Heilpflanze: verdauungsregelnd, blutfettregulierend, harntreibend

Stangenbohne

Phaseolus vulgaris · auch: Bohne, Stangen-

16 Fotos

Beschreibung

Bohnen der Gattung Phaseolus sind ein Mitbringsel der Eroberer Amerikas und begannen im Laufe der Jahrhunderte, obwohl kälteempfindlich, als Buschbohne, Stangenbohne und Feuerbohne im Verbund mit der Kartoffel die europäische Puffbohne (Vicia faba), bis dahin ein wichtiges Grundnahrungsmittel, zu ergänzen und zu ersetzen.

Stangenbohnen sind bis zu 3 m hohe, linkswindende Schlingpflanzen, die weder Frost, noch Trockenheit oder Staunässe vertragen. Als Schlinger benötigen sie ein  Rankgerüst (Stangen oder Fäden), das am besten bereits vor der Direktsaat bzw. Pflanzung an einem windstillen Platz errichtet wird. Um jede Stange werden 5-7 Samen gelegt ("Horstsaat") oder eben in der zweiten Maihälfte die vorgezogenen Bohnenpflanzen gesetzt. Pflanzen von Hand hochleiten (linkswindend), bis sie sich selbst festhalten.

Alle essbaren Bohnen sind ausgezeichnete Eiweißlieferanten und Ballaststoffspender mit sehr geringem Fettgehalt. Ihren ernährungsphysiologischen Wert erhöhen ihr großer Gehalt an  Vitamin B, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Zusammen mit den Ballaststoffen fördern sie die Verdauung, helfen den Cholesterinspiegel zu senken, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und Darmkrebs vorzubeugen.

Verwendete Pflanzenteile

Die Hülsen werden geerntet und gekocht oder eingefroren, sobald die milchigen Bohnenkerne Linsengröße erreicht haben. Wenn das Hauptaugenmerk auf den essbaren Bohnenkernen liegen sollte, lässt man diese größer und härter werden, sollten aber dem Daumendruck noch nachgeben. Die Hülse selbst ist dann zum Essen bereits zu bastig.

Erläuterung

3 Wochen vor der geplanten Pflanzung. Vorkeimen ist nicht unbedingt notwendig, kann aber eine Ernteverfrühung bringen. Die Pflanzen vor dem Setzen unbedingt an die Frischluft gewöhnen: sie erleiden sonst einen Schock.

Portrait

Stangenbohnen lieben einen sonnigen, windgeschützten Standort und lockeren, etwas kalkigen und vor allem - warmen (22°) Boden, auf dem 3 Jahre lang keine Bohnen standen. Mit Hilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln sorgen Bohnen selbst für den nötigen Stickstoff und reichern auch den Boden damit an. Somit ist nur eine geringe zusätzliche Nährstoffzufuhr notwendig. Es genügt, wenn im Herbst oder im Erstfrühling gut verrotteter Kompost oder Hornspäne in mittleren Gaben mit Gesteinsmehl in den Boden leicht eingearbeitet werden.

Empfehlenswerte Sorten

Achten Sie beim Samenkauf auf fadenlose Sorten! Es gibt grüne, gelbe und violette Sorten. Auch ihre Kerne sind unterschiedlich gefärbt geformt. Einen Eindruck über die schöne, weltweite Vielfalt von Stangenbohnen kann man sich hier bei SchreberArten erschmökern!

  • Wir in Tirol haben sehr viel Freude mit der mittelspäten Sorte „Blauhilde“: Gesund, keine Läuse, blaue Blüten. Fleischige, sehr schmackhafte, nicht bastige, blaue Hülsen, die sich während des Kochvorgangs mit leisem Knacken grün umfärben. Ein Sommer ohne Salat aus Blauhilde ist ein trauriger Sommer!
    Fadenlos sind sie, wenn sie nicht überständig, sondern zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden: am besten, sobald die Körner Linsengröße erreicht haben. Allerdings schmecken sie auch fein, wenn die Körner bereits größer sind. Man muss dann halt vor dem Kochen die beiden zähen Fäden, die auf der Außenseite der Hülse von Spitze zu Spitze verlaufen, mit einem Messer abziehen.
  • Unsere italienischen Nachbarn schwärmen für „Borlotto“-Stangenbohnen, ohne die eine echte Minestrone nicht vorstellbar ist: rosafarbenes Korn mit dunkelroten Maserungen. Benötigt viel Wärme, wird gerne in Mischkultur mit Mais gepflanzt.
  • Die schwäbischen Nachbarn wiederum schwärmen von der „Neckarkönigin“ (Spitzensorte hinsichtlich Geschmack und Ertrag, witterungsunempfindlich, grünhülsig, fadenlos, bis 28 cm lange runde, gerade, sehr fleischig, lange zart bleibende Hülsen mit weißem Korn) und von der Monstranzbohne mit ihrer engelgleichen Zeichnung. Die schönsten Kerne werden für zu Schmuck und Rosenkränze verarbeitet.
  • Die SchweizerInnen wiederum lieben ihre alten, geschmackvollen „Berner Landfrauen“, die sich mit grün-violett gesprenkelte Hülsen zieren.
  • Für die Steirer (Österreich)  bildet – selbstverständlich neben ihrer Käferbohne, einer Feuerbohne - die „Echte Kipfler Stangenbohne“ das Bohnen-Highlight: kipfelartig gebogene, fadenlose Hülsen mit dunkelblauer Zeichnung, beiges, weinrot gemasertes Korn.  
  • In Norddeutschland sind die „Perlbohnen“  mit ihren runden, weißen Körnern beliebt. Sie sind reichtragend und frühreifend.
  • Wer immer schon die gesunden Stangenbohnen der türkischen Immigranten bewunderte, wird auf der Suche nach Saatgut neben anderen alten und seltenen Sorten im Kaiserstühler Garten fündig.
  • GarteneinsteigerInnen freuen sich über „Marga“ und „Tamara“, die sich als tolerant gegen Bohnenrost erweisen.

Bohnen werden  erst ab der zweiten Maihälfte direkt gesät bzw. gelegt, und zwar entweder in Reihen oder zu fünft in Horsten so flach, „dass sie die Glocken läuten hören“, das heißt, 3 cm tief.

  • Tipp: Bei Bohnen lohnt sich eine dreiwöchige Vorkultur im Haus bzw. unter Glas. Als Behälter für die Anzucht bewähren sich Papprollen (leere Küchenpapierrollen, Clorollen): pro Rolle 2 Bohnen. Die Pflanzen werden später mit den Papprollen, die verrotten werden, eingepflanzt, und zwar 6 Pflanzen zusammen als Horst.

Erst als 25 cm hohe Jungpflanzen werden sie für einen besseren Stand angehäufelt. Während der Blüte und bei Trockenheit gleichmäßig gießen, dabei wöchentlich 1 x mit Anti-Pilz-Tee .  Wirkt auch gegen die Bohnenblattlaus.  

 

Ernte:

  • Selbst gezogene Stangenbohnen schmecken unvergleichlich gut nach  B o h n e n : nussig, vollwürzig! Werden sie früh am Morgen geerntet, behalten sie ihr Aroma am längsten.
  • Sie benötigen 10 bis 12 Wochen bis zur Erntereife.
  • Zarte bzw. reife Hülsen ernten, häufig durchpflücken. Dabei nicht reißen, um die Pflanze nicht zu beschädigen, sondern mit dem Daumennagel abknipsen.
  • Nach der Ernte die Bohnenstauden bodennah abschneiden. Die Wurzeln, die durch ihre Knöllchenbakterien Stickstoff gesammelt haben, als Stickstoffanreicherung für den Boden zum Verrotten in der Erde lassen.

Verwendung des Erntegutes:

  • Rohe Bohnen sind durch ihren Phasingehalt giftig!
  • Im gekochten Zustand finden sowohl die ganzen, jungen Hülsen als auch ausgereifte Bohnenkerne Verwendung in der aktuellen Küche.
  • Bohnen lassen sich gut konservieren durch Trocknen, Einmachen und Tiefgefrieren. Zum Tiefgefrieren waschen, blanchieren und, in Polybeuteln gefüllt, sofort einfrieren.
  • Getrocknete Bohnkerne können gemahlen als Mehlersatz verwendet werden.
  • "Bohnenschalen" (= von den Kernen befreite, grüne Bohnenhülsen) werden volksmedizinisch als Arzneitee verwendet.

Erntekalender

Hülsen midsummer gekocht essbar

Die Hülsen werden geerntet und gekocht oder eingefroren, sobald die milchigen Bohnenkerne Linsengröße erreicht haben. Wenn das Hauptaugenmerk auf den essbaren Bohnenkernen liegen sollte, lässt man diese größer und härter werden, sollten aber dem Daumendruck noch nachgeben. Die Hülse selbst ist dann zum Essen bereits zu bastig.

Samen early autumn gekocht essbar

Die ausgereiften Kerne können frisch gekocht werden, oder man trocknet sie und lagert sie kühl, aber frostfrei, als Nahrungsvorrat oder als Saatgut ein. Zur Saatgutgewinnung lässt man die Hülse an der Pflanze trocknen, bis sie braun ist.

🌿

Traditionelle Heilkunde

Zum Heilkunde-Bereich →

Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

verdauungsregelnd (Fruchtstand) Volksheilkunde
blutfettregulierend (Fruchtstand) Volksheilkunde
harntreibend (Hülsen) Volksheilkunde

Tee aus "Bohnenschalen" (= von den Kernen befreite, grüne Bohnenhülsen).

blutzuckersenkend (Hülsen) Volksheilkunde

Tee aus "Bohnenschalen" (= von den Kernen befreite, grüne Bohnenhülsen).

blutzuckerausgleichend (Fruchtstand) Volksheilkunde

und Bohnenkerne

Inhaltsstoffe

Aminosäuren Aminosäure
Ballaststoffe Ballaststoff
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Magnesium Mineral
Beta-Carotin Sekundär
Carotinoide Sekundär
Vitamin B2 / Riboflavin Vitamin
Vitamin B5 / Pantothensäure Vitamin
Vitamin B9 / Folsäure Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamin E / Tocopherol Vitamin
Vitamine Vitamin
Gruppen
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Phasin
Polysaccharide
Proteine, Eiweiße
Purine
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Aminosäuren

Aminosäuren (AS), unüblich, aber genauer auch Aminocarbonsäuren, veraltet Amidosäuren genannt, sind chemische Verbindungen mit einer Stickstoff (N) enthaltenden Aminogruppe und einer Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O) enthaltenden Carbonsäuregruppe.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem der Elemente steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen.

Beta-Carotin

Carotine (Plural zu Carotin, von lateinisch carota „Karotte“) sind zu den Terpenen zählende ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit der Summenformel C40Hx, die als rotgelbe Naturfarbstoffe in vielen Pflanzen vorkommen, besonders in deren farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Vitamin B2 / Riboflavin

Riboflavin, auch Vitamin B2 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Als Bestandteil vieler Enzyme am Energiestoffwechsel, auch am Hirnstoffwechsel, beteiligt, kann Migräne verhindern. Außerdem ist es wichtig für Zellatmung, Wachstum, Sehschärfe und Haut (offene Mundwinkel). Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B5 / Pantothensäure

Pantothensäure, auch Vitamin B5 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Es hat als Bestandteil eines Coenzyms große Bedeutung für vielfältige Stoffwechselfunktionen, für Stressabwehr, Vitalität, geistige Frische, Durchblutung und Wundheilung. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B9 / Folsäure

Folsäure, auch Vitamin B9 oder Folat genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : Die hitze-, sauerstoff- und lichtempfindliche FOLSÄURE (UV-Strahlung reduziert Folsäure sogar im menschlichen Körper) hat großen Einfluss auf Zellteilung und Zellneubildung. Sie hilft mit, Wirbel- und Rückenmarkschäden (Spina bifida) bei Neugeborenen zu verhindern und wirkt mit bei Blutbildung, Aufbau der Schleimhäute, Verhütung von Arteriosklerose. Speicherung: Durch ihre Wasserlöslichkeit wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin E / Tocopherol

Tocopherol, auch Vitamin E genannt, ist ein fettlösliches, hitzebeständiges Vitamin. Wirkung: Als Radikalfänger (Antioxidans) besonders wichtig für unser Immunsystem, für die Zellerneuerung. Wirkt gegen Entzündungen, Arteriosklerose, vorzeitiges Altern. Im Lebensmittelbereich schützt es Öle vor dem Ranzigwerden. Speicherung: Dieses fettlösliche Vitamin wird im menschlichen Körper gespeichert. Ein Zuviel an hochdosierten Vitamingaben kann Schäden verursachen.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Gruppen

Familienname

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Phasin

Lektine sind komplexe Proteine oder Glykoproteine, die spezifische Kohlenhydratstrukturen binden und dadurch in der Lage sind, sich spezifisch an Zellen bzw. Zellmembranen zu binden und von dort aus biochemische Reaktionen auszulösen. Sie üben jedoch keine enzymatische Aktivität aus.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Proteine, Eiweiße

Proteine, Eiweiße sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die Struktur und Funktion jeder lebenden Zelle von Pflanze, Tier und Mensch bestimmen und an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Ein Mensch besitzt Hunderttausende verschiedener Proteine, hergestellt in den Ribosomen (zelleigne „Eiweißfabriken“) aus nur zwanzig Aminosäuren! Proteine zählen mit den Kohlenhydraten und Fetten zu den Hauptnährstoffen des Menschen. Die DGE empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht durch Mischkost zu sich nehmen. Mehr nicht, denn eine dauerhafte und übermäßige Aufnahme von Eiweißen erhöht die Konzentration der Harnsäure im Blut, was zu Gelenkserkrankungen wie Gicht oder Rheuma führen kann. Pflanzliches Eiweiß ist dem tierischen ebenbürtig und bringt durch die mitgelieferten Ballaststoffe zusätzliche Sättigungsvorteile, gesundheitliche Werte und wenig Fett. Proteine können noch mehr: Sie fungieren als Infektionsabwehr, regulieren die Ionenkonzentration in den Zellen und bestimmen so die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, sorgen für die Kontraktion der Muskeln … Ab einer Körpertemperatur von 41° Celsius (Fieber) beginnen die Proteine allerdings abzusterben und es besteht für den Erkrankten Lebensgefahr.

Purine

Die Purine bilden in der Chemie eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die zu den Heterocyclen zählt. Sie leiten sich von der Stammverbindung Purin ab.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Stoffwechselaktivierung Volksheilkunde
Die Stangenbohne gilt in der Volksheilkunde als stoffwechselaktivierend, da ihr hoher Proteingehalt und komplexe Kohlenhydrate die Verdauung anregen sollen.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt die Stangenbohne als unterstützend bei Gewichtsreduzierung, da sie lange sättigt und wenig Kalorien bei hohem Nährstoffgehalt bietet.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.

Hilft bei

Andere Namen

GartenbohneFisoleGrüne BohneStrankerl

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeErsatzpflanzeFutterpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat Verzehrtauglichkeit EinfrierenEinmachenFermentierenGenussnahrungKochenLagernMahlenTrocknenPflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungAckerpflanzealte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeGartenpflanzeKübelbepflanzungGenusspflanzeZierpflanze
Blütenfarbe weißviolett
Blütezeit Frühsommer | JuniHochsommer | Juli
Wuchsform Kletterpflanze

Aussaat & Pflege

full spring

Samen

full spring

Samen

early summer

Jungpflanzen

Nachbarn im Garten

Lade Nachbarschaftsgraph...

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Fabaceae
Gattung
Phaseolus
Ordnung
Fabales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Not known in a truly wild situation.
Essbarkeit
★★★★★
Heilwirkung
★★☆☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 6.5 – 7

Anbau & Pflege

Requires a warm sunny position in a rich well-drained preferably light soil with plenty of moisture in the growing season. Dislikes heavy, wet or acid soils. Prefers a pH in the range 5.5 to 6.5. The French bean is commonly cultivated in the temperate and subtropical zones and in montane valleys of the tropics for its edible mature seeds and immature seedpods. It is often grown to provide a major part of the protein requirement. A very variable plant, there are more than 1,000 named varieties ranging from dwarf forms about 30cm tall to climbing forms up to 3 metres tall. Plants are not frost-tolerant, air temperatures below 10°c can cause damage to seedlings. When grown for their edible pods, the immature pods should be harvested regularly in order to promote extra flower production and therefore higher yields. Yields of green pods averages about 3kg per square metre, though double this can be achieved. French beans grow well with strawberries, carrots, cauliflowers, cucumbers, cabbage, beet, leek and celeriac. They are inhibited by alliums and fennel growing nearby. This species has a symbiotic relationship with certain soil bacteria, these bacteria form nodules on the roots and fix atmospheric nitrogen. Some of this nitrogen is utilized by the growing plant but some can also be used by other plants growing nearby. When removing plant remains at the end of the growing season, it is best to only remove the aerial parts of the plant, leaving the roots in the ground to decay and release their nitrogen.
Vermehrung: Pre-soak the seed for 12 hours in warm water and sow in mid spring in a greenhouse. Germination should take place within 10 days. When they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual pots and plant them out after the last expected frosts. The seed can also be sown in situ in late spring though it may not ripen its seed in a cool summer.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Seed Seedpod Edible Uses: Coffee Coffee Condiment Immature seedpods - raw or cooked. The green pods are commonly used as a vegetable, they have a mild flavour and should only be cooked for a short time. When growing the plant for its seedpods, be sure to pick them whilst they are still small and tender. This will ensure the continued production of more pods by the plant. Flowering is reduced once the seeds begin to form inside the pods. The immature seeds are boiled or steamed and used as a vegetable. The mature seeds are dried and stored for future use. They must be thoroughly cooked before being eaten and are best soaked in water for about 12 hours prior to this. They can be boiled, baked, pureed, ground into a powder or fermented into 'tempeh' etc. The powdered seed makes a protein-enriching additive to flour, it can also be used in soups etc[K]. The seed can also be sprouted and used in salads or cooked. The roasted seeds have been used as a coffee substitute. Young leaves - raw or cooked as a potherb. The very young laves are sometimes eaten as a salad, the older leaves are cooked.

Weitere Nutzung

Biomass Dye Fungicide Miscellany A brown dye is obtained from red kidney beans. The plant contains phaseolin, which has fungicidal activity. Water from the cooked beans is very effective in reviving woollen fabrics. The plant residue remaining after harvesting the dried beans is a source of biomass.

Verbreitung

Heimisch: Argentina Northeast, Argentina Northwest, Bolivia, Colombia, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexico Central, Mexico Gulf, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southeast, Mexico Southwest, Nicaragua, Panamá, Peru, Venezuela Eingeführt: Altay, Amur, Andaman Is., Angola, Assam, Baltic States, Bangladesh, Belarus, Bulgaria, Buryatiya, Cameroon, Cayman Is., Central European Russia, Chad, Chita, Comoros, Cuba, Czechia-Slovakia, DR Congo, Dominican Republic, East European Russia, East Himalaya, Ethiopia, Galápagos Islands, Germany, Great Britain, Guinea, Gulf of Guinea Is., Haiti, Illinois, India, Iraq, Irkutsk, Jamaica, Jawa, Kazakhstan, Kenya, Khabarovsk, Kirgizstan, Korea, Krasnoyarsk, Kuril Is., Leeward Is., Malaya, Marianas, Maryland, Mongolia, Myanmar, Nepal, New Guinea, New York, Nicobar Is., Nigeria, North Caucasus, North European Russia, Northwest European Russia, Pakistan, Philippines, Primorye, Puerto Rico, Queensland, Rwanda, Sakhalin, Senegal, South European Russia, Sri Lanka, Tadzhikistan, Tanzania, Thailand, Togo, Transcaucasus, Trinidad-Tobago, Turkmenistan, Tuva, Uganda, Ukraine, Uzbekistan

Alternative deutsche Namen

Garten-BohneGewöhnliche Gartenbohne
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren