Heilpflanze: schleimhautschützend, appetitzügelnd, süßend

Johannisbrotbaum

Ceratonia siliqua

12 Fotos

Erläuterung

um eine Kübelpflanze zu erhalten: Samen 24 Stunden in zimmerwarmem Wasser vorquellen, 5 mm tief in feuchte Erde, bei 20° Raumtemperatur hell aufstellen.

Portrait

In den Ländern des Mittelmeergebietes, wohin er bereits in der Antike aus dem arabischen Raum importiert worden ist, macht der bis zu 10 m hohe, trocken- und hitzeresistente, jedoch frostempfindliche Johannisbrotbaum nicht nur mit seiner weitausladenden, immergrünen Laubkrone glänzender, derber Fiederblätter auf sich aufmerksam, sondern auch durch den eigentümlichen, typischen Geruch seiner männlichen Blüten, der meterweit wahrnehmbar ist. Aber damit ist auch bereits das einzig Negative bzw. Gewöhnungsbedürftige über diesen zähen und lebensspendenden Wüstenbewohner gesagt!

 

Warum nennt man ihn eigentlich „JOHANNISBROTBAUM"?

Mit seinen tiefreichenden Wurzeln, findet er im kalkhaltigen, sandigen, mageren Boden meistens ein wenig Feuchtigkeit, die ihm zusammen mit einem geringen Jahresniederschlag von 350 mm genügt, um mit Hilfe seiner hartlaubigen, Verdunstung reduzierenden Blätter ohne zusätzliche Bewässerung auszukommen. Dabei toleriert er auch einen hohen Salzgehalt des Bodens und festigt ihn! Als Hülsenfrüchtler ist er zudem wie die meisten dieser großen, artenreichen Familie mit Wurzelknöllchen ausgestattet, die ihm in Symbiose mit dem Bakterium Rhizobium für sein Wachstum Stickstoff als Dünger zukommen lassen.

So ist es ihm möglich, auch in heißen Klimata Überlebensgeschenke für Mensch und Tier bereitzuhalten:

Schatten

sowie Nahrung in Form von essbaren, energiereichen Hülsenfrüchten, die monatelang auf ihm hängen bleiben und sich gut lagern lassen.

Als Hommage an diese seine Fähigkeiten und als Baum, der den asketischen Wüstenheiligen Johannes d. Täufer nährte, erhielt er den deutschen Namen „Johannisbrotbaum“.

 

Warum … „BOCKSHÖRNDLBAUM“?

So wird er in Österreich seit langem nach dem Aussehen seiner reifen, bis zu 30 cm langen und 3 cm breiten Hülsenfrüchte, die fälschlich oft als Schoten bezeichnet werden, genannt: Ihre Form gleicht Bockshörnern … und folglich auch Krampushörnern!

Aus diesem Grund waren / sind (?) sie häufig im österreichischen Nikolaussack zu finden! Frisch sind sie trotz ihrer ledrigen, glänzenden Außenhaut (Austrocknungsschutz!), die man nicht abschälen kann und deshalb als Ballaststoff mitgegessen wird, innen weich und von aromatisch-süßlichem Geschmack, die Enden leicht bitter. Doch schenkt einem der Nikolaus alte Bockshörndln, so gibt einem nur der Gedanke an den heiligen Spender und an den beispielhaften Wüstenheiligen die Energie zum Beißen, gründlichem Kauen und Schlucken der trockenen Substanz. Ausgehend von der Längsseite des Bockhörndls bzw. des Johannisbrotes, wie es der deutschsprechende Rest der Welt ehrfürchtiger bezeichnet, arbeitet man sich vorsichtig nagend zur Mitte hin und stößt dabei auf etliche ca. 8 mm lange, bohnenähnliche, schwarzbraune, glatte, jedoch sehr harte Samen. „Hart wie Diamant“ hebelten sie schon so manchen wackeligen Kinderzahn aus! - Die Maßeinheit „Karat“  stammt übrigens von diesen Samen. 

 

Und warum … „KAROBBAUM“ bzw. „CARRUBO“ ?

In den heißen arabischen Heimatländern des Johannisbrotbaumes wird sowohl die ganze Hülsenfrucht als auch ihr Fruchtfleisch, selbst das gemahlene, als „Charrūb“ (eingedeutscht: „Carob“) bezeichnet. Charrub ist seit alters her als Nahrung, speziell für die ärmere Bevölkerung sehr wichtig: Die zahlreichen Hülsenfrüchte („Schoten“) wurden / werden bevorratet als Nahrung für Mensch und Tier - „Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen“, berichtet u.a. die Bibel, LK 15,16 -  zur Herstellung von Saft und Sirup verwendet und nach dem Trocknen zu köstlichem, gesundem Carob-Pulver gemahlen.

Von Arabien aus verbreitete sich dieser Nutzbaum zuerst rund um das Mittelmeer bis nach Portugal und Spanien, das heute das Land mit der höchsten Produktion von Johannisbrot ist und neben Johannisbrotkernmehl und Carobpulver auch Spirituosen wie Aguardiente Algarroba (Schnaps), Licor de Algarroba (Likör) und Bier (Garrova) daraus fabriziert, wozu sich die Früchte mit ihrem hohen Zuckergehalt gut eignen.

Mit europäischen Emigranten landete der Johannisbrotbaum und das Wissen über ihn in Australien, USA (Arizona, Kalifornien), Mexiko, Argentinien, Chile und Peru, wobei seine jeweilige Bezeichnung auch in den unterschiedlichen Sprachen an seine arabische Herkunft, an das Wort „Charrub“, erinnert: Carrubo (ital.), Garrofa und Algarroba (span.), Caroube (frz.), Carob (engl.) und zusätzliche deutsche Namen wie Karobbaum, Karobe, Carobe, Karube.

 

WIE WIRD DER JOHANNISBAUM HEUTE GENUTZT?

Der Johannisbrotbaum leistet aufgrund seiner Genügsamkeit in heißen, trockenen Gebieten nach wie vor gute Dienste als Schattenbaum und Holzlieferant und wirft sogar Gewinne ab, denn die Nachfrage nach seinen Früchten, dem Johannisbrot, ist im Steigen begriffen: nicht so sehr, um es roh zu verzehren, als vielmehr, um Carobpulver und begehrtes Johannisbrotkernmehl daraus zu produzieren. So sind Johannisbaum-Plantagen in diesen Ländern keine Seltenheit mehr.

 

ERNTE UND NUTZUNG DER  F R Ü C H T E 

Nach wie vor werden die Früchte in der Zeit vom September bis November händisch mit Stangen von den Ästen gerüttelt, um die Blütenstände, die ebenfalls in dieser Zeit erscheinen und direkt aus Stämmen und Ästen wachen, zu schonen. Im konventionellen Anbau werden die Früchte während der Lagerung mit Pestiziden behandelt, worauf im ökologischen Anbau verzichtet wird, was für den Konsumenten von großem Vorteil ist, denn die Früchte lassen sich nicht schälen.

Ein kleiner Teil der Gesamternte gelangt zum Frischverzehr oder als Tierfutter für Pferde und Nager in den Handel.

Höheren Bedarf melden Destillerien und kleine Brauereien an.

Aus dem Großteil der Früchte werden Carobpulver und wertvolles Johannisbrotkernmehl hergestellt. Dazu werden im Anschluss an die Ernte die Kerne aus den Früchten genommen.

 

JOHANNISBROTKERNMEHL („Carubin“, „Karubenmehl“)

Die wirtschaftlich am bedeutendsten Pflanzenteile des Johannisbrotbaumes sind in unserer Zeit seine bohnenähnlichen, extremharten, Samen (Kerne), die bis zu fünfzehn Stück in jeder seiner zahlreichen ledrigen Hülsenfrüchte im Fruchtfleisch eingebettet und von einer schwarz-braunen Schale umgeben sind. Aus ihrem weißen Endosperm (Nährgewebe, das im Samen den Keimling umgibt), das beinahe die Hälfte des Samengewichtes ausmacht, wird maschinell das Johannisbrotkernmehl hergestellt.

Das weiße, geschmacksneutrale und gesunde Mehl besteht zu 90% (Quelle: Pschyrembel Naturheilkunde) aus dem Galactomannan „Carubin“. Dieses stärkeähnliche, jedoch glutenfreie Polysaccharid besitzt ausgezeichnete Quellfähigkeiten! Da es vom menschlichen Körper nur teilweise verdaut werden kann, gilt es als Ballaststoff. Neben Carubin sind im Johannisbrotkernmehl noch Proteine sowie Flavonoide und Spuren von Mineralstoffen enthalten.

Eigenschaften des Johannisbrotkernmehles:

  • Fünfmal so quellfähig wie Stärke
  • Vollkommen glutenfrei, trotzdem sehr gut bindend
  • Stabilisiert Emulsionen
  • Verhindert Kristallbildung von Gefrorenem
  • Blutzuckersenkend
  • Lipidsenkend
  • Ballaststoff
  • Antidiarrhoisch
  • Magensäurebindend
  • Kann als Gel bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten deren Resorption im Magen-Darm-Trakt beeinträchtigen sowie auch geringfügig die Aufnahme von Proteinen und von Eisen.
  • Kann in Einzelfällen Allergien auslösen.

Verwendung von Johannisbrotkernmehl

Johannisbrotkernmehl ist unter der Nummer E 410 uneingeschränkt, d. h. auch für Bio-Produkte, als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Erhältlich ist es unter seinem Namen Johannisbrotkernmehl und auch unter anderen Handelsnamen in Bioläden, gut sortierten Lebensmittelläden sowie im Internethandel.

Verwendet wird Johannisbrotkernmehl hauptsächlich in der Ernährung, es wird jedoch dank seiner besonderen Eigenschaften auch volksmedizinisch eingesetzt.

 

JOHANNISBROTKERNMEHL IN DER   E R N Ä H R U N G

In der Kochtechnik übernimmt dieses stark bindende, glutenfreie Mehl die Aufgaben von Weizen, Stärke und Eiern. Es verhindert zudem beim Frieren eine Kristallbildung.

Eingesetzt wird Johannisbrotkernmehl als Zutat bei Babykost, Backwaren, Cremes – auch aus Topfen / Quark oder Joghurt, in Diabetikerprodukten, Gelees, Gemüse- und Fruchsäften, glutenfreiem Brot, Kompotten, Konserven, Milchmixgetränken, Puddings, Schlagsahne, Saucen (warme und kalte), Speiseeis, Desserts, Suppen, süßen und pikanten Brotaufstrichen, Wurstwaren …
Johannisbrotkernmehl wird in der häuslichen Küche und in der Nahrungsmittelindustrie verwendet als
Stabilisator
Verdickungsmittel
Bindemittel.

Sparsam im Gebrauch ist es eine große Erleichterung für die feine Küche, aber ganz besonders für die glutenfreie Küche und für diejenigen, die auf Blutzucker- und Lipidsenkung sowie auf Gewichtsreduzierung bedacht sind!

So wird Johannisbrotkernmehl als Bindemittel dosiert:

Johannisbrotkernmehl ist fünfmal so quellfähig wie Stärke: 10 g Johannisbrotkernmehl ersetzen 50 g Stärke. Es ist jedoch ratsam, aufgrund einiger seiner Eigenschaften (siehe weiter oben) grundsätzlich nicht mehr als 20 g Johannisbrotkernmehl pro kg fertiger Speise zu verwenden.

Johannisbrotkernmehl kann zwischen dem 80- und 100-fachen seines Eigengewichts an Wasser binden. Somit genügen ohnehin kleine Mengen, um sowohl kalte als auch warme bzw. heiße Speisen zu binden! 

Johannisbrotkernmehl wird unkompliziert angewendet:

Es wird einfach mit einem Quirl (Schneebesen) in die Flüssigkeit eingerührt! 

Zum Abmessen von Johannisbrotkernmehl eignet sich ein Teelöffel bestens: ein halber gestrichener TL = 1 g Johannisbrotkernmehl !

Für kalte Flüssigkeiten nimmt man 1 getrichenen Teelöffel (2 g) Johannisbrotkernmehl auf 250 ml Flüssigkeit. Einrühren, quellen lassen. 

  • Um kalten Massen wie kalten Saucen, kaltgerührten Fruchtaufstrichen und Cremes bleibende Sämigkeit zu verleihen, sodass sich die Flüssigkeit nicht absetzt, verwendet man einen 1 TL Johannisbrotkernmehl auf 500 ml kalte Masse.

Für warme Flüssigkeiten nimmt man einen halben gestrichenen TL (1 g) auf 250 ml Flüssigkeit. Einrühren, quellen lassen oder unter ständigem Rühren bis auf ca. 85° erhitzen. Wenn es das Kochgut erlaubt, darf ohne Weiteres kurz aufgekocht werden. 

  • Mit Fett bzw. Öl zubereitete Saucen: Johannisbrotkernmehl in das heiße Fett einstreuen, verrühren, unter Rühren beliebige Flüssigkeit zugeben, kurz aufkochen, würzen.

 

JOHANNISBROTKERNMEHL IN DER  V O L K S M E D I Z I N 

Volksmedizinisch genutzt wird das Quellvermögen des Johannisbrotkernmehles.

  • Johannisbrotkernmehl kann zeitweise einen Beitrag leisten zur Gewichtsreduktion und zur Symptombehandlung von Erkrankungen, bei denen Magensäure gebunden werden soll, z.B. bei Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden (Gastritis) und bei Heißhunger.
    • Bei der Einnahme ist zu beachten:
      Johannisbrotkernmehl eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten bzw. beim Auftreten der Beschwerden einnehmen, jedoch nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten, da es deren Resorption im Magen-Darm-Trakt beeinträchtigen kann! Hier ist auf einen zeitlichen Abstand von 2 Stunden zu achten.
      Die Einnahme soll auch nicht als Dauermedikation erfolgen, da dadurch auch die Resorption von wichtigen Nahrungsbestandteilen wie Eisen und Proteinen beeinträchtigt sein kann.
       
    • So wird Johannisbrotkernmehl von Erwachsenen eingenommen:
      Zur Einnahme löst man einen halben gestrichenen Teelöffel Johannisbrotkernmehl in einem halben Glas lauwarmen Wasser auf und trinkt es sofort.
       
  • Hilfe für Spuckkinder:
    Bei häufigem, symptomlosem Erbrechen der Kleinkinder verwendet man zum Andicken ihrer Nahrung Johannisbrotkernmehl in sehr geringen Mengen.
     
  • Akute Verdauungsstörungen, Nahrungsunverträglichkeit von Gluten, Zöliakie,  Fettstuhl,   Produkte mit Johannisbrotkernmehl.

 

C A R O B -  "JOHANNISBROT",  FRUCHTFLEISCH,  PULVER,  GETRÄNK

Als Carob werden sowohl die Früchte des Johannisbrotbaumes als auch deren Fruchtfleisch im Stück, ihr getrocknetes, gemahlenes Fruchtfleisch und das daraus hergestellte Getränk bezeichnet.

Inhaltsstoffe und Eigenschaften des Fruchtfleisches und des naturbelassenen Carobpulvers:(Datenquelle)  

Es schmeckt dank des enthaltenen Zuckers, der sich aus Saccharose, Glucose und Fructose zusammensetzt, süßlich und gibt schnell Energie.

Es enthält ca. 35 % glutenfreie Stärke, die beim Erhitzen mit Milch oder Wasser für Sämigkeit und Sättigung sorgt.

Quell- und Ballaststoffe wie Schleimstoffe, Pektine, Xylose, Cellulose, Hemicellulosen sind zuständig für länger anhaltendes Sättigungsgefühl und für Heilwirkungen.

4 % Proteine und 0,5 % Fett kommen dem Körperaufbau zugute.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Lektine, Saponine, Gerbstoffe und Flavonoide initiieren Heilwirkungen.

Isobuttersäure ist verantwortlich für das arttypische Aroma.

Johannisbrot ist frei von Gluten, Cholesterin und Lactose.

„Johannisbrot hilft der Liebe auf die Sprünge“, sagen die Kreter… aber Epimenides der Kreter sagte: Alle Kreter sind Lügner…!?

 

CAROB, EIN ENERGIESPENDENDES; ALKOHOLFREIES  G E T R Ä N K

Das zerkleinerte und getrocknete Fruchtfleisch der Johannisbrotbaumfrüchte (Carob, Johannisbrot) wird zu Carobpulver mit hohem Nährwert vermahlen. Gut verschlossen hält es sich über mehrere Jahre.

Carobpulver eignet sich sehr gut zur Herstellung eines kakaoähnlichem Getränkes namens … ? Carob! Mit seinem süßlich-karamellartigen Geschmack erinnert es ebenfalls an Malzkaffee und wird deshalb auch als „Karubenkaffee“ bezeichnet. Im Unterschied zu Kaffee und Kakao ist Carob jedoch von Natur aus sehr fettarm und frei von anregenden Substanzen wie Theobromin und Koffein.


So einfach wird Carob zubereitet:

  • 2 Esslöffel Carobpulver auf 250 ml kalte oder warme Milch:
    Mit einem kleinen Schneebesen verrührt man in einer Tasse das Pulver zusammen mit ein wenig Milch zu einer klümpchenfreien Creme und rührt erst dann die restliche Milch unter.
     
  • Carobpulver eignet sich genauso wie Kakao zur Herstellung von Milch- und Joghurtmixgetränken, kommt in den Yogi-Tee, wenn man ihm eine karamellige Note verpassen möchte, in den Marmorkuchen und in andere Backwaren, bereichert Konfekt, Puddings, süße Nussaufstriche, Desserts, Eisspeisen und Schokolade mit Aroma und Nährwert. Achtung: Carobpulver besitzt bereits eine gewisse Süße, also zusätzliche Süßungsmittel reduzieren!

 

JOHANNISBROT IN DER  V O L K S M E D I Z I N

Beim häufigeren Verspeisen der Johannisbrotbaumfrüchte machte sich bereits in der Antike neben einer guten Sättigung eine auf das Verdauungssystem heilende Wirkung bemerkbar: Sie beugen Durchfällen vor und tragen zu ihrer Heilung bei!

HEIL-TIPPS:

  •  Johannisbrot wird von Kindern gut vertragen!
     
  • Johannisbrot wird bei Durchfall sowohl an Kindern als auch an Erwachsenen folgendermaßen angewendet:
  • Ein altes, erprobtes (!) Rezept aus Kreta: Bei Bronchitis, Halsschmerzen, Husten und Grippe wird folgendes lang gekochtes Johannisbrot-Dekokt schluckweise über den Tag verteilt getrunken.
    • 100 g zerkleinertes Johannisbrot wird zusammen mit 500 ml Wasser nicht zugedeckt so lange gekocht, bis die Hälfte verdampft ist. Anschließend abgeseihen.
  • Hilfe bei drohender Verstopfung: Der Verzehr von rohen frischen oder getrockneten Früchten mit anschließendem ausgiebigem Trinken von Wasser  wirkt stuhlgangfördernd.
     
  • Der Verzehr des entzuckerten Fruchtfleisches, das bei der Herstellung von Johannisbrotsirup („Johannisbrothonig“) zurückbleibt und noch unlösliche Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthält, kann zu einer kurzfristigen Senkung der Blutfettwerte beitragen und gleichzeitig die Fettverbrennung anregen.

 

NUTZUNG DES  H O L Z E S

Das seltene, harte, glänzende Holz wird, da es auch widerstandsfähig gegen Verrottung ist, zur Herstellung von Schnitzereien, Intarsienarbeiten, Stöcken, Werkzeugstielen, Zaunpfählen, Türstöcken und Parkettböden verwendet.

 

JOHANNISBROTBÄUME SELBER AUS KERNEN ZIEHEN

Wenn man ein Bockshörnderl verspeist, bleiben ja zumindest die Kerne (Samen) übrig! In der Regel keimen die Kerne von Bio-Bockshörndln (Johannisbrot) leicht und ergeben im Laufe von Jahren immergrüne Bäumchen, die in Mitteleuropa als nicht winterharte, jedoch pflegeleichte Kübelpflanzen oder als Bonsai sommerliche Terrassen schmücken. Überwintert werden sie hell bei +5° bis +10°.

Aussaat: ganzjährig bei +20° möglich.

  1. Samen 24 Stunden in zimmerwarmem Wasser vorquellen lassen.
  2. 0,5 mm tief in feuchte Aussaaterde stecken, dabei werden die Kerne samendick mit Erde bedeckt.
  3. Aussaatschale hell und leicht feucht halten.
  4. Sobald sich nach den Keimblättern das zweite Blattpaar entwickelt hat, kommt jede Pflanze in einen Tontopf mit Erde für Geranien, die zu einem Drittel mit Sand vermengt wird.
  5. Bis sich das nächste Blattpaar entwickelt hat, bei 20° hell, aber nicht in die direkte Sonne stellen. Nicht vertrocknen lassen, aber auch nicht zu viel gießen. – Wenn Sie den Artikel bis hierher gelesen haben, kennen Sie die Ansprüche bzw. die Genügsamkeit des Johannisbrotbaumes! ;) Gutes Gelingen! Und: Erfreuen Sie sich am Grün und seinem Wuchs - und erwarten Sie nicht Bockshörndln von ihm!

Erntekalender

Früchte early autumn gekocht essbar
🌿

Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

schleimhautschützend (Samen) Volksheilkunde

Gemahlene Samen (=Johannisbrotkernmehl)

appetitzügelnd (Samen) Volksheilkunde

Gemahlene Samen (=Johannisbrotkernmehl)

süßend (Früchte) Volksheilkunde

Fruchtmehl

stuhlgangfördernd (Früchte) Volksheilkunde
durchfallhemmend (Früchte) Volksheilkunde

Dekokt aus Früchten anwenden.

adstringierend (Früchte) Volksheilkunde

Dekokt aus Früchten.

Johannisbrotkernmehl

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Cellulose Ballaststoff
Hemicellulose Ballaststoff
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Polyphenole Sekundär
Saponine Sekundär
Schleimstoffe Sekundär
Einfachzucker
Fructose
Galaktomannane
Glucose
Gruppen
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Polysaccharide
Proteine, Eiweiße
Saccharose
Sekundäre Pflanzenstoffe
Stärke
Zweifachzucker
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Cellulose

Die Cellulose ist der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände und damit die häufigste organische Verbindung und auch das häufigste Polysaccharid (Vielfachzucker). Cellulose ist auch das am häufigsten vorkommende Biomolekül. Sie ist unverzweigt und besteht aus mehreren hunderten bis zehntausenden β-D-Glucose- bzw. Cellobiose-Einheiten. Diese hochmolekularen Celluloseketten lagern sich zu höheren Strukturen zusammen, die als reißfeste Fasern in Pflanzen häufig statische Funktionen haben. Vom in der Natur ebenfalls häufigen Polysaccharid Chitin unterscheidet Cellulose sich durch das Fehlen der Acetamidgruppen. Cellulose ist bedeutend als Rohstoff zur Papierherstellung, aber auch in der chemischen Industrie und anderen Bereichen.

Hemicellulose

Hemicellulose ist ein Sammelbegriff für in pflanzlicher Biomasse vorkommende Gemische von Polysacchariden (Vielfachzuckern) in veränderlicher Zusammensetzung. Die am häufigsten vorkommenden Monomere sind Pentosen, wie D-Xylose und L-Arabinose.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Saponine

Saponine sind Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden oder Triterpenen. Sie kommen in den Wurzeln, Knollen, Blättern, Blüten und Samen höherer Pflanzen vor. Sie ergeben beim Schütteln mit Wasser oft einen seifenartigen Schaum. Saponine dienen Pflanzen wahrscheinlich als Defensivstoffe, beispielsweise gegen Pilzbefall. Der Mensch hat Saponine historisch als Expektorans verwendet.

Schleimstoffe

Schleimstoffe sind eine heterogene Gruppe von Biopolymeren, die vorwiegend aus Polysacchariden bestehen. Ihre Haupteigenschaft liegt in der Aufnahme von Wasser, so dass sie damit schleimartige Kolloide und Gele – sogenannte Hydrokolloide – bilden und als Schutzsubstanzen dienen können. Unterschieden wird zwischen tierischen Schleimstoffen, die aus Glykoproteinen bestehen, und pflanzlichen Schleimstoffen, die nahezu nur aus Heteropolysacchariden bestehen. Beide Gruppen beinhalten neutrale Substanzen und saure, die als Grundbausteine Uronsäuren statt Monosacchariden enthalten. Weiterhin unterscheidet man auch zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Schleimstoffen.

Einfachzucker

Monosaccharide sind eine Stoffgruppe von organisch-chemischen Verbindungen. Sie sind die Produkte der partiellen Oxidation mehrwertiger Alkohole. Monosaccharide haben eine Kette aus mindestens zwei Kohlenstoffatomen als Grundgerüst und weisen eine Carbonylgruppe sowie mindestens eine Hydroxygruppe auf. Sie sind die Bausteine aller Kohlenhydrate und können sich zu Disacchariden (Zweifachzuckern), Oligosacchariden (Mehrfachzuckern) oder Polysacchariden (Vielfachzuckern) verbinden.

Fructose

Fructose ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung. Fructose gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den Kohlenhydraten. Wegen der Ketogruppe am zweiten Kohlenstoffatom und wegen der Zahl von sechs Kohlenstoffatomen im Molekül ist Fructose eine Ketohexose. Sie kommt in zwei spiegelbildlichen Isomeren vor. Alle Angaben in diesem Artikel betreffen allein die D-Fructose, da die L-Fructose in der Praxis bedeutungslos ist.

Galaktomannane

Galactomannane sind Stärke-ähnliche Substanzen aus verzweigten Kohlenhydrat-Ketten. Die Hauptkette besteht dabei aus Mannose, wobei in verschiedenen Abständen kurze Seitenketten aus jeweils einem Galactose-Molekül auftreten.

Glucose

Glucose, Glukose oder Glykose ist ein natürlich vorkommendes Kohlenhydrat. Von den Glucoseenantiomeren ist die D-Glucose die natürliche Form. Sie wird auch als Traubenzucker oder bei Lebensmittelinhaltstoffen als Dextrose bezeichnet und ist das häufigste Monosaccharid (Einfachzucker). L-Glucose kann synthetisch dargestellt werden, besitzt aber nur geringe Bedeutung. Wenn Glucose ohne weiteren Namenszusatz (Präfix) erwähnt wird, ist D-Glucose gemeint.

Gruppen

Familienname

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Proteine, Eiweiße

Proteine, Eiweiße sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die Struktur und Funktion jeder lebenden Zelle von Pflanze, Tier und Mensch bestimmen und an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Ein Mensch besitzt Hunderttausende verschiedener Proteine, hergestellt in den Ribosomen (zelleigne „Eiweißfabriken“) aus nur zwanzig Aminosäuren! Proteine zählen mit den Kohlenhydraten und Fetten zu den Hauptnährstoffen des Menschen. Die DGE empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht durch Mischkost zu sich nehmen. Mehr nicht, denn eine dauerhafte und übermäßige Aufnahme von Eiweißen erhöht die Konzentration der Harnsäure im Blut, was zu Gelenkserkrankungen wie Gicht oder Rheuma führen kann. Pflanzliches Eiweiß ist dem tierischen ebenbürtig und bringt durch die mitgelieferten Ballaststoffe zusätzliche Sättigungsvorteile, gesundheitliche Werte und wenig Fett. Proteine können noch mehr: Sie fungieren als Infektionsabwehr, regulieren die Ionenkonzentration in den Zellen und bestimmen so die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, sorgen für die Kontraktion der Muskeln … Ab einer Körpertemperatur von 41° Celsius (Fieber) beginnen die Proteine allerdings abzusterben und es besteht für den Erkrankten Lebensgefahr.

Saccharose

Saccharose [zaxaˈroːzə], umgangssprachlich Haushaltszucker, Kristallzucker oder einfach Zucker genannt, ist ein Disaccharid aus α-D-Glucopyranose und β-D-Fructofuranose und somit ein Kohlenhydrat. Andere Bezeichnungen für Saccharose sind Rohrzucker, Rübenzucker, Raffinadezucker oder raffinierter Zucker, brauner Zucker, Rohzucker. Vorwiegend im englischen Sprachbereich sowie im INCI-Code wird die Bezeichnung Sucrose verwendet.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Stärke

Stärke (lateinisch amylum; früher auch Amlung, Amilum und Amidum sowie „Kraftmehl“ genannt) ist eine organische Verbindung, ein Polysaccharid mit der Formel (C6H10O5)n, das aus α-D-Glucose-Einheiten besteht. Das Makromolekül zählt daher zu den Kohlenhydraten. Tierische Organismen, der menschliche Körper und Pilze verwenden Glycogen als Kohlenhydratspeicher. Stärke ist einer der wichtigsten Reservestoffe in pflanzlichen Zellen.

Zweifachzucker

Disaccharide sind organisch-chemische Verbindungen aus der Gruppe der Kohlenhydrate. Formal bilden sich Disaccharide durch Wasserabspaltung zwischen zwei Monosacchariden. Die beiden Monosaccharide (Einfachzucker) sind im Disaccharid kovalent über eine glycosidische Bindung verknüpft. Disaccharide zählen zur Gruppe der Oligosaccharide.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Magenübersäuerung - Sodbrennen Volksheilkunde
Die Schoten des Johannisbrotbaums gelten in der Volksheilkunde als magenschonend und werden traditionell bei Sodbrennen eingesetzt, da sie beruhigend auf die Magenschleimhaut wirken sollen.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
Johannisbrotschoten werden in der Volksheilkunde bei Gewichtsreduzierung verwendet, da der hohe Ballaststoffgehalt ein langanhaltendes Sättigungsgefühl erzeugen soll.
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Erbrechen Volksheilkunde
Die adstringierenden Eigenschaften der Johannisbrotschoten gelten in der Volksheilkunde als hilfreich bei Übelkeit und Erbrechen, besonders bei Magen-Darm-Verstimmungen.
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Durchfall Volksheilkunde
Johannisbrotpulver wird traditionell bei Durchfall eingesetzt, da die Gerbstoffe und Ballaststoffe eine adstringierende und regulierende Wirkung auf die Darmtätigkeit haben sollen.
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Halsschmerzen Volksheilkunde
Ein Tee oder Aufguss aus Johannisbrotschoten gilt in der Volksheilkunde als lindernd bei Halsschmerzen, da die Gerbstoffe eine zusammenziehende und beruhigende Wirkung entfalten sollen.
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Johannisbrotkernmehl in Wasser einnehmen.

Hilft bei

Andere Namen

BockshörndlbaumKatobbaumCarobCarruboGarrofaAlgarrofaCaroubeKarobeCarobeKarube

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeFutterpflanzeGenussmittelpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeObstVerzehrtauglichkeit DestillierenEinfrierenEntsaftenFermentierenGenussnahrungKochenLagernMahlenNotnahrungRohkostSaftTrocknenTechnische NutzungHolzKosmetikZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandHügellandVerbreitungAfrikaAustralienEuropaMittelmeerraumNordafrikaNordamerikaSüdamerikaSüdeuropaVorderasien
Blütenfarbe weißgelb
Blütezeit Spätherbst | NovemberFrühherbst | SeptemberVollherbst | Oktober
Wuchsform Baum

Aussaat & Pflege

late autumn

Samen

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Fabaceae
Gattung
Ceratonia
Ordnung
Fabales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Rocky places near the sea shore.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★☆☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
3/10
Boden
6/10
pH-Wert pH 6.5 – 7

Anbau & Pflege

Agroforestry Services: Windbreak Fodder: Pod Industrial Crop: Gum Management: Standard Minor Global Crop Other Systems: Irreg. Intercrop Staple Crop: Balanced carb Staple Crop: Sugar Landscape Uses: Aggressive surface roots possible. Requires a very sunny position in any well-drained moderately fertile soil. Does well in calcareous, gravelly or rocky soils. Tolerates salt laden air. Tolerates a pH in the range 6.2 to 8.6. The tree is very drought resistant, thriving even under arid conditions, the roots penetrating deep into the soil to find moisture. This species is not very hardy in Britain but it succeeds outdoors in favoured areas of S. Cornwall, tolerating temperatures down to about -5°c when in a suitable position. The young growth in spring, even on mature plants, is frost-tender and so it is best to grow the plants in a position sheltered from the early morning sun[K]. The carob is frequently cultivated in warm temperate zones for its edible seed and seed pods. Mature trees in a suitable environment can yield up to 400 kilos of seedpods annually. There are named varieties with thicker pods. Seeds are unlikely to be produced in Britain since the tree is so near (if not beyond) the limits of its cultivation[K]. The seed is very uniform in size and weight, it was the original 'carat' weight of jewellers. This species has a symbiotic relationship with certain soil bacteria, these bacteria form nodules on the roots and fix atmospheric nitrogen. Some of this nitrogen is utilized by the growing plant but some can also be used by other plants growing nearby. Special Features:Edible, Not North American native, Inconspicuous flowers or blooms. Pods are typically harvested in Autumn. It flowers in Spring. Carob grows at a moderate pace, reaching maturity in about 5-6 years.
Vermehrung: Seed - pre-soak for 24 hours in warm water prior to sowing. If the seed has not swollen then give it another soaking in warm water until it does swell up. Sow in a greenhouse in April. Germination should take place within 2 months. As soon as they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual deep pots and grow them on in a greenhouse for at least their first winter. Plant them out into their permanent positions in late spring or early summer, after the last expected frosts. Give them some protection from the cold for their first few winters outdoors.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Seed Seedpod Edible Uses: Chocolate Coffee Egg Gum Seedpods - raw or ground into a powder. The seedpods are filled with a saccharine pulp and can be eaten both green or dried. They are very sweet but fibrous, the pulp can be used as a chocolate substitute in cakes, drinks etc. It is rich in sugars and protein. The pods contain about 55% sugars, 10% protein and 6% fat. Seed - rich in protein. A flour is made from them which is 60% protein, it is free from sugar and starch and is suitable for baking. It can be used as a chocolate substitute. An edible gum is extracted from the seed, a substitute for Gum Tragacanth (see Astragalus species). A stabilizer and thickening agent, it is also used as an egg substitute. The roasted seed is a coffee substitute.

Weitere Nutzung

Cosmetic Fodder Gum Tannin Wood Agroforestry uses: Carob is used as a shade tree and for erosion control. Its pods can be used as animal feed, and it can also improve soil fertility. A flour made from the seedpods is used in the cosmetic industry to make face-packs. Tannin is obtained from the bark. Wood - hard, lustrous. Highly valued by turners, it is also used for marquetry and walking sticks. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: Yes – Carob trees produce nectar-rich flowers that attract pollinators, including bees. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): Yes – The pods (carobs) provide food for wildlife, particularly mammals and some birds. The tree’s dense foliage offers shelter and nesting opportunities for birds and small animals. Leaf litter can also contribute to habitat for insects and other beneficial organisms. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): Yes – The rough bark and the accumulation of leaf litter beneath the tree can offer overwintering and shelter sites for invertebrates. 4. Pest Confuser (Smell): No – Carob trees do not produce strong aromatic compounds that would typically act as pest confusers.

Verbreitung

Heimisch: Albania, Algeria, Cyprus, East Aegean Is., France, Greece, Iran, Italy, Kriti, Lebanon-Syria, Libya, Morocco, NW. Balkan Pen., Palestine, Sardegna, Sicilia, Sinai, Spain, Tunisia, Türkiye Eingeführt: Angola, Baleares, California, Canary Is., Cape Provinces, Cape Verde, China Southeast, Corse, Ethiopia, Germany, India, Iraq, Kenya, Madeira, Mexico Southwest, Mozambique, Namibia, New South Wales, Northern Provinces, Pakistan, Peru, Portugal, South Australia, Sudan-South Sudan, Tanzania, Transcaucasus, Trinidad-Tobago, Tubuai Is., Yemen, Zambia, Zimbabwe

Alternative deutsche Namen

Johannisbrotbraum
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren