Jetzt sammelbar: Blätter

Walderdbeere

Fragaria vesca · auch: Erdbeere, Wald-

© Bildquelle: Wikimedia
14 Fotos

Beschreibung

Die Walderdbeere wächst gerne an Waldrändern, auf Wegböschungen und auf Waldlichtungen. Sie bevorzugt feuchte, aber gut durchlässige, nährstoff- und humusreiche Böden, wo sie sich nicht nur durch zahlreiche Ausläufer ausbreitet, sondern auch durch die winzigen Nüsschen ihrer leuchtendroten „Scheinbeeren“ (Sammelnussfrüchte mit halb eingesenkten Nüsschen), die sich nach der Bestäubung aus den schneeweißen Blüten entwickeln. Viele kleine und große Tiere, die die Beeren gerne fressen und die Nüsschen wieder ausscheiden, unterstützen dabei ihre zusätzliche Verbreitung.

Verwendete Pflanzenteile

Für Salate, Kräuterbutter und Tees.

Portrait

Wie man aus archäologischen Funden weiß, dient die Walderdbeere ebenso dem Menschen schon lange als Nahrung – für seinen Körper und auch für seine Intuition.

Sie wurde ihm zu einem Sinnbild für die großen Themen des Lebens:  

  • Die Erdbeere zählt zusammen mit der Rose zu den innigsten Liebespflanzen: Rot, süß, duftend, herzförmig, herzerfreuend, leicht!
    • So war die Walderdbeere in der germanischen Mythologie mit Freya, der Liebes- und Frühlingsgöttin der Wanen assoziiert.
    • Zur Zeit der Christianisierung wurde diese Zuordnung sublimiert auf die demütige Gottesmutter Maria übertragen. Besonders gerne verwendeten die Meister des ausgehenden Mittelalters die Walderdbeere als Motiv in ihren heiteren Marienbildnissen, wie z. B. in dem entzückenden Gemälde „Madonna in den Erdbeeren“ oder in dem Gemälde „Ruhe auf der Flucht“.  
  • Das dreizählige Erdbeerblatt ist wie das Kleeblatt ein Sinnbild der christlichen Dreifaltigkeit, aber auch der dreifachen Göttin.
  • Die Pflanze selbst bildet durch ihren Jahreszyklus auf stets grünem, lebendigem Hintergrund - Blüte, Frucht, wintergrünes Blatt – ein  Symbol für Leben und ewiges Leben.

Sie ist dem Menschen Labsal für den Körper, sofern er nicht allergisch darauf reagiert:

Walderdbeeren waren zusammen mit der gleich kleinen  Knack-Erdbeere und der größeren Zimt-Erdbeere bis ins 18. Jh., bis die Gartenerdbeere „aufkreuzte“, die heißbegehrten Sommerfrüchte, von denen die hocharomatische Walderdbeere am begehrtesten war / ist. Sie lässt sich zudem als einzige reif ohne den grünen Spitzenkragen ihrer Kelchblätter ernten. 

Diese europäischen Erdbeeren wurden teils angebaut, teils wild gesammelt und auch im Handel verkauft, bis die Gartenerdbeere, eine Zufallskreuzung amerikanischer Erdbeerarten, obwohl geschmacksärmer, so doch größer und mit mehr Ernteertrag, die Gärten und Verkaufsregale eroberte. Aber heute noch ist es das größte Kompliment für eine Erdbeersorte, und jedes Jahr entstehen neue, wenn man von ihr sagt, sie dufte und schmecke ähnlich wie reife Walderdbeeren. 

Walderdbeeren sind noch immer ein kostbares Geschenk, das man in der Wildnis findet und das uns in den Erdbeerhimmel bringt: Reife Walderdbeeren im Obstsalat, mit Sahne, am und im Eis, als Kuchenbelag, evtl zusammen mit Waldheidelbeeren, als kaltgerührte Marmelade („Konfitüre“) oder als unübertreffliche Erdbeerbowle! 
Wer sich die Suche vereinfachen möchte, holt sich ein paar unschuldige ;) Pflänzchen in den Garten, wo sie auf sonnigen und halbsonnigen Plätzen, selbst in sandigen Plattenfugen, so gut gedeihen und sich vermehren, dass man sich in Acht nehmen muss, sich die Besitzergreifende nicht wieder aus dem Garten zu wünschen! - Und trotzdem: Man freut sich, wenn man sieht, wie sie blüht und fruchtet … und: Ist das nicht auch Liebe ;) 

Als Kompromiss bietet sich die „Monatserdbeere“ (Fragaria vesca var. semperflorens ) an, die „Immertragende“. Eine zahme Variante der Walderdbeere, die durch gärtnerische Zucht entstand: Sie bildet keine Ausläufer, sondern wächst horstig, d.h. sie wird nur runder, buschiger, und vermehrt sich nur über Samen. Man kann sie gut als Einfassung üppiger Gemüsebeete verwenden. Außerdem ist sie mit Kästen und Kübeln zufrieden und schenkt den ganzen Sommer über, bis in den Herbst hinein, Blüten und größere Früchte als ihre wilde Mutter, aber … aber ganz kommt sie an das aromatische Feuer der Walderdbeere denn doch nicht heran! 

Gemeinsam sind ihnen die große Winterhärte und die gesundheitlichen Werte ihrer Früchte und Blätter.

 

Kulinarische und volksmedizinische Verwendung von Erdbeerblättern, vorallem von denen der Walderdbeere:

  • Junge Erdbeerblätter, die erst wenige Gerbstoffe enthalten,
    • können Salaten und Kräuterbutter beigemischt werden,
    • würzen und dekorieren Bowlen,
    • ergeben - eventuell gemischt mit Himbeer- und Brombeerblättern - einen angenehmen Haustee.
      • Gesüßt mit Lindenhonig wird er auch von Kindern gerne getrunken.
      • Als entspannender Abendtee werden Waldmeisterblätter, die ebenfalls jung, d. h. vor der Blüte, geerntet werden, dazugemischt.
      • Erwachsene schätzen den Erdbeerblättertee fermentiert. Geschmacklich erinnert er dann an feinen Schwarztee.
  • Volksmedizinisch nimmt man die reiferen Blätter, die mehr heilende, adstringierende Gerbstoffe enthalten. Sie ergeben, besonders in Kombination mit Isländischem Moos, einen wirksamen Tee bei
    •  Entzündungen des
      • Hals-, Nasen- und Mundraumes
      • Magen-Darm-Traktes
      • und, äußerlich angewendet, bei Hautentzündungen. 
    • Eingesetzt wird er auch, um die Harnausscheidung anzuregen. Er ist damit hilfreich bei
      • Gicht
      • Rheuma
      • Harnwegserkrankungen. 

Heiltee-Dosierung für Erwachsene:

Tee:
1 Esslöffel getrocknete und geschnittene Blätter werden mit 250 ml kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen lassen. Nicht süßen!! Mehrmals täglich 1 Tasse.

Abkochung - schmeckt sehr herb, ist bei Durchfall aber noch wirksamer:
100 g grüne Blätter (findet man, wenn sie nicht gerade tief unter dem Schnee liegen, das ganze Jahr über) mit 2 l Wasser 20 Minuten kochen, ungesüßt jede Stunde eine Tasse davon trinken. Sollte der Durchfall auch am nächsten Tag unvermindert anhalten, ist sofort ärztlicher Rat einzuholen.

  • Verstärkt wird die heilende Wirkung der Erdbeerblätter, wenn man zusätzlich 1 gestrichenen Esslöffel Blutwurzwurzel und 1 gestrichenen EL Isländisches Moos mitkocht.
  • Den gleichen Absud kann man als Gurgelmittel bei Zahnfleischentzündungen und Halsschmerzen anwenden.

Volksmedizinische Verwendung der Beeren:

Die Beeren, denen man eine immunstärkende, fiebersenkende, schmerzstillende, harntreibende, hautpflegende, sättigende, dabei schlankmachende Wirkung nachsagt, sind reich an Antioxidantien, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Volksmedizin verwendet sie deshalb gerne zur Herz-Kreislauf-Stärkung, Gewichtsreduzierung, bei Depressiver Verstimmung, Kopfschmerzen, Fieber, Akne ...

Erntekalender

Blätter early spring gekocht essbar

Für Salate, Kräuterbutter und Tees.

Früchte midsummer gekocht essbar

Am besten roh genießen! Auch als Kuchenbelag und in Fruchtsalaten ein Traum oder als kaltgerührte Marmeladen. Auch als Erdbeer-Bowle wunderbar.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

stoffwechselanregend (Früchte) Volksheilkunde
kreislaufanregend (Früchte) Volksheilkunde
fiebersenkend (Früchte) Volksheilkunde
hautpflegend (Früchte) Volksheilkunde

Fruchtbrei auflegen (Gesichtsmaske).

stoffwechselanregend (Blätter) Volksheilkunde
harntreibend (Blätter) Volksheilkunde
entzündungshemmend (Blätter) Volksheilkunde
hautpflegend (Blätter) Volksheilkunde

Absud als Kompresse.

Absud als Kompresse auftragen

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Pektine Ballaststoff
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Magnesium Mineral
Mangan Mineral
Anthocyane Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Vitamin A / Retinol Vitamin
Vitamin B1 / Thiamin Vitamin
Vitamin B2 / Riboflavin Vitamin
Vitamin B9 / Folsäure Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Antioxidantien
Ascorbinsäure
Chlorogensäure
Einfachzucker
Fructose
Kaffeesäure
Kohlenhydrate
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Organische Säuren
Polysaccharide
Rutin
Salicylsäure
Sekundäre Pflanzenstoffe
Zitronensäure
Äpfelsäure
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Pektine

Pektine sind pflanzliche Polysaccharide (Vielfachzucker), genauer Polyuronide, die im Wesentlichen aus α-1,4-glycosidisch verknüpften D-Galacturonsäure-Einheiten bestehen. Ernährungsphysiologisch betrachtet sind Pektine für den Menschen Nahrungsfasern. Viele Mikroorganismen dagegen sind in der Lage, Pektine in ihrem Stoffwechsel zu verwerten. In der Industrie finden Pektine hauptsächlich Verwendung als Geliermittel.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem der Elemente steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen.

Mangan

Mangan [maŋˈɡaːn] ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mn und der Ordnungszahl 25. Im Periodensystem steht es in der 7. Nebengruppe (7. IUPAC-Gruppe), der Mangangruppe. Mangan ist ein silberweißes, hartes, sehr sprödes Übergangsmetall, das in manchen Eigenschaften dem Eisen ähnelt.

Anthocyane

Anthocyane oder Anthozyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Vitamin A / Retinol

Retinol, auch Vitamin A genannt, ist ein fettlösliches Vitamin.  Gute Vitamin-A-Lieferanten sind Tierische Milch (und ihre Produkte wie Butter, Käse, Joghurt, Sauermilch), Eigelb, Leber, Makrele, Heilbutt, Haifisch.  enthalten. Daneben sind auch Milch und Käse gute Vitamin-A-Lieferanten. Zu den Fischen, die besonders reich an Vitamin A sind, zählen insbesondere Haifisch, Heilbutt und Makrele. Wirkung: Zellschützend für Drüsengewebe, Haut, Schleimhaut und besonders für die Netzhaut, wodurch die Sehkraft bei Nachtblindheit gestärkt wird. Schützt als Antioxidans bis zu einem gewissen Grad auch vor schädigender Sonneneinstrahlung. Speicherung: Vitamin A wird im menschlichen Körper gespeichert. Ein Zuviel an hochdosierten Vitamin-A-Gaben kann Schäden verursachen.

Vitamin B1 / Thiamin

Thiamin, auch Vitamin B1 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : positiver Einfluss auf das Nervengewebe, die Schilddrüse und den Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Vitamin B1 gibt Energie, wird allerdings durch Alkohol, Schwarztee und säurebindende Medikamente vermindert. Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B2 / Riboflavin

Riboflavin, auch Vitamin B2 genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung: Als Bestandteil vieler Enzyme am Energiestoffwechsel, auch am Hirnstoffwechsel, beteiligt, kann Migräne verhindern. Außerdem ist es wichtig für Zellatmung, Wachstum, Sehschärfe und Haut (offene Mundwinkel). Speicherung: Ein Zuviel wird in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B9 / Folsäure

Folsäure, auch Vitamin B9 oder Folat genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : Die hitze-, sauerstoff- und lichtempfindliche FOLSÄURE (UV-Strahlung reduziert Folsäure sogar im menschlichen Körper) hat großen Einfluss auf Zellteilung und Zellneubildung. Sie hilft mit, Wirbel- und Rückenmarkschäden (Spina bifida) bei Neugeborenen zu verhindern und wirkt mit bei Blutbildung, Aufbau der Schleimhäute, Verhütung von Arteriosklerose. Speicherung: Durch ihre Wasserlöslichkeit wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Antioxidantien

Ein Antioxidans oder Antioxidationsmittel ist eine chemische Verbindung, die eine Oxidation anderer Substanzen verlangsamt oder gänzlich verhindert.

Ascorbinsäure

Ascorbinsäure ist ein farb- und geruchloser, kristalliner, gut wasserlöslicher Feststoff mit saurem Geschmack. Sie ist eine organische Säure, genauer eine vinyloge Carbonsäure; ihre Salze heißen Ascorbate. Ascorbinsäure gibt es in vier verschiedenen stereoisomeren Formen, biologische Aktivität weist jedoch nur die L-(+)-Ascorbinsäure auf. Eine wichtige Eigenschaft ist beim Menschen und einigen anderen Spezies die physiologische Wirkung als Vitamin. Ein Mangel kann sich bei Menschen als Skorbut manifestieren. Der Name ist daher abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung der Krankheit, scorbutus, mit der verneinenden Vorsilbe a-, also die ‚antiskorbutische‘ Säure. Da Ascorbinsäure leicht oxidierbar ist, wirkt sie als Redukton und wird als Antioxidans eingesetzt.

Chlorogensäure

Chlorogensäure ist ein Naturstoff, der in zahlreichen Pflanzen vorkommt; chemisch gesehen ist sie ein Ester der Kaffeesäure mit der Chinasäure als alkoholischer Komponente. Den Namen Chlorogensäure erhielt sie aufgrund einer intensivgrünen Färbung der ammoniakalischen Lösung.

Einfachzucker

Monosaccharide sind eine Stoffgruppe von organisch-chemischen Verbindungen. Sie sind die Produkte der partiellen Oxidation mehrwertiger Alkohole. Monosaccharide haben eine Kette aus mindestens zwei Kohlenstoffatomen als Grundgerüst und weisen eine Carbonylgruppe sowie mindestens eine Hydroxygruppe auf. Sie sind die Bausteine aller Kohlenhydrate und können sich zu Disacchariden (Zweifachzuckern), Oligosacchariden (Mehrfachzuckern) oder Polysacchariden (Vielfachzuckern) verbinden.

Fructose

Fructose ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung. Fructose gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den Kohlenhydraten. Wegen der Ketogruppe am zweiten Kohlenstoffatom und wegen der Zahl von sechs Kohlenstoffatomen im Molekül ist Fructose eine Ketohexose. Sie kommt in zwei spiegelbildlichen Isomeren vor. Alle Angaben in diesem Artikel betreffen allein die D-Fructose, da die L-Fructose in der Praxis bedeutungslos ist.

Kaffeesäure

Kaffeesäure (3,4-Dihydroxyzimtsäure) ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der zur Gruppe der Hydroxyzimtsäuren und damit auch zu den Phenolsäuren gehört. Kaffeesäure bildet einen gelben, geruchlosen, bitter schmeckenden Feststoff und kommt in hohen Mengen in Kaffee vor.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Rutin

Rutin ist ein Flavonol aus der Stoffgruppe der Flavonoide und ein Glycosid des Quercetins mit dem Disaccharid Rutinose, das sich aus Rhamnose und Glucose zusammensetzt. Rutin wird von vielen Pflanzen als Farbstoff zum Schutz gegen UV-Strahlung gebildet. Antioxidative Wirkungen auf den Menschen sind, wie bei vielen Flavonoiden, nachgewiesen; Ansatzpunkte des Rutins sind insbesondere die Blutgefäße und der Darm.

Salicylsäure

Salicylsäure oder Salizylsäure ist ein chemischer Stoff mit fiebersenkender (antipyretischer) sowie schmerzlindernder (analgetischer) Wirkung. Salicylsäure kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor und ist für die pflanzliche Abwehr von Pathogenen von Bedeutung. Ihren Namen bekam sie, da sie früher vor allem durch die oxidative Aufbereitung von Salicin, das in der Rinde verschiedener Weiden enthalten ist, gewonnen wurde.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Zitronensäure

Citronensäure (auch Zitronensäure) ist eine farblose, wasserlösliche Carbonsäure, die zu den Tricarbonsäuren und zu den Fruchtsäuren zählt. Neben der wasserfreien Variante existiert das Citronensäuremonohydrat (C6H8O7 · H2O), das pro Molekül Citronensäure ein Molekül Kristallwasser enthält. Die Salze und Ester der Citronensäure sind die Citrate. Ein Konstitutionsisomer der Citronensäure ist die Isocitronensäure.

Äpfelsäure

Äpfelsäure ist eine chemische Verbindung aus den Gruppen der Dicarbonsäuren und Hydroxycarbonsäuren, die als rechtsdrehende D- und als linksdrehende L-Äpfelsäure vorkommt. Äpfelsäure bildet ein farbloses, fast geruchloses, sauer schmeckendes, kristallines Pulver.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Herz-Kreislauf-Stärkung Volksheilkunde
Die Walderdbeere gilt in der Volksheilkunde als herzstärkend und wird traditionell zur Unterstützung der Kreislaufgesundheit eingesetzt.
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Akne Volksheilkunde
Die Blätter der Walderdbeere werden volksheilkundlich bei Akne eingesetzt, da ihnen reinigende und hautklärende Eigenschaften zugeordnet werden.
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Halsschmerzen Volksheilkunde
Ein Tee aus Walderdbeereblättern gilt in der Volksheilkunde als lindernd bei Halsschmerzen und wird zum Gurgeln verwendet.
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Gicht Volksheilkunde
Die Walderdbeere wird traditionell bei Gicht eingesetzt, da ihr eine harnsäuresenkende und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird.
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Fieber Volksheilkunde
Walderdbeertee gilt in der Volksheilkunde als fiebersenkend und wird traditionell zur Unterstützung bei Fieber verwendet.
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Zahnfleischentzündung Volksheilkunde
Die adstringierenden Eigenschaften der Walderdbeere werden volksheilkundlich bei Zahnfleischentzündungen genutzt, etwa zum Spülen.
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Rheumatische Beschwerden Volksheilkunde
Walderdbeere wird traditionell bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt, da ihr entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften zugeordnet werden.
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Harnwegsinfekt Volksheilkunde
Die harntreibenden und antimikrobiellen Eigenschaften der Walderdbeere werden volksheilkundlich zur Unterstützung bei Harnwegsinfekten genutzt.
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Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
Walderdbeere gilt in der Volksheilkunde als stoffwechselanregend und wird traditionell zur Unterstützung bei Gewichtsreduzierung verwendet.
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Früchte essen

Hilft bei

Andere Namen

Wald-Erdbeere

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeErsatzpflanzeHeilpflanzeSchwangereTeepflanzeNahrungspflanzeObstVerzehrtauglichkeit EinfrierenEinmachenEntsaftenFermentierenGenussnahrungKochenNotnahrungRohkostTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungBalkongartenDachbegrünungGartenKübelbepflanzungleicht zu ziehenRasenersatzUnterpflanzungWildobstWochenendgartenzum Verwildern geeignetGenusspflanzeSymbolpflanze
Vorkommen VerbreitungEuropaNordasien
Blütenfarbe weiß
Blütezeit Frühsommer | JuniVollfrühling | MaiErstfrühling | April

Aussaat & Pflege

first spring

Jungpflanzen

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Gattung
Fragaria
Ordnung
Rosales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Shaded, fairly damp places in woodland.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆
Licht
5/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
5/10
pH-Wert pH 7 – 7.5

Anbau & Pflege

Prefers a fertile, well-drained, moisture retentive soil in a sunny position. Tolerates semi-shade though fruit production will be reduced. A vigorous plant, spreading rapidly by means of runners. It flowers freely with us, but has not set fruit on our Cornwall trial ground as yet, possibly because all our plants are one clone[K].
Vermehrung: Seed - sow early spring in a greenhouse. The seed can take 4 weeks or more to germinate. The seedlings are very small and slow-growing at first, but then grow rapidly. Prick them out into individual pots when they are large enough to handle and plant them out during the summer. Division of runners, preferably done in July/August in order to allow the plants to become established for the following years crop. They can also be moved in the following spring if required, though should not then be allowed to fruit in their first year. The runners can be planted out direct into their permanent positions.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Fruit Leaves Edible Uses: Coffee Tea Fruit - raw. Aromatic, sweet and succulent. The fruit can also be dried for later use. The fruit is about 15mm in diameter. The fresh or dried leaves are used to brew an excellent tea.

Weitere Nutzung

Cosmetic Teeth None known

Verbreitung

Heimisch: Albania, Alberta, Altay, Arizona, Aurland, Austria, Azores, Baltic States, Belarus, Belgium, British Columbia, Bulgaria, Buryatiya, Bærum, California, Central European Russia, Colorado, Connecticut, Corse, Czechia-Slovakia, Denmark, East European Russia, Finland, France, Germany, Great Britain, Greece, Guatemala, Hungary, Iceland, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Iran, Ireland, Irkutsk, Italy, Kazakhstan, Kirgizstan, Krasnoyarsk, Krym, Lebanon-Syria, Madeira, Maine, Manitoba, Massachusetts, Mexico Central, Mexico Gulf, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southwest, Michigan, Minnesota, Mississippi, Montana, NW. Balkan Pen., Nebraska, Netherlands, New Hampshire, New Mexico, New York, Newfoundland, Nord-Ran, North Carolina, North Caucasus, North Dakota, North European Russia, Northwest European Russia, Norway, Oddernes Eingeführt: Argentina Northwest, Baleares, Bolivia, Brazil South, Canary Is., Cape Provinces, Chile Central, Ecuador, Galápagos Islands, Hawaii, Ivory Coast, Japan, Jawa, Kenya, Malaya, Manchuria, Maryland, Mauritius, New Guinea, New Zealand North, New Zealand South, Northern Provinces, Reunion

Alternative deutsche Namen

Wald-ErdbeereWalderdbeere
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren