Brei

Geschrotetes Getreide ist die Hauptzutat von Brei. Nördlich von München wird er als "Grütze" bezeichnet, südlich davon als "Koch".

Brei aus Gerste oder Hafer ernährte weltweit ganze Völker von der Steinzeit weg über Antike und Mittelalter bis zu den Bergbauern des 20. Jhd. Sättigender Gerstenbrei stand täglich auf dem Speisezettel, um den Hunger zu stillen. Dinkelbrei oder Weizenbrei nur an Festtagen. 

Einerseits verlangte der bäuerliche Mensch nach gewohnter Zubereitung („Wos da Baua nit kennt, frissta nit.“), anderseits schlug sich die fehlende Kreativität bei der Zubereitung des Breis auf die Gemüter vieler Esser, sodass es in besseren Zeiten gleich hieß: "Mit’r Gerscht kust mi vajogn!" 

Auf der Strecke blieb die Gerste mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen.

  • Heutzutage findet eine Rückbesinnung auf das Wertvolle statt, und es heißt: Ran an den Brei! Zuhause oder in der Wildnis! Das Grundrezept ist einfach, seine Zubereitung bei milder Feuersglut auch im Hordenkessel möglich!

Zutaten

  • 1.00 Tasse Gerste
  • 4.00 Tassen Trinkwasser

Zubereitung

1
Zutaten
  • 1.00 Tasse Gerste geschrotet
  • 4.00 Tassen Trinkwasser

Geschrotete Gerste in einem Kochtopf mit 4 Tassen Wasser unter mehrmaligem Durchrühren langsam zum Kochen bringen.

 

Nun ist Kreativität gefragt: Wollen wir den Brei pikant oder süß?? Kalorienreich oder kalorienarm?? Magen und Darm heilend mild oder schön üppig?? - Von Natur aus ist er ja kalorienarm :)

Pikant:

  • Es kommen in den entstehenden Brei zusätzlich hinein: Salz, Pfeffer, Zwiebel-, Karotten-, Wiesenbärenklau- und Selleriestückchen,  Wacholderbeeren, Quendel, Majoran und Liebstöckl... und ein klitzekleines (?) Stück Butter … und Walnüsse … und … durchrühren, Deckel drauf, dünsten lassen. Das würde - schön vegetarisch - schon mal schmecken!
  • Nicht genug! Deckel runter, fertige Fleischstückchen (auch Wurst, Schinkenstücke …) und geschnittenen Bärlauch hinein, Muskat darauf, … für heute: Fertig!

Süß: 

 

  • Für diese Variation kommt nach Punkt 1 in den Topf hinein: 1 Tasse süßer Rahm (Sahne), ein paar Anissamen, ein Stückchen Vanilleschote oder einige Kardamomkörner, etwas Birkenzucker … und ganze Haselnüsse … und …durchrühren, Deckel drauf, dünsten lassen, dabei dann und wann durchrühren. Mit Beeren oder / und Obststückchen bestreut servieren… Nein, die Schoko-Haselnuss-Creme lassen wir heute weggesteckt! ;)
✶ „Die Wikinger hielten es ja mehr mit dem Hafer als mit der Gerste. Warum? Nein, nicht weil der Hafer die Pferde und deren BetreuerInnen so munter macht, sondern schlicht und einfach, weil er auch so anspruchslos und nahrhaft ist wie die Gerste, aber zum Gedeihen weniger Sonnenlicht benötigt als diese!

Pflanzen in diesem Rezept

Andere Namen

Grütze
#Wickel
Das könnte Sie auch interessieren