunken, um Entzündungen zu lindern.
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Ekzeme Volksheilkunde
Ringelblumenöl und -salben werden äußerlich bei Ekzemen angewendet, um Entzündungen und Juckreiz zu lindern.
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Insektenstich Volksheilkunde
Eine Ringelblumensalbe wird äußerlich auf Insektenstiche aufgetragen, um Juckreiz und Entzündung zu lindern.
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Augenbeschwerden Volksheilkunde
Ein schwacher Ringelblumentee wird traditionell als Augenwasser verwendet, um Augenentzündungen zu unterstützen.
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Warzen Volksheilkunde
Ringelblumenöl wird volksheilkundlich regelmäßig auf Warzen aufgetragen, um deren Rückbildung zu unterstützen.
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Fieberblase Volksheilkunde
Ringelblumensalbe wird äußerlich bei Fieberblasen angewendet, um Heilung zu fördern und Entzündung zu lindern.
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Beingeschwüre (Ulcus cruris)

Hilft bei

Heilrezepte

Andere Namen

Garten-RingelblumeSonnwendblumeGoldröserlMagdalensblumeRegenblumeTotenblümleinWarzenkrautButterblumeDotterblume

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeFrischblumenhandelGründüngungspflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeKinderMännerpflanzeTeepflanzeNahrungspflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit KochenLagernNotnahrungRohkostTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungFarbstoffKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeBeeteinfassungBienenweideDuftpflanzeGartenGartenpflanzeGrabbepflanzungKübelbepflanzungleicht zu ziehenSchmetterlingspflanzeStaudenbeetWochenendgartenSymbolpflanzeZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumGärtenVerbreitungEuropaMitteleuropa
Blütenfarbe orangegelb
Blütezeit Vollherbst | OktoberSpätsommer | AugustFrühsommer | JuniSpätherbst | NovemberFrühherbst | SeptemberHochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

first spring

Samen

full spring

Samen

full spring

Jungpflanzen

early autumn

Samen

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Asteraceae
Gattung
Calendula
Ordnung
Asterales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Der ursprüngliche Lebensraum ist unklar, aber sie findet sich als Gartenflüchtling auf Brachland, kultiviertem und bebautem Land sowie entlang von Straßenrändern.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★★★★
Licht
8/10
Feuchtigkeit
4/10
Boden
6/10
pH-Wert pH 6.5 – 7

Anbau & Pflege

Verwendung in der Landschaft: Rabatte, Container, Flächenbepflanzung, Steingarten. Eine leicht zu kultivierende Pflanze, sie gedeiht in jedem gut durchlässigen Boden, bevorzugt jedoch einen guten Lehm und benötigt eine sonnige oder zumindest teilweise sonnige Lage. Pflanzen blühen am besten, wenn sie in einem nährstoffarmen Boden angebaut werden. Toleriert einen pH-Wert im Bereich von 4,5 bis 8,3. Die Ringelblume ist eine sehr ornamentale Pflanze, die häufig im Blumengarten und gelegentlich als Küchenkraut angebaut wird, es gibt einige benannte Varietäten. Bei gutem Standort sät sie sich normalerweise frei aus und erhält sich selbst, wenn man sie lässt. Die Blüten sind empfindlich gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen und schließen sich bei Dunkelheit und wenn Regen zu erwarten ist. Alle Teile der Pflanze sind scharf duftend. Die wachsende Pflanze lockt Schwebfliegen in den Garten, deren Nachkommen relativ effiziente Blattlausfresser sind. Die Blüten sind attraktiv für Bienen. Ringelblumen sind gute Begleitpflanzen, sie wachsen gut mit Tomaten. Gurkenmosaikvirus und Echter Mehltau können bei dieser Pflanze Probleme verursachen. Besondere Eigenschaften: Essbar, nicht nordamerikanisch heimisch, sich naturalisierend, lockt Schmetterlinge an, geeignet für Schnittblumen, geeignet für Trockenblumen, verlängerte Blütezeit in den Zonen 9A und darüber. In der Gartengestaltung helfen neben der oberirdischen Architektur einer Pflanze auch Überlegungen zur Wurzelstruktur bei der Auswahl von Pflanzen, die für ihre optimalen Bodenanforderungen einschließlich Nährstoffe und Wasser zusammenarbeiten. Das Wurzelmuster ist verzweigt: eine Herzwurzel, die sich von der Krone in mehrere Primärwurzeln teilt, die nach unten und außen verlaufen.
Vermehrung: Samen - Aussaat direkt am Standort vom Frühjahr bis zum Frühsommer und erneut im September. Die Samen keimen am besten in Dunkelheit und gewöhnlich innerhalb von 1 - 2 Wochen bei 21°C. Die Pflanze samt sich oft reichlich selbst aus.

Essbare Verwendung

Essbare Teile: Blüten Blätter Essbare Verwendung: Färbemittel Tee Blätter - roh. Beim Verzehr verleihen sie zunächst eine zähflüssige Süße, gefolgt von einem starken durchdringenden Geschmack salziger Natur. Sie sind sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und ähneln Taraxacum officinale (Löwenzahn) im Nährwert. Frische Blütenblätter werden gehackt und Salaten hinzugefügt. Die getrockneten Blütenblätter haben einen konzentrierteren Geschmack und werden als Gewürz in Suppen, Kuchen usw. verwendet. Reich an Vitamin A und C. Aus den Blütenblättern wird ein essbarer gelber Farbstoff gewonnen. Als Safranersatz wird er zum Färben und Würzen von Reis, Suppen usw. verwendet. Er wird auch als Haarspülung verwendet und verleiht braunem oder rotbraunem Haar goldene Töne. Aus den Blütenblättern und Blüten wird ein Tee zubereitet, wobei der aus den Blütenblättern weniger bitter ist. Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass die Samen essbar sind, aber sie enthalten bis zu 37% Protein und 46% Öl.

Weitere Nutzung

Kompost Kosmetik Farbstoff Ätherisches Öl Repellent Wettervorhersage Die wachsende Pflanze wirkt als Insektenabwehrmittel und reduziert die Aalwurmpopulation im Boden. Die Blüten werden kosmetisch verwendet. Sie können in Hautlotionen eingesetzt werden und hellen bei Zugabe zu Haarshampoos die Haarfarbe auf. Die Blüten sind ein alternativer Bestandteil des 'Quick Return' Kompostaktivators. Dies ist eine getrocknete und pulverisierte Mischung aus verschiedenen Kräutern, die einem Komposthaufen zugegeben werden kann, um die Bakterienaktivität zu beschleunigen und somit die Zeit zur Kompostherstellung zu verkürzen[K]. Aus den gekochten Blüten wird ein gelber Farbstoff gewonnen. Aus der Pflanze wird ein ätherisches Öl gewonnen. Es wird eher sparsam verwendet, angesichts der Schwierigkeit bei der Gewinnung, in Parfums mit einem eher scharfen Geschmack. Die Blüten schließen sich, wenn feuchtes Wetter zu erwarten ist und können daher als grobes Mittel zur Wettervorhersage verwendet werden.

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Albania, Azerbaijan, Bolivia, Bulgaria, China, Cook Is., Ecuador, Europe, Haryana, India, Iran, Libya, Malaya, Malesia, Maluku, Punjab, Thailand, Uttar Pradesh, Vietnam Eingeführt: Argentina Northeast, Australia, Austria, Azores, Belarus, Belgium, Biobío, British Columbia, Buenos Aires, California, Chile Central, Chubut, Connecticut, Coquimbo, Cyprus, Czech Republic, Eritrea, Ethiopia, Germany, Great Britain, Hungary, Ireland, Juan Fernández Is., Jujuy, La Pampa, Latvia, Lebanon, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Madeira, Maine, Massachusetts, Michigan, Moldova, Morocco, Netherlands, Neuquén, New Hampshire, New South Wales, New York, New Zealand, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, Norfolk Is., Northern Ireland, Norway, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Pennsylvania, Poland, Québec, Rio Negro, Romania, Santiago, South Australia, Southern South America, Sweden, Switzerland, Syria, Tasmania, Ukraine, Valparaíso, Victoria, Washington, Wisconsin

Alternative deutsche Namen

Echte RingelblumeGarten-RingelblumeRingelblume
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren