Fermentieren von Himbeerblättern und anderen
Fermentierter Himbeerblättertee ist Teegenuss für alle – nicht nur für Schwangere ;)
Durch das Fermentieren entwickeln Himbeerblätter einen an Schwarztee und Rosen erinnernden Duft und Teegeschmack. Er kann gut als Haustee getrunken werden:
- Dazu wird 1 knapper Esslöffel Blatt-Tee mit 250 ml kochendem Wasser übergossen.
- 5 Minuten ziehen lassen. Währenddessen lösen sich die angenehmen Aromen wie die der Zitronensäure, manche Flavonoide, Mineralstoffe, etwas Vitamin C und - wenige - Gerbstoffe.
Möchte man den Himbeerblättertee arzneilich verwenden,
- lässt man ihn 10 Minuten ziehen, so dass sich mehr Gerbstoffe lösen.
Der Tee wird dadurch herber, ist aber hilfreich bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes und bei leichteren Durchfällen.
Als altes Hausmittel wird Himbeerblättertee einige Wochen vor dem Endbindungstermin zur Geburtsvorbereitung empfohlen. Es wird ihm nachgesagt, dass er den Gebärmutterhals und den Muttermund weite und dadurch die Einleitungswehen erleichtere. Eine wissenschaftliche Wirkung sei noch nicht erwiesen, doch könne Himbeerblättertee unbedenklich auch von Schwangeren getrunken werden.
Zutaten
- 3.00 Handvoll Himbeerblätter
- 3.00 Blätter der Schwarzen Johannisbeere
- 1.00 Küchentuch
- 1.00 Unterlage
- 1.00 Rollholz
- 1.00 Sprühflasche
- 250.00 ml Wasser
Zubereitung
- 3.00 Handvoll Himbeerblätter
- 3.00 Blätter der Schwarzen Johannisbeere — = Schwarze Ribisel
- 1.00 Küchentuch — aus Naturfasern, das sich verfärben darf
- 1.00 Unterlage — harte, glatte
- 1.00 Rollholz — = Nudelwalker
- 1.00 Sprühflasche
- 250.00 ml Wasser — lauwarm
Blätter auf versteckte Tierlein hin kontrollieren.
Nach Belieben einige Blätter der Schwarzen Ribisel unter die Himbeerblätter mischen. Sie fördern die Fermentierung und passen geschmacklich gut dazu.
Baumwolltuch auf harter Unterlage ausbreiten, alle Blätter darauflegen.
1 Tag im Schatten anwelken lassen.
In 0,3 - 0,5 cm breite Streifen schneiden oder zupfen.
Blätter und Tuch mit lauwarmem Wasser besprühen, ebenso das Rollholz.
Mit dem Rollholz die Blätter in kurzen, kräftigen Bewegungen niederdrücken.
Mischen, erneut ansprühen, mit dem Rollholz bearbeiten.
Vorgang noch einmal wiederholen. Die Blattstücke müssen so richtig zerknittert sein!
Wer möchte, mischt Schalenstückchen von Biofrüchten wie Zitrone, Orange, Apfel, Quitte darunter. Muss aber nicht sein.
Das Pflanzenmaterial zu einer Wurst zusammenschieben, in das Tuch einrollen, Enden umbiegen.
Rolle mit Wasser besprühen, in einen Plastiksack oder in ein enges Glas stecken, verschließen.
3 Tage unbewegt an einem sonnigen Platz, dem die Kühle der Nacht folgt, fermentieren lassen. Spätsommernächte eignen sich dazu besonders gut.
Paket öffnen: Die fermentierten Blätter haben eine dunkle Farbe angenommen und duften!
Ausgebreitet im luftig-warmen Schatten trocknen lassen.
Schön durchgetrocknet und in einem beschrifteten Glas gut verschlossen aufbewahrt hält sich das Aroma 2 Jahre