Heilpflanze: verdauungsfördernd, verdauungsfördernd, gallentreibend

Beifuß

Artemisia vulgaris

15 Fotos

Beifuß ist eine weit verbreitete Wildpflanze mit silbrig-grünen Blättern und aromatischem Duft. Er wird seit Jahrhunderten als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.

Verwendete Pflanzenteile

Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten, da verdauungsfördernd. Auch ein Kraut der Frauenleiden bzw. für Geburt und Nachgeburt, menstruationsregulierend. Getrocknet auch zum Räuchern geeignet.

Erläuterung

Jungpflanzen, die man auch in der Wildnis finden kann.

Portrait

Beifuß (Artemisia vulgaris)

Der Beifuß, eine äußerlich unscheinbare Pflanze, ist die älteste bekannte Heilpflanze Europas. Seine Heilkraft war und ist immer verbunden mit seiner antibakteriellen Wirkung, das bedeutet schützend und reinigend im organischen Bereich und auch im übertragenen Sinn.

 

Griechen und Römer

berichteten bereits über den Beifuß und gaben ihm den Gattungsnamen „Artemisia“. Diese Bezeichnung lässt sich bis auf die „Materia medica“ des Pedanios Dioskurides, des berühmtesten Pharmakologen der Antike, zurückverfolgen. Hier scheinen auch bereits die wichtigsten Wirkungen des Beifuß auf wie desinfizierend, uteruserregend, entkrampfend auf die Harnwege, steinzertrümmernd, gegen Magenbeschwerden, nervenberuhigend. (Dankenswerte Quelle)
Alle nachfolgenden Kräuterbuch-AutorInnen übernahmen seine beschriebenen Wirkungen und Anwendungen.

Kelten und Germanen

Auch die Kelten und Germanen verwendeten den Beifuß regelmäßig. Im Neunkräutersegen (England, 9. Jhd.) wird er als "mucgwyrt" = "Machtwurz" (engl. mugwort) an erster Stelle genannt!

Im Mittelalter wurde der Beifuß als „Mutter aller Kräuter“ bezeichnet (Macer floridus 11. Jh.) und galt als Hauptmittel zur Behandlung von Frauenkrankheiten. In zweiter Linie sollte er Verdauungsstörungen und Harnstauung heilen.

Indianer

Für viele nordamerikanische Indianerstämme, vor allem für die Nördlichen Shoshone und für die Pajute ist der Wüsten-Beifuß (Artemisia tridentata (engl. Sagebrush), ein Verwandter unseres heimischen Beifuß, immer noch eine der wichtigsten Pflanzen, eine „heilige Pflanze“.

Sie nutz(t)en sie häufig als

Heilpflanze

Nahrung

Brenn- und Flechtmaterial

und, wie bei uns seit alters her Artemisia vulgaris, für spirituelle Räucherungen. Sie räucherten ihn im Glauben daran, dass er böse Geister fernhalte und die Gedanken reinige. 

Der Wüsten-Beifuß überzieht auch heute noch große Teile von Steppen - im Gegensatz zu den Indianern, die in Nevada nur mehr einen Bevölkerungsanteil von  1,2% ausmachen.
Ja, er eroberte sich sogar seinen Platz als National-Blume des US-Bundesstaates Nevada und ziert dessen aktuelle Flagge.

 

Bei uns in Europa wird zur Zeit der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) wieder viel beachtet.

Wie oft bei Pflanzen, die bereits seit langem verwendet werden, erzählen ihre UNTERSCHIEDLICHEN NAMEN Wesentliches über sie:

 

  • Botanischer Namen "Artemisia vulgaris":

    Die Gattung dieser uralten Frauenheilpflanze benannte man nach Artemis, der Zwillingsschwester Apollons, der in der klassischen griechischen Antike als Gott des Lichts verehrt wurde.
    Artemis, die jungfräuliche Mondgöttin, wurde als seine Ergänzung gesehen und zählte zu den zwölf großen olympischen Göttern. Als Schützende der Gebärenden (half sie doch als Erstgeborene, selbst kaum „geschlüpft“, ihrer Mutter Leto ihren Zwillingsbruder Apollon zur Welt zu bringen!), als Beschützerin der Frauen und Hüterin der Geburten in dieses Leben, in diesem Leben und in die andere Welt wurde sie in ihrem ältesten Kult als Artemis Ilithyia (Eileithyia) verehrt.
    Ihre berühmtesten Attribute, die goldenen Pfeile und der silberne Bogen, welcher die Mondsichel symbolisiert, weisen allerdings auf ihre Ambivalenz hin: In ihrem Aspekt als wilde, unzähmbare Göttin der Jagd schützt sie das Leben nicht nur, sondern nimmt es auch.
    • Signaturen des Beifuß (Artemisia vulgaris), die mit Artemis verbunden werden: 
      Der Beifuß zeigt wie der ebenfalls der Artemis geweihte Wermut (Artemisaia absinthium) und die übrigen Artemisia-Arten
      • durch seine silbrige Unterseite seiner Blätter die Verbundenheit der Göttin zum frauenbezogenen Mond und somit auch zur Nacht. ​
      • Seine geweihähnliche Blattform symbolisiert sie als Jagdgöttin.
      • Seine pharmazeutischen Wirkungen kennzeichnen sie als Göttin der Fruchtbarkeit und der Geburt, als Göttin, die Leben schenkt.
      • Seine pfeilähnlichen Stängel symbolisieren sie als Göttin des Todes, als eine, die mit ihren Pfeilen Leben nimmt.

         
  • Deutscher Namen "Beifuß":

    Es gibt 2 Wortdeutungen:
    1. Der Name Beifuß soll sich von dem althochdeutschen Wort für schlagen "bivoz" herleiten. Das erinnert an das fruchtbarkeitsfördernde Rutenschlagen. Rutenschlagen mit Beifuß? – Beifuß ist unter Pflanzen die älteste „Lebensrute“.
       
    2. Der Name Beifuß steht in Verbindung mit „Fuß“. Bereits Plinius der Ältere berichtete von dem Aberglauben, dass ein Beifußzweiglein um das Bein gebunden Ausdauer und Geschwindigkeit beim Laufen verleihen würde. (Quelle)

       
  • Deutsche Trivialnamen (volkstümliche Namen):
    • "Wilder Wermut"
      Dieser Name deutet auf die nahe Verwandtschaft zum Wermut ( = Artemisia absinthium) hin.
       
    • "Jungfernkraut"
      Artemisia vulgaris half / hilft bei Menstruationsbeschwerden der Mädchen, wurde aber wegen seiner Uterus anregenden Wirkung auch zu Abtreibungen verwendet, um dem gesellschaftlichen Druck nach Jungfernschaft entsprechen zu können.
       
    • "Mütterkraut, Weiberkraut"
      Die Uterus (= Gebärmutter) anregende und auch desinfizierende Wirkung des Beifuß wurde bei Entbindungen verwendet, um sie zu erleichtern.
      • Daraus folgern seine spirituellen Verwendungen:
        • Mitbinden im Marien-Kräuterbuschen.
          Ein Beifußzweig bildet zusammen mit Königskerze ( = Zepter Mariens) und Eibischzweig (= Pflanze der Weißen Magie), zumindest im Tiroler Lechtal, die zentrale, andere Pflanzen überragende Mitte.
        • Verräuchern von Beifuß
          bei Geburten und bei Neuanfängen wie Jahreswechsel, Wendepunkten im Menschenleben. Dazu zählt auch desinfizierendes, atmossphärisch reinigendes Ausräuchern von Wohnungen und Gebäuden mit Beifuß.
        • Aufhängen von Beifußbüscheln
          als Schutz vor Seuchen, Blitzen, Hexen und Teufeln.
           
    • "Besenkraut"
      Das Wort „Besen“ steht hier für "Buschen", gleich wie beim "Palmbesen" = "Palmbuschen":
      Beifuß hat seinen wichtigen Platz im Kräuterbuschen. Getrocknete Beifußbuschen bzw. Beifußbündel werden unter dem Dach aufgehängt und auch, besonders im Freien, als Räucherbündel (Smudges) geräuchert, um die Umgebung zu reinigen, um Krankheiten und böse Geister fernzuhalten.
       
    • "Thorwurz"
      An den Wurzeln des Beifuß kann man nach altem Aberglauben die „Thorellensteine“ finden, spöttisch auch als „Narrenkohlen“ bezeichnet. Man muss zur Sommersonnenwende (21. Juni) oder, laut Marzell, am Johannistag (24. Juni), mittags, solange die Kirchturmuhr schlägt, nach diesen glühenden Kohlen suchen. Wer sie findet, nimmt sie schweigend. Er / Sie hat fortan das Glück in der Tasche und kann mit den Thorellensteinen viele Krankheiten heilen! - Eventuell wurde diese Fama durch den Bericht über die japanischen „Feuerknöpfe“ aus Beifuß in Gang gebracht.
       
    • "Moxakraut"
      Im 16. Jahrhundert berichten portugiesische Jesuiten aus Japan, dass man dort Krankheiten mit aus Beifußfasern gepressten „Feuerknöpfen“ (botoẽs de fogo) behandle:

Auch in Ostasien gelten der Gewöhnliche Beifuß und seine Varietäten, der Japanische Beifuß, der ostasiatische Kamtschatka-Beifuß u.a. immer schon als Heil- und Würzkraut.

Der Kamtschatka-Beifuß (Artemisia verlotiorum) wird auch als Velot-Beifuß bezeichnet. Er hat sich inzwischen bis nach Mitteleuropa vorgearbeitet und ist dabei, als Neophyt schwerwiegende Probleme in landwirtschaftlichen Kulturen, Gärten und Blumenwiesen zu verursachen, dieser Falott! ;) 

Als Heilkraut wurde und wird dort Beifuß eben auch in Form einer Behandlungsmethode, die in Europa als Moxibustion, auch als Moxa-Therapie oder Moxen bezeichnet wird. Inzwischen wird sie weltweit angewendet bei Energiemangel, chronischer Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkproblemen, Verdauungsschwäche und - Frauenkrankheiten. Dabei verglimmen kleinste Mengen von getrockneten, feinen, watteähnlichen Beifußfasern (Moxa), auch Moxakegel oder Moxastangen, auf oder - mittels untergelegter Ingwer- oder Knoblauchscheibe - über bestimmten Therapiepunkten.
 

  • "Sonnwendgürtel", "Johannisgürtel", "Suniwendgürtel", "St. Johannisgürtel"

Es wird berichtet, dass die Germanen bei ihren Riten zur Sommersonnenwende Kränze und Gürtel, geflochten aus duftendem Beifuß trugen. Denn der germanische Donnergott THOR soll als Geschenk der Zwerge einen Gürtel aus Beifußruten, den Zaubergürtel Megingjardr, getragen haben. Mit diesem Gürtel aus Beifuss konnte er sowohl seine körperliche Kraft als auch seine erotische Kraft verdoppeln. Wer sich so stärken wollte, band sich zur Sonnenwende einen Beifussgürtel um. 

Noch 1539 wurde dieser Brauch in Frankreich ausgeübt. Hieronymos Bock nennt es in seinem Kräuterbuch ein „affen spil“, das „nit die geringsten zu Pareiß“ betreiben und während diesem sie das Kraut „mit irem unfal“, begleitet von Reimen und Sprüchen, ins lodernde Sonnwendfeuer werfen. 

Umgürtet mit einem Kranz aus Beifuß (Beifußgürtel) wurde früher das Sonnenwendfeuer umtanzt; anschließend wurde der Gürtel „zusammen mit allen Anfeindungen“ in die Flammen geworfen.

Beifuß wird mit Johannes dem Täufer in Verbindung gebracht, da er ihn der Legende nach bei seiner in der Bibel beschriebenen Wanderung durch die Wüste (Mk 1,6 EU) an seinem Ledergürtel getragen haben soll, um nicht zu ermüden.
 

  • "Mugwurz = Mutwurz"(engl. mutwort)

    Die Kelten weihten Artemisia vulgaris ihrer machtvollen, mutigen Licht- und Muttergöttin "Brigid", der Göttin des Herd-Feuers, der Schmiede, der Heilung und der Fruchtbarkeit. Auch wurde die Beifußwurzel als Amulett getragen, als „Mutwurzel“. In dem Kinderbuch „Die Mutwurzel“ (Mayer-Skumanz, Lobe) spielt sie eine wichtige Rolle.

     
  • "Fliegenkraut"

    Beifuß vertreibt wie Rainfarn und Lavendel Fliegen, Stechmücken und Motten. Dazu wird er in die Kästen und Truhen gelegt, auch im Haus verräuchert oder beim Sitzplatz im Freien.

     
  • "Gänsekraut"

    Beifuß ist nach wie vor d a s Gewürz bei der Zubereitung eines Gänsebratens, vor allem der Martini- und Weihnachtsgans. Er unterstützt die Fettverdauung, hat aber ein sehr starkes Aroma und darf deshalb nur in kleiner Dosierung verwendet werden. Beifuß riecht weihrauchähnlich, schmeckt aromatisch und leicht bitter, ähnlich dem ihm verwandten Wermut.

 

BESCHREIBUNG DER PFLANZE

Aussehen:

Stängel: Kantig, grün bis rotbraun, 50cm bis 150cm hoch, beblättert

Blätter: gefiedert, Oberseite grün, Unterseite silber

Blüten: Als 4mm große, gelb-grüne Korbblütchen in Rispen;

Blütezeit: Juli bis September

Vorkommen und Anbau:

Beifuß, Artemisia vulgaris, ist weltweit verbreitet. Er wächst, wo man ihn wachsen lässt! Findet sich auf nährstoffreichen, unbereinigten Fluren (Ruderalfluren), an Wegrändern, auf Schuttplätzen, Brachland, an Ufern und Zäunen, steigt von der Ebene bis auf Höhen von 1 800m.

Durch seine Anspruchslosigkeit lässt er sich leicht im Garten und in Gefäßen kultivieren. An sonnigen Plätzen verstärken sich seine Wirkstoffe! Aussaat ab März ins Freiland in Reihen mit 30cm Abstand. Samen nur leicht mit Erde bedecken oder einige Jungpflänzchen aus der an Beifuß reichen Wildnis entnehmen und einpflanzen. Wo es dem Beifuß zusagt, neigt er allerdings zum Wuchern.

Als Heilkraut verwendete Pflanzenteile:

Ganze Pflanze – auch ihre Wurzeln, was sich in manchen ihrer Trivialnamen ausdrückt.

Sammeln:

Sprossspitzen und Blätter von Juni bis zum Frost, am besten während der Blütezeit gesammelte Stängelspitzen, an einem sonnigen Tag, im Zeichen der Jungfrau, von 11:00 bis 13:00

Wurzeln: In der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni, dann wieder ab September

Aufbewahren des Sammelgutes:

Sprossspitzen und Blätter rasch in luftigem Schatten trocknen. Lassen sich auch einfrieren.

Wurzeln waschen, zerkleinern, im Backofen (45°), mittels Dörrapparat oder an der Sonne trocknen, in Dosen oder Gläsern gut verschlossen aufbewahren

Inhaltsstoffe:

ÄtherischeÖle mit Zinneol und Thujon (weniger als der verwandte Wermut), Bitterstoffe, Gerbstoffe in der Wurzel, Vitamine, Mineralien sowie Flavonoide.

 

WIRKUNGEN DES BEIFUSS (ARTEMISIA VULGARIS):

  • Als Verdauungshelfer fördern seine Bitterstoffe die Magensaft- und Gallensekretion. 
     
  • Als Frauenheilkraut vermag der Beifuß die Fruchtbarkeit zu stärken, die Wehen anzuregen, die Geburt zu erleichtern, die Nachgeburt zu fördern, die Schmerzen bei der Menstruation zu beheben, den Wechsel zu erleichtern. Wegen seiner Wehen anregenden Wirkung darf er während einer Schwangerschaft nicht verwendet werden!
     
  • Als Nervenkraut wirkt er positiv, entspannend, nervenberuhigend und krampflösend.
     
  • Als Insektizid vertreibt er Ungeziefer, Parasiten. Und - böse Geister ?
    Eine Entwurmung mit Beifuß ist wegen der nötigen hohen Dosierung, die zu einer Thjuon-Vergiftung führen könnte, nicht mehr gebräuchlich. Für diesen Zweck besorgt man sich in der Apotheke ein anderes Medikament!
     
  • Als Allergieauslöser müssen PollenallergikerInnen auf ihn verzichten! Seine Doppelgängerin, die gefürchtete Ambrosia, übertrifft ihn in dieser Hinsicht jedoch bei weitem! 

 

ANWENDUNGEN VON BEIFUSS ALS HEILPFLANZE:

Beifuß kann als Tee, Tinktur, Bad, Essig, Öl, Kissenfüllung, Kräuterbuschen, Moxibustion und als Rauch heilend angewendet werden.

Beifuß-Tee

Indikationen:
Er hilft unterstützend bei Magen- und Darmproblemen, Galle- und Leberleiden, bei Spannungs-Kopfschmerz, Nervosität und Nervenleiden.
Sechs Tage lang vor dem Einsetzen der Monatsblutung getrunken, verringert Artemisia vulgaris die Menstruationsbeschwerden.

Wie man Tee richtig zubereitet finden Sie hier  !

Weitere Verdauungstees, auch mit Beifuß,  ... hier !

 Entspannungstees, auch mit Beifuß,  ... hier !

Beifuß-Tinktur

Statt Tee kann Beifuß als Tinktur verwendet werden. Diese Form der Anwendung erweist sich als praktisch, wenn man unterwegs ist und sich keinen Tee zubereiten kann, sei es während der Arbeit, auf Reisen, beim Einkaufen ...
Herstellung und Anwendung erfahren sie hier !  

Beifuß-Bad

Ein Beifuß-Bad kann man als Fußbad anwenden und als Ganzkörper-Bad mit medizinischer und mentaler Wirkung. Die Anleitung zu einem Beifuß-Bad finden Sie hier, für ein Entspannungsbad mit Beifuß hier!

Beifuß-Essig

Die Inhaltsstoffe von Artemisia / Beifuß lassen sich auch mit Essig lösen und verwenden. 

Hilfreiche Kissenfüllungen

Die ätherischen Öle des Beifuß wirken nicht nur auf die Muskulatur entspannend, sondern beruhigen ebenso die Nerven und helfen beim Einschlafen.

Entspannungskissen

Kindbettkissen

Räuchern

In positiver Gesinnung durchgeführt manifestieren sich die Beifußräucherungen als reinigende, schützende, segnende, Vertrauen spendende, öffnende Kraft. Beifußräucherungen werden als Ritus bei Situationen im Leben durchgeführt, die eine Entscheidung erfordern, die einen Wendepunkt darstellen.
Sie werden nicht nur im privaten Bereich verwendet, sondern auch allgemein als Segen beim Wechsel der Jahreszeiten (eine neue Zeit wird geboren) und auch während der Raunächte, wobei neben den Menschen das ganze Haus, die Tiere, der Stall und der Garten miteinbezogen werden. Wichtig: Während der Räucherung werden Dank und Bitte formuliert.
Beifußräucherungen haben eine uralte Tradition: Kelten, Griechen , Römer ... führten sie durch, auch in Tibet und bei den Indianern wurde und wird Beifuß geräuchert, besonders bei Meditationen, zur Heilung und um mit ihren Ahnen und Geistern in Verbindung zu treten.
Wenn Beifuß allein verräuchert wird, eignet sich dafür die Verräucherung als Räucherbündel (Smudge). Das kann man / frau ganz leicht selber machen, wie, ist hier zu finden!

 

BEIFUSS ALS GEWÜRZ

Beifuß riecht und schmeckt angenehm aromatisch und leicht bitter, ähnlich dem Wermut. Er würzt nicht nur, sondern er erleichtert - wie viele Gewürze - die Verdauung und führt dem Körper seine weiteren Heilkräfte in "homöopathischer" Dosierung zu.

Beifuß kann von der Schneeschmelze weg bis zum Herbst geerntet werden, denn er hat eine lange Vegetationszeit und schließt spät im Jahr ab, sodass man lange Zeit zarte, duftende Blätter als Würzkraut aus seiner Triebspitze ernten kann. Die älteren sind als Würze sehr streng. 

  • Man verwendet in der Küche frisch oder getrocknet die Blütenknospenrispen und die jungen Blätter an den Triebspitzen. Sie sind weniger bitter. 
  • Beifuß wird mitgekocht, um sein volles Aroma zu entwickeln.
  • Wegen seines starken Aromas nur wenig Kraut zum Würzen verwenden!
  • Beifuß verträgt sich geschmacklich gut mit Wacholderbeeren, Ingwer, Pfeffer, Zwiebeln und Knoblauch. So kann er seine "Liebeskräfte" noch verstärken! ;-)
  • Da Beifuß verdauungsfördernd, Magen- und Gallensaft anregend wirkt, ist er bestens als Gewürz für fetthaltige Speisen wie Martinigans, Weihnachtsgans, Ente, Schwein, Hammel, Aal, Lachs, Makrele, Hering, Bratkartoffel ... geeignet.
  • Im Mittelalter war Beifuß so wie Brennnessel, Gundelrebe Mädesüß, Gagelstrauch und Sumpfporst eine Bierwürze. 

Erntekalender

Blätter first spring gekocht essbar

Blätter der Triebspitze entnehmen, frisch oder getrocknet verwenden. Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten. 

Knospen midsummer gekocht essbar

Bestes Aroma! Können zusammen mit einigen Blättern als ein wohltuender Magenbitter angesetzt werden.

Wurzel late autumn ungiftig

gerbstoffhaltig

🌿

Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📗 Kommission E am BfArM, Monographie: Artemisiae vulgaris herba et radix (Beifußkraut und -wurzel)(1986), Bundesanzeiger Nr. 122
    „Die wissenschaftliche Bewertung ergab keine ausreichende Wirksamkeitsbelegung. Die traditionelle Verwendung als Würz- und Bittermittel in der Küche bleibt unberührt."
  • 📜 Pedanios Dioskurides, De Materia Medica(70), Buch III, Artemisia
    „Dioskurides beschrieb den Beifuß im ersten Jahrhundert; die Gattung Artemisia ist nach der griechischen Göttin Artemis benannt. Beifuß gehört zu den ältesten überlieferten Gewürz- und Ritualpflanzen Europas."

Traditionell beschriebene Eigenschaften

verdauungsfördernd (Blätter) Volksheilkunde
verdauungsfördernd (Knospen) Volksheilkunde
gallentreibend (Blätter) Volksheilkunde
magenstärkend (Blätter) Volksheilkunde
uteruskontrahierend (Blätter) Volksheilkunde
entkrampfend (Blätter) Volksheilkunde

lindert Menstruationskrämpfe

entspannend (Blätter) Volksheilkunde
insektenabweisend (Blütenstand) Volksheilkunde
insektenabweisend (Blätter) Volksheilkunde
schleimlösend (alle oberirdischen Teile) Volksheilkunde

Erntereife Pflanzen nehmen.

desinfizierend (alle oberirdischen Teile)

Erntereife Pflanzen nehmen.

lindert Menstruationkrämpfe

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe Sekundär
Carotinoide Sekundär
Cumarine Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Aesculin
Flavonole
Mikronährstoffe
Quercetin
Rutin
Sekundäre Pflanzenstoffe
THUJON
Umbelliferon
Details zu den Inhaltsstoffen
Bitterstoffe

Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Cumarine

4-Hydroxycumarine werden in der Medizin vom 4-Hydroxycumarin abgeleitete Substanzen mit blutgerinnungshemmender Wirkung genannt. Ihre Wirkung beruht auf einer Hemmung des für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren wichtigen Vitamin-K-Stoffwechsels. In der Medizin werden Cumarine als blutgerinnungshemmende Arzneistoffe eingesetzt (Antikoagulanzien). Darüber hinaus werden Cumarine auch als Rodentizide insbesondere zur Rattenbekämpfung genutzt.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Aesculin

Aesculin ist ein Glucosid, das natürlich in Rinde und Samen der Rosskastanie vorkommt; es findet sich auch im Daphnin, dem dunkelgrünen Harz des Gemeinen Seidelbasts.

Flavonole

Die Flavonole sind eine Untergruppe sekundärer Pflanzenstoffe innerhalb der Stoffgruppe der Flavonoide. Die Flavonole besitzen im Unterschied zu den Flavonen, einer weiteren Untergruppe der Flavonoide, eine zusätzliche Hydroxygruppe in Position 3. Das Grundgerüst der Flavonole ist somit die Verbindung 3-Hydroxyflavon. Die einzelnen Flavonole unterscheiden sich voneinander durch das Substitutionsmuster des 3-Hydroxyflavon-Grundgerüsts mit Hydroxygruppen und durch die Art der weiteren Derivatisierung dieser hydroxylierten 3-Hydroxyflavone durch u. a. O-Alkylierung, meist in der Form von O-Methylierung und/oder durch die O-glycosidische Anbindung von Saccharid-Resten unter Bildung von Glycosiden.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Quercetin

Quercetin ist ein pflanzlicher, gelber Naturfarbstoff aus der Gruppe der Polyphenole und Flavonoide. Als 3-Hydroxyflavon mit vier zusätzlichen phenolischen Hydroxygruppen zählt es zur Flavonoid-Untergruppe der Flavonole. Quercetin ist ein Oxidationsprodukt des Anthocyanin-Farbstoffs Cyanidin.

Rutin

Rutin ist ein Flavonol aus der Stoffgruppe der Flavonoide und ein Glycosid des Quercetins mit dem Disaccharid Rutinose, das sich aus Rhamnose und Glucose zusammensetzt. Rutin wird von vielen Pflanzen als Farbstoff zum Schutz gegen UV-Strahlung gebildet. Antioxidative Wirkungen auf den Menschen sind, wie bei vielen Flavonoiden, nachgewiesen; Ansatzpunkte des Rutins sind insbesondere die Blutgefäße und der Darm.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

THUJON

THUJON zählt als Monoterpen zu den sekundären Pflanzenstoffen . Es ist als ein farbloses, bitterschmeckendes Öl mit mentholähnlichem Geruch manchen naturreinen ätherischen Ölen enthalten. Es ist nicht wasser- sondern alkohollöslich und wirkt in kleinen Mengen anregend, krampflösend, aphrodisierend . Bei oraler Aufnahme von 30 mg pro kg Körpergewicht jedoch können Gehirnschäden auftreten. Deshalb wurde durch die Aromenverordnung der Thujongehalt in Lebensmitteln begrenzt.

Umbelliferon

Umbelliferon ist ein Hydroxy-Derivat des Cumarins und ein Naturstoff.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Verdauungsbeschwerden Volksheilkunde
Beifuß wird traditionell als Magenbitter eingesetzt, da die ätherischen Öle die Verdauung anregen sollen.
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Gallenbeschwerden Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Beifuß als galletreibend und wird bei träger Gallenfunction eingesetzt.
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Menstruationsbeschwerden Volksheilkunde
Die Pflanze gilt in der Volksheilkunde als menstruationsfördernd und wird bei Regelstörungen traditionell angewendet.
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Entspannung finden Volksheilkunde
Beifuß wird traditionell als beruhigendes Kraut verwendet und soll zu innerer Ruhe und Entspannung beitragen.
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Insektenabwehr Volksheilkunde
Das intensive Aroma des Beifuß wird volksheilkundlich zur Abwehr von Insekten genutzt, etwa als getrocknetes Kraut.
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Aphrodisiakum Volksheilkunde
Beifuß gilt in der Volksheilkunde als lustfördernd und wird traditionell zur Steigerung der Sinnlichkeit eingesetzt.
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Bronchitis Volksheilkunde
Die ätherischen Öle des Beifuß werden volksheilkundlich bei Bronchitis eingesetzt, um die Atemwege zu unterstützen.
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Grippaler Infekt Volksheilkunde
Beifuß wird traditionell bei grippalen Infekten verwendet, da ihm wärmende und immununterstützende Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Heilrezepte

Andere Namen

GewürzbeifußBesenkraut FliegenkrautGänsekrautJohannesgürtelkrautJungfernkrautSonnenwendkrautWeiberkrautWilder Wermut Wisch

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeTeepflanzeNahrungspflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit EinfrierenKochenNotnahrungTrocknenTechnische NutzungInsektizideWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungBalkongartenDuftpflanzeGartenKübelbepflanzungleicht zu ziehenSichtschutzWochenendgartenzum Verwildern geeignetRäucherpflanzeSymbolpflanzeZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumAuwälderBöschungenBrachlandDämmeFluss- und BachuferGärtenKahlschläge und WaldlichtungenRuderalstellenSchuttplätzeUferzonenWaldränderVerbreitungEuropa
Blütenfarbe grün
Blütezeit Spätherbst | NovemberFrühherbst | SeptemberVollherbst | OktoberSpätsommer | August

Aussaat & Pflege

early spring

Samen

full spring

Jungpflanzen

Nachbarn im Garten

Schlechte Nachbarn:

Lade Nachbarschaftsgraph...

Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Asteraceae
Gattung
Artemisia
Ordnung
Asterales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Common on hedgebanks and waysides, uncultivated and waste land.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
7/10
Feuchtigkeit
4/10
Boden
8/10
pH-Wert pH 6.5 – 7

Anbau & Pflege

Landscape Uses: Border. Easily grown in a well-drained circumneutral or slightly alkaline loamy soil, preferring a sunny position and a moist soil. Plants are longer lived, more hardy and more aromatic when they are grown in a poor dry soil. Tolerates a pH in the range 4.8 to 8.2. Established plants are drought-tolerant . Mugwort is an aggressive and invasive plant, it inhibits the growth of nearby plants by means of root secretions. The sub-species A. vulgaris parviflora. Maxim. is the form that is eaten in China. There are some named varieties. 'White' is a taller plant than the type species, growing to 1.5 metres. It has a strong, rather resinous or "floral" taste similar to chrysanthemum leaves and is used in soups or fried as a side dish. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer. Special Features:Edible, Not North American native, Invasive, Attracts butterflies, Suitable for dried flowers, Fragrant flowers, Inconspicuous flowers or blooms. The aerial parts can be harvested in summer when they are in full bloom, while roots can be harvested in autumn. Artemisia typically flowers in summer. Artemisia species can vary in growth rate, but many are moderately fast-growing, reaching maturity within 1-2 years under optimal conditions.
Vermehrung: Seed - surface sow from late winter to early summer in a greenhouse and do not allow the compost to dry out. When large enough to handle, prick out the seedlings into individual pots. If growth is sufficient, they can be planted out into their permanent positions in the summer, otherwise grow them on in a cold frame for their first winter and then plant them out in the spring. Division in spring or autumn. Basal cuttings in late spring. Harvest the young shoots when about 10 - 15cm long, pot up in a lightly shaded position in a greenhouse or cold frame and plant them out when well rooted. Very easy.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Shoots Edible Uses: Colouring Condiment Leaves - raw or cooked. Aromatic and somewhat bitter. Their addition to the diet aids the digestion and so they are often used in small quantities as a flavouring, especially with fatty foods. They are also used to give colour and flavour to glutinous-rice dumplings (Mochi). The young shoots are used in spring. In Japan the young leaves are used as a potherb. The dried leaves and flowering tops are steeped into tea. They have also been used as a flavouring in beer, though fell into virtual disuse once hops came into favour.

Weitere Nutzung

Insecticide Repellent Tinder Agroforestry uses: Artemisia species are often used for soil improvement, as ground cover, and in companion planting due to their pest-repellent properties. Some species are also used for erosion control. The fresh or the dried plant repels insects, it can be used as a spray but caution is advised since it can also inhibit plant growth. A weak tea made from the infused plant is a good all-purpose insecticide. An essential oil from the plant kills insect larvae. The down on the leaves makes a good tinder for starting fires. A number of species of Lepidoptera (butterflies and moths) feed on the leaves and flowers. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: Yes – Artemisia species produce flowers that can provide nectar and pollen, attracting various pollinators, including bees. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): Yes – The leaves of some Artemisia species are consumed by various insects and herbivores. Additionally, the plant can provide cover for small wildlife. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): Yes – The dense foliage can offer shelter and overwintering sites for beneficial insects, and the leaf litter can provide habitat for various invertebrates. 4. Pest Confuser (Smell): Yes – Many Artemisia species are aromatic and can confuse or repel pests due to their strong scent, which may deter some insects.

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Alabama, Alaska, Albania, Algeria, Altay, Amur, Asia-Temperate, Austria, Baltic States, Belarus, Belgium, Bulgaria, California, Central European Russia, China, Czechoslovakia, Denmark, East European Russia, Estonia, Europe, Finland, Germany, Great Britain, Hungary, India, Iran, Ireland, Irkutsk, Japan, Krasnoyarsk, Krym, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Malaya, Malesia, Mexico, Middle Asia, Mongolia, Morocco, Netherlands, North Caucasus, North European Russia, Northern America, Northwest European Russia, Norway, Poland, Portugal, Romania, South European Russia, Sweden, Switzerland, Tibet, Transcaucasus, Tuva, Ukraine, Vietnam, Xinjiang, Yugoslavia Eingeführt: Acre, Alagoas, Alberta, Amapá, Amazonas, Bahia, Brazilia Distrito Federal, British Columbia, Ceará, Espírito Santo, Goiás, Hawaii, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Paraná, Paraíba, Pará, Pernambuco, Piauí, Rio Grande do Norte, Rio Grande do Sul, Rio de Janeiro, Rondônia, Roraima, Santa Catarina, Sergipe, São Paulo, Tocantins

Alternative deutsche Namen

Gemeiner BeifussGewöhnlicher Beifuß
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren