Kräuter der Provence
„Herbes de Provence“ („Kräuter der Provence“), eine Mischung typisch südfranzösischer Kräuter, die in der Region Provence wild gedeihen, ist häufig in den Regalen der mitteleuropäischen Küchen zu finden. Mit dieser duftenden Mischung getrockneter holt man sich Aroma, schöne Urlaubserinnerungen und Gesundheit auf den Speiseteller!
Kräuterfans mischen sich ihre Herbes de Provence gerne selbst.
Auch wenn die entsprechenden Kräuter in Mitteleuropa nicht wild wachsen, entwickeln sie doch auch bei uns in Kräutergärten und Blumentrögen ein starkes Aroma, wenn sie, wichtig, viel Sonne abbekommen und nicht überdüngt werden. Fehlendes kann man sich in einem Bio-Laden besorgen. – Und bevor man sich versieht, hat man eine größere Menge gemischt, als man beim Würzen verbrauchen kann. Kein Problem! Man hat ganzjährig ein gern gesehenes Mitbringsel zur Hand, außerdem lässt sich die Mischung gut als Verdauungstee trinken.
Die Zusammensetzung der beliebten Mischung „Kräuter der Provence“ ist nicht fix vorgeben. Sie variiert auch von Händler zu Händler,
- enthält aber als Grundstock in der Regel Thymian, Rosmarin und Bohnenkraut.
- Dieses Trio wird gerne ergänzt durch Oregano und – erwartungsgemäß - durch Lavendel. In seiner Funktion als Küchenkraut werden seine Blüten von seinen Blättern beinahe übertroffen!
- Etwas Basilikum, Estragon, Salbei und Ysop untergemischt verstärken den mediterranen Komplex.
Wozu passen „Kräuter der Provence“?
Beim Würzen mit der Mischung „Kräuter der Provence“ sind der Koch-Fantasie keine Grenzen gesetzt: Angefangen beim Würzen von kurz gebratenem Fleisch und Fisch, über Eintöpfe, Suppen, Gemüse, Bohnen, Omeletts, Brot und Brötchen bis zu Frischkäse, Brotaufstrichen, Essig, Öl, Salate …
Die Gewürzmischung kann an kalte und an warme Speisen gegeben werden. Sollte allerdings in der Regel nicht länger als 10 Minuten mitgegart werden.
Zutaten
- 3.00 EL Thymianblättchen
- 3.00 EL Rosmarinnadeln
- 3.00 EL Bohnenkraut-Blättchen
- 2.00 EL Oregano
- 2.00 EL Basilikum
- 2.00 EL Estragonblätter
- 2.00 EL Lavendel
- 2.00 EL Salbei
- 1.00 EL Ysop
- 1.00 EL Lavendelblüten
Zubereitung
- 3.00 EL Thymianblättchen
- 3.00 EL Rosmarinnadeln
- 3.00 EL Bohnenkraut-Blättchen
- 2.00 EL Oregano — Blätter und Blüten
- 2.00 EL Basilikum — vorzugsweise der Sorte "Basilikum Marseillaise", Blätter
- 2.00 EL Estragonblätter
- 2.00 EL Lavendel — Blätter und Blüten
- 2.00 EL Salbei — Blätter und Blüten
- 1.00 EL Ysop — Blätter und Blüten
- 1.00 EL Lavendelblüten
Wenn Sie die Kräuter selbst ernten, ernten Sie sie am Beginn ihrer Blüte, vormittags, bei Sonnenschein. Getrocknet werden sie im luftigen, warmen Schatten als kleine, hängende Sträuße.
Wenn die Pflanzen gut durchgetrocknet sind, werden sie abgerebelt: Man streift Blätter und Blüten ab, zerkleinert sie dabei etwas und gibt sie in Schraubgläser. Die Stängel werden entfernt. Sie könnten zum Räuchern verwendet werden.
Bei Bedarf werden die benötigten Blätter und Blüten in eine Schüssel oder Zerkleinerer gefüllt und mit den Händen (eine duftende „Arbeit“!) oder mit dem Maschinchen zerkleinert. Nicht pulverisieren!
Die Mischung ist anwendungsbereit. Damit ihr Aroma erhalten bleibt, wird sie verschlossen und dunkel aufbewahrt.