Jetzt sammelbar: Knolle

Topinambur

Helianthus tuberosus

Beschreibung

Topinambur, eine Verwandte der Sonnenblume,  ist Pflanzenpower in Reinkultur:
Im Sommer grüner Sichtschutz mit gelben Blüten, in der kalten Jahreszeit schnell zubereitete, gesunde, schmackhafte Speise und zugleich Appetitzügler, Rohstoff für  Schnapsbrennerei und Biotreibstoff!

Im Handel wird die begehrte Knolle, da sie nur kurz lagerfähig ist, selten angeboten. Glücklich, wer ein Stück Garten sein Eigen nennt, und ihrem Ausbreitungsdrang eine sonnige bis halbschattige Gartenecke überlassen kann! Sie ist super-einfach zu kultivieren!

Verwendete Pflanzenteile

Sobald die Knollen aus der Erde sind, trocknen sie - im Unterschied zu Kartoffeln - leicht aus. In feuchtem Küchenpapier eingeschlagen sind sie im Kühlschrank einige Tage haltbar. Für eine längere Lagerung die Knollen in einem Kübel abgedeckt mit Erde oder Sand im Freien lagern.

Erläuterung

Durchschnittstiefe: 8 cm. Bei sandigen Böden etwas tiefer, bei lehmigen etwas höher.

Portrait

Lange mit dem Stigma der Entbehrung behaftet, hat die Topinambur in den letzten Jahren wieder große Wertschätzung und Popularität erlangt. Um mehr über diese interessante Pflanze zu erfahren, muss man sich nur ihre unterschiedlichen Trivialnamen anschauen!

 

Wie immer, erzählen die alltagssprachlichen Namen einer Pflanze sehr viel über ihr Aussehen, ihre Verwendung und Geschichte:

 

  • “Topinambur”, so wurde sie bei uns im Salzburgischen genannt. Ja, “sie”. Aber auch “er” wäre richtig. Der Duden erlaubt beide grammatikalischen Geschlechter. 
    Meine Mutter hatte während der Krieges und in der Zeit danach Topinambur auf einem Acker angebaut. Auch mich versuchte sie mit diesen gesunden “Diabetikerkartoffeln”, wie sie sie dann und wann auch bezeichnete, zu verwöhnen. Nein, ich war als Kind kein Fan von Topinambur ;) Unsere Kuh “Muster” und die Hühner, schon. Und die Wühlmäuse! Und der Lengg, der die Topinamburblätter sorgfältig trocknete und seine Pfeifentabaksmischung damit vollendete. 
    Mich faszinierten Blüten und Geruch dieser Pflanze – und ihr Name.  T o p i n a m b u r: fremd, melodisch und geheimnisvoll klang er, sodass ich ihn mir leicht merkte.
    Ein paar Jahrzehnte später sollte ich kundtun, woher dieser Name stammt und was mit seinem Ursprung verbunden wird. Widersprüchliche Thesen zwangen mich zu einem tagelangen, interessanten Quellenstudium. Fündig wurde ich hier:
    • Der Name “Topinambur” dürfte 1615 im Vatikan aus einer Zufallsbegegnung im Zusammenhang mit der Eroberung und Erschließung der Neuen Welt entstanden sein: Siedler aus Neufrankreich (Teil Kanadas), Begleiter von Samuel de Champlain, präsentierten als Rarität Knollen, denen sie ihr Leben verdankten. Sie ließen sie den harten kanadischen Winter überleben! Außerdem seien sie von hervorragendem Geschmack, dem der  Artischocke ähnlich. Erhalten hatten sie diese lebensrettenden Knollen von den Ureinwohnern des neuen Landes, den freundlichen  Passamaquoddy, denen auch sie friedlich entgegengekommen waren. - Zufällig war bei dieser Vorführung der Knollen auch ein Mitglied der Tupinambá (indignes Volk, das an der Küste Brasiliens lebte), anwesend. (Ob freiwillig, lassen wir dahingestellt sein.) Als Folge von sprachlichen Missverständnissen wurde nun die pflanzliche Lebensretterin „auf  Topinambur getauft“ ;) bzw. als „Topinambur“ bezeichnet. 
      Unter diesem Namen verteilte sich diese Sattmacherin rasch in ganz Europa.
  • Die Engländer waren nachhaltig von dem Geschmack der Knolle aus dem fernen Land, das die Pilgerväter zu einem "Himmlischen Jerusalem" auf Erden machen wollten, so angetan, dass  bei ihnen Jerusalem artichoke”  zur allgemeinen Bezeichnung avancierte.  
  • Den Geschmack sprechen ebenfalls die deutsche Bezeichnungen „Erdartischocke“, „Erdtrüffel“ und der amerikanische Name „Sunchoke“ an .
  • Die Namen „Indianerknolle“ und „Kanadischer Erdapfel“ nehmen Bezug auf den Herkunftsort und auf den essbaren Teil der Pflanze
  • Wem die Knolle besonders gut tut, verrät die Titulierung „Diabetikerkartoffel“: Topinambur enthält nämlich keine Stärke, sondern sättigendes, dabei schlank machendes Inulin! Es hat kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, was der Topinambur in der Naturheilkunde neben der zugesprochenen Wirkung gegen Arterienverkalkung (Betain) zu einem Ruf als Leber- und Gallenheilmittel verhalf. 
  • Die Namen „Rosskartoffel“ und „Schweinebrot“ zeigen, dass die tolle Knolle auch als Viehfutter gebräuchlich war.
  • Und der Name "Schnapskartoffel"? - Erraten! Topinampurknollen eignen sich gut zur Schnapsbrennerei.
  • Botanische Merkmale schließlich verraten ganz korrekt die Bezeichnungen „Sonnenknollenblume“ und „ Ewigkeitswurzel“.
    • „Sonnenknollenblume“: Topinambur ist eng verwandt mit der allbekannten Sonnenblume (Helianthus annuus).
      • Das zeigt sich in Blütenform, – farbe, im hohen Wuchs und in ihrer Anziehung auf Schnecken, die sowohl die Sonnenblumen- als auch die Topinambur-Jungpflanzen "zum Fressen gern haben"! 
      • Unterschiedlich ist ihre Vermehrung: 
        Topinambur vermehrt sich großteils vegetativ durch Knollen.  
        Die genießbaren Sprossknollen sind je nach Sorte in der Erde, mehr oder weniger weit vom Stängel entfernt, an Ausläufern zu finden. Ihre Größe ist der der Kartoffel ähnlich, der Ertrag aber höher, ihre Form recht unterschiedlich: Dünn oder dick spindelförmig, birnenförmig („Erdbirne“), länglich, rund, glatt, runzelig… Sortenabhängig sind die Knollen rot, weiß (soll am besten schmecken: leicht nussig), gelb oder violett gefärbt. Die Beschreibungen dieser Anbieter zeigen die erwähnte bunte Vielfalt an Topinambur! 
        Eine Vermehrung über Samen ist selten, da die Blüten meistens nicht zur Reife gelangen. 
    • „Ewigkeitskartoffel“
      • Dieser Name drückt neben der Essbarkeit die Vermehrungsfreudigkeit  der Pflanze aus:
        Nach der Ernte verbleibt meist ein Teil der kleineren Knollen oder Knollenstücke im Boden. Aus ihnen entsteht selbsttätig die nächstjährige Kultur. Sie bringt bei jährlichen Kompostgaben (5 Liter pro m²) gute Erträge und kann ohne Bodenermüdung fünf Jahre am gleichen Standort verbleiben. Bei Überdüngung neigen die Knollen zu Fäulnis.
      • Einmal Topinambur = immer Topinambur? Sollte auf den Topinamburanbau ein Kulturwechsel erfolgen, lässt man nach der Ernte, sofern man hat, eine Schar Hühner oder Schweine in den Acker. Sie holen sich die Knollenreste, die sie erreichen, und vertreiben dabei auch die Wühlmäuse.
        Übrig gebliebene Reste werden trotzdem wieder austreiben: Mähen in kurzen Abständen bringt die Triebkraft der Topinambur zum Erliegen!

 

Ernte der Knollen:

  • Man belässt die Knollen in der Erde und holt sie bei Bedarf heraus.  Am besten ab dem Zeitpunkt ernten, da das Laub braun geworden ist. Geerntet wird bis zum Neuaustrieb im Frühling. 
  • Sobald sie herausgenommen werden, macht sich ihre Dünnhäutigkeit bemerkbar: sie trocknen leicht aus und werden braun.
    Selbst im Kühlschrank, eingewickelt in feuchtes Küchenpapier, bleiben sie nur max. 5 Tage knackig.
    Im Plastiksackerl aufbewahrt, schimmeln sie schnell. -
  • Die Knollen sind, solange sie in Erde liegen, bis -15° Erdtemperatur frostfest.
  • Um den Boden frostfrei - und damit bearbeitbar - zu halten, wird er dick mit Stroh und Laub abgedeckt. Fällt Schnee darauf, isoliert er zusätzlich.
  • Für einfachere Ernte in besonders schneereichen Gebieten: Topinamburknollen werden mit Erde oder Sand zusammen in Kübel gepackt und im Freien stehen gelassen.
  • Durch ihre Frosthärte war die Topinambur für die Indianerstämme Nordamerikas / Kanadas überlebenswichtig, wenn im Spätwinter die sonstigen Nahrungsvorräte zu Ende gingen.

 

Infos zur Kulinarik:

  • Topinambur haben nur 33 kcal je 100 g. Sie sind reich an Vitaminen (B1, B2, Niacin, Vitamin C) und Mineralstoffen, besonders an Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Eisen. Neben geringem Fettgehalt (0,4 %) ist ihr Eiweißgehalt mit 2,4% beachtlich. 7 bis 8 Prozent ihres Reservekohlenhydrats bestehen aus süß schmeckendem Inulin. Es wirkt als Ballaststoff und erhöht somit den sättigenden Gesamt-Ballaststoffgehalt der Knolle auf 12 %.   Eine feine Wurzel für Diabetiker und zur Gewichtsreduktion!
  • Topinambur ist  glutenfrei!
  • Für den Verzehr werden die Knollen nicht geschält, sondern gut gewaschen und gebürstet.
  • Die Knollen sind nach ca. 10 bis 15 Minuten Kochzeit gar, dann lässt sich leicht die Schale entfernen.
  • Die Knolle kann sowohl  roh  in Salaten als auch  über Dampf gegart  werden, wodurch ihr feiner (sortenabhängiger) Artischockengeschmack besonders gut zur Geltung kommt.
  • Besonders köstlich schmeckt  Topinambur-Frischsaft,  der an Kokosmilch erinnert! Gibt man Zitronensaft bzw. Zitronensäure dazu, lässt er sich zu Sirup und Gelee weiterverarbeiten.
    • ​Dazu Erfahrungen von Birgit: Schmeckt ganz gut, wenn auch nicht so sehr nach Kokos. Nicht zu viel Topi-Saft trinken, sonst schlägt die Darmperistaltik fördernde Wirkung durch!
    • Erfahrungen von Rosa: Für den Saft helle Sorten wie ‚Bianca’ oder ‚Gute Gelbe’ bevorzugen. Topinambur mischen mit Karotten, Ingwer und Orange.
  • Zitronensaft und Essig verhindern die Braunfärbung von Topinambur-Rohkost. Menschen, die zu  Blähungen  neigen, rät Kräuterpfarrer Weidinger: „Als Rohkostgericht lässt man es nach der Fertigstellung zum Durchziehen und Fermentieren einen halben oder ganzen Tag stehen.“
  • In Scheiben geschnitten werden die Knollen allein oder mit anderen Gemüsesorten oder Wildpflanzen in Gemüsebrühe  gedünstet.
  • Auch eine feine  Cremesuppe  lässt sich aus ihnen zubereiten.
  • Dem  Backen, Braten und Frittieren  sind sie ebenfalls nicht abgeneigt!
  • Ebenso nicht dem  Einfrieren, … ‚denn das liegt ihnen ja im Blut’.
  • Nur das in der frischen Luft Herumliegen behagt ihnen nicht! In feuchtes Küchenpapier eingewickelt schaffen sie es im  Kühlschrank max. 3 Tage  ohne zu schrumpeln. In  feuchten Sand eingeschlagen  und kühl aufgestellt halten sie sich einige Wochen.
  • Manche Kenner schwärmen allerdings von Topinambur in flüssiger, hochprozentiger Form und halten Ausschau nach  "Jerusalem Artichoke Brandy",  "Topi",  "Erdäpfler",  "Rossler"  oder  "Borbel."   Ein Urteil von Genießern: “It smells fruity and has a slight nutty-sweet flavour.”  Tipps für die Schnapsbrenner haben sie zusätzlich parat: Mit etwas Blutwurz und Schwarzen Johannisbeeren (Früchte und einige Blätter) versetzt, erhält der “Brandy” nicht nur eine leuchtend rote Farbe, sondern ergibt als "Roter Rossler" einen feinen Digestif, der - dank Blutwurz – auch bei Durchfall hilfreich sein kann.

Erntekalender

Knolle early spring gekocht essbar

Sobald die Knollen aus der Erde sind, trocknen sie - im Unterschied zu Kartoffeln - leicht aus. In feuchtem Küchenpapier eingeschlagen sind sie im Kühlschrank einige Tage haltbar. Für eine längere Lagerung die Knollen in einem Kübel abgedeckt mit Erde oder Sand im Freien lagern.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

appetitzügelnd (Knolle) VolksheilkundeHomöopathie
Darmperistaltik fördernd (Knolle) Volksheilkunde
süßend (Knolle) Volksheilkunde
blutzuckerausgleichend (Knolle) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Inulin Ballaststoff
Calcium Mineral
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Magnesium Mineral
Phosphor Mineral
Beta-Carotin Sekundär
Carotinoide Sekundär
Saponine Sekundär
Vitamin A / Retinol Vitamin
Vitamin B1 / Thiamin Vitamin
Vitamin B2 / Riboflavin Vitamin
Vitamin B3 / Niacin Vitamin
Vitamin B6 / Pyridoxin Vitamin
Vitamin B7 / Biotin Vitamin
Vitamin B9 / Folsäure Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamin E / Tocopherol Vitamin
Vitamine Vitamin
Fruktane
Gruppen
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Polysaccharide
Sekundäre Pflanzenstoffe
Silicium
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Inulin

Inulin ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fructosebausteinen mit einer Kettenlänge bis 100 Monomeren und einem endständigen Glucoserest. Es zählt zu den Fructanen.

Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem der Elemente steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen.

Phosphor

Phosphor ist ein chemisches Element mit dem Symbol P und der Ordnungszahl 15. Im Periodensystem steht es in der fünften Hauptgruppe, bzw. 15. IUPAC-Gruppe oder Stickstoffgruppe.

Beta-Carotin

Carotine (Plural zu Carotin, von lateinisch carota „Karotte“) sind zu den Terpenen zählende ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit der Summenformel C40Hx, die als rotgelbe Naturfarbstoffe in vielen Pflanzen vorkommen, besonders in deren farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Saponine

Saponine sind Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden oder Triterpenen. Sie kommen in den Wurzeln, Knollen, Blättern, Blüten und Samen höherer Pflanzen vor. Sie ergeben beim Schütteln mit Wasser oft einen seifenartigen Schaum. Saponine dienen Pflanzen wahrscheinlich als Defensivstoffe, beispielsweise gegen Pilzbefall. Der Mensch hat Saponine historisch als Expektorans verwendet.

Vitamin A / Retinol

Retinol, auch Vitamin A genannt, ist ein fettlösliches Vitamin.  Gute Vitamin-A-Lieferanten sind Tierische Milch (und ihre Produkte wie Butter, Käse, Joghurt, Sauermilch), Eigelb, Leber, Makrele, Heilbutt, Haifisch.  enthalten. Daneben sind auch Milch und Käse gute Vitamin-A-Lieferanten. Zu den Fischen, die besonders reich an Vitamin A sind, zählen insbesondere Haifisch, Heilbutt und Makrele. Wirkung: Zellschützend für Drüsengewebe, Haut, Schleimhaut und besonders für die Netzhaut, wodurch die Sehkraft bei Nachtblindheit gestärkt wird. Schützt als Antioxidans bis zu einem gewissen Grad auch vor schädigender Sonneneinstrahlung. Speicherung: Vitamin A wird im menschlichen Körper gespeichert. Ein Zuviel an hochdosierten Vitamin-A-Gaben kann Schäden verursachen.

Vitamin B1 / Thiamin

Thiamin, auch Vitamin B1 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : positiver Einfluss auf das Nervengewebe, die Schilddrüse und den Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Vitamin B1 gibt Energie, wird allerdings durch Alkohol, Schwarztee und säurebindende Medikamente vermindert. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B2 / Riboflavin

Riboflavin, auch Vitamin B2 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Als Bestandteil vieler Enzyme am Energiestoffwechsel, auch am Hirnstoffwechsel, beteiligt, kann Migräne verhindern. Außerdem ist es wichtig für Zellatmung, Wachstum, Sehschärfe und Haut (offene Mundwinkel). Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B3 / Niacin

Niacin, auch Vitamin B3, Nicotinsäure, Nicotinamid genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Die gesunde menschliche Leber kann unter Mithilfe der Aminosäure Tryptophan (z.B.Vollkorn ist Tryptophanspender !) Vitamin B3 erzeugen. Wirkung: Mitbeteiligung an der Regulierung von Blutzucker, Cholesterin, Schlaf, Herztätigkeit, Stimmungslage, besonders wichtig für Gesundung von Haut und Schleimhaut. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden. Bei Mangel, der bei Menschen, die sich hauptsächlich von Hirse oder Mais ernähren, vorkommt, tritt häufig die Hautkrankheit Pellagra auf.

Vitamin B6 / Pyridoxin

Pyridoxin, auch Vitamin B6 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Bedeutungsvoll für den Eiweißstoffwechsel (bes. für die Blutbildung), stärkt Gehirn- und Nervenfunktionen, das Immunsystem, kräftigt Haut und Haare. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B7 / Biotin

Biotin, auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Es ist als Bestandteil einiger Enzyme an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt: Blutzuckerspiegel, Muskeln, Nerven- und Gehirnfunktionen, Zellstoffwechsel, Wachstum und Erneuerung von Haut, Haaren, Nägeln. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B9 / Folsäure

Folsäure, auch Vitamin B9 oder Folat genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : Die hitze-, sauerstoff- und lichtempfindliche FOLSÄURE (UV-Strahlung reduziert Folsäure sogar im menschlichen Körper) hat großen Einfluss auf Zellteilung und Zellneubildung. Sie hilft mit, Wirbel- und Rückenmarkschäden (Spina bifida) bei Neugeborenen zu verhindern und wirkt mit bei Blutbildung, Aufbau der Schleimhäute, Verhütung von Arteriosklerose. Speicherung: Durch ihre Wasserlöslichkeit wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin E / Tocopherol

Tocopherol, auch Vitamin E genannt, ist ein fettlösliches, hitzebeständiges Vitamin. Wirkung: Als Radikalfänger (Antioxidans) besonders wichtig für unser Immunsystem, für die Zellerneuerung. Wirkt gegen Entzündungen, Arteriosklerose, vorzeitiges Altern. Im Lebensmittelbereich schützt es Öle vor dem Ranzigwerden. Speicherung: Dieses fettlösliche Vitamin wird im menschlichen Körper gespeichert. Ein Zuviel an hochdosierten Vitamingaben kann Schäden verursachen.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Fruktane

Fructane oder Fruktane ist die Bezeichnung einer Gruppe von wasserlöslichen Oligo- und Polysacchariden, die in einigen Pflanzentaxa die Stärke als Speicherkohlenhydrat ersetzen oder ergänzen. Fructane sind nahezu vollständig aus D-Fructose-Einheiten aufgebaut. Analog dazu besteht die Stoffgruppe der Galactane aus Galactose-Monomeren und die Glucane aus Glucose-Monomeren.

Gruppen

Familienname

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Silicium

Silicium, oder auch Silizium, ist ein chemisches Element mit dem Symbol Si und der Ordnungszahl 14. Es steht in der 4. Hauptgruppe (Kohlenstoffgruppe), bzw. der 14. IUPAC-Gruppe, und der 3. Periode des Periodensystems der Elemente. In der Erdhülle ist es, auf den Massenanteil bezogen, nach Sauerstoff das zweithäufigste Element.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
Das Inulin im Topinambur gilt als sättigend und wird traditionell zur Unterstützung bei Gewichtsabnahme eingesetzt, da es den Blutzucker nur gering beeinflusst.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.

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Andere Namen

IndianerknolleKanadischer ErdapfelDiabetiker KartoffelEwigkeitskartoffelErdartischockeJerusalem-ArtischockeErdtrüffelErdbirneSonnenwurzelKnollensonnenblumeRosskartoffelSchweinebrotSchnapskartoffel

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeErsatzpflanzeFutterpflanzeGenussmittelpflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat KnollengemüseSüßstoffVerzehrtauglichkeit DestillierenEinfrierenFermentierenGenussnahrungKochenNotnahrungRohkoströstenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKraftstoffWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungAckerpflanzealte KulturpflanzeBalkongartenGartenpflanzeKübelpflanzeleicht zu ziehenSchmetterlingspflanzeSchnittblumeSichtschutzWildgemüseWochenendgartenzum Verwildern geeignetGenusspflanzeZierpflanze
Vorkommen Neophytinvasiver NeophytHöhenstufenFlachlandHügellandMittelgebirgeLebensraumÄckerBöschungenBrachlandDämmeFeldränderFluss- und BachuferGärtenUferzonenVerbreitungEurasien
Blütenfarbe gelb
Blütezeit Spätherbst | NovemberSpätsommer | AugustVollherbst | Oktober
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

first spring

Knolle

full spring

Jungtriebe

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Asteraceae
Gattung
Helianthus
Ordnung
Asterales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Gras
Habitat
Rich and damp thickets.
Essbarkeit
★★★★☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆

Anbau & Pflege

Management: Standard Grundnahrungsmittel: Protein-Öl Eine sehr einfach zu kultivierende Pflanze, sie gedeiht am besten in einem lockeren, zirkumneutralen Lehmboden, ist aber erfolgreich in den meisten Böden und Bedingungen an einem sonnigen Standort. Pflanzen sind produktiver, wenn sie in einem nährstoffreichen Boden angebaut werden. Schwere Böden produzieren die höchsten Erträge, aber die Knollen werden zur Erntezeit leicht beschädigt, daher sind leichtere, gut drainierte sandige Lehme geeigneter. Mag keinen Schatten. Bevorzugt etwas Kalk im Boden. Topinambur toleriert Berichten zufolge einen jährlichen Niederschlag von 31 bis 282 cm, eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 6,3 bis 26,6°C und einen pH-Wert im Bereich von 4,5 bis 8,2. Topinambur wurden von den nordamerikanischen Indianern als Nahrungspflanze kultiviert und werden heute oft in gemäßigten Gebieten wegen ihrer essbaren Knollen angebaut. Es gibt einige benannte Sorten. Die Pflanze ist eine geeignete Kultur in jedem Boden und Klima, wo Mais (Zea mays) wächst. Sie überlebt in armen Böden und in Gebieten so kalt wie Alaska. Sie toleriert auch heiße bis unter null Grad Temperaturen. Der erste Frost tötet die Stängel und Blätter, aber die Knollen können monatelang Frost überstehen. Die Pflanzen sind besonders für trockene Regionen und arme Böden geeignet, wo sie Kartoffeln im Ertrag übertreffen. Die Knollenproduktion erfolgt als Reaktion auf abnehmende Tageslänge im Spätsommer. Die Erträge reichen von 1 bis 2 kg pro Quadratmeter. Die Knollen sind sehr kältetolerant und können sicher im Winter im Boden gelassen werden, um bei Bedarf geerntet zu werden. Sie können jedoch von Schnecken befallen werden, und an Standorten, die anfällig für Schneckenschäden sind, ist es wahrscheinlich am besten, die Knollen im Spätherbst zu ernten und über den Winter zu lagern. Es ist fast unmöglich, alle Knollen zur Erntezeit zu finden, jede im Boden verbliebene wird im Frühjahr kräftig austreiben. Pflanzen blühen nicht in Nordeuropa. Sie sind empfindlich gegenüber Tageslängenstunden, benötigen längere Lichtperioden vom Sämling bis zur Reife der Pflanze und kürzere Perioden für die Knollenbildung. Sie wachsen nicht, wo Tageslängen wenig variieren. Die Pflanze ist ein guter Unkrautvernichter, sie macht einen so dichten Schatten, dass wenige
Vermehrung: Samen - Aussaat im Frühjahr in einem Frühbeet. Wenn sie groß genug zum Handhaben sind, die Sämlinge in einzelne Töpfe pikieren und sie im Gewächshaus für ihren ersten Winter weiterziehen. Sie in ihre endgültigen Standorte im Spätfrühling oder Frühsommer auspflanzen, nach den letzten erwarteten Frösten. Teilung im Frühjahr oder Herbst. Die Knollen im Spätherbst oder Winter ernten und entweder die Knollen sofort wieder einpflanzen oder sie an einem kühlen aber frostfreien Ort lagern und sie im zeitigen Frühjahr auspflanzen. Topinambur wird durch Knollen vermehrt, die so früh wie möglich im Frühjahr gepflanzt werden sollten, wenn der Boden zufriedenstellend bearbeitet werden kann. Späte Pflanzung reduziert normalerweise Knollenertrag und -größe erheblich. Ganze Knollen oder Stücke von etwa 50 g sollten wie Kartoffeln gepflanzt und bis zu einer Tiefe von 10 cm bedeckt werden. Stücke größer als 50 g erhöhen den Ertrag nicht, während kleinere ihn verringern werden. Tiefere Pflanzung kann das Austreiben verzögern, die Triebe schwächen und dazu führen, dass sich die Knollen tiefer entwickeln, was die Ernte schwieriger macht. Basale Stecklinge im Frühjahr. Die Triebe ernten, wenn sie etwa 10 - 15 cm lang sind mit reichlich unterirdischem Stamm. Sie in einzelne Töpfe topfen und sie im hellen Schatten in einem Frühbeet oder Gewächshaus halten, bis sie gut wurzeln. Sie im Sommer auspflanzen.

Essbare Verwendung

Essbare Teile: Wurzel Essbare Verwendung: Kaffee Süßungsmittel Knollen - roh oder gekocht. Die Knolle entwickelt eine angenehme Süße während des Winters, besonders wenn sie Frösten ausgesetzt wird, und ist dann roh durchaus akzeptabel. Ansonsten wird sie generell am besten gekocht und kann in allen Arten verwendet werden, wie Kartoffeln verwendet werden. Die Knollen sind reich an Inulin, einer Stärke, die der Körper nicht verdauen kann, so dass Topinambur eine Nahrungsmenge ohne viele Kalorien liefert. Manche Menschen vertragen Inulin nicht sehr gut, es neigt dazu, in ihrem Darm zu fermentieren und kann ziemlich starke Blähungen verursachen. Die Knollen sind ziemlich groß, bis zu 10cm lang und 6cm im Durchmesser. Die Knollen bekommen leicht Druckstellen und verlieren schnell Feuchtigkeit, daher bleiben sie am besten im Boden und werden nach Bedarf geerntet. Das Inulin aus den Wurzeln kann in Fructose umgewandelt werden, eine süße Substanz, die für Diabetiker sicher zu verwenden ist. Die gerösteten Knollen sind ein Kaffeeersatz.

Weitere Nutzung

Biomasse Die Pflanzen sind eine gute Quelle für Biomasse. Die Knollen werden in der Industrie zur Alkoholherstellung etc. verwendet. Der aus den Knollen fermentierte Alkohol soll von besserer Qualität sein als der aus Zuckerrüben. Als schnell wachsende Pflanze kann Topinambur als temporärer Sommersichtschutz angebaut werden. Allerdings sehr temporär, da erst im Juli eine vernünftige Höhe erreicht wird und bereits im Oktober das Absterben beginnt[K].

Verbreitung

Heimisch: Alabama, Arkansas, Assam, California, China, Colorado, Connecticut, Delaware, Fiji, Florida, Georgia, Goa, Idaho, Illinois, India, Indiana, Iowa, Israel, Jordan, Kansas, Kentucky, Korea, Lebanon, Libya, Louisiana, Maine, Malesia, Manitoba, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, North Dakota, Northern America, Nova Scotia, Ohio, Oklahoma, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Portugal, Prince Edward I., Québec, Rhode I., Saskatchewan, South Carolina, South Dakota, Tamil Nadu, Tennessee, Texas, Utah, Uttar Pradesh, Vermont Eingeführt: Albania, Austria, Azores, Belarus, Belgium, Buenos Aires, Bulgaria, China, Cyprus, Czech Republic, Entre Ríos, Germany, Great Britain, Hokkaido, Hungary, Ireland, Krym, La Pampa, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Madeira, Moldova, Netherlands, New South Wales, New Zealand, Niue, Norway, Poland, Romania, Southern South America, Sweden, Switzerland, Ukraine, Uruguay, Victoria

Alternative deutsche Namen

ErdbirneIndianerknolleKnollige SonnenblumeTopinambur
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren