Hummus selber machen
Was ist Hummus?
Hummus, eine cremiges Püree aus gegarten Hülsenfrüchten, ist eine leckere Speise der orientalischen Küche, die auch im Westen immer beliebter wird, denn sie ist, wenn man die Zutaten bereits zur Hand hat, schnell gemixt. Zudem ist Hummus eine reiche vegetarische Quelle für Proteine, Eisen, Calcium, für Vitamin B1, B2, B3 und B6 und liefert viele Ballaststoffe, sodass sich Hummus durch einen sehr guten Nutri Score auszeichnet.
Seine klassischen Hauptzutaten sind Kichererbsen und Tahini. Gewürzt wird er mit Knoblauch, Zitrone, Kreuzkümmel und Salz, abgerundet mit gemahlenem Sumach, Petersilie und erstklassigem Olivenöl, dessen Menge sich nach dem Hunger richtet.
Bemerkungen zu den im Hummus verwendeten Gewürzen:
- Zitrone und Petersilie sind nicht nur gesunde Würze, sondern neutralisieren auch den Knoblauchduft.
- Cumin (= Kreuzkümmel bzw. der Mutterkümmel der Hildegard von Bingen) erleichtert – wie auch Kümmel - die Verdauung von Hülsenfrüchten.
- Sumach ist ein fruchtig-sauer schmeckendes, rotes Fruchtpulver, das im Vorderen Orient oft zum Würzen verwendet wird. Weil es außerdem als verdauungsfördernd gilt, wird es gerne zu fettreichen Speisen gereicht. Hergestellt wird Sumach aus den Früchten des Gewürz-Sumachs. Kaufen kann man Sumach in türkischen und gut sortierten deutschen Lebensmittelläden.
Was passt zu Hummus?
Immer mit dabei ist zum Dippen entweder unkompliziertes dünnes Fladenbrot aus der Pfanne oder kleines, etwas dickeres aus dem Backofen, z.B. Pita. Beides kann man auch leicht selbst machen.
Beim Essen wird das Brot in Stücke gebrochen, die dann als Esslöffel fungieren. Als Ersatz kann ein anderes flaumiges Brot dienen wie Ciabatta, Baguette oder Stängel.
Traditionell wird Hummus gerne als Zwischenmahlzeit oder Vorspeise gereicht, zusammen mit hartgekochten Eiern auch als Hauptmahlzeit.
Hummus lässt sich ausgezeichnet durch begleitendes Gemüse ergänzen. Beispielsweise durch rohe oder gegrillte Sticks von Stangensellerie, Zucchini, Paprika oder Grünspargel. Auch Tomatenscheiben, Knollenfenchel-, Mangostücke und Orangenfilets passen gut dazu.
Auch vegetarische Spieße rufen nach Hummus!
Ebenso ist Wildes möglich! Dazu bieten sich gebratene Jungtriebe von Pestwurz, Bisset-Bambus, Hopfen, Wiesenbärenklau, Echter Engelwurz, Wald-Engelwurz und Waldgeißbart an. Ebenso die dicken Knospen der Taglilien – und die Wurzeln von Knollenziest, Nachtkerze, Zuckerwurzel, Zottigem Weidenröschen und Breitblättrigem Rohrkolben.
Wie lange hält sich selbstgemachter Hummus?
Am allerbesten schmeckt Hummus am Tag seiner Zubereitung. In dieser Zeit sollte er, um sein Aroma zu bewahren, nicht in den Kühlschrank gestellt, aber abgedeckt werden.
Hummus kann für ca. 3 Tage verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Verzehr Zimmertemperatur annehmen lassen.
Hummus hält zusätzliche Überraschungen bereit:
Aus fertigem Hummus lassen sich im Nu fein-würzige Hummuspuffer braten und aus seinen Resten mit Gemüsebrühe köstliche Cremesuppen zaubern. - Nun ja, dann mixt man schon mal gleich mehr!
Bemerkungen zum angeführten Hummus-Rezept:
- Bei dem angegebenen Hummus-Rezept handelt sich um ein klassisches: Da das mitverwendete Tahini bereits selbst Öl enthält, wird, wie es original üblich ist, kein Olivenöl in den Hummus eingearbeitet. Olivenöl wird nach Belieben zusammen mit Petersilie, Sumach und einigen Kichererbsen als Topping verwendet.
- Fertiger Hummus sollte die Konsistenz von weichem Frischkäse haben.
Zutaten
- 50.00 g Sesam
- 30.00 ml Trinkwasser
- 30.00 ml Bio-Sesamöl
- 1.00 Prise Salz
- 1.00 TL Honig
- 300.00 g Kichererbsen
- 150.00 ml Garflüssigkeit der Kichererbsen
- 100.00 g Tahini
- 2.00 Knoblauchzehen
- 2.00 EL Zitronensaft
- 1.00 TL Cumin
- 1.00 TL Koriandersamen
- 1.00 gestrichener TL Salz
- 1.00 Prise Chili
- 2.00 EL Natives Olivenöl Extra
- 1.00 TL Sumach
- 2.00 EL Petersilie
- 2.00 EL Kichererbsen
Zubereitung
Das selbstgemachte Tahini wird etwas gröber als gekauftes, schmeckt jedoch super!
- 50.00 g Sesam
- 30.00 ml Trinkwasser — heißes
- 30.00 ml Bio-Sesamöl — kaltgepresstes. Alternative: Natives Olivenöl extra
- 1.00 Prise Salz
- 1.00 TL Honig
Sesam mithilfe eines Kornflockers oder in einem Mörser quetschen, anschließend mit dem heißen Wasser begießen und einige Minuten stehen lassen.
Zusammen mit den übrigen Zutaten mixen.
- 300.00 g Kichererbsen — gekochte aus der Dose oder aus 150 g getrockneten Kichererbsen selbst gekocht
- 150.00 ml Garflüssigkeit der Kichererbsen
- 100.00 g Tahini — das ist die Menge des obigen Rezepts
- 2.00 Knoblauchzehen — alternativ oder auch zusätzlich: Ingwer
- 2.00 EL Zitronensaft — frisch gepresst
- 1.00 TL Cumin — gemahlen
- 1.00 TL Koriandersamen — gemahlen
- 1.00 gestrichener TL Salz
- 1.00 Prise Chili — Alternative: 1 Spritzer Tabasco scharfe Chili-Sauce.
2 Esslöffel gegarte Kichererbsen für das Topping beiseitelegen, alle übrigen Zutaten gemeinsam cremig mixen oder in einem Mörser bzw. in einem elektrischen Zerkleinerer fein zerkleinern.
Eventuell nachwürzen.
- 2.00 EL Natives Olivenöl Extra — nach belieben mehr
- 1.00 TL Sumach — Alternativen: Paprikapulver, Chili, Ras el Hanout
- 2.00 EL Petersilie — glatte. Feingehackt.
- 2.00 EL Kichererbsen — gegarte
Hummus in kleine Schüsseln oder auf kleine Teller geben, mit der Rückseite eines kleinen Löffels eine Mulde in den Hummus drücken, in die nach Belieben Olivenöl getropft - oder gegossen – wird ;)
Sumach, feingehackte Petersilie und einige gekochte Kichererbsen aufstreuen.