Rainfarn
Tanacetum vulgare
Erläuterung
die auch in der Wildnis entnommen werden können, da der Rainfarn an Ausläufern zahlreiche Jungpflanzen bildet.
Portrait
Rainfarn im Garten
Der Rainfarn, der mit dem Stachellattich zu den Kompasspflanzen zählt, ist eine ausgesprochene Sonnenpflanze: Er benötigt einen sonnigen Standort, richtet seine Blätter im vollen Sonnenlicht genau senkrecht nach Süden, verströmt mit sonnengelben Blüten den ganzen Sommer über – von Juni bis September - Optimismus!
Getrocknet allerdings verliert der Rainfarn leider seine strahlendgelbe Farbe und wird braun.
Frisch locken seine gut nektarführenden Blüten zahlreiche Insekten an und verströmen nicht nur Optimismus, sondern zusammen mit den Blättern durch ihr giftiges ätherisches Öl einen kräutrig-herben Duft, der von vielen Menschen als typischer Sommerduft geliebt wird, Weidevieh, Schnecken und blutsaugende Insekten wie Stechmücken, Stechfliegen und Flöhe jedoch abstößt!
Getrocknet behält der Rainfarn seine insektenabweisende Wirkung. Um Ungeziefer zu vertreiben wird er verräuchert oder zusammen mit Mutterkraut, Beifuß, Wurmfarn und Lavendelblüten als Insektenstreumittel verwendet. Auch Duftsäckchen für Kästen und Truhen werden damit gefüllt.
Pflege des Rainfarns
Pflege benötigt die auf tiefgründigem Boden bis zu 150 cm hohe Staude so gut wie keine: Nur im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr schneidet man ihre starken, geraden, ungeteilten Stängel bodeneben ab.
Das sind auch die Zeiten, in denen man sein Wuchern mit dem Spaten beschränkt: Man sticht einen beliebigen Teil seiner Ausläufer ab, die man zur Vermehrung an Gartenfreunde verschenken kann. Hoffentlich kein Danaergeschenk: Seine Neigung zum Wuchern ließ ihn zusammen mit der Abneigung des Weidviehs ihm gegenüber in den gemäßigten Gebieten der übrigen Erdteile zu einem Neophyten werden!
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Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren