Jetzt sammelbar: Blätter, Zwiebel

Bärlauch

Allium ursinum

Wildpflanze roh essbaressbar
19 Fotos

Verwendete Pflanzenteile

Schmeckt vor der Blüte am besten, auf trockenem Standort schärfer. Jeder Pflanze 1 Blatt zur Weiterentwicklung belassen!

Erläuterung

in Gruppen mit den dazugehörenden Zwiebelchen. Sie wachsen sehr gut weiter und vermehren sich.

Portrait

Bärlauch darf nur außerhalb von Naturschutzgebieten gesammelt werden, und zwar nur für den Eigenbedarf!

Bärlauch ist sehr gesund, denn er verleiht, roh genossen, "Bärenkräfte", jedoch er hat aber hochgiftige Doppelgänger:

Maiglöckchen

Herbstzeitlose

Aronstab

Weißer Germer  

 

 

WIE ERKENNE ICH BÄRLAUCH ??

 

 

Kurzbeschreibung der grünen Doppelgänger des Bärlauchs:

 

  • Da wäre die hochgiftige  Herbstzeitlose, deren Blätterzungen sich zur Bärlauch-Erntezeit saftig, sich gebündelt, ohne erkennbare Einzelstiele, knackig aus der Erde strecken, mit dem knolligen Samenstand in ihrer Mitte. Die Blüte erscheint erst im Frühherbst, wenn die Pflanze ihre Blätter bereits wieder eingezogen hat.
  • Nicht umsonst werden die Blätter der Herbstzeitlose vom Volksmund als „Einmalspinat“ bezeichnet: 60 g töten einen 80 kg schweren Menschen!
  • Oft wachsen die sehr giftigen Blätter des um diese Zeit noch nicht blühenden Maiglöckchens zwischen den Bärlauchpflanzen.
  • Ebenso kann sich der sehr giftige  Gefleckte Aronstab, dessen Blätter leider nicht immer gefleckt sein müssen, unter die Bärlauchblätter mischen! 
  • Weiter giftige Verwechslerpflanzen sind Vielblütige Weißwurz, Echtes Salomonssiegel, Weißer Germer und Tulpenblätter.

 

Wie erkenne ich Bärlauch, vorallem wenn er noch nicht blüht?
 

  1. An seinen Blättern:
    • Im Unterschied zu den giftigen Blättern der Tulpe und denen der hochgiftigen der Herbstzeitlose und des Maiglöckchens, die jenen des Bärlauchs in ihrer zungenförmigen, breit-lanzettlichen-zugespitzten Form ähneln, stehen Bärlauchblätter e i n z e l n  auf dem Boden und  j e d e s  Bärlauchblatt besitzt einen gut sichtbaren, k u r z e n  S t i e l. Auch dann, wenn die Blätter eng nebeneinander stehen.
      • Bärlauchblätter beginnen übrigens ca. drei Wochen vor den Maiglöckchenblättern aus dem Boden zu schlüpfen, an geschützten Standorten bereits im März. 
    • Auch die Blätter der Vielblütigen Weißwurz und des Salomonsiegels sind ähnlich jenen des Bärlauchs geformt. Es sitzen jedoch alle Blätter pro Pflanze gemeinsam, wechselständig und zweizeilig angeordnet, auf einem langen Stängel, auf dem dann ab Anfang Mai ebenfalls aus den Blattachseln die glockenförmigen weißen Blüten hängen.
    • Die Blätter des Gefleckten Aronstabes allerdings können auch einzeln und gestielt aus der Erde wachsen. Ausgewachsen sind sie jedoch lang-gestielt und ihre Blattform (Blattspreite) ist nicht zungenförmig, sondern typisch breit-pfeilförmig mit einer flachen Spitze.   
  2. An seinem Geruch:

    Neben seinem kurzen  S t i e l  ist sein eindeutiger  K n o b l a u c h g e  r u  c h  ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Bezug auf ähnliche Blätter hochgiftiger Pflanzen, mit denen er außerhalb der Blütezeit verwechselt werden kann. Bärlauch, Maiglöckchen und, am Waldrand, auch die Herbstzeitlose, haben ähnliche Wuchsbedingungen und ihre grünen, sehr ähnlich geformten Blätter können nebeneinander wachsen!
    • Aber Achtung, die menschliche Nase unterliegt der Adaptation: Ihr Sinnessystem passt sich dem Duft an und nimmt ihn dann nicht mehr richtig wahr! 
      Zuerst setzt sich der Knoblauchduft des Bärlauchs schnell in der Nase und an den Fingern fest, sodass kurzzeitig jedes Grünzeug, auch das giftige, an dem man schnuppert, für uns nach Bärlauch riecht. Doch schon bald nimmt unsere Nase den Knoblauchgeruch nicht mehr wirklich wahr, sodass ein Blatt nicht mehr allein durch den Knoblauchduft identifiziert werden kann. 
  3. An seiner Wurzel: 
    • Bärlauch besitzt als Wurzel eine längliche, weiße Zwiebel
    • die Herbstzeitlose eine runde Zwiebel
    • das Maiglöckchen ein langes, dünnes Rhizom
    • der Gefleckte Aronstab ein relativ kurzes, kopfiges Rhizom. 
  4. An seiner Blütenknospe:
    • ​​Bärlauch besitzt eine bis zu 2 cm große Einzelknospe, die ab Anfang April erscheint.
    • Die Blütenknospe der Herbstzeitlose erscheint erst im Herbst, wenn der Bärlauch schon längst eingezogen hat ("schlafen gegangen ist").
    • Das Maiglöckchen hat auf einem Stängel eine dichte Gruppe aus 5 - 10 kleinen runden Knospen sitzen. Sie erscheinen ab Mitte April.
    • Die Knospe des Gefleckten Aronstabes besteht aus einem rundlichem Kopf, der eine lange, grüne Spitzmütze trägt. Sie erscheint in der Regel ab Mitte April.
  5. An seiner Blüte:

     

    • Bärlauch blüht ab April in einer Dolde voll weißer sternförmiger Blütchen.
    • Die Herbstzeitlose lässt erst im Frühherbst ihren einzelnen purpurfarbenen Blütenkelch aus der Erde züngeln.
    • Das Maiglöckchen blüht ab Mitte April in einem traubigen Blütenstand mit weißen, nickenden, kleinen, rundlichen Glöckchen.
    • Der Gefleckte Aronstab zeigt ab Mitte April eine einzelne, große Blüte: die weißliche bis hellgelbe, tütenförmig eingerollte Spatha, die den Blütenkolben umgibt.

Bärlauch anpflanzen

 

Menschen, die in einem Bärlauch-Gebiet wohnen, werden sich wundern, dass er in anderen Bundesländern so zaghaft vorkommt, dass er sogar auf der Roten Liste geführt werden muss und nicht gesammelt werden sollte!

Allen Fallstricken, den giftigen und den pflanzenraubenden, entkommt man, wenn man sich Bärlauch in den Garten pflanzt, in eine mäßig feuchte Ecke mit humusreicher, leicht kalkhaltiger Erde.  

Wohl fühlt sich Bärlauch auf Baumscheiben von Obstbäumen, unter Sträuchern und an Heckenrändern.

An Standorten, die ihm behagen, neigt er zum Wuchern. Allerdings zieht er sich zurück, sobald sich seine „Schirmherren“ belaubt haben!

Wann ist Bärlauch-Pflanzzeit ?  

Die beste Zeit, um ein paar Zwiebelchen zu verspeisen oder für eine Neuanpflanzung zu verwenden, zeigt das Braunwerden der Blätter an.

Im Frühjahr wächst Bärlauch am besten an, wenn man die Bärlauchhorste in Gruppen aufteilt und nicht in einzelne Pflanzen auseinanderzupft.

Bärlauch kann im Herbst auch über Samen vermehrt werden, was er neben seiner Vermehrung über Jungzwiebeln auch selbst praktiziert. Er zählt übrigens zu den Kaltkeimern.

 

 

Bärlauch einfrieren? 

 

Eingefrorener und wieder aufgetauter Bärlauch verliert viele Aromabegleitstoffe. Das Lauchige tritt in den Vordergrund. Dazu ist er dann von ziemlich matschiger Konsistenz. Kleingeschnitten kann er aber Suppen und Eintöpfen beigegeben werden. Der Versuch, ein Pesto aus eingefrorenem Bärlauch zu machen, steht noch aus!?  Könnte funktionieren, wird aber anderes schmecken als ein Bärlauchpesto mit frischen Bärlauchblättern. 

 

Genusstipp:

Außer der ganzen Bärlauchpflanze können auch seine noch grünen Samen verspeist werden. Sie werden wie Grüner Pfeffer u.a. in Saucen, Salaten und Käsecremes verwendet.

Erntekalender

Blätter early spring gekocht essbar

Schmeckt vor der Blüte am besten, auf trockenem Standort schärfer. Jeder Pflanze 1 Blatt zur Weiterentwicklung belassen!

Knospen full spring gekocht essbar
Blütenstand full spring gekocht essbar
Zwiebel early spring gekocht essbar
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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📗 Kommission E am BfArM, Monographie: Allii ursini bulbus et herba (Bärlauch), Bundesanzeiger
    „Traditionell bei leichten dyspeptischen Beschwerden und als Bestandteil von Frühjahrskuren in der mitteleuropäischen Volksmedizin. Die schwefelhaltigen Verbindungen entsprechen denen des kultivierten Knoblauchs."
  • 🌿 Wolf-Dieter Storl, Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor, Bärlauch-Kapitel
    „Der Bärlauch gilt in der alpinen Volksmedizin seit Jahrhunderten als wichtiges Frühjahrskraut und war eine der zentralen Sammelpflanzen der mitteleuropäischen Kräuterfrauen. Die Legende verbindet die Pflanze mit der Kraft des erwachenden Bären nach dem Winterschlaf."

Traditionell beschriebene Eigenschaften

antibakteriell (ganze Pflanze) Volksheilkunde
blutdrucksenkend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
blutfettregulierend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
durchblutungsfördernd (ganze Pflanze) Volksheilkunde
gefäßschützend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
blutreinigend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
entzündungshemmend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
harntreibend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
schleimlösend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
stoffwechselanregend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
immunstärkend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
appetitanregend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
verdauungsregelnd (ganze Pflanze) VolksheilkundeHomöopathie
entblähend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
antiparasitär (ganze Pflanze) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Kalium Mineral
Mangan Mineral
Flavonoide Sekundär
Polyphenole Sekundär
Saponine Sekundär
Schleimstoffe Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Antioxidantien
Einfachzucker
Fructose
Kohlenhydrate
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Polysaccharide
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sulfide
Details zu den Inhaltsstoffen
Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Mangan

Mangan [maŋˈɡaːn] ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mn und der Ordnungszahl 25. Im Periodensystem steht es in der 7. Nebengruppe (7. IUPAC-Gruppe), der Mangangruppe. Mangan ist ein silberweißes, hartes, sehr sprödes Übergangsmetall, das in manchen Eigenschaften dem Eisen ähnelt.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Saponine

Saponine sind Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden oder Triterpenen. Sie kommen in den Wurzeln, Knollen, Blättern, Blüten und Samen höherer Pflanzen vor. Sie ergeben beim Schütteln mit Wasser oft einen seifenartigen Schaum. Saponine dienen Pflanzen wahrscheinlich als Defensivstoffe, beispielsweise gegen Pilzbefall. Der Mensch hat Saponine historisch als Expektorans verwendet.

Schleimstoffe

Schleimstoffe sind eine heterogene Gruppe von Biopolymeren, die vorwiegend aus Polysacchariden bestehen. Ihre Haupteigenschaft liegt in der Aufnahme von Wasser, so dass sie damit schleimartige Kolloide und Gele – sogenannte Hydrokolloide – bilden und als Schutzsubstanzen dienen können. Unterschieden wird zwischen tierischen Schleimstoffen, die aus Glykoproteinen bestehen, und pflanzlichen Schleimstoffen, die nahezu nur aus Heteropolysacchariden bestehen. Beide Gruppen beinhalten neutrale Substanzen und saure, die als Grundbausteine Uronsäuren statt Monosacchariden enthalten. Weiterhin unterscheidet man auch zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Schleimstoffen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Antioxidantien

Ein Antioxidans oder Antioxidationsmittel ist eine chemische Verbindung, die eine Oxidation anderer Substanzen verlangsamt oder gänzlich verhindert.

Einfachzucker

Monosaccharide sind eine Stoffgruppe von organisch-chemischen Verbindungen. Sie sind die Produkte der partiellen Oxidation mehrwertiger Alkohole. Monosaccharide haben eine Kette aus mindestens zwei Kohlenstoffatomen als Grundgerüst und weisen eine Carbonylgruppe sowie mindestens eine Hydroxygruppe auf. Sie sind die Bausteine aller Kohlenhydrate und können sich zu Disacchariden (Zweifachzuckern), Oligosacchariden (Mehrfachzuckern) oder Polysacchariden (Vielfachzuckern) verbinden.

Fructose

Fructose ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung. Fructose gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den Kohlenhydraten. Wegen der Ketogruppe am zweiten Kohlenstoffatom und wegen der Zahl von sechs Kohlenstoffatomen im Molekül ist Fructose eine Ketohexose. Sie kommt in zwei spiegelbildlichen Isomeren vor. Alle Angaben in diesem Artikel betreffen allein die D-Fructose, da die L-Fructose in der Praxis bedeutungslos ist.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Sulfide

Als Sulfide werden in der Anorganischen Chemie Verbindungen von Metallen mit Schwefel bezeichnet, die in Analogie zu den Oxiden durch Redoxreaktionen direkt aus den Elementen hergestellt werden können. Dabei wirkt der Schwefel als Oxidationsmittel in Analogie zum Sauerstoff bei der Herstellung von Oxiden. Metalloxide und Metallsulfide sind in der Mineralogie wichtige Gruppen von Erzen. In der Analytik gehören die Metallsulfide in die sogenannte Schwefelwasserstoffgruppe und in die Ammoniumsulfidgruppe.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Blähungen - Erwachsene Volksheilkunde
Die ätherischen Öle des Bärlauchs gelten in der Volksheilkunde als krampflösend und werden traditionell bei Blähungen eingesetzt.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Verdauungsbeschwerden Volksheilkunde
Bärlauch wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung verwendet, da er die Magensaftsekretion anregen und die Darmtätigkeit fördern soll.
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Magen-Darm-Grippe Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Bärlauch als desinfizierend und wird bei Magen-Darm-Infektionen zur Unterstützung der natürlichen Abwehr eingesetzt.
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Appetitlosigkeit Volksheilkunde
Das intensive Aroma des Bärlauchs soll den Appetit anregen und wird traditionell bei Appetitlosigkeit verwendet.
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Blutdruck, zu hoher Volksheilkunde
Bärlauch wird in der Volksheilkunde bei erhöhtem Blutdruck eingesetzt, da ihm eine blutdrucksenkendes Potenzial zugeschrieben wird.
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Frühjahrsmüdigkeit Volksheilkunde
Bärlauch gilt in der Volksheilkunde als vitalisierend und wird traditionell im Frühling zur Überwindung von Müdigkeit verwendet.
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Wurmerkrankung Volksheilkunde
Die antiparasitären Eigenschaften des Bärlauchs werden in der Volksheilkunde zur Unterstützung bei Wurmerkrankungen genutzt.
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Harnwegsinfekt Volksheilkunde
Bärlauch wird traditionell bei Harnwegsinfekten eingesetzt, da ihm desinfizierende und harntreibende Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Hilft bei

Heilrezepte

Andere Namen

WaldknoblauchWilder KnofelZigeunerlauchRamsenHexenzwiebel

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat BlattgemüseKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit EinfrierenEntsaftenFermentierenGenussnahrungKochenNotnahrungRohkostPflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungGartenKübelbepflanzungleicht zu ziehenWildgemüsezum Verwildern geeignetGenusspflanze
Vorkommen HöhenstufenGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumAuwälderFluss- und BachuferGärtenHeckenLaubwälderVerbreitungEuropaNordasienRussland
Blütenfarbe weiß
Blütezeit Frühsommer | JuniErstfrühling | AprilVollfrühling | Mai
Wuchsform KryptophytGeophyt

Aussaat & Pflege

first spring

Jungpflanzen

early autumn

Tochterzwiebel

early autumn

Samen

Nachbarn im Garten

Gute Nachbarn:

Lade Nachbarschaftsgraph...

Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Amaryllidaceae
Gattung
Allium
Ordnung
Asparagales
Klasse
Liliopsida
Habitat
Damp soils in woods, copses, valleys and similar moist shady localities.
Essbarkeit
★★★★★
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
4/10
Feuchtigkeit
8/10
Boden
7/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Anbau & Pflege

Prefers woodland conditions in a moist well-drained soil. Plants are often found in the wild growing in quite wet situations[K]. When growing in suitable conditions, wild garlic forms a dense carpet of growth in the spring and can be a very invasive plant[24, 203, K]. It dies down in early summer, however, allowing other plants to grow in the same space[K]. The bulbs should be planted fairly deeply. The seeds are dispersed by ants. Grows well with most plants, especially roses, carrots, beet and chamomile, but it inhibits the growth of legumes. This plant is a bad companion for alfalfa, each species negatively affecting the other. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer.
Vermehrung: Seed - best sown as soon as it is ripe either in situ or in a cold frame. It germinates quickly and can be grown on in the greenhouse for the first year, planting out the dormant bulbs in the late summer of the following year. Stored seed can be sown in spring in a greenhouse. Division in summer after the plants have died down. Very easy, the divisions can be planted out straight into their permanent positions.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Flowers Leaves Root Edible Uses: Leaves - raw or cooked. Usually available from late January[K]. One report says that they have an overpowering garlic odour that dissipates on cooking, though our experience is that they are considerably milder than garlic[K]. The leaves make a very nice addition to salads, and are especially welcome as a vital and fresh green leaf in the middle of winter[K]. Flowers - raw or cooked. These are somewhat stronger than the leaves, in small quantities they make a decorative and very tasty addition to salads[K]. The flowering heads can still be eaten as the seed pods are forming, though the flavour gets even stronger as the seeds ripen[K]. Bulb - raw or cooked. A fairly strong garlic flavour, though it is quite small and fiddly to harvest[K]. The bulbs can be harvested at any time the plant is dormant from early summer to early winter. Harvested in early summer, they will store for at least 6 months[K]. The bulbs can be up to 4cm long and 1cm in diameter. The small green bulbils are used as a caper substitute.

Weitere Nutzung

Companion Disinfectant Repellent The juice of the plant is used as a moth repellent. The whole plant is said to repel insects and moles. The juice of the plant has been used as a general household disinfectant.

Verbreitung

Heimisch: Austria, Baltic States, Belarus, Belgium, Brussels-Capital Region, Bulgaria, Central European Russia, Corse, Czechia-Slovakia, DK, Dalsfjord, Denmark, Europe & Northern Asia (excluding China), Finland, Flanders, Flemish Region, France, Germany, Great Britain, Greece, Hungary, Ireland, Italy, Netherlands, North Caucasus, North European Russia, Northwest European Russia, Norway, Poland, Portugal, Sicilia, Spain, Sunnylven, Sweden, Switzerland, Syvde, Transcaucasus, Ukraine, Walloon Region

Alternative deutsche Namen

BaerlauchBarlauchkrautBär-LauchBärenlauchBärlauchRamselWaldknoblauchZigeunerlauchkraut
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren