Pechsalbe

450 g
450 Portionen
Kochmodus

Dies ist ein Rezept einer bewährten und deshalb viel verwendeten Heil- und Zugsalbe aus der Volksheilkunde!

Gerhard ist besonders froh nun zu wissen, wie man die Pechsalbe macht, denn immer wieder betont er: "Diese Salbe hat Agnes oft für mich gemacht. Sie ist einfach die beste für meine Bauarbeiter-Hände, die immer wieder einmal Schrammen oder Splitter abbekommen. Außerdem ist sie eine Wohltat für mein Kreuz!" -
Wildfind findet die einfache Herstellung und die von Salben gewohnte Anwendung super und: Sie ist eine hochwirksame Heil- und Zugsalbe! Sie wirkt ohne Hokuspokus durch ihre Inhaltsstoffe enorm bakterientötend ("eiterziehend"), wundheilend, wärmend, schmerzstillend, entzündungshemmend! - Gerne wurde bzw. wird sie zur Wund- und Abszessheilung verwendet und auch bei Gelenk- und Gliederschmerzen. Kleinflächig aufgetragen hilft die Pechsalbe außerdem bei Erkältungen.

 

Warnhinweise: Pechsalbe nicht in die Augen bringen und nicht anwenden bei Asthma bronchiale und Keuchhusten. Die Krampfbereitschaft könnte sich verstärken. 

 

Hier nun die Übersetzung des handgeschriebenen Rezeptes:

Pechsalbe

Bienenwachs, Pech, Butter v. Bauern, Bergwurzeln – alles gleiche Teile. Vom Pech etwas mehr.

Alles kochen, dann abseihen. Wenn möglich, nass in kleine Blechdosen geben (seihen).

Von den gleichen Teilen ca. 15 dkg.

Zutaten

  • 150.00 g Bienenwachs
  • 150.00 g Pech
  • 150.00 g Bauernbutter
  • 150.00 g Meisterwurzwurzel

Zubereitung

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So wird die Pechsalbe gekocht:
Zutaten
  • 150.00 g Bienenwachs
  • 150.00 g Pech handschriftlicher Vermerk: "Vom Pech etwas mehr."
  • 150.00 g Bauernbutter aus Ziegen- oder Kuhmilch. Die hautheilende Ziegenbutter wird bevorzugt.
  • 150.00 g Meisterwurzwurzel 150 g frische Wurzel oder 100 g getrocknete

Alle Zutaten (echtes Bienenwachs + frisches Harz bzw. Terpentin + Ziegenbutter + fein geschnittene, frische Bergwurz = "Meisterwurz" ) ) zu gleichen Teilen ( je 15 dkg = je 150 g) - bei getrockneter Meisterwurz (Peucedanum ostruthium) genügt die Hälfte - zusammen unter Rühren kurz aufkochen

Herd abschalten, Heilgemisch zugedeckt ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Durchrühren , in ein hitzebeständiges Gefäß (praktisch: aus Borosilikatglas), das sich gut schütten lässt, abfiltern. Dabei evtl. ein Stück Kunststoffgewebe (Nylonstrumpf ?), das sich nicht mit dem wertvollen Öl vollsaugt, in das Sieb legen. 

In kleine Schraubdeckel-Gläser füllen. Pechsalbe unverschlossen, aber vor Insekten geschützt, ca. 7 Stunden auskühlen ("ausschwitzen") lassen, damit es später im verschlossenen Glas nicht durch Kondenswasser zu Schimmelbildung kommen kann.

Anschließend - gut verschlossen, dunkel und kühl aufbewahrt - ist die Pechsalbe 2 bis 3 Jahre haltbar.

✶ „Mit „Pech“ meint Frau Schautzgy H a r z . Am besten für die Haut ist das Lärchenharz bzw. Lärchenterpentin, bekannt auch als wertvolles „Venezianer Terpentin“ (lat. Terebinthina veneta). So genannt, weil es, eingesammelt in der Steiermark, in Kärnten, Tirol und Südtirol, in Venedig verladen wurde. Seine durchblutungsfördernde, desinfizierende und schmerzstillende Wirkung wurde 1990 von der Kommission E amtlich bestätigt. Aber auch das Harz anderer Kieferngewächse (Föhre, Latsche, Zirbe, Fichte) ist heilsam und kann verwendet werden. Wegen Lärchenharz in Form von Lärchenterpentin gegebenenfalls in der Apotheke nachfragen... Wem es so ergeht wie mir, dass die Apotheken im Ort das Lärchenterpentin nicht bestellen können, wird hier mit erstklassiger Qualität fündig : Laresin

Pflanzen in diesem Rezept

Andere Namen

Brustbalsam
#Fermentierung#Glas#Reiskörner#Zirbe
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