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Zottiges Weidenröschen

Epilobium hirsutum L. · auch: Weidenröschen, Zottiges-

8 Fotos

Portrait

Aussehen

Die zart-drüsig und weich filzig behaarte Pflanze wird bis zu 150 cm hoch und blüht von Juni bis September mit zahlreichen, 12 - 23 mm breiten, tiefrosa- bis purpurfarbenen Blüten, die in den Achseln der oberen Blätter erscheinen. Die Einzelblüte besitzt 4  e i n g e b u c h t e t e  Blütenblätter ("Kronblätter") und eine weißliche Narbe mit vier sternförmig ausgebreiteten Ästen.

Die Blätter sind im unteren Bereich der Pflanze gegenständig angeordnet, im oberen Bereich zum Teil auch wechselständig und sitzen dem Stängel auf. Ihr Rand ist nach vorne gerichtet fein gezähnt.

Aus den Achselknospen der unteren Stängelteile entwickeln sich bald fleischige Ausläufer von bis zu 30 Zentimeter Länge.

 

Vermehrung

Das zottige Weidenröschen vermehrt sich nicht nur über seine Ausläufer, sondern auch über seine Samen. Diese sind leichter als Wasser und können wochenlang schwimmen, bis sie an einem geeigneten Wuchsort stranden.

 

Wo kann ich sie entdecken?

Sie liebt sonnige bis halbschattige Standorte, wo sie auf feuchtem, nährstoffreichen, meist kalkhaltigen Tonböden gedeiht. Sie ist eine Pionierpflanze und ist an Grabenrändern von Bächen, Quellen, an Wegrändern, auf Schuttplätzen, auch an verschmutzten Gewässern, einzeln oder auch in Gruppen wachsend, zu finden; im nördlichen Tiefland eher selten.

 

Ist das Zottige Weidenröschen essbar?

Die ganze Pflanze ist essbar. Von besonderem Nährwert sind seine Wurzeln und Ausläufer, die wie die seiner Verwandten, der Nachtkerze, sofern sie schon älter sind, geschält, verspeist werden.

Erntekalender

Wurzel early spring gekocht essbar
Jungtriebe first spring gekocht essbar
Blätter early summer gekocht essbar
Blüten early summer gekocht essbar

Andere Namen

Rauhaariges Weidenröschen

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanze
Vorkommen LebensraumAuwälderBöschungenBrachlandDämmeFeuchtwiesenFluss- und BachuferQuellflurenRuderalstellenSchuttplätzeUferzonenWegränderVerbreitungMitteleuropa
Blütenfarbe rosa
Blütezeit Frühherbst | SeptemberHochsommer | JuliSpätsommer | AugustFrühsommer | JuniSpätsommer | AugustFrühsommer | JuniHochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Onagraceae
Gattung
Epilobium
Ordnung
Myrtales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Stream banks, marshes, drier parts of fens etc, to 360 metres.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆
Licht
7/10
Feuchtigkeit
8/10
Boden
8/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Anbau & Pflege

Succeeds in most soils. Prefers a well-drained but moisture retentive soil in a sunny position or in partial shade. A vigorous and invasive plant, only really suitable for larger areas in the wild garden where this habit is not a nuisance. The stems and leaves are covered with a soft down that emits the smell of the Moss Rose and Eglantine. The plants have the refreshing scent of ripe apples. A good late source of nectar for bees. In garden design, as well as the above-ground architecture of a plant, root structure considerations help in choosing plants that work together for their optimal soil requirements including nutrients and water. The root pattern is fibrous dividing into a large number of fine roots [2-1].
Vermehrung: Seed - sow early spring in situ or as soon as the seed is ripe. Division in spring or autumn. Very easy, larger clumps can be replanted direct into their permanent positions, though it is best to pot up smaller clumps and grow them on in a cold frame until they are rooting well. Plant them out in the spring.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Edible Uses: Tea The leaves are used to make a tea. This is often drunk in Russia, where it is called 'kaporie tea'. The leaves are also sometimes sucked for their salty taste. Edible leaves. No more details are given in the report but caution is advised, see the notes above on toxicity.

Weitere Nutzung

Noted for attracting wildlife. Scented.

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Albania, Algeria, Altay, Angola, Austria, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgium, Bulgaria, Burundi, Canary Is., Cape Provinces, Cape Verde, Central African Republic, Central European Russia, Chad, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Corse, Cyprus, Czechia-Slovakia, DR Congo, Denmark, East Aegean Is., East European Russia, East Himalaya, Egypt, Eritrea, Eswatini, Ethiopia, France, Free State, Germany, Great Britain, Greece, Hungary, India, Inner Mongolia, Iran, Iraq, Ireland, Italy, Japan, Kazakhstan, Kenya, Kirgizstan, Korea, Kriti, Krym, KwaZulu-Natal, Lebanon-Syria, Lesotho, Libya, Manchuria, Morocco, Mozambique, NW. Balkan Pen., Namibia, Nepal, Netherlands, North Caucasus, North European Russia, Northern Provinces, Northwest European Russia, Pakistan, Palestine, Poland, Portugal, Qinghai, Romania, Rwanda Eingeführt: British Columbia, Colorado, Connecticut, Finland, Illinois, Indiana, Kentucky, Krasnoyarsk, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New York, Norway, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Primorye, Prince Edward I., Québec, Rhode I.

Alternative deutsche Namen

Zottiges WeidenroeschenZottiges Weidenröschen
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren