Bartnelke

Dianthus barbatus L. · auch: Nelke, Bart-

Kulturpflanze ungiftig
7 Fotos

Erläuterung

direkt ins Freiland. Saat andrücken und nur ganz dünn mit feiner Erde oder Sand abdecken. Lichtkeimer! Saat feucht halten. Ende August vereinzeln und / oder verpflanzen. Die Bartnelken blühen das erste Mal im darauffolgenden Sommer.

Portrait

Wer sich für BARTNELKEN entscheidet, holt sich unkomplizierte Sommerblumen in den Garten, die viel Freude bereiten!

Ihre ursprüngliche Heimat liegt in dem eurasischen Gürtel von den Pyrenäen bis zur Mandschurei. Doch seit mehr als 500 Jahren wird sie nördlich der Alpen als Zierpflanze kultiviert. Zuerst in den Burggärten und botanischen Gärten, dann auch sehr gerne in den Bauerngärten. Heute trifft man sie sogar ausgewildert in der freien Natur an!  

Ihren Namen verdankt sie übrigens ihrem charakteristischen Schopf blattartig zugespitzter Hochblätter („Bart“) unterhalb ihrer Blüten.

Die hübschen, stabilen Pflanzen blühen von Juni bis September in hellen und dunklen Farbtönen der Weiß-Rosa-Palette, umweht von leichtem Nelkenduft. Mit ihnen lassen sich bunte und – wie wir es von Nelkensträußen kennen - lang haltbare Sommersträuße pflücken. Die Einzelblüten ihrer kompakten Blütendolden zeigen mit ihrem Spitzenkragen ihre Nelkenzugehörigkeit. Wie diese gibt es sie mit einfachen und auch mit gefüllten Blüten. Auch ihre Wuchshöhe ist unterschiedlich und reicht von 20 cm bis ca. 50 cm.

 

Lieblings-Standort

Ein der Pflanze entsprechender Standort lässt sie gesund gedeihen! 

Was den Standort betrifft, pochen die sonst kälteunempfindlichen Bartnelken / Buschnelken auf möglichst viel Sonne und einen durchlässigen, leicht kalkhaltigen bis neutralen Gartenboden, der im Frühjahr mit organischem Dünger versorgt wurde. 

Die meisten Nelken lieben kalkhaltige Erde. In saurer Erde gedeihen Prachtnelke und Amurnelke.

 

Pflege 

Während ihrer Blühphase achte man darauf, dass Pflanzen nicht verdursten.

Um den Blütenflor zu fördern, sollte man Verblühtes abschneiden – bis auf einzelne Samenstände, die man für die Selbstaussaat stehen lässt.

Winterschutz: Gut eingewachsene zweijährige und ausdauernde Bartnelken sind wintergrün, jedoch völlig winterhart. Jungpflanzen und Kübelpflanzen erhalten jedoch im Spätherbst, nachdem sie gewässert wurden, einen Winterschutz aus Fichtenzweigen und einer 5 cm hohen Laubschicht. Das Pflanzgefäß wird mit Vlies umwickelt an die Hauswand gestellt. In Zeiten über dem Gefrierpunkt gelegentliches Gießen nicht vergessen!

Unter den genannten Voraussetzungen schmückt die Bartnelke Pflanzgefäße und Gärten. Nicht nur Bauerngärten, für die sie allerdings als hübsche, unproblematische Sommerblüherin zum Standartsortiment zählt!

Sie lässt sich sowohl als Schnitt- oder Zierrabatte pflanzen, als auch im sonnigen Staudenbeet, als ideale Randbepflanzung und Wegbegleitung. Hier fühlt sie sich wohl, wächst, gedeiht und blüht … und hat nur wenige Missgünstlinge, die ihr das Leben schwer zu machen versuchen.

 

Missgünstlinge

Gemeinsam mit den übrigen Gartennelken sind Bartnelken weitgehend schneckenresistent! Nur wenn die schleimigen Biester in verregneten Sommermonaten nichts anderes Leckeres mehr zum Fressen finden, machen sie sich auch über die braven Bartnelken als Notnahrung her.

Weitere Missgünstlinge unserer Nelkenfreude sind verschiedene Rostpilze, die kreisrunde, rostfarbene Flecken auf den Blättern fabrizieren, die dann als Löcher durchbrechen.  Manche Sorten sind empfindlich dafür, andere werden davon nicht angegriffen.

Sobald Sie diese Rostflecken auf den Blättern Ihrer der Buschnelken / Bartnelken entdecken, zupfen sie diese ab und entsorgen sie im Restmüll. Normalerweise gesundet die Pflanze von selbst und blüht weiter. Unterstützen kann man sie dabei durch Gießen / Spritzungen mit Anti-Pilz-Tee und EM.

Stauende Nässe allerdings schafft es, dass die Wurzeln der Bartnelke faulen und sie schwer geschädigt wird.

 

Wie kommt die nostalgische Sommerblüherin zu mir? 

Dazu muss man wissen, wonach man Ausschau halten will:

  • Soll es eine einjährige Neuzüchtung sein
  • oder bevorzugt man die alten zweijährigen, winterharten Sorten?
    Letztere erweisen sich oft durch Selbstaussaat oder Ausläuferbildung als ausdauernd und tauchen Charme versprühend an unvermuteten Gartenstellen auf.

Erkundungsgänge in befreundete Nachbarsgärten, in Samenhandlungen und Gärtnereien bringen Klarheit:

  1. Einjährige kann man selbst durch Samen vermehren oder man erwirbt im Frühjahr Jungpflanzen. 
    • Für die Samenvermehrung werden die einjährigen Bartnelken im Vorfrühling unter Glas ausgesät.
      • Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt und leicht feucht gehalten.
      • Sind die Pflänzchen ca. 5 cm hoch, werden sie stundenweise an Frischluft gewöhnt.
      • Mitte Mai im Abstand von 15 - 20 cm ausgepflanzen. 
  2. Mehrjährige lassen sich ebenfalls durch Samen vermehren oder man besorgt sich im Herbst oder im Frühjahr Jungpflanzen. 
    • Ausgesät werden die unkomplizierten Bartnelken im Juni direkt ins Freiland. 
      • Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt und, bis sie eine Blattrosette entwickelt haben, leicht feucht gehalten.
      • Ende August werden die Jungpflanzen im Abstand von 20 - 30 cm verpflanzt und gut angegossen. Sie blühen das erste Mal im darauffolgenden Sommer.
      • Im Spätherbst erhalten Jungpflanzen einen Winterschutz aus Fichtenzweigen und einer 5 cm hohen Laubschicht.

Andere Namen

"Buschnelke"

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeFrischblumenhandelNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeBeeteinfassungBienenweideDachbegrünungDuftpflanzeGartenGrabbepflanzungKübelbepflanzungleicht zu ziehenPräriegartenSchmetterlingspflanzeSchnittblumeStaudenbeetWochenendgartenzum Verwildern geeignetZierpflanze
Vorkommen LebensraumBrachlandGärtenRuderalstellenSchuttplätzeSteinhaufenTrockenwiesenWegränder
Blütenfarbe rotrosapurpurweiß
Blütezeit Spätsommer | AugustFrühsommer | JuniHochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

early spring

Samen

full spring

Jungpflanzen

early summer

Samen

midsummer

Samentand

late autumn

Jungpflanzen

Nachbarn im Garten

Gute Nachbarn:

Lade Nachbarschaftsgraph...

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Caryophyllaceae
Gattung
Dianthus
Ordnung
Caryophyllales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Gras
Habitat
Meadows and woods.
Essbarkeit
★☆☆☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
6/10
Boden
1/10
pH-Wert pH 4.5 – 5

Anbau & Pflege

Landscape Uses:Border, Container, Rock garden, Seashore, Specimen. Prefers a rich well-drained loamy soil in a sunny position, but succeeds in most soils including dry ones. A very ornamental plant, its flowers are very attractive to butterflies and moths. The flowers have a strong clove-like scent. Plants self-sow freely when grown in a suitable position. Although the Sweet William is a perennial species, it is quite short-lived and degenerates after its second year. It is best treated as a biennial in the garden. Special Features:Attracts butterflies, Suitable for cut flowers, Suitable for dried flowers, Fragrant flowers.
Vermehrung: Seed - sow May/June in a cold frame. The seed usually germinates in 2 - 3 weeks. When they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual pots and plant them out in the summer or autumn. The seed can also be sown thinly in an outdoor seedbed in late spring, the young plants being planted out in late spring or the autumn. Cuttings of half-ripe shoots, July in a frame. Division in September. Larger clumps can be replanted direct into their permanent positions, though it is best to pot up smaller clumps and grow them on in a cold frame until they are rooting well. Plant them out in the spring.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Flowers Edible Uses: The flowers have a mild flavour and are used as a garnish for vegetable and fruit salads, cakes, desserts, cold drinks etc.

Weitere Nutzung

None known

Verbreitung

Heimisch: Austria, Bulgaria, Czechia-Slovakia, England [I] (England [I], Wales [I], Isle of Man [I], Scotland [I], Isles of Scilly [I]); Ireland [I] (Ireland [I], Northern Ireland [I]); Germany [I]; Austria; Poland; Czech Republic; Slovakia; Hungary; NE-Spain (Pyrénées); Andorra; France; Italy; Slovenia; Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Romania; Bulgaria; European Turkey; Estonia [I]; Latvia [I]; Lithuania [I]; Belarus [I]; Siberia [I] (W-Siberia [I]); Russian Far East [I] (Amur [I], Khabarovsk [I], Primorye [I], Sakhalin [I]); Kazakhstan [I]; Turkmenistan [I]; Uzbekistan [I]; Tajikistan [I]; Northern Caucasus [I]; Georgia [Caucasus] [I]; Armenia [I]; Azerbaijan [I]; China; Japan [I]; Taiwan [I]; Pakistan [I]; Bhutan [I]; Myanmar [I]; Vietnam [I]; Java [I]; Australia [I] (New South Wales [I]); New Zealand [I]; Austral Isl. [I] (Raivavae [I], Rurutu [I], Tubuai [I]); Northern Marianas [I] (Rota [I]); Canada [I] (Alberta [I], British Columbia [I], Manitoba [I], Nova Scotia [I], Ontario [I], Quebec [I], Saskatchewan [I]); USA [I] (Alabama [I], California [I], Connecticut [I], Georgia [I], Idaho [I], Illinois [I], Indiana [I], Kansas [I], Kentucky [I], Louisiana [I], Maine [I], Maryland [I], Massachusetts [I], Michigan [I], Minnesota [I], Missouri [I], Montana [I], Nebraska [I], New Hampshire [I], New York [I], North Carolina [I], Ohio [I], Oregon [I], Pennsylvania [I], Rhode Island [I], South Carolina [I], Tennessee [I], Texas [I], Vermont [I], Virginia [I], Washington [I], West Virginia [I], Wisconsin [I]); Mexico [I]; Guatemala [I]; Honduras [I]; Costa Rica [I]; Colombia [I]; Ecuador [I]; Bolivia [I]; Brazil [I], France, Hungary, Italy, Korea, Manchuria, Manizales, NW. Balkan Pen., North America, Poland, Primorye, Romania, Spain, Türkiye-in-Europe, Ukraine, Área Natural Única Los Estoraques Eingeführt: AM, AU, Alabama, Albania, Alberta, Amur, Baltic States, Belarus, Belgium, Bolivia, British Columbia, Brussels-Capital Region, California, Central European Russia, Connecticut, Denmark, East European Russia, East Himalaya, Finland, Flemish Region, Georgia, Germany, Great Britain, Idaho, Illinois, Indiana, Ireland, Kansas, Kazakhstan, Kentucky, Kermadec Is., Khabarovsk, Louisiana, Maine, Manitoba, Marianas, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Missouri, Montana, Nebraska, New Hampshire, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, North Carolina, Norway, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Québec, Rhode I., Sakhalin, Saskatchewan, South Carolina, South European Russia, Sweden, Tadzhikistan, Tennessee, Texas, Turkmenistan, Uzbekistan, Vermont, Virginia, Walloon Region, Washington, West Himalaya, West Siberia, West Virginia, Wisconsin

Alternative deutsche Namen

Bart-NelkeBusch-NelkeBuschfriesli
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren