Österreichische Schwarzkiefer
Pinus nigra subsp. nigria · auch: Schwarzkiefer, Österreichische-
Beschreibung
Die Österreichische Schwarz-Kiefer (Pinus nigra subsp. nigria) ist ein imposanter, bis zu 45 m hoher Nadelbaum mit geradem Stamm und einer dichten, breit-ovalen Krone. Sie kann ein Alter von 800 Jahren erreichen.
Verwendete Pflanzenteile
Für heilkundliche Anwendungsformen ernten.
Portrait
Sie wird aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit, ihrer Frosthärte und ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Salz und Luftverschmutzung auch außerhalb Österreichs gerne als Wind- und Erosionsschutz und als Park- bzw. Forstbaum gepflanzt. Je nach Standort bildet die Schwarzkiefer Reinbestände oder Mischbestände mit unterschiedlichen Baumarten. Für den Wienerwald ist sie eine der Charkater-Baumarten!
Sie wird auch in gerne in großen Gärten angepflanzt, wo man sie aufgrund ihres Aussehens (dichte Krone, lange Nadeln) der Waldkiefer vorzieht. Außerdem gilt sie als wenig krankheitsanfällig.
Äußere Merkmale zur Unterscheidung zwischen Schwarzkiefer und Waldkiefer:
- Rinde im Kronenbereich:
- Schwarzkiefer dunkelgrau
- Waldkiefer rötlich
- Zapfen:
- Schwarzkiefer schwarze Teilfärbung der Schuppen
- Waldkiefer braun
- Paarweise Nadeln:
- Schwarzkiefer bis zu 15 cm lang, dunkelgrün
- Waldkiefer bis zu 7 cm, graugrün
- Endknospen:
- Schwarzkiefer sehr stark verharzt
- Waldkiefer schwach verharzt
Nutzung der Österreichischen Schwarzkiefer
- HOLZ
Gegenüber der Waldkiefer ist das Holz geradschaftiger und wesentlich harzreicher. Es kommt dem Lärchenholz sehr nahe, was der Schwarzkiefer den weiteren Namen „Lärchenföhre“ einbrachte.
Dickere Stämme finden als Bauholz Verwendung. Es eignet sich zudem zur Herstellung von Masten, Pfählen und Sperrholz, für gröbere Tischlerarbeiten, für Verpackungsmaterial sowie als Rohstoff für die Zellstoff- und Papierindustrie.
Bretter aus dem Holz der Schwarzkiefer knarren nicht und eignen sich deshalb besonders für Bühnenböden!
- Schwarzkiefern werden gerne als CHRISTBÄUME / WEIHNACHTSBÄUME verwendet, weil sie nicht nadeln!
- HARZ, TERPENTIN
Schwarzkiefern, die älter als 60 Jahre sind, produzieren jährlich ca. 2 kg Rohharz.
Durch Destillation von Harz werden Kolophonium sowie Terpentinöl gewonnen.
Im Wienerwald wurde früher das Harz der Österreichischen Schwarzkiefern von "Pechern" abgezapft. Diese Tätigkeit bildete die Lebensgrundlage von Generationen!
- MEDIZINISCHE VERWENDUNG
- Terpentin und Terpentinöl werden auch medizinisch verwendet.
- Aus dem Harz der unreifen Zapfen der Schwarzkiefern kann Isopimarsäure gewonnen werden, die eine antibakterielle Wirkung hat und gegen den multiresistenten Erreger Staphylococcus aureus eingesetzt werden kann. (Quelle)
- Naturreines ätherisches Kiefernnadelöl (= Pini aetheroleum, syn. Oleum Pini sylvestris) wird aus den frischen Nadeln, Zweigspitzen und frischen Ästen von Waldkiefer, Schwarzkiefer und Strandkiefer durch Wasserdampfdestillation gewonnen.
- Wie Kiefernnadelöl medizinisch und im Wellnessbereich angewendet wird, kann h i e r nachgelesen werden!
Erntekalender
Roh kleingehackt als Würze, für Aromazucker und Sirup verwenden. Getrocknet als Tee und andere heilkundliche Anwendungsformen.
Ernten für die Wasserdampfdestillation, um ätherisches Öl zu gewinnen.
Für die Holzgewinnung und als Christbaum fällen.
Noch am Baum hängend geben die reifen Zapfen ihre geflügelten Samen frei.
Unreife, harzende Früchte (= Zapfen) im Hochsommer für heilkundliche Anwendungsformen ernten.
Holzige Früchte (= Zapfen) ohne Samen als Bastelmaterial.
Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.
Traditionell beschriebene Eigenschaften
Jungtriebe (= Kiefersprossen) und äth. Öl werden von der Schulmedizin als schwach antiseptisch eingestuft.
Jungtriebe (=Kiefersprossen) und äth. Öl werden von der Schulmedizin als schwach antiseptisch eingestuft.
Inhaltsstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Traditionelle Verwendung
Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.
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