Beifußtee

1 Liter
1 Portionen
Kochmodus

Die Wirkungen von Beifuß (Artemisia vulgaris) sind vielfältig:

  • Als Verdauungshelfer fördern seine Bitterstoffe die Magensaft- und Gallensekretion. "Was bitter dem Mund, ist Magen und Galle gesund!"  (Volksweisheit)
     
  • Als Frauenheilkraut vermag der Beifuß die Menstruation zu fördern, den Wechsel zu erleichtern, die Fruchtbarkeit zu stärken, die Wehen anzuregen, die Geburt zu erleichtern, die Nachgeburt zu fördern. Wegen seiner Wehen anregenden Wirkung darf Beifuß während einer Schwangerschaft nicht verwendet werden!
     
  • Als Nervenkraut wirkt er durch Duft und Inhaltstoffe entspannend, nervenberuhigend, stimmungsaufhellend und krampflösend.

Beifußtee ist allerdings kein Haustee, der tagaus tagein getrunken werden darf, sondern ein Arzneitee mit zeitlicher Begrenzung. Beifuß enthält nämlich neben seinen vielseitigen positiven Inhaltsstoffen auch giftiges Thujon, wenn auch weniger als der Wermut. Trotzdem sollte er nicht länger als 14 Tage hintereinander getrunken werden.

Beifußtee kann man sowohl aus den oberirdischen Teilen, dem "Kraut" des Beifuß, als auch aus seinen unterirdischen, der Wurzel, zubereiten.
Die Erntezeit dafür reicht von Juli bis in den Spätherbst, für die Wurzel bis zum März, April:

  • Man erntet ab Juli für die Verwendung als Gewürz die Triebspitzen von ihrem jungen Zustand weg bis sie Knospen bilden. Danach werden die Blätter für eine Verwendung als Gewürz zu bitter. Insgesamt wegen des bitteren Geschmacks sparsam einsetzen!
  • Für Tee eignen sich als Droge
    • neben den beblätterten Triebspitzen besonders die  blühenden, wobei der Beifuß oft erst spät im Jahr blüht. Der Tee daraus wirkt als Verdauungshelfer und als Helfer im gynäkologischen Bereich. Nach der Blüte werden die Blätter allerdings arg bitterer.
    • Die Volksheilkunde weist auch der Wurzel, die bei weitem nicht so bitter schmeckt wie das Kraut, eine gute Heilwirkung zu. Sie wird ab dem Spätherbst nach der Samenbildung oder im zeitigen Frühjahr, sobald die ersten Beifußblätter zu sehen sind, gesammelt. Sie wirkt nach volksmedizinischer Erfahrung als Adaptogen bei körperlichen und emotionalen Stresssituationen entspannend auf die feinen Muskeln und Nerven und wird bei Spannungskopfschmerz, Nervosität, Wechseljahrbeschwerden und Menstruationsbeschwerden getrunken. Bei letzterer Indikation beginnt man bereits 4 Tage vor dem vermuteten Einsetzen der Menstruation den Tee zu trinken, aber nicht länger als 2 Wochen.

Zutaten

  • 1.00 EL Beifuß
  • 1.00 Liter Trinkwasser

Zubereitung

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So geht es:
Zutaten
  • 1.00 EL Beifuß
  • 1.00 Liter Trinkwasser

1 Esslöffel der Heilpflanze mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen.

Das Kraut nur 3 Minuten, die Wurzel 9 Minuten ziehen lassen, da der Tee sonst zum Trinken zu bitter wird, obwohl die Bitterstoffe die für die Verdauung positive medizinische Wirkung bringen.

Den auf 40° abgekühlten Tee nach Belieben mit Honig oder Agavendicksaft süßen

✶ „Beifußkraut kann hängend als Büschel oder, ohne Stängel, ausgebreitet getrocknet werden.
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Dosierung

Bei den Anwendungsvorschlägen dieses Rezepts handelt es sich um Erfahrungen aus der Volksmedizin.

Zutaten

Bis zu dreimal täglich 1 Tasse eine halbe Stunde vor dem Essen trinken.

Pflanzen in diesem Rezept

#Ausbacken#Schraubglas#Mayer
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