Heilpflanze: entzündungshemmend, antibakteriell, entwässernd

Sommernelke

Dianthus chinensis L. · auch: Nelke, Sommer-

Kulturpflanze ungiftig
4 Fotos

Verwendete Pflanzenteile

Schnittblume, essbare Blütenblätter, Blüten trocknen als Arzneimittel

Erläuterung

Lichtkeimer!

Portrait

Die Sommernelke, eine aus China stammende Nelkenart blüht nur einen Sommer, dafür aber üppig mit strahlenden, allerdings duftlosen, fein gezackten oder geschlitzten Nelkenblüten. Von ihr gibt es 20 – 40 cm hohe Züchtungen mit einfachen oder doppelten bzw. gefüllten Blüten, in weißen, rosa und karminroten Farbtönen, mit und ohne Muster.

Diese robuste, buschige Nelke bringt als Wegbegleiter oder im Blumenbeet farbige Sommerfreude in den Garten. Sie eignet sich auch hervorragend für Balkonkästen, Tröge und Schalen und lässt sich zu Sommersträuße binden, die in der Vase lange halten.

 

Wie kommt die Sommernelke zu mir? 

  • Entweder man kauft sich die Pflänzchen im Frühling
  • oder man zieht sie selbst heran, was leicht gelingt. Samensäckchen sind mit den Bezeichnungen Sommernelke, Chinesische Nelke, Heddewigsnelke und Kaisernelke im Handel erhältlich. Ausgesät wird ab Februar unter Glas, Keimtemperatur 20°. Dabei den Samen nur 2 mm hoch mit feiner Erde bedecken und leicht andrücken, denn Sommernelken sind Lichtkeimer. Feucht halten durch Überbrausen nicht vergessen! Ein Monat darauf werden die jungen Pflänzchen zu dritt in kleine Töpfe pikiert, abgehärtet und Mitte Mai ins Freiland im Abstand von 20 cm in gute, durchlässige Gartenerde gepflanzt. Sie lieben es sonnig, warm und nicht zu nass. Schnecken sind kein Problem.
    • Tipp: Die meisten Nelken lieben kalkhaltige Erde. In sauerer Erde gedeihen Prachtnelke und Amurnelke

 

Pflege im Sommer

Mäßig gießen, dabei die Blätter nicht benetzen. Alle 2 Wochen eine Düngergabe verabreichen. Verblühtes abschneiden. 

  • Tipp: Lässt man einige Samenkapseln ausreifen, kann man Samen ernten und dunkel und kühl bis zur Aussaat im nächsten Februar aufbewahren.

 

Sind Sommernelken essbar?

Ja. Ihre mildwürzigen Blüten bzw. Blütenblätter werden roh als farbige Speisenzugabe verwendet in Salaten, Kräuterbutter, Kräuterquark, Getränken, Eis …

 

Die Sommernelke als Heilpflanze
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Dianthus chinensis als entzündungshemmendes, antibakterielles, fiebersenkendes, wurmtreibendes, entwässerndes und menstruationsförderndes Mittel verwendet.
 

Erntekalender

Blüten midsummer gekocht essbar

Schnittblume, essbare Blütenblätter, Blüten trocknen als Arzneimittel.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

entzündungshemmend (Blüten) TCM
antibakteriell (Blüten) TCM
entwässernd (Blüten) TCM
fiebersenkend (Blüten) TCM
antiparasitär (alle oberirdischen Teile) TCM
menstruationsfördernd (alle oberirdischen Teile) TCM

Inhaltsstoffe

Anthocyane Sekundär
Flavonoide Sekundär
Polyphenole Sekundär
Saponine Sekundär
Mikronährstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Anthocyane

Anthocyane oder Anthozyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Saponine

Saponine sind Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden oder Triterpenen. Sie kommen in den Wurzeln, Knollen, Blättern, Blüten und Samen höherer Pflanzen vor. Sie ergeben beim Schütteln mit Wasser oft einen seifenartigen Schaum. Saponine dienen Pflanzen wahrscheinlich als Defensivstoffe, beispielsweise gegen Pilzbefall. Der Mensch hat Saponine historisch als Expektorans verwendet.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Harnwegsinfekt TCM
In der TCM wird die Sommernelke traditionell bei Harnwegsinfekten eingesetzt, da ihr eine kühlende und harntreibende Wirkung zugeschrieben wird.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Harnsteine TCM
Die Pflanze gilt in der chinesischen Medizin als hilfreich bei Harnsteinen, da sie die Harnausscheidung fördern und Stagnationen auflösen soll.
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Menstruationsbeschwerden TCM
Traditionell wird die Sommernelke bei Menstruationsbeschwerden verwendet, da ihr eine regulierende Wirkung auf den Menstruationszyklus zugeschrieben wird.
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Fieber TCM
In der TCM-Volksheilkunde wird die Sommernelke bei Fieber eingesetzt, da ihre kühlende Eigenschaft als fiebersenkendes Mittel gilt.
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Wurmerkrankung TCM
Die Pflanze wird in der chinesischen Volksheilkunde traditionell gegen Wurmerkrankungen verwendet, denen sie antiparasitäre Eigenschaften zuschreibt.
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Hilft bei

Andere Namen

Chinesische NelkeChineserKaisernelkeHeddewigsnelke

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeTeepflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat BlütenstandgemüseVerzehrtauglichkeit GenussnahrungNotnahrungRohkostTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeBeeteinfassungGartenGrabbepflanzungKübelbepflanzungleicht zu ziehenSchmetterlingspflanzeSchnittblumeWochenendgartenZierpflanze
Vorkommen LebensraumGärtenVerbreitungWeltweit
Blütenfarbe rotrosapurpurweiß
Blütezeit Spätsommer | AugustFrühsommer | JuniFrühherbst | SeptemberHochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

early spring

Samen

first spring

Jungpflanzen

full spring

Jungpflanzen

Nachbarn im Garten

Gute Nachbarn:

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Caryophyllaceae
Gattung
Dianthus
Ordnung
Caryophyllales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Eine große Vielfalt von Habitaten einschließlich sandiger Waldränder, trockener Hänge und Gipfel, Wald- und Hangweiden, Gebüsch an Berghängen, felsiger Schluchten, Wiesen und Bachufern.
Heilwirkung
★★★☆☆

Anbau & Pflege

Verwendung in der Landschaft: Border, Container, Bodendecker, Gruppenpflanzung, Steingarten. Bevorzugt einen reichen, gut drainierten, lehmigen, neutralen bis alkalischen Boden in sonniger Lage, gedeiht aber in den meisten Böden einschließlich trockener. Eine sehr ornamentale Pflanze, die normalerweise zweijährig wächst, aber auch eine kurzlebige Staude sein kann. Es gibt viele Cultivare, die weit verbreitet in Gärten angebaut werden. Da diese im ersten Jahr reichlich blühen und dann degenerieren, werden sie normalerweise als einjährige Pflanzen behandelt. Eine sehr variable Spezies in der Natur, wurde sie oft in bis zu acht verschiedene Varietäten unterteilt. Besondere Merkmale: Attraktives Laub, Verwilderung, Geeignet für Schnittblumen, Duftende Blüten, Attraktive Blüten.
Vermehrung: Samen - Aussaat Mai/Juni in einem Frühbeet. Die Samen keimen normalerweise in 2 - 3 Wochen. Wenn sie groß genug zum Handhaben sind, die Sämlinge in einzelne Töpfe pikieren und im Sommer oder Herbst auspflanzen. Die Samen können auch dünn in einem Freilandsaatbeet im späten Frühjahr ausgesät werden, wobei die jungen Pflanzen im späten Frühjahr oder Herbst ausgepflanzt werden. Stecklinge von halbreifen Trieben, Juli in einem Frühbeet. Teilung im September. Größere Horste können direkt an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden, obwohl es am besten ist, kleinere Horste einzutopfen und sie in einem Frühbeet weiterzukultivieren, bis sie gut bewurzelt sind. Im Frühjahr auspflanzen.

Essbare Verwendung

None known

Weitere Nutzung

None known

Verbreitung

Heimisch: Altay, Amur, Assam, BR, Buryatiya, Central European Russia, China North-Central, China Southeast, Chita, East European Russia, East Himalaya, Europe [I]; Slovakia [I]; Estonia [I]; Latvia [I]; Lithuania [I]; Belarus [I]; C-European Russia [I]; Moldova [I]; Ukraine [I]; Siberia (Altai, Buryatia, Chita, Irkutsk, Krasnoyarsk, Tuva, W-Siberia, Yakutia); Russian Far East (Amur, Khabarovsk, Magadan [I], Primorye); Kazakhstan [I]; Turkmenistan [I]; Uzbekistan [I]; Tajikistan [I]; China (Gansu, Hebei, Heilongjiang, Henan, Jilin, Liaoning, Nei Mongol, Ningxia, Qinghai, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Xinjiang); Mongolia [I]; North Korea; South Korea; Japan [I]; Taiwan [I]; Bhutan; India (Uttarakhand, Tripura [I], Jammu & Kashmir); Bangladesh [I]; Myanmar [I]; Vietnam; Philippines [I]; Java [I]; Rotuma Isl. [I]; Austral Isl. [I] (Rurutu [I]); Pitcairn Isl. [I]; Canada [I] (Ontario [I]); Mexico [I]; Guatemala [I]; Honduras [I]; Panama [I]; Venezuela [I]; Brazil [I], India, Inner Mongolia, Irkutsk, Kazakhstan, Khabarovsk, Korea, Krasnoyarsk, Krym, Manchuria, Manizales, Mongolia, NO, Nepal, North America, Northwest European Russia, Ontario, Primorye, Qinghai, South European Russia, TW, Turkmenistan, Tuva, Ukraine, Vietnam, West Himalaya, West Siberia, Xinjiang, Yakutiya Eingeführt: Baltic States, Bangladesh, CA, CZ, China South-Central, Czech Republic, Czechia-Slovakia, IN, JP, Magadan, SC, SE, Slovakia, Tadzhikistan, Uzbekistan

Alternative deutsche Namen

Chinenser-NelkeKaiser-Nelke
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren