Im Unterschied zum mehrjährigen Bergbohnenkraut ist das Sommerbohnenkraut bzw. Gartenbohnenkraut, wie es auch genannt wird, einjährig, sät sich aber zur Freude der Gärtnerin und des Gärtners gerne aus.
Verwendete Pflanzenteile
Wird die Pflanze im Hochsommer vor ihrer Blüte auf 10 cm zurückgeschnitten, treibt sie nochmals für eine zweite Ernte aus.
Erläuterung
Samen nur dünn (2 - 3 mm) mit Erde bedecken (Lichtkeimer); warmer Standort
Portrait
Die ganze - buschig, aber zart gebaute - Pflanze besitzt einen starken, würzig-aromatischen Duft und Geschmack, die auch im getrockneten Zustand erhalten bleiben, sogar verstärkt werden. Das Gartenbohnenkraut lässt sich sehr gut trocknen. Dazu erntet man kurz vor der Blüte die ganze Pflanze und hängt sie kopfüber im warmen Schatten auf. Sobald sie trocken ist, lassen sich die duftenden Blättchen leicht von den Zweigen streifen. Sie würzen nicht nur alle Bohnengerichte ausgezeichnet, sondern auch Faschiertes und Saucen und sind eine willkommene Zutat für ein aromatisches Kräutersalz!
Durch seine vielfältigen Inhaltsstoffe ( ätherisches Öl mit Carvacrol, p-Cymol, Thymol, Phenolen, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ß-Sitosterol, Ursolsäure ...) zeigt das Bohnenkraut ein breites Heilspektrum. In der Kosmetikherstellung werden seine konservierenden und hautentfettenden Eigenschaften verwertet.
Es ist ratsam, einige Pflanzen stehen zu lassen, damit sie zur Blüte kommen, Samen bilden und sich selbst aussäen. Das Bohnenkraut "wandert" durch die Gemüsebeete, ohne lästig zu werden. Seine Blüten sind außerdem durch ihren reichhaltigen Nektar eine ausgezeichnete Bienenweide!
Ein Kraut mit starker Würzkraft! Wird die Pflanze im Hochsommer vor ihrer Blüte auf 10 cm zurückgeschnitten, treibt sie nochmals für eine zweite Ernte aus. Man lässt die Zweige trocknen und streift erst dann Blättchen und gegebenenfalls auch Knospen und Blüten ab.
Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und
Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische
Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung
(Details).
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Traditionell beschriebene Eigenschaften
verdauungsfördernd(Blätter)Volksheilkunde
regenerierend(Blätter)Volksheilkunde
nervenstärkend(Blätter)Volksheilkunde
hustenlösend(Blätter)Volksheilkunde
kreislaufanregend(Blätter)Volksheilkunde
Für Frauen! Für die Wirkung zuständig ist der Inhaltsstoff ß-Sitosterin.
anaphrodisierend(Blätter)Volksheilkunde
Für Männer! Der Inhaltsstoff ß-Sitosterin besitzt auf männliche Sexualhormone eine schwache Hemmwirkung. Alte volktümliche Bezeichnung des Sommerbohnenkrautes: "Josefl" !
blutfettregulierend(Blätter)Volksheilkunde
antiviral(Blätter)Volksheilkunde
für Frauen durch den Inhaltsstoff ß-Sitosterin, ein Phytosterin
Inhaltsstoffe
BitterstoffeSekundär
GerbstoffeSekundär
PhenolsäurenSekundär
ThymolSekundär
Ätherische ÖleSekundär
Carvacrol
Chlorogensäure
Phytosterine
Rosmarinsäure
Details zu den Inhaltsstoffen
Bitterstoffe
Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.
Gerbstoffe
Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.
Phenolsäuren
Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.
Thymol
Das Thymol ist ein terpenoider Naturstoff. Der systematische Name (IUPAC) von Thymol ist 2-(1-Methylethyl)-5-methylphenol. Die Verbindung stellt ein Strukturisomer (Konstitutionsisomer) zum Carvacrol dar.
Ätherische Öle
Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.
Carvacrol
Das Carvacrol ist ein terpenoider Naturstoff, der unter verschiedenen Namen bekannt ist. Der systematische Name (IUPAC) des Carvacrol ist 2-Methyl-5-(1-methylethyl)-phenol. Die Verbindung stellt ein Strukturisomer (Konstitutionsisomer) zum Thymol dar.
Chlorogensäure
Chlorogensäure ist ein Naturstoff, der in zahlreichen Pflanzen vorkommt; chemisch gesehen ist sie ein Ester der Kaffeesäure mit der Chinasäure als alkoholischer Komponente. Den Namen Chlorogensäure erhielt sie aufgrund einer intensivgrünen Färbung der ammoniakalischen Lösung.
Phytosterine
Phytosterine, auch Phytosterole, sind eine Gruppe von in Pflanzen vorkommenden chemischen Verbindungen aus der Klasse der Sterine. Zusammen mit den Mycosterinen der Pilze unterscheiden sie sich von den tierischen Zoosterinen durch C1- oder C2-Substituenten an C-24 und in manchen Fällen durch eine Doppelbindung an C-22. Die hydrierten Formen (5α-Hydrierung) der jeweiligen Phytosterine werden als Phytostanole bezeichnet. Die Phytosterine kommen in den Pflanzen frei, in Ester- oder in Glycosid-Form sowie im unverseifbaren Anteil von pflanzlichen Fetten und Ölen vor. Die häufigsten pflanzlichen Sterine sind Stigmasterin, β-Sitosterin, Campesterin und Brassicasterin, letzteres kommt speziell in Rapsöl vor und kann als Biomarker für die Verwendung von Rapsöl eingesetzt werden. Phytosterine fungieren als strukturelle Komponente in der Zellmembran von Pflanzen, analog dem Cholesterin in der Zellmembran von Tieren, das selbst jedoch kein Phytosterin ist, da es nicht in Pflanzen vorkommt. Das Vorliegen von Cholesterin kann daher auch zum Nachweis der Verfälschung von Pflanzenfetten mit tierischen Fetten eingesetzt werden.
Rosmarinsäure
Rosmarinsäure ist der Trivialname einer im Pflanzenreich weit verbreiteten Phenylacrylsäure. Chemisch gesehen ist es der Ester der Kaffeesäure mit 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-milchsäure.
Traditionelle Verwendung
Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze
traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.
AppetitlosigkeitVolksheilkunde
Das Sommerbohnenkraut gilt in der Volksheilkunde als Appetitanreger und wird traditionell zur Anregung der Magensaftsekretion eingesetzt.
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VerdauungsbeschwerdenVolksheilkunde
Die ätherischen Öle des Sommerbohnenkrauts werden traditionell bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt, da ihnen eine krampflösende Wirkung zugeschrieben wird.
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HustenVolksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Sommerbohnenkraut als hustenstillendes Mittel, dessen ätherische Öle beruhigend auf die Atemwege wirken sollen.
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Grippaler InfektVolksheilkunde
Das Kraut wird traditionell bei grippalen Infekten eingesetzt, da ihm antimikrobielle und immununterstützende Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Magen-Darm-GrippeVolksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Sommerbohnenkraut als magenstärkend und wird bei Magen-Darm-Beschwerden traditionell als Tee oder Aufguss verwendet.
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DarmentgiftungVolksheilkunde
Das Sommerbohnenkraut wird in der Volksheilkunde traditionell zur Unterstützung der Darmfunktion und Ausleitung eingesetzt.
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AbgeschlagenheitVolksheilkunde
Das Kraut gilt in der Volksheilkunde als belebendes Mittel und wird traditionell bei Müdigkeit und Schwäche zur Stärkung eingesetzt.
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VerwendungNutzpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeMännerpflanzeTeepflanzeNahrungspflanzeKräuter und GewürzeNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBauerngartenpflanzeBeeteinfassungBienenweideDuftpflanzeDuftrasenGartenKübelbepflanzungAromatherapie
Eine sehr einfach zu kultivierende Pflanze, wenn geeignete Bedingungen gegeben sind. Sie bevorzugt einen reichen, leichten Boden mit viel Feuchtigkeit und gedeiht an einem heißen, trockenen, sonnigen Standort. Sie bevorzugt das Wachstum in alkalischem Boden, ist aber nicht allzu wählerisch. Sie verträgt Böden, die feucht bleiben, sehr schlecht und mag keinen Schatten. Sommerbohnenkraut wird oft als Küchenkraut angebaut. Es ist eine gute Begleitpflanze im Garten, wo es hilft, Insektenschädlinge abzuwehren und besonders gut mit Zwiebeln und Bohnen wächst. Eine schnellwüchsige Pflanze, die bereits 2 Monate nach der Aussaat geerntet werden kann. Wenn sie zurückgeschnitten wird, sobald die Blütenknospen erscheinen, wird sie einen frischen Austrieb von Blättern produzieren. Sommerbohnenkraut-Samen können die Keimung nahegelegener Samen verhindern. Die Blätter haben einen aromatischen Duft. Die Blüten sind sehr attraktiv für Bienen. Mitglieder dieser Gattung werden selten oder niemals von äsenden Hirschen belästigt.
Vermehrung: Samen - Aussaat April vor Ort und nur leicht bedecken. Keimt in etwa 2 Wochen. Die Pflanze verträgt Wurzelstörungen sehr schlecht, daher nicht umpflanzen. In Gebieten mit milden Wintern ermöglicht eine Herbstaussaat eine frühere Blattversorgung.
Essbare Verwendung
Essbare Teile: Blätter Triebe Essbare Verwendungen: Würzmittel Tee Blätter - roh oder gekocht. Mit einem aromatischen, leicht pfeffrigen Geschmack werden sie hauptsächlich als Würzmittel für gekochte Speisen verwendet, besonders für schwerer verdauliche Nahrungsmittel wie Bohnen, wo sie den Geschmack ergänzen und Blähungen reduzieren. Sie werden auch als Garnierung für Salate etc. verwendet. Die Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Ein Kräutertee wird aus den Blättern hergestellt. Die Blätter werden kurz vor der Blüte der Pflanze geerntet. Ein würziger, majoranähnlicher Geschmack. Die blühenden Triebe enthalten etwa 0,5% ätherisches Öl, das als Lebensmittelaroma verwendet wird.
Weitere Nutzung
Ätherisches Repellent Das ätherische Öl aus den blühenden Trieben wird extensively in der Parfümerie verwendet und verleiht dem Duft eine besondere Qualität. Wenn es in der Nähe von Bohnen angebaut wird, wehrt es Insektenschädlinge ab. Dynamischer Akkumulator.
Verbreitung
Heimisch: Albania, BR, Germany [I]; Slovakia; Hungary; Portugal [I]; Spain [I]; France; Italy; Slovenia; Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Albania; Bulgaria [I]; Crimea; Siberia (Altay); Russian Far East [I] (Primorye [I]); Turkmenistan; Uzbekistan; Georgia [Caucasus]; Armenia; Azerbaijan; Turkey (E-Anatolia, Inner Anatolia, N-Anatolia, NE-Anatolia, NW-Anatolia: Bithynia, S-Anatolia, SE-Anatolia, SSW-Anatolia); Iraq (NE-Iraq); Iran (Iranian Aserbaijan); United Arab Emirates [I]; China (Xinjiang); Pakistan [I]; NW-India [I] (Jammu & Kashmir [I]); Java; New Guinea; Canada [I] (Manitoba [I], New Brunswick [I], Nova Scotia [I], Ontario [I], Québec [I]); USA [I] (Connecticut [I], Delaware [I], Illinois [I], Indiana [I], Kentucky [I], Massachusetts [I], Maine [I], Michigan [I], New Jersey [I], New York [I], Ohio [I], Pennsylvania [I], Virginia [I], Vermont [I], Wisconsin [I]); Cuba [I]; Hispaniola [I], Italy, Kazakhstan, Krym, NO, NW. Balkan Pen., Newfoundland, North America, SK, Saint Pierre and Miquelon, Transcaucasus, Türkiye, Vermont-US, conterminous 48 United States
Eingeführt: AT, Altay, Austria, BG, Baleares, Belgium, Brussels-Capital Region, Bulgaria, CA, CH, CZ, Central European Russia, Corse, Corse (Corsica), Cuba, Czech Republic, Czechia-Slovakia, DK, Dominican Republic, East European Russia, FR, Flemish Region, France, Germany, Great Britain, Greece, Gulf States, Hungary, IN, IT, Illinois, Italy, MN, Manitoba, New Brunswick, New York, Nova Scotia, Ontario, Portugal, Primorye, Quebec, RO, Romania, SE, SI, Slovakia, South European Russia, Spain, Texas, The Netherlands, UZ, Ukraine, Vermont, Walloon Region, West Himalaya, Wisconsin, Xinjiang
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