Drüsiges Springkraut

Impatiens glandulifera · auch: Springkraut, Drüsiges-

33 Fotos

Verwendete Pflanzenteile

Mit den Blüten verziert man Speisen.

Erläuterung

Samen sind nicht als Saatgut erhältlich.

Portrait

Die ursprünglich aus dem Himalaya stammende DRÜSIGE SPRINGKRAUT bzw. INDISCHES SPRINGKRAUT, wie diese einjährige krautige Pflanze ("Staude") auch bezeichnet wird, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Kaschmir erstmals nach England importiert und gelangte von dort als Zierpflanze auf den europäischen Kontinent, wo es sich durch seine äußerst erfolgreiche Selbstaussaat und Anpassungsfähigkeit zu einem gefürchteten Neophyten entwickelte. 

Es wächst vor allem in feuchten Wäldern, Auen- und Uferlandschaften mit hohem Nährstoffgehalt, nimmt aber auch mit armen, sogar trocken-steinigen Böden vorlieb. Auf diesen für es schlechteren Standorten bleibt es einfach kleiner und fruchtet bereits mit 20 cm. Auf guten Böden erreicht es im Laufe von ca. vier Monaten mit dicken, saftigen Stängeln Wuchshöhen von über 2 m! 

Möchte man das Drüsige Springkraut eindämmen, wird es, bevor seine ersten Samen reifen, abgemäht oder ausgerissen, was ohne viel Kraftaufwand gemacht werden kann, denn es wurzelt flach, allerdings mit einer Unmenge an feinsten Würzelchen. Auch der erste Frost legt es flach, doch da ist es für eine Dezimierung zu spät: Zahlreiche Samen schlummern bereits auf der und in der Erde. Sie sind winterhart und beginnen im Frühjahr munter zu wachsen. 

Doch das inzwischen ungeliebte, sich ausbreitende Drüsige Springkraut hat auch seine guten Seiten:

  1. Nicht ohne Grund wurde es als Zierpflanze nach Europa geholt:
    Es blüht in dichten, hell- bis dunkelroten, traubigen Blütenständen voll mit duftenden Rachenblüten, die sich recht schnell zu lustigen, prallen Kapselfrüchten entwickeln: Auf kleinstem Fingerdruck oder durch leichte Erschütterung, beispielsweise durch Regentropfen oder Wind, werden die 3 mm großen Samen blitzschnell herausgeschleudert, während sich die Kapselteile elastisch aufrollen. 
     
  2. Bienen und Hummeln finden in den duftenden Rachenblüten hochwertigen Pollen und Nektar.
     
  3. Dr. Edward Bach nahm das Drüsige Springkraut aufgrund dessen Schnellwüchsigkeit mit nachfolgendem Explosionsmechanismus seiner Fruchtkapseln als "Impatiens" in die Pflanzengruppe der von ihm gegründeten Bach-Blütentherapie auf.
     
  4. Das Drüsige Springkraut kann als Knabberei und als Not-Nahrung dienen:  
    • ​​Die reifen Samen dürfen roh verzehrt werden,
    • die mild-süßlichen Blüten in geringem Ausmaß ebenfalls,
    • die übrigen Pflanzenteile nach Abkochen mit mindestens mehrmaligem Wasserwechsel. Roh wirken sie sonst stark abführend und wassertreibend.

Erntekalender

Blüten midsummer gekocht essbar

Nur einige Blüten naschen. Mit den Blüten verziert man Speisen.

Samen early autumn gekocht essbar

Die frischen und reifen Samen eignen sich auch zum rohen Verzehr, werden aber noch intensiver wenn sie geröstet werden. Zum Bestreuen von Broten oder als Würze für Aufstriche, etc. geeignet.

Andere Namen

Indisches SpringkrautWupperorchidee

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeBachblüteNahrungspflanzeGemüse und Salat BlattgemüseBlütenstandgemüseSamengemüseStielgemüseVerzehrtauglichkeit KochenNützlingspflanze Zierpflanze
Vorkommen Neophytinvasiver NeophytVerbreitungMitteleuropa
Blütenfarbe rotrosa
Blütezeit Hochsommer | JuliSpätsommer | August
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

early summer

ganze Pflanze

midsummer

Blüten

late summer

Samentand

Nachbarn im Garten

Schlechte Nachbarn:

Lade Nachbarschaftsgraph...

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Balsaminaceae
Gattung
Impatiens
Ordnung
Ericales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Gras
Habitat
Gebüsche und buschige Standorte, oft auf Weideland, häufig gesellig wachsend, 1800 - 4000 Meter in den Himalayas. Wächst an Flussufern und Brachland in Großbritannien.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆
Licht
5/10
Feuchtigkeit
9/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 7 – 7.5

Anbau & Pflege

Gedeiht in jedem einigermaßen guten Boden. Wächst gut in schweren Lehmböden. Bevorzugt einen feuchten, gut durchlässigen, humusreichen Boden an einem kühlen Standort. Sät sich selbst aus in Gebieten, wo die Mindesttemperatur nicht unter -15°C fällt. Diese Pflanze hat Samenkapseln, die sich kraftvoll öffnen, sobald der Samen reift, um den Samen über eine beträchtliche Entfernung zu schleudern. Die Kapseln reagieren empfindlich auf Berührung, noch bevor der Samen reif ist, was die Samensammlung schwierig, aber unterhaltsam macht[K].
Vermehrung: Samen - Aussaat im Frühjahr im Gewächshaus. Eine Periode der Kältestratifikation kann helfen, die Keimraten zu verbessern. Wenn sie groß genug zum Handhaben sind, pikieren Sie die Sämlinge in einzelne Töpfe und pflanzen Sie sie im Sommer aus. Wenn Sie ausreichend Samen haben, lohnt es sich, eine Freilandaussaat in situ im Frühjahr zu versuchen.

Essbare Verwendung

Essbare Teile: Blätter Öl Öl Samen Triebe Essbare Verwendung: Öl Öl Junge Blätter und Triebe - gekocht. Sie sollten nicht regelmäßig verwendet werden, siehe Warnung am Anfang des Eintrags. Samen - roh. Ein köstlicher nussiger Geschmack, aber schwierig in größeren Mengen zu ernten, hauptsächlich wegen ihrer explodierenden Samenkapseln, die die reifen Samen bei der geringsten Berührung verstreuen[K] Ein essbares Öl wird aus den Samen gewonnen.

Weitere Nutzung

Öl Öl Ein Öl aus den Samen wird zur Beleuchtung verwendet.

Verbreitung

Heimisch: England [I] (England [I], Wales [I], Isle of Man [I], Scotland [I], Outer Hebrides [I], Orkney Isl. [I], Shetland Isl. [I]); Ireland [I] (Ireland [I], Northern Ireland [I]); Denmark [I]; Norway [I]; Finland [I]; Netherlands [I]; Belgium [I]; Luxembourg [I]; Germany [I]; Switzerland [I]; Liechtenstein [I]; Austria [I]; Poland [I]; Czech Republic [I]; Slovakia [I]; Hungary [I]; Hungary [I]; France [I]; Channel Isl. [I] (Guernsey [I], Jersey [I]); Italy [I]; Slovenia [I]; Croatia [I]; Bosnia & Hercegovina [I]; Romania [I]; Estonia [I]; Latvia [I]; Lithuania [I]; Belarus [I]; C-European Russia [I]; Ukraine [I]; Siberia [I] (Altai [I], Irkutsk [I], Krasnoyarsk [I], W-Siberia [I]); Russian Far East [I] (Primorye [I], Sakhalin [I]); Pakistan (Murree, Dir, Chitral, Swat, Hazara, Astor); Nepal; N-India (Himachal Pradesh, Jammu & Kashmir, Uttarakhand); Bangladesh [I]; Java [I]; New Zealand [I]; Canada [I] (British Columbia [I], Manitoba [I], New Brunswick [I], Newfoundland [I], Nova Scotia [I], Ontario [I], Prince Edward Isl. [I], Québec [I]); USA [I] (California [I], Connecticut [I], Idaho [I], Massachusetts [I], Maine [I], Michigan [I], Montana [I], New York [I], Oregon [I], Vermont [I], Washington State [I]); Argentina [I], Nepal, North America, Pakistan, West Himalaya Eingeführt: AM, AT, Alberta, Altay, Amur, Argentina South, Assam, Austria, BA, BG, BY, Baltic States, Bangladesh, Belgium, British Columbia, Brussels-Capital Region, Bulgaria, Buryatiya, California, Central European Russia, Connecticut, Czechia-Slovakia, Denmark, East European Russia, Ethiopia, Finland, Flemish Region, France, Germany, Great Britain, Hungary, Idaho, Indiana, Ireland, Irkutsk, Italy, Kamchatka, Khabarovsk, Krasnoyarsk, Krym, Maine, Manitoba, Massachusetts, Michigan, Montana, NW. Balkan Pen., Netherlands, New Brunswick, New Hampshire, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, North Caucasus, Norway, Nova Scotia, Ontario, Oregon, Poland, Primorye, Prince Edward I., Québec, Rhode I., Romania, Sakhalin, Spain, Sweden, Switzerland, Tasmania, Ukraine, Vermont, Walloon Region, Washington, West Siberia

Alternative deutsche Namen

Druesiges SpringkrautDrüsen-SpringkrautDrüsiges SpringkrautDrüsiges springkrautIndisches Springkrautdrüsiges Springkrautindisches Springkraut
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren