Heilpflanze: verdauungsregelnd, blutfettregulierend, kreislaufanregend

Feuerbohne

Phaseolus coccineus

8 Fotos

Beschreibung

Kennen Sie Käferbohnen??

Sie schmecken samtig weich, ähnlich wie Maroni. -  Ach, Maroni kennen Sie auch nicht!? Doch, die kennen sie, aber unter der Bezeichnung  „Esskastanien“!

Also ich genieße bereits seit vielen Jahren die Käferbohnen, weiß aber erst seit kurzem, dass die heißgeliebte steirische Käferbohne eine Feuerbohne ist, die ihren Namen – K ä f e r bohne -  im Bezug auf die Fleckung ihrer Kerne erhielt. Böse Zungen behaupten zwar, ihr Name deute darauf hin, dass sie gerne vom Bohnenkäfer befallen werde ;) Also, vielleicht nur dann, wenn der Schädling keine helleren Kerne finden sollte!?

Aufbewahrungstipp vom steir. Gemüsebauern Reitzer, Hönigthal:

Um einem Befall mit Bohnenkäfern auf alle Fälle zu entgehen, gibt man die gewaschenen, feuchten Käferbohnen vor der Langzeitlagerung für 48 Stunden in den Tiefkühler. Die evtl. anhaftenden Insekteneier werden dadurch abgetötet. Anschließend können die Bohnen – jetzt sicher ohne Käfer  -  wieder herausgenommen, gereinigt, bei 40° gründlich durchgetrocknet und – zur Sicherheit vor Neubefall - in Gläsern oder Dosen aufbewahrt werden.

 

ALLEN  FEUERBOHNEN  GEMEINSAM  IST:

  • dass sie bis zu 4 m hohe Schlingpflanzen sind, die weder Frost, noch Trockenheit oder Staunässe vertragen.
    • Tipp:
      Da die Feuerbohne in Ländern ohne Frost mehrjährig ist, kann man sie auch bei uns - frostgeschützt - überwintern:
      Dazu auf 30 cm zurückschneiden, mit den Wurzeln ausgraben und gemeinsam mit etwas Erde in einem Kübel oder luftdurchlässigem Sack dunkel und frostfrei bei 5° - 8°  überwintern. Je nach Lufttrockenheit dann und wann ein wenig gießen. Sobald die Bodentemperatur nicht mehr unter 10° fällt, auspflanzen. Diese Feuerbohnen werden früher blühen und fruchten!
       
  • Sie haben geringere Wärmeansprüche als die Stangenbohne und kommen mit etwas Wind zurecht. 
     
  • Sie ergeben mit ihren feuerroten oder rosaroten bzw. weißen Blüten, die gerne von Schmetterlingen besucht werden, einen hübschen Sichtschutz und werden deshalb oft als Zierde kultiviert. Sie gedeihen nämlich auch in größeren Töpfen auf Balkon und Terrasse gut! 
     
  • Feuerbohnen sind im rohen Zustand die allergiftigsten der Gartenbohnen.
     
  • Feuerbohnen zählen zu den Zwiebohnen, das heißt, sie schmecken gekocht sowohl als junge, grüne Hülse als auch reif geerntet als Trockenbohne. Als eingeweichte und langsam, sanft gekochte Trockenbohnen schmecken sie sehr fein: weich und schmelzend. - Ich höre noch einen eleganten 90-jährigen Wiener beim Verlassen einer südsteirischen Buschenschank zu seiner betagten Gattin sagen, wie glücklich er sei, noch einmal  Käferbohnen gegessen zu haben!

Verwendete Pflanzenteile

Auch bei Feuerbohnen sind sowohl die Hülsen mit ihren Bohnenkernen essbar als auch nur die großen, reifen Bohnenkerne: Die Hülsen werden geerntet und gekocht oder eingefroren, sobald die milchigen Bohnenkerne Linsengröße erreicht haben. Wenn das Hauptaugenmerk auf den essbaren Bohnenkernen liegt, lässt man diese größer und härter werden und Farbe annehmen. Sie sollten aber dem Daumendruck noch etwas nachgeben. Die Hülse selbst ist dann zum Essen bereits zu bastig.

Erläuterung

3 Wochen vor der geplanten Pflanzung. Das ist kein Muss! Die Pflanzen vor dem Setzen unbedingt an die Frischluft gewöhnen: sie erleiden sonst einen Schock.

Portrait

Bohnen der Gattung Phaseolus sind ein Mitbringsel der Eroberer Amerikas und begannen im Laufe der Jahrhunderte, obwohl kälteempfindlich, als Buschbohne, Stangenbohne und Feuerbohne im Verbund mit der Kartoffel die europäische Puffbohne (Vicia faba) als Grundnahrungsmittel zu ergänzen und zu ersetzen.
Alle essbaren Bohnen sind ausgezeichnete Eiweißlieferanten und Ballaststoffspender mit sehr geringem Fettgehalt. Ihren ernährungsphysiologischen Wert erhöhen großer Gehalt an  Vitamin B, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Zusammen mit dem hohen Ballaststoffgehalt fördern sie die Verdauung, helfen den Cholesterinspiegel zu senken, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und dem Darmkrebs vorzubeugen.

  • Die attraktive Feuerbohne zeichnet ein zusätzliches Plus aus: ihr intensiver, aromatisch, bohniger Geschmack!

 

ANBAU im HAUSGARTEN, auf TERRASSE oder BALKON 

Feuerbohnen werden gleich wie Stangenbohnen gezogen:

  • Das Rankgerüst (Stangen, Zäune, Pergola, Gitter, Drähte, Schnüre, Weidentipi)  vor der Direktsaat bzw. vor der Pflanzung an einem möglichst windstillen, sonnigen Platz errichten.
  • Um jede Stange im Halbkreis 6 Samen stecken („Horstsaat“) oder 6 Jungpflanzen pflanzen.
  • Die Pflanzen von Hand hochleiten (linkswindend), bis sie sich selbst festhalten.
  • Wenn die Jungpflanzen 25 cm hoch sind, werden sie angehäufelt.

Man beachte:

  • Die Entwicklungszeit der Feuerbohne bis zu ihrer Vollreife dauert etwas länger als die der Stangenbohne.
  • Das Ernte-Wunschziel sind nicht so sehr die jungen Hülsen, die gekocht natürlich auch gut schmecken,  sondern die reifen Bohnenkörner, -kerne! Sie werden ab Mitte September zusammen mit den braunen Hülsen geerntet und getrocknet.
  • Es lohnt sich eine Anzucht unter Glas, und zwar 3 Wochen vor dem geplanten Pflanztermin. Sinnvolle Fleißaufgabe: Vor dem Legen der Samen die Samenhaut anfeilen und die Samen für 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen.

 

EMPFEHLENSWERTE  SORTEN

„Bonela“ ist eine typische steirische Käferbohne mit hervorragendem Geschmack. Ihre Hülsen erreichen eine Länge von 25 cm, ihre nierenförmigen Bohnenkerne werden bis zu 2,5 cm groß.  Landwirtschaftlich wird sie in Mischkultur mit Mais angebaut, wobei der Mais der Bohne als natürliche Rankhilfe dient. Gemeinsam werden sie im Oktober-November mit speziellen Maschinen gedroschen und getrennt, anschließend gereinigt und getrocknet.
Der deutsche Bioland-Hof Jeebel versendet Saatgut dieser Sorte, die sich auch für den Hausgarten und für große Pflanzgefäße ausgezeichnet bewährt.

Im Arche-Noah-Shop kann eine bunte Mischung kleinsamiger Käferbohnen (Feuerbohnen) bezogen werden.

Mehrere bewährte Sorten mit großem, gesprenkeltem oder weißem Korn, rotblühend und wie Gigantes weißblühend, versendet die Gärtnerei Naturwuchs .

"Gigantes": Die „Fasolia Gigantes“ ist eine griechische Sorte der Feuerbohne. Angebaut wird sie vor allem in Nordgriechenland. Sie blüht weiß und auch die reifen, bis zu 2,5 cm großen Bohnenkerne sind weiß, maximal hellbraun. - Sie ist eine typische Zwiebohne und schmeckt gekocht sowohl als junge, grüne Hülse als auch reif geerntet als Trockenbohne. Auf dem europäischen Markt werden bereits früh im Jahr die frischen flachen, etwas  rauen Hülsen als „breite Bohnen“ angeboten. Ganzjährig kann man die getrockneten Bohnenkerne als „Gigantes“ bzw. als „Riesenbohnen“ erwerben. 

„Preisgewinner“ und „Lady Di“ sind robuste, rotblühende  Feuerbohnen („Prunkbohnen“) mit grünen, flachen, wohlschmeckenden Hülsen.

„Hestia“ bildet mit ihrer buschigen Wuchsform eine Ausnahme. Sie eignet sich mit ihren feurigen weiß-roten Blüten, denen sie den Namen der griechischen Göttin des häuslichen Herdes „Hestia“ verdankt, als hübsche Kübel- und Ampelpflanze mit etwas zarteren, genussvollen Hülsen.

Erntekalender

Hülsen late summer gekocht essbar

Auch bei Feuerbohnen sind sowohl die Hülsen mit ihren Bohnenkernen essbar als auch nur die großen, reifen Bohnenkerne: Die Hülsen werden geerntet und gekocht oder eingefroren, sobald die milchigen Bohnenkerne Linsengröße erreicht haben.

Wenn das Hauptaugenmerk auf den essbaren Bohnenkernen liegt, lässt man diese größer und härter werden und Farbe annehmen. Sie sollten aber dem Daumendruck noch etwas nachgeben. Die Hülse selbst ist dann zum Essen bereits zu bastig.

Samen full autumn gekocht essbar

Erntereif sind die Bohnenkerne (Samen), wenn sie härter werden und Farbe annehmen. Sie sollten aber dem Daumendruck noch etwas nachgeben. 

Die ausgereiften Kerne können frisch gekocht werden, oder man trocknet sie und lagert sie kühl, aber frostfrei, als Nahrungsvorrat oder als Saatgut ein.

Zur Saatgutgewinnung lässt man die Hülse an der Pflanze trocknen, bis sie braun ist.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

verdauungsregelnd (Samen) Volksheilkunde
blutfettregulierend (Samen) Volksheilkunde
kreislaufanregend (Samen) Volksheilkunde
blutzuckerausgleichend (Samen) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Aminosäuren Aminosäure
Ballaststoffe Ballaststoff
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Magnesium Mineral
Beta-Carotin Sekundär
Carotinoide Sekundär
Vitamin B12 / Cobolamin Vitamin
Vitamin B5 / Pantothensäure Vitamin
Vitamin B9 / Folsäure Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamin E / Tocopherol Vitamin
Vitamine Vitamin
Gruppen
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Phasin
Polysaccharide
Proteine, Eiweiße
Purine
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Aminosäuren

Aminosäuren (AS), unüblich, aber genauer auch Aminocarbonsäuren, veraltet Amidosäuren genannt, sind chemische Verbindungen mit einer Stickstoff (N) enthaltenden Aminogruppe und einer Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O) enthaltenden Carbonsäuregruppe.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem der Elemente steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen.

Beta-Carotin

Carotine (Plural zu Carotin, von lateinisch carota „Karotte“) sind zu den Terpenen zählende ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit der Summenformel C40Hx, die als rotgelbe Naturfarbstoffe in vielen Pflanzen vorkommen, besonders in deren farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Vitamin B12 / Cobolamin

Cobolamin, auch Vitamin B12 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Es ist maßgeblich beteiligt am Eiweiß- und Fettstoffwechsel, beeinflusst die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen, die Nerven- und Gehirnfunktionen. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B5 / Pantothensäure

Pantothensäure, auch Vitamin B5 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Es hat als Bestandteil eines Coenzyms große Bedeutung für vielfältige Stoffwechselfunktionen, für Stressabwehr, Vitalität, geistige Frische, Durchblutung und Wundheilung. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B9 / Folsäure

Folsäure, auch Vitamin B9 oder Folat genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : Die hitze-, sauerstoff- und lichtempfindliche FOLSÄURE (UV-Strahlung reduziert Folsäure sogar im menschlichen Körper) hat großen Einfluss auf Zellteilung und Zellneubildung. Sie hilft mit, Wirbel- und Rückenmarkschäden (Spina bifida) bei Neugeborenen zu verhindern und wirkt mit bei Blutbildung, Aufbau der Schleimhäute, Verhütung von Arteriosklerose. Speicherung: Durch ihre Wasserlöslichkeit wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin E / Tocopherol

Tocopherol, auch Vitamin E genannt, ist ein fettlösliches, hitzebeständiges Vitamin. Wirkung: Als Radikalfänger (Antioxidans) besonders wichtig für unser Immunsystem, für die Zellerneuerung. Wirkt gegen Entzündungen, Arteriosklerose, vorzeitiges Altern. Im Lebensmittelbereich schützt es Öle vor dem Ranzigwerden. Speicherung: Dieses fettlösliche Vitamin wird im menschlichen Körper gespeichert. Ein Zuviel an hochdosierten Vitamingaben kann Schäden verursachen.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Gruppen

Familienname

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Phasin

Lektine sind komplexe Proteine oder Glykoproteine, die spezifische Kohlenhydratstrukturen binden und dadurch in der Lage sind, sich spezifisch an Zellen bzw. Zellmembranen zu binden und von dort aus biochemische Reaktionen auszulösen. Sie üben jedoch keine enzymatische Aktivität aus.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Proteine, Eiweiße

Proteine, Eiweiße sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die Struktur und Funktion jeder lebenden Zelle von Pflanze, Tier und Mensch bestimmen und an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Ein Mensch besitzt Hunderttausende verschiedener Proteine, hergestellt in den Ribosomen (zelleigne „Eiweißfabriken“) aus nur zwanzig Aminosäuren! Proteine zählen mit den Kohlenhydraten und Fetten zu den Hauptnährstoffen des Menschen. Die DGE empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht durch Mischkost zu sich nehmen. Mehr nicht, denn eine dauerhafte und übermäßige Aufnahme von Eiweißen erhöht die Konzentration der Harnsäure im Blut, was zu Gelenkserkrankungen wie Gicht oder Rheuma führen kann. Pflanzliches Eiweiß ist dem tierischen ebenbürtig und bringt durch die mitgelieferten Ballaststoffe zusätzliche Sättigungsvorteile, gesundheitliche Werte und wenig Fett. Proteine können noch mehr: Sie fungieren als Infektionsabwehr, regulieren die Ionenkonzentration in den Zellen und bestimmen so die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, sorgen für die Kontraktion der Muskeln … Ab einer Körpertemperatur von 41° Celsius (Fieber) beginnen die Proteine allerdings abzusterben und es besteht für den Erkrankten Lebensgefahr.

Purine

Die Purine bilden in der Chemie eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die zu den Heterocyclen zählt. Sie leiten sich von der Stammverbindung Purin ab.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Stoffwechselaktivierung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird die Feuerbohne zur Anregung des Stoffwechsels verwendet. Ihre Nährstoffe sollen den Energieumsatz des Körpers unterstützen.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
Die Feuerbohne gilt als unterstützend bei Gewichtsmanagement durch ihren hohen Ballaststoffgehalt. Sie soll Sättigung fördern und den Blutzuckerspiegel stabilisieren.
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Warzen Volksheilkunde
Traditionell wird der Saft der Feuerbohne äußerlich gegen Warzen angewendet. Die Pflanze gilt als wirksam bei der lokalen Behandlung von Hautveränderungen.
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und auch Hühneraugen werden bekämpft, indem man mehrmals täglich saubere, frische, bis zum Saftaustritt zerknüllte Blätter der Feuerbohne auflegt.

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Andere Namen

KäferbohnePrunkbohneBlumenbohneSchminkbohneTürkische BohneGigantes (Griechenland)Riesenbohne

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeErsatzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat FruchtgemüseSamengemüseVerzehrtauglichkeit EinfrierenGenussnahrungKochenLagernMahlenPflanzen- und SamenhandelZierpflanze
Blütenfarbe weißrot
Wuchsform Kletterpflanze

Aussaat & Pflege

first spring

Samen

full spring

Samen

early summer

Jungpflanzen

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Fabaceae
Gattung
Phaseolus
Ordnung
Fabales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Not known
Essbarkeit
★★★★☆

Anbau & Pflege

Agroforestry Services: Stickstoff-Management: Standard Minor Global Crop Staple Crop: Protein Als einjährige Pflanze für Winterhärtezonen 1-12. Hitzezone: 12-1. Als Staude Winterhärtezonen 10-12. Benötigt einen warmen, geschützten, sonnigen Standort in einem reichen, gut durchlässigen Boden mit reichlich Feuchtigkeit während der Wachstumsperiode. Verträgt keine schweren, nassen oder sauren Böden. Bevorzugt einen pH-Wert im Bereich von 6 bis 7. Die Feuerbohne wird in vielen Teilen der Welt häufig für ihre essbaren Samen und unreifen Samenschoten kultiviert, es gibt viele benannte Sorten. Die meisten Sorten sind Kletterpflanzen, aber es wurden auch einige Zwergformen entwickelt. Die Pflanzen sind Stauden, werden aber oft als einjährige Pflanzen angebaut, besonders in der gemäßigten Zone. Die Pflanzen blühen unter Langtagbedingungen, was ideal für gemäßigte Regionen ist. Wenn sie für ihre essbaren Schoten angebaut werden, sollten die unreifen Schoten regelmäßig geerntet werden, um zusätzliche Blütenproduktion zu fördern und damit höhere Erträge zu erzielen. Die ausdauernden Wurzeln überstehen milde Winter im Freien in vielen Teilen des Landes, besonders wenn sie im Spätherbst einen schützenden Mulch erhalten, sie geben dann im folgenden Jahr eine frühere, aber geringere Ernte. Sie können auch im Spätherbst ausgegraben und wie Dahlien an einem kühlen, aber frostfreien Ort über den Winter gelagert und im folgenden Frühjahr wieder eingepflanzt werden. Die Pflanzen benötigen möglicherweise Schutz vor Schnecken, da diese Tiere die jungen Triebe im Frühjahr sehr gern fressen. Feuerbohnen gedeihen gut zusammen mit Karotten, Blumenkohl, Gurken, Kohl, Lauch und Knollensellerie. Sie werden durch in der Nähe wachsende Alliums und Fenchel gehemmt. Diese Art hat eine symbiotische Beziehung mit bestimmten Bodenbakterien, diese Bakterien bilden Knöllchen an den Wurzeln und fixieren atmosphärischen Stickstoff. Ein Teil dieses Stickstoffs wird von der wachsenden Pflanze genutzt, aber ein Teil kann auch von anderen in der Nähe wachsenden Pflanzen verwendet werden. Carbon Farming - Kultivierung: regionale Nutzpflanze. Management: standard. Phaseolus coccineus ssp. polyanthus (Cache Bean) ist ebenfalls als Carbon Farming Pflanze zu erwägen. Sie ist ähnlich zu Phaseolus coccineus, aber mehr geeign
Vermehrung: Die Samen 12 Stunden in warmem Wasser vorquellen und im mittleren Frühjahr im Gewächshaus aussäen. Die Keimung sollte innerhalb von 10 Tagen erfolgen. Wenn sie groß genug zum Handhaben sind, die Sämlinge in einzelne Töpfe pikieren und nach den letzten erwarteten Frösten auspflanzen. Die Samen können auch im späten Frühjahr direkt vor Ort ausgesät werden, obwohl sie in einem kühlen Sommer möglicherweise nicht zur Samenreife gelangen.

Essbare Verwendung

Essbare Teile: Blüten Blätter Wurzel Samen Samenschote Essbare Verwendung: Unreife Samenschoten - roh oder gekocht. Sie haben einen angenehmen milden Geschmack und werden in vielen Gebieten der Welt weithin als Gemüse verwendet. Sie können zu Salaten hinzugefügt, als Gemüse gekocht oder zu Suppen, Eintöpfen usw. gegeben werden. Die unreifen Samen werden wie geschälte Bohnen als Gemüse verwendet. Die proteinreichen reifen Samen können getrocknet und für die spätere Verwendung gelagert werden. Sie müssen vor dem Verzehr gründlich gekocht werden, um einen toxischen Wirkstoff zu zerstören. Sie werden vor der Verwendung 12 Stunden eingeweicht und gekocht gegessen oder zu Suppen usw. hinzugefügt. Die Samen können auch zu einem Pulver gemahlen und zu Getreidemehlen für die Herstellung von proteinangereichertem Brot usw. hinzugefügt werden. Blüten - roh. Ein bohnenartiger Geschmack. Junge Blätter - gekocht und als Blattgemüse verwendet. Wurzel - gekocht. Reich an Stärke. Ein anderer Bericht besagt, dass die Wurzel giftig ist. Carbon Farming - Grundnahrungsmittel: Protein.

Weitere Nutzung

Nitrogen. Carbon Farming - Agroforestry Services: nitrogen. Attracts hummingbirds.

Verbreitung

Heimisch: Guatemala, Honduras, Mexico Central, Mexico Gulf, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southeast, Mexico Southwest, Nicaragua Eingeführt: Alabama, Amur, Assam, Baltic States, Bangladesh, Belarus, Bulgaria, Central European Russia, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Colombia, Czechia-Slovakia, East European Russia, East Himalaya, Ecuador, Ethiopia, Galápagos Islands, Germany, Great Britain, India, Inner Mongolia, Jawa, Kenya, Khabarovsk, Kirgizstan, Korea, Manchuria, Nepal, New Guinea, New Zealand North, New Zealand South, North European Russia, Northwest European Russia, Pakistan, Panamá, Primorye, Rwanda, South European Russia, Tanzania, Transcaucasus, Ukraine, Uzbekistan, Wake I., West Himalaya

Alternative deutsche Namen

Feuer-BohnFeuer-BohneFeuerbohne
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren