Spinatnocken
Spinatnocken, eine mild-würzige Südtiroler Speise, die gut in die moderne Küche passt, schmecken so, dass man sie gerne öfters isst. Es besteht sogar die große Gefahr, dass sich die Spinatnocken zu den Lieblingsspeisen der Familie dazugesellen! Jeder verspeist so zwischen 3 und 6 Stück. - Ein kleiner Trost für die Köchin bzw. den Koch: Je öfter man / frau sie kocht, desto schneller gehen sie von der Hand! … „In den Mund!“, quatscht da ein Fan dazwischen ;)
Zutaten
- 100.00 g Zwiebel
- 2.00 Knoblauchzehen
- 30.00 g Brennnesselblätter
- 200.00 g Spinat
- 3.00 Eier
- 1.00 TL Salz
- 1.00 kräftige Prise Muskatnuss
- 1.00 Prise Chili
- 250.00 g Semmelbrösel
- 50.00 g Mehl
- 100.00 g Kartoffel
- 100.00 g Bauernbutter
- 100.00 g Käsemischung
Zubereitung
Um Kochstress verringern, kann man die Nocken auch am Tag vor ihrer endgültigen Verwendung zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. - Es zahlt sich aus, gleich die doppelte Menge Nocken zu kochen, denn sie lassen sich prima einfrieren. Aufgetaut gleich verfahren wie unter "Spinatnocken fertigstellen, Nocken im Backofenaufenthalt" angegeben. Dabei auf den Boden des Gefäßes ein wenig Wasser geben.
Zu Spinatnocken passen Kartoffelsalat, Tomaten, Südtiroler Rötel, aber auch ein trockener Weißwein, Milch, Buttermilch, Lassi natur…
- 100.00 g Zwiebel
- 2.00 Knoblauchzehen
- 30.00 g Brennnesselblätter — Triebspitzen mit 2 – 4 Blättern; Ersatz: Malve, Spinat, Mangold, Wiesenbärenklau
- 200.00 g Spinat — Blattspinat, Tiefkühlware. Oder um 200 g mehr Brennnesseln nehmen.
- 3.00 Eier
- 1.00 TL Salz
- 1.00 kräftige Prise Muskatnuss — frisch gerieben
- 1.00 Prise Chili
- 250.00 g Semmelbrösel
- 50.00 g Mehl
- 100.00 g Kartoffel — bereits gekochte
Teig machen:
- In einem mittelgroßen Kochtopf die kleingeschnittene Zwiebel und die geschälten, ganz gelassenen Knoblauchzehen in wenig Butter bei Mittelhitze hellgelb anbraten.
- Topf vom Herd nehmen.
- Gewaschene Brennnesselblätter, aufgetauten Spinat samt seiner Flüssigkeit, Milch, Eier, Salz, Muskat und Chili dazu hineingeben und grob mixen.
- Kartoffel durch die Kartoffelpresse in den Topf drücken, Brösel und Mehl darauf geben.
- Mit einem Kochlöffel alles gründlich durchmengen, 10 Minuten rasten lassen, noch einmal gründlich durchmengen.
Nocken formen:
- Schälchen mit kaltem Wasser bereitstellen.
- Einen Esslöffel darin eintauchen, damit ein ovales Nockerl aus dem Teig stechen, auf der Handfläche mit etwas Löffeldruck nachformen und auf einem feucht gemachten Schneidbrett oder Teller zwischenlagern, bis alle Nockerl auf diese Art geformt wurden.
Nocken kochen:
- Während man die Nocken formt, bringt man in einem weiten Topf bzw. in einer tiefen Pfanne gesalzenes Wasser zum Kochen.
- Wenn es soweit ist, wandert das erste Nockerl in das leicht wallende Wasser und wird scharf beobachtet. Juhu, es behält die Form (was bei d i e s e m Rezept zu erwarten war ;) !
- Die restlichen Nockerl folgen zügig der Reihe nach in das ständig leicht wallende Wasser.
- Sobald sie selbständig an die Wasseroberfläche geschwommen sind, dürfen sie darin noch 7 Minuten lang ihre sanften Drehungen machen.
- 100.00 g Bauernbutter
- 100.00 g Käsemischung — frisch geraspelt aus 70 g Parmesan + 30 g Bergkäse
Speiseteller vorwärmen.
Bauernbutter in einer Pfanne leicht (!) bräunen, sodass sich typische, aromatische Röststoffe entwickeln. Butter warm halten.
Die Spinatnocken mittels Siebkelle herausholen, abtropfen lassen, auf den Tellern platzieren, mit Käse bestreuen, mit heißer Butter begießen (<- Reihenfolge einhalten), servieren.
- Nocken im Backofenaufenthalt: Alternativ legt man die gekochten Spinatnocken nebeneinander in ein backofenfestes Gefäß. Wenn alle drin sind, mit Käse bestreuen und für ca. 10 Minuten in den auf 150° vorgeheizten Backofen schieben. Herausgenommen mit der gebräunten Butter begießen und servieren.
Da fragt doch glatt jemand in die andächtige Runde: Was wäre gewesen, wenn’s das erste Nockerl zerfleddert hätte? - Ja dann, dann wären alle Teigstücke wieder zurück gewandert und etwas Mehl hätte untergemischt werden müssen. - Aber, es ist ja nicht zerfleddert!