Heilpflanze: basisch, entwässernd, kreislaufstärkend

Kartoffel

Solanum tuberosum

© Fotoquelle: TUBS
19 Fotos

Erläuterung

Pflanzkartoffeln am Fenster bei 10° - 15°vorkeimen

Portrait

Viele unserer Lieblingsspeisen verdanken wir dieser kultivierten Südamerikanerin, die ihre Heimat in der Gebirgswelt der Anden hat. Als „pápa“ war sie bei den Inkas neben Mais und Quinoa das wichtigste Nahrungsmittel und stand unter dem Schutz von „Axomama“, der Tochter der  Erdgöttin. Bereits die Inkas züchteten sie in vielen Formen, die sich an Verwendungszweck und Geschmack orientierten, und verstanden sich auf verschiedene Zubereitungen der Kartoffel, so auch auf ihre Gefriertrocknung!

Zum NAMEN dieser nahrhaft Kultivierten: 
pápa hieß sie zu Hause in den Anden, in Spanien patata, in England potato. In Italien angekommen vermutete man in ihr eine neue Art der Trüffel und gab ihr den Namen tartufola. Als sich der Trüffelgeschmack denn doch nicht einstellte, besann man sich auf ihren Originalnamen und nannte sie fortan patata. Für die deutsche Bezeichnung zu spät! Tartufola war bereits angekommen und wurde eingedeutscht als Kartoffel, Polen und Russland schlossen sich, was die Bezeichnung der neuen Knolle betraf, bereitwillig an und nennen sie noch heute Kartofel bzw. Kartowka.
Das inzwischen kartoffelfreudige deutschsprechende Volk fand noch viele Kosenamen für die Erdgeborene: Erdapfel, Erpfel, Eachtling, Erdbirn, Erdpumer (aus frz. pommes de terre),  Grundbirn, Grumbiere, Erdschucke, Schocke, Herdäpfel, Kurtuffel, Tüffel, Tüffke, Potaken, Pantottern, Patätschen, Mäusle, Knulle …

 

KARTOFFELANBAU

 

Allgemeines: 

Die Kartoffel vermehrt sich einerseits langwierig über ihre Samen, anderseits einfach und ergiebig über ihre Knollen.  Gönnen Sie sich das Vergnügen einer herbstlichen Schatzsuche mit anschließendem Kartoffelfest am Küchentisch, denn die Kartoffel gedeiht sowohl in riesigen Monokulturen als auch im kleinen Acker bzw. im Gemüsebeet und in Kisten, Säcken (Pflanzkartoffelsäcke) und Töpfen auf dem Balkon, sofern sie ein Wasserabzugsloch und genügend Erde fassen.

Die wichtigste Voraussetzung für ihren Anbau ist, dass die Mutterknolle (Pflanzkartoffel) genug lockere Erde über, unter und um sich herum hat, um möglichst tolle Tochterknollen wachsen zu lassen. Natürlich werden die schön drall, wenn auch der Nährwert der Erde stimmt, allerdings lässt zu viel Dünger, vor allem zu hoher Stickstoffgehalt, die Pflanze „ins Kraut schießen“, d. h. ihre Grünmasse nimmt gewaltig zu, die Knollen aber bleiben klein, Krautfäule stellt sich ein.
Ein altes Sprichwort sagt „Der dümmste Bauer hat die größten Kartoffeln!“ Also werden auch wir den Kartoffelanbau schaffen, auch wenn wir uns dabei vorher einige Überlegungen durch den Kopf

 

  • Besonders gut gedeihen Kartoffeln in einem tief gelockerten, leicht sauren, humusreichen, gut wasserführenden Boden. Dazu gegebenenfalls im Jahr vor dem geplanten Anbau Bohnen anpflanzen oder eine Gründüngung aus Lupinen, Senf, Buchweizen säen. Im Herbst die Gründüngung abschneiden, auf dem Beet liegen lassen. Keinen Kalk. 
  • Die gleiche Kartoffelsorte darf nur alle vier Jahre auf dem gleichen Beet / Acker angebaut werden.
  • Mischkultur
    • ​Bei Frühkartoffeln:
      Frühkartoffeln werden nicht angehäufelt, sodass man SpinatDillFrühkohlrabi, Radieschen, Kresse und Kerbel zwischen die Reihen setzen kann. 
    • Bei Spätkartoffeln: 
      Tipp nach Gertrud Franck: Bei Spätkartoffeln mittig zwischen den Furchen eine Reihe Spinat säen. Er wächst schnell und lässt das Samenunkraut nicht keimen. Bevor man das zweite Mal anhäufelt, wird beliebig viel Spinat geerntet, der restliche wird beim Häufeln mit der Hacke mitgenommen und als Mulchdecke liegen gelassen. Sie hält den Boden locker und unkrautfrei. 
  • Gute Nachbarn, die am Rand angepflanzt werden, sind Puffbohnen, Weißkraut und Mais, Kümmel, Süßlupinen, Steinklee, niedere Kapuzinerkresse, Phacelia (= "Bienenfreund" ). Ringelblumen und Tagetes tragen zur Bodengesundung bei, indem sie Nematoden (winzige, wurzelzerstörende Fadenwürmer) vertreiben - und vielleicht auch den einen und anderen trüben Gedanken! ;) 
  • Kartoffelanbau auf kleinstem Raum (Terrasse, Balkon, Kleingarten) gelingt mit dieser tollen Kartoffel-Pyramide!

 

Kartoffelsorten


Ein und dieselbe Kartoffelsorte kann, sofern sie gesund ist und den Anforderungen der Küche entspricht, 3 Jahre hindurch gesetzt werden. Dann wird in der Regel, um Virosen vorzubeugen, durch Tausch oder Kauf die Sorte gewechselt. 

  • Beachten Sie bei der Sortenwahl die Kocheigenschaften der jeweiligen Sorten:
    • F e s t k o c h e n d e   eignen sich besonders gut für Kartoffelsalat und Bratkartoffel, aber auch für Salz- und Pellkartoffeln.
    • V o r w i e g e n d   f e s t k o c h e n d e   für Gratin, Kartoffelknödel, Kartoffelsuppe, Pommes frites, Salz- und Pellkartoffeln.
    • M e h l i g e für Kartoffelpüree und –puffer, -knödel 
  • Auch die gewünschte Reifezeit und Lagerfähigkeit sind zu bedenken:
    • F r ü h kartoffeln eignen sich nur für den Frischverzehr. 
    • M i t t e l s p ä t e  und S p ä t e  eignen sich für den Frischverzehr und, sofern sie unverletzt sind, für die Langzeitlagerung. 
  • Ästheten und Experimentierfreudige werfen ein Auge auf die Blütenfarbe (Weiß, rosa, rot, violett?) und auf die Farbe der Knollen: Rot, gelb, weiß, blau, violett?

Hier als Entscheidungshilfe eine Auswahl an Kartoffelsorten: 

Frühe Sorten 

Christa: Sehr früh, vorwiegend festkochend, rosa Blüte. 

Sieglinde: Frühkartoffel, oval, gelb, festkochend, weiße Blüte.

Rosara: Exzellente deutsche Frühsorte, vorwiegend festkochend.

Mittelfrühe Sorten:

Colleen: Festkochend, hohe Resistenz gegen Kraut- und Knollenfäule und gegen Kartoffelschorf,  weiße Blüte. 

Blaue St. Gallner: Blaue Sorte, Farbe bleibt beim Kochen erhalten, enthält besonders viele Anthocyane, vorwiegend festkochend, weiße Blüte.

Ditta: Gelb, festkochend, besonders guter Geschmack, robust, sehr gut lagerfähig, weiße Blüte.

Kestrel: Gesunde Sorte mit überdurchschnittlichem Aroma, festkochend.

Linda: Langoval, gelb, glatt, festkochend, besonders guter Geschmack, gut lagerfähig, weiße Blüte.

Linzer Rose: Rote Schale, gelbes Fleisch, vorwiegend festkochend, widerstandsfähig gegen Krautfäule und Schorf, gut lagerfähig, lila-rosa Blüte.

Nadine : Ertragreiche Sorte mit sehr guten Resistenzen, festkochend.

Orla: Neue irische Sorte mit hoher Resistenz gegen Kraut- und Knollenfäule und gegen Kartoffelschorf, mehlig kochend.

Sarpo Mira: Ungarische Sorte mit hoher Resistenz gegen Krautfäule, festkochend, weiße Blüte. 

Setanta : Rotschalige, ovale Knollen, gelbes Fleisch. Sehr widerstandfähig gegen Kraut- und Knollenfäule sowie gegen Schorf, mehligkochend. 

Mittelspäte Sorten 

Highland Burgundy Redauch „Red Cardinal“: Länglich-oval, rote Schale mit korkigen Einschlüssen; mehliges, auch nach dem Kochen rotes Fleisch, enthält besonders viele Anthocyane, in der Kultur etwas empfindlich, weiße Blüte.

Jelly: Rote Schale, vorwiegend festkochend, widerstandsfähig gegen Krautfäule, gut lagerfähig, weiße Blüte.

Späte Sorten

Cara: Gute Resistenz gegen Nematoden und Kraut-und Knollenfäule, mehligkochend, weiße Blüte. 

Lady Balfour: Hohe Resistenz gegen Mehltau und Schorf sowie gegen Kartoffelnematoden, ausgezeichnete Lagerkartoffel, festkochend.

Mehlige Mühlviertler: Alte, österreichische, gelbe, mehlig kochende Sorte mit kräftigem Geschmack, lila Blüte.

Piroschka: Robuste, österreichische Sorte, rosa Schale, gelbes Fleisch, festkochend, gut lagerbar.

Vitelotte: Lagerfähige, durch und durch dunkel-violett-blaue Urkartoffel bzw. „Trüffelkartoffel“, tiefliegende Augen, blau-weiß marmoriertes Fleisch, festkochend, delikater Geschmack, enthält besonders viele Anthocyane, weiße Blüte. 

Reichskanzler: Alte, robuste deutsche Sorte, rote Schale, weißer, mehliger Körper, lieblicher Geschmack, rote Blüte.

 

 

VORARBEITEN:

Bodenbearbeitung: Nach dem Winter den Boden mit einer Spatengabel (Grabegabel) tiefgründig lockern, dabei Unkrautwurzeln entfernen und je nach Bedarf verrotteten Rinderdung, reifen Kompost, Hornspäne und Gesteinsmehl einarbeiten, bei schwerem Lehmboden auch Sand, Kies. Keinen Kalk.

Pflanzkartoffeln herrichten: Als Pflanzkartoffeln werden am besten hühnereigroße, ganze Knollen mit mindestens 4 Augen verwendet. Sehr große Knollen werden geteilt. Die Schnittflächen mit Holzasche bestreuen, sofern man hat, denn sie desinfiziert, und ein bis zwei Tage trocknen lassen, sonst faulen sie im Boden.

Pflanzkartoffeln vorkeimen? Vorkeimen macht beim Anbau von Frühkartoffeln Sinn, wenn die dazu ausgewählten Pflanzkartoffeln noch keine Triebe entwickelt haben: Ihre Ernte kann dadurch um bis zu zwei Wochen verfrüht werden.

  1. Legen Sie dazu die Pflanzkartoffeln 10 Tage vor dem Setzen nebeneinander, und zwar mit den meisten Augen nach oben, in eine flache Steige oder auf Eierkartons.
    • Stellen Sie sie möglichst hell, aber ohne direkte Sonnenbestrahlung, bei Temperaturen um 10° - 15° auf.
    • Es entwickeln sich aus den Augen kurze, dicke Triebe. Die Knolle vergrünt, was aber nichts ausmacht, denn im Erdboden löst sie sich ohnehin auf.
    • Beim Pflanzen darauf achten, dass die Keime nicht abgebrochen werden.
  2. Eine weitere Möglichkeit schildert der Gartentipp „Papiersäcke als Pflanztöpfe“!

 

 

JETZT  WIRD  GEPFLANZT !

Die Kartoffelknollen und ihr Blattwerk sind sehr frostempfindlich! Erst wenn eine Bodentemperatur von 8° erreicht wurde (wer möchte, legt zur Verfrühung Vlies auf), dürfen sie angebaut werden. Wann das (meistens) sein wird, verraten praktische Bauernweisheiten, an die sich früher jede/r, auch die Osterthor Mariedl, gehalten hat: „Setzt mi im April, kimm i, wann i will. Setzt mi im Mai, kimm i glei!“ - „Wenn sich naht der Stanislaus (7. Mai), rollen die Kartoffeln raus.“ - 

Damit sich die Chance einer reichen, gesunden Ernte erhöht, werden Kartoffeln auf nicht zu nassem Boden bei abnehmendem Mond im Tageszeichen der Zwillinge oder des Stieres angebaut.  

 

  • KARTOFFELANBAU - KURZanleitung:

Kartoffeln werden in einem Abstand von einer guten Fußlänge (ca. 33 cm) in Furchen gelegt, vorerst mit 5 cm Erde bedeckt. Der Abstand der Furchen soll zwei gute Fußlängen (ca. 66 cm) betragen. Bei 15 cm Pflanzenhöhe wird das erste Mal angehäufelt, Vorgang nach erneutem Wuchs noch 1 - 2mal wiederholen.

 

  • KARTOFFELANBAU - AUSFÜHRLICHE Anleitung:

Für den Anbau der Kartoffeln, für ihre Pflege und ihre Ernte hat sich seit Jahrhunderten die Herzblatthacke (Haue) als Arbeitsgerät sehr bewährt:

  1. Ziehen Sie mit der Herzblatthacke 8 cm tiefe Furchen in einem Abstand von 2 guten Fußlängen (ca. 66 cm). Dieser große Abstand der Furchen ist  nötig, damit die Kartoffeln später gut angehäufelt werden können und sie genug Platz für die Knollenbildung haben.
  2. Wem es möglich ist, der kleide den Grund der Furche mit feiner Komposterde oder – ein bewährter Tipp aus Osttirol - mit ungewaschener Schafwolle  aus. 
  3. Kartoffeln legen ("setzen", "pflanzen"):
    Die Pflanzkartoffeln werden mit den meisten Augen bzw. Keimen nach oben in einem Abstand von einer guten Fußlänge (ca. 33 cm) in die Furchen gelegt. Anschließend zieht man entlang der Furchenränder mit der Hacke oder mit einem Rechen vorsichtig so viel Erde in die  Furche, dass die Kartoffeln in Knollenstärke davon bedeckt sind.
  4. Kartoffeln sind Hackfrüchte, das heißt auch, dass die Erde durch Hacken bis zu ihrem Blattschluss unkrautfrei gehalten werden muss. Dann ist ein Jäten nicht mehr notwendig, denn das Kartoffellaub erstickt das aufkeimende Unkraut.
  5. So wird gehäufelt:
    Sobald die Kartoffelpflanze 15 cm hoch ist, wird sie das erste Mal gehäufelt: Man zieht mit der Hacke links und rechts der Pflanzreihe Erde an die Pflanzen, bis sie bis zur Triebspitze mit Erde bedeckt und im entstandenen breiten Erdwall beinahe verschwunden sind.
    Nach Neuwuchs ein zweites und evtl. ein drittes Mal anhäufeln und darauf achten, dass keine Knolle dem Tageslicht ausgesetzt ist. Sie würde schnell vergrünen und giftig werden.

 

SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG:

Blattläuse müssen vernichtet werden, denn sie übertragen Virosen: Befallene Triebe mit Schmierseifenlösung besprühen, mit Gesteinsmehl bestäuben. Mit Stroh gemulchte Pflanzen bleiben von Blattläusen eher verschont!

Kartoffelkäfer, Nacktschnecken: Absammeln, Pflanzen mit Gesteinsmehl bestäuben; Tipp von Roland Wüst : Phacelia neben den Kartoffelreihen aussäen. Sie vertreibt effektiv die Kartoffelkäfer.

Wühlmäuse: Mischkultur mit Steinklee hält die Mäuse von den Knollen fern.

Virosen: Viruserkrankungen zeigen sich durch unterschiedliche Schadbilder: vergilbte, eingerollte, verkrüppelte Blätter, wenige und nur kleine Kartoffeln … Kartoffelkraut entfernen, Saatgut wechseln. Blattläuse bekämpfen, denn sie übertragen Virosen!
Schorf: Nur alle 4 Jahre auf der gleichen Fläche Kartoffeln anbauen, nicht kalken.

Kraut- und Knollenfäule: Sie zeigt sich zuerst an den Blättern als runde, gelb-braune Flecke, auf der Blattunterseite bildet sich ein silberweißer Pilzrasen. Das Kartoffelkraut muss sofort gezogen und vernichtet werden, denn der Pilz wandert über die Stängel in die Knollen. Sie werden ungenießbar.

  • Kraut- und Knollenfäule Vorbeugung:
    • Auf luftigen Stand achten, sodass das Kartoffelkraut nach dem Regen rasch abtrocknet 
    • Die Nähe von Tomaten meiden
    •  Mit Anti-Pilz-Tee gießen
    • Mindestens 2 wenig anfällige Kartoffelsorten pflanzen!

 

KARTOFFELERNTE

 
Kartoffeln benötigen bis zur Erntereife 3 – 4 Monate.

Frühkartoffeln werden bei grünem Laub geerntet, sobald sich ihre Schale nicht mehr von Hand abreiben lässt. An der Staude herausgezogen und mit der Hacke suchend ausgegraben ergeben sie eine lang ersehnte Mahlzeit!

Auch bei den Spätsorten kann man bereits im Hochsommer etwas Erde im Wurzelbereich wegschieben und einige größere Knollen für den Kochtopf finden, die restlichen wieder mit Erde gut bedecken.

  • Die Haupternte erfolgt 2 Wochen nach dem natürlichen Welken des Krautes:
    • Das Kartoffelkraut vorsichtshalber entsorgen, nicht zum Kompost geben.
    • Bei Schönwetter und abnehmendem Mond werden die Knollen entweder mit der Herzblatthacke oder mit einer Kartoffelhacke (Gartenkreiel) zur Gänze aus der Erde geschoben und für 1 – 2 Tage zum Trocknen liegen gelassen. 
    • Beschädigte Knollen gleich verwenden, die restlichen dunkel, trocken, kühl lagern. 
    • Rückblickend mag einem vielleicht durch den Kopf gehen: ’So dumm kann der Bauer mit den größten Kartoffeln denn doch nicht sein!?’ ;)

Lanzeitlagerung:

Ausgereifte Spätkartoffeln verfügen über eine zweimonatige Keimhemmung, die sich bei richtiger Lagerung verlängern lässt:

Dazu wählt man einen dunklen, trockenen Pflatz und füllt die trockenen Kartoffeln  in luftige Kisten, Holzstellagen oder Horden. Eventuell mit einer Decke gegen Licht und Frost schützen. Nicht gelagert werden dürfen Kartoffeln in Plastiksäcken! Sie beginnen schnell zu schwitzen und schimmeln!

Die ideale Raumtemperatur beträgt 5° - 6°. Darunter beginnen sie zu versüßen, was beim Braten und Frittieren zu einem erhöhten Acrylamid-Anteil führt. Darüber beginnen sie gleich nach der Keimruhe auszutreiben.

Mitgelagerte Äpfel fördern vorzeitiges Austreiben!

Mitgelagert werden ausgesuchte Pflanzkartoffel für das nächste Jahr.  

 

 

WIE  KAM  DIE TOLLE KNOLLE  ZU  UNS  NACH  MITTELEUROPA?

Nach Europa gelangte die Kartoffel – allerdings ohne liebevoll mitgereichte Kochanleitung - im Zuge der Eroberung Südamerikas. Sie verbreitete sich von Spanien und England aus. 

  1. Von Spanien aus:
    Pizarro brachte rotschalige Kartoffeln aus dem Inkareich mit nach Spanien an den Hof Philipps II.
    In der Folgezeit wurde die Kartoffel in kleinem Umfang angebaut. Sie wurde den Kranken als leichtverdauliche Kost verabreicht und auf Seefahrten mitgenommen, wo sie durch ihren Vitamin C Gehalt Skorbut verhinderte.
    Seeleute waren es auch, die das erste Fass Kartoffeln nach Antwerpen, das zu dieser Zeit zu den „Spanischen Niederlanden“ und später zu den „Österreichischen Niederlanden“ zählte, brachten und damit den Kartoffelanbau in diesen Ländern initiierten. 
  2. Von England aus:
    Der Sklavenhändler John Hawkins, der erste seines Gewerbes, brachte gelbschalige Kartoffeln aus Venezuela nach England (Quelle: U. Körber-Grohne) an den Hof Elisabeth I. .
    Sir Walter Raleigh, ein Günstling der Königin, ließ im Zuge der britischen Kolonialisierung Irlands auf seinem „erworbenen“ Gehöft die Kartoffeln als Feldversuch anpflanzen, betreut von irischen "Pächtern". Die irischen Bauern durften in dieser Zeit ihr auch ihr einstmals eigenes Land nur mehr als Pächter bearbeiten. Vieh und Getreide dienten als Pachtzahlung an die fremden Großgrundbesitzer. Die Kartoffel allerdings blieb als einziges Lebensmittel von der Pachtzahlung ausgenommen.
    Sie wurde von den Iren in den damals gebräuchlichen zwei Sorten angebaut. Da sie gut gedieh, entwickelte sie sich zum Grundnahrungsmittel der irischen Bevölkerung. Schon ein kleines Stück Land reichte aus, um eine Großfamilie mit Kartoffeln zu ernähren, … bis die große Katastrophe eintrat: Die Kartoffelfäule erreichte Irland und vernichtete Jahre hindurch die gesamte Kartoffelernte, da die beiden Sorten höchst anfällig für den eingeschleppten Pilz waren!
  • Verzweifelt erlebten die Iren, dass große Mengen an Nahrungsmitteln als Pachtzahlung von Irland nach England gebracht werden mussten, obwohl die Menschen in Irland hungerten und verhungerten. Während dieser fünfjährigen Hungerszeit (1845-1849) wanderten viele Iren nach Amerika aus. Die einseitige Ernährungsgrundlage wurde überdacht und die bis heute andauernde Suche nach pilzresistenten Kartoffelsorten begann.

In den übrigen Ländern Europas verbreitete sich die Kartoffel nur langsam:

Am Anfang war sie als Rarität aus Übersee ein begehrtes Objekt für Fürsten, Ärzte und Apotheker, zu deren Prestige ein Botanischer Garten bzw. Apothekergarten gehörte. So hielt sie auch Camerarius, ein Nürnberger, in seinem Kräutergarten und Carolus Clusius fertigte das erste Aquarell dieser Pflanze an. Man bewunderte die Blüten, mit denen man / frau sich die Perücken schmückte, kostete widerwillig die üblen Samenstände und fand die Knollen von kratzigem Geschmack. Es gab auch Ausnahmen: 1580 schenkte der Landgraf Wilhelm von Hessen seinem Kollegen in Sachsen einige Knollen „Taratouphli“, wie er sie nanntet, mit der Bemerkung, dass "Dießelbige wenn sie gekocht werdenn, seindt sie gar anmuthig zu eßenn." (Textquelle) Es war die richtige Zubereitung, die das giftige Solanin aus der Knolle entfernte und sie „anmuthig eßenn“ ließ!

Erst gut 100 Jahre später gelang der tollen Knolle, unterstützt durch die Autorität besorgter kaiserlich-königlicher Majestäten, der Durchbruch in ganz Europa:

  • Zar Peter I. lernte in den Niederlanden nicht nur den Schiffsbau, sondern auch die nahrhafte, gut zu lagernde Kartoffel kennen. Im Kampf gegen die Hungernöte verordnete er nach seinem Amtsantritt ihren Anbau in Russland. Gegen den Willen des Adels, der in ihr eine Pöbelfrucht sah, und gegen den Willen der Altgläubigen, die sie für ein Werk des Teufels hielten.
  • Im deutschsprachigen Raum erkannten der preußische König Friedrich II. und die österreichische Kaiserin Maria Theresia den Wert der Kartoffel für ihre von Hungersnöten geplagten Untertanen. Doch die blieben skeptisch, obwohl hier auch Vertreter der ökonomischen Aufklärung und der Kirche („Knollenprediger“) dafür warben. Die kaiserlich-königlichen Herrschaften mussten Druck ausüben: Sie verordneten die Anpflanzung der Kartoffel per Dekret und - per Pädagogik. So ließ der Alte Fritz seine brandenburgischen Kartoffeläcker untertags von Soldaten bewachen, um den Kartoffeln den Nimbus des Wertvollen zu geben. Daraufhin griff er - gleich wie seine Feindin Maria Theresia - zu Gratis-Verteilung von Pflanzkartoffeln samt mündlicher Anbau- und Kochanleitung durch Dorfboten!
🌿

Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

basisch (Knolle) Volksheilkunde

gekocht

entwässernd (Knolle) Volksheilkunde

gekocht

kreislaufstärkend (Samen) Volksheilkunde

gekocht

entspannend (Knolle) Volksheilkunde

Muskelentspannend: Kompresse mit heißen, zerdrückten Pellkartoffeln auflegen, jedoch nicht bei Entzündungen!

entzündungshemmend (Knolle) Volksheilkunde

Roher Kartoffelsaft

gekocht

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Calcium Mineral
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Magnesium Mineral
Natrium Mineral
Phosphor Mineral
Alkaloide Sekundär
Vitamin A / Retinol Vitamin
Vitamin B12 / Cobolamin Vitamin
Vitamin B2 / Riboflavin Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Gruppen
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Proteine, Eiweiße
SOLANIN
Sekundäre Pflanzenstoffe
Stärke
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem der Elemente steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen.

Natrium

Natrium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Na und der Ordnungszahl 11. Im Periodensystem der Elemente steht es in der 3. Periode und als Alkalimetall in der 1. IUPAC-Gruppe bzw. 1. Hauptgruppe. Natrium ist ein Reinelement, dessen einziges stabiles Isotop 23Na ist.

Phosphor

Phosphor ist ein chemisches Element mit dem Symbol P und der Ordnungszahl 15. Im Periodensystem steht es in der fünften Hauptgruppe, bzw. 15. IUPAC-Gruppe oder Stickstoffgruppe.

Alkaloide

Alkaloide sind natürlich vorkommende, chemisch heterogene, meist alkalische, stickstoffhaltige organische Verbindungen des Sekundärstoffwechsels, die auf den tierischen oder menschlichen Organismus wirken.

Vitamin A / Retinol

Retinol, auch Vitamin A genannt, ist ein fettlösliches Vitamin.  Gute Vitamin-A-Lieferanten sind Tierische Milch (und ihre Produkte wie Butter, Käse, Joghurt, Sauermilch), Eigelb, Leber, Makrele, Heilbutt, Haifisch.  enthalten. Daneben sind auch Milch und Käse gute Vitamin-A-Lieferanten. Zu den Fischen, die besonders reich an Vitamin A sind, zählen insbesondere Haifisch, Heilbutt und Makrele. Wirkung: Zellschützend für Drüsengewebe, Haut, Schleimhaut und besonders für die Netzhaut, wodurch die Sehkraft bei Nachtblindheit gestärkt wird. Schützt als Antioxidans bis zu einem gewissen Grad auch vor schädigender Sonneneinstrahlung. Speicherung: Vitamin A wird im menschlichen Körper gespeichert. Ein Zuviel an hochdosierten Vitamin-A-Gaben kann Schäden verursachen.

Vitamin B12 / Cobolamin

Cobolamin, auch Vitamin B12 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Es ist maßgeblich beteiligt am Eiweiß- und Fettstoffwechsel, beeinflusst die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen, die Nerven- und Gehirnfunktionen. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B2 / Riboflavin

Riboflavin, auch Vitamin B2 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Als Bestandteil vieler Enzyme am Energiestoffwechsel, auch am Hirnstoffwechsel, beteiligt, kann Migräne verhindern. Außerdem ist es wichtig für Zellatmung, Wachstum, Sehschärfe und Haut (offene Mundwinkel). Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Gruppen

Familienname

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Proteine, Eiweiße

Proteine, Eiweiße sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die Struktur und Funktion jeder lebenden Zelle von Pflanze, Tier und Mensch bestimmen und an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Ein Mensch besitzt Hunderttausende verschiedener Proteine, hergestellt in den Ribosomen (zelleigne „Eiweißfabriken“) aus nur zwanzig Aminosäuren! Proteine zählen mit den Kohlenhydraten und Fetten zu den Hauptnährstoffen des Menschen. Die DGE empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht durch Mischkost zu sich nehmen. Mehr nicht, denn eine dauerhafte und übermäßige Aufnahme von Eiweißen erhöht die Konzentration der Harnsäure im Blut, was zu Gelenkserkrankungen wie Gicht oder Rheuma führen kann. Pflanzliches Eiweiß ist dem tierischen ebenbürtig und bringt durch die mitgelieferten Ballaststoffe zusätzliche Sättigungsvorteile, gesundheitliche Werte und wenig Fett. Proteine können noch mehr: Sie fungieren als Infektionsabwehr, regulieren die Ionenkonzentration in den Zellen und bestimmen so die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, sorgen für die Kontraktion der Muskeln … Ab einer Körpertemperatur von 41° Celsius (Fieber) beginnen die Proteine allerdings abzusterben und es besteht für den Erkrankten Lebensgefahr.

SOLANIN

SOLANIN zählt zur Klasse der Alkaloide . Die giftigen Solanine findet man hauptsächlich in den grünen Teilen und in den Schalen der Nachtschattenpflanzen, zu denen auch Kartoffeln und Tomaten zählen. Kochtipps : Die derzeit am Markt erhältlichen, neueren Kartoffelsorten sind allerdings solaninarme Züchtungen. Da die Kartoffel ihren höchsten Solaningehalt in der Schale aufweist, soll sie aber trotzdem nur geschält verzehrt werden.  Sie haben nach der üblichen Zubereitung durch Kochen und Braten, bei der die verbliebenen Solanine bei hohen Temperaturen in das Kochwasser bzw. in das Bratfett übergehen, keinen gesundheitlich bedenklichen Alkaloid-Gehalt mehr. Um die ersten Anzeichen einer Solaninvergiftung zu spüren (Übelkeit, Erbrechen, erschwerte Atmung), müsste man 2,5 kg rohe Kartoffeln einer neuen Sorte innerhalb einiger Minuten verzehren. Unreife Tomaten bleiben aber sogar in kleinen Portionen, und das auch nach dem Kochen, bedenklich. Solanin ist ebenfalls im Fruchtkeil der reifen Tomaten enthalten, der aus diesem Grund immer herausgeschnitten werden sollte.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Stärke

Stärke (lateinisch amylum; früher auch Amlung, Amilum und Amidum sowie „Kraftmehl“ genannt) ist eine organische Verbindung, ein Polysaccharid mit der Formel (C6H10O5)n, das aus α-D-Glucose-Einheiten besteht. Das Makromolekül zählt daher zu den Kohlenhydraten. Tierische Organismen, der menschliche Körper und Pilze verwenden Glycogen als Kohlenhydratspeicher. Stärke ist einer der wichtigsten Reservestoffe in pflanzlichen Zellen.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
Kartoffeln gelten in der Volksheilkunde als sättigend und nährstoffreich, wodurch sie traditionell bei Gewichtsreduktion eingesetzt werden.
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Herz-Kreislauf-Stärkung Volksheilkunde
Der hohe Kaliumgehalt wird in der Volksheilkunde traditionell zur Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion genutzt.
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Sonnenbrand Volksheilkunde
Rohe Kartoffelscheiben gelten volksheilkundlich als kühlend und beruhigend und werden traditionell auf Sonnenbrand aufgelegt.
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Nackenverspannung Volksheilkunde
Warme Kartoffelwickel werden in der Volksheilkunde traditionell zur Lockerung verspannter Nackenmuskulatur angewendet.
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Menstruationsbeschwerden Volksheilkunde
Kartoffeln gelten volksheilkundlich als nährstoffreich und werden traditionell zur allgemeinen Unterstützung bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.
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Gallenbeschwerden Volksheilkunde
Der leichte Kartoffelsaft wird in der Volksheilkunde traditionell bei Gallenbeschwerden eingesetzt, da er als mild und schonend gilt.
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Hexenschuss Volksheilkunde
Warme Kartoffelumschläge werden volksheilkundlich traditionell zur Wärmetherapie bei akuten Rückenschmerzen angewendet.
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Muskelschmerzen Volksheilkunde
Kartoffelwickel gelten in der Volksheilkunde als wärmend und werden traditionell zur Linderung von Muskelschmerzen aufgelegt.
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Gekochte Kartoffeln ohne jegliche Zutaten

Hilft bei

Andere Namen

ErdapfelGrundbirneTüffelPotakenKnulleMäusleKartofel (polnisch)Kartowka (russisch)

Merkmale

Verwendung Nutzpflanze
Vorkommen HöhenstufenGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumÄckerGärtenVerbreitungWeltweit
Blütenfarbe rosaviolettweißpurpur
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

first spring

Knolle

first spring

Boden

full spring

Knolle

early summer

Jungpflanzen

midsummer

Jungpflanzen

early autumn

Knolle

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Solanaceae
Gattung
Solanum
Ordnung
Solanales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Cultivated as a food crop, it is not known in the wild.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Anbau & Pflege

Succeeds in most soils. Dislikes wet or heavy clay soils. Prefers a slightly acid soil, the tubers are subject to scab on limy soils or those deficient in humus. Yields best on a fertile soil rich in organic matter. This plant is one of the S. American species of potatoes. It is not frost hardy but can probably be grown in much the same way as potatoes are grown by planting out the tubers in spring and harvesting in the autumn[K]. Plants might have strict daylength requirements and may yield poorly in temperate zones because they need short-days in order to induce tuber-formation. This species is commonly cultivated for its edible tubers in S. America. Yields are often low but 30 tonnes per hectare have been recorded. Plants are susceptible to late blight. This species is the immediate ancestor of the potato of commerce, S. tuberosum, though the tubers look rather different. A tetraploid species, probably derived from S. stenotomum by chromosome doubling or by hybridization with S. sparsipilum, it produces fertile seed.
Vermehrung: Seed - sow early spring in a warm greenhouse. Prick out the seedlings into a fairly rich compost as soon as they are large enough to handle and grow them on fast. Plant them out after the last expected frosts. Division. Harvest the tubers in autumn after the top-growth has been cut back by frost. Store the tubers in a cool frost-free place overwinter and replant in April.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Root Edible Uses: Rutin Root - cooked. This species has the largest tubers of all the species cultivated in the Andes, it has a good content of protein (12% dry weight compared to 8 - 10% for the cultivated potato) and is rich in starch and vitamin C.

Weitere Nutzung

Alcohol Biomass Cleanser Cosmetic Polish Size Starch None known

Verbreitung

Heimisch: Argentina Northwest, Argentina South, Armenia | Yopal | Villavicencio | Manizales | Pasto, Avlandsnes, BR, Beitstad, Bolivia, Caribbean, Chile Central, Chile North, Chile South, Colombia, Ecuador, England [I] (England [I], Wales [I], Isle of Man [I], Scotland [I], Outer Hebrides [I], Orkney Isl. [I], Shetland Isl. [I], Isles of Scilly [I]); Ireland [I] (Ireland [I], Northern Ireland [I]); Germany [c]; Slovakia [c]; Hungary [c]; Channel Isl. [c] (Alderney [I], Guernsey [I], Jersey [I]); Slovenia [c]; Croatia [c]; Bosnia & Hercegovina [c]; Albania [c]; Morocco [c]; Algeria [c]; Tunisia [c]; Libya [c]; Madeira [c] (Madeira Isl. [c], Ilhas Desertas [c], Porto Santo Isl. [c]); Canary Isl. [c] (Fuerteventura [c], Gran Canaria [c], Tenerife [c]); Cape Verde Isl. [c] (Santo Antao Isl. [c], Ilha de Sao Nicolau [c], Ilha de Sao Tiago [c], Fogo Isl. [c]); Mauritania [c]; Mali [c]; Burkina Faso [c]; Benin [c]; São Tomé [c]; Djibouti [c]; South Africa [c]; Lesotho [c]; Madagascar [c]; Mauritius [c]; La Réunion [c]; Agalega Isl. [c]; Chagos Arch. [c] (Diego Garcia [c]); Kazakhstan [c]; Turkey [c]; China [c]; South Korea [c]; Taiwan [c]; Pakistan [c]; Nepal [c]; Bhutan [c]; India [c]; Bangladesh [c]; Andaman Isl. [c]; Nicobar Isl. [c]; Myanmar [c]; Laos [c]; Vietnam [c]; Philippines [c]; Java [c]; Australia [c] (Western Australia [c]); New Zealand [c]; Chatham Isl. [c]; Auckland Isl. [c]; New Caledonia [c]; Niue [c]; Fiji [c]; Austral Isl. [c] (Tubuai [c]); Hawaii [c] (East Maui [c]); Canada [c] (Manitoba [c], New Brunswick [c], Newfoundland [c], Nova Scotia [c], Ontario [c], Prince Edward Isl. [c]); USA [c] (Alabama [c], Arkansas [c], California [c], Connecticut [c], Florida [c], Illinois [c], Louisiana [c], Massachusetts [c], Maryland [c], Maine [c], Michigan [c], Minnesota [c], Missouri [c], Mississippi [c], North Carolina [c], New Hampshire [c], New York [c], Ohio [c], Pennsylvania [c], Rhode Island [c], South Carolina [c], Utah [c], Virginia [c], Vermont [c], Washington State [c]); Honduras [c]; Nicaragua [c]; Costa Rica [c]; Panama [c]; Cuba [c]; Jamaica [c]; Dominican Republic [c]; Haiti [c]; Puerto Rico [c]; Colombia [c]; Venezuela (Aragua, Lara, Merida, Tachira, Yaracuy); Ecuador; Peru [c]; Bolivia (Chuquisaca, Cochabamba, La Paz, Oruro, Potosí); Argentina (Chubut, Neuquén, Santa Cruz, Catamarca, Jujuy, Salta, Tucuman); Chile (Antofagasta, Valparaíso, Metropolitana de Santiago, O'Higgins, Biobío, Araucanía, Los Lagos, Aisén); Juan Fdz. Isl. [c]; Gough Isl. [c]; Tristan da Cunha [c]; South Georgia Isl. [c], Froland, Guaca | San Vicente de Chucurí | Tona, Hidra, Karkmøy, Lyngdal, Nord Rana, North America, Norway, Oceania, Parque Nacional Natural Los Nevados, Peru, Randesund, Rauland, Sigdal, Tveit, Venezuela, Vik Eingeführt: AL, AT, AU, Assam, Austria, BA, BF, Baltic States, Bangladesh, Belgium, Brussels-Capital Region, DR Congo, Dominican Republic, East European Russia, East Himalaya, Flemish Region, France, Galápagos Islands, Germany, Gough Island, Great Britain, Haiti, Hawaii, Illinois, Inaccessible Island, India, Ireland, Laos, Maryland, Minnesota, New York, South European Russia, Tadzhikistan, Tristan da Cunha, Uzbekistan, Vietnam, Walloon Region

Alternative deutsche Namen

ErdapfelKartoffel
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren