Knollenfenchel
Foeniculum vulgare Mill. var. azoricum (Mill.) Thell.
Beschreibung
Fenchel (Foeniculum vulgare) stammt aus dem Mittelmeerraum, wo er bereits seit der Antike als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert wird. Dementsprechend entwickelten sich drei Varietäten:
- Wilder Fenchel bzw. Bitterfenchel, Gewöhnlicher Fenchel(Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. vulgare)
- Gewürzfenchel bzw. Süßfenchel (Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. dulce)
- Gemüsefenchel bzw. Knollenfenchel (Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. azoricum)
Erläuterung
Schossfeste Sorten nehmen! Keimtemperatur 20° - 22°C
Portrait
Gemeinsam ist ihnen neben der gelben, duftenden Doldenblüte das zarte, zerteilte und würzende Laub und, in unterschiedlicher Stärke, die krampflösende, aufhellende, beruhigende und verdauungsfreundliche Wirkung.
Auch lieben sie ihrer Heimat entsprechend einen warmen Standort, einen sonnigen Spätsommer und einen nicht zu trockenen, nährstoffreichen, leicht kalkigen, sandigen Lehm- oder Lössboden.
Unter diesen Bedingungen gedeiht der Knollenfenchel auch in Mitteleuropa gut und bildet im Gegensatz zu den beiden anderen Fenchelarten eine saftige, süßlich aromatische Knolle, die durch ihr Aroma die verwandtschaftliche Nähe zum Anis verrät. Der kalorienleichte Knollenfenchel ist zudem reich an Vitamin A und C sowie an Ballaststoffen und den Mineralstoffen Kalium, Magnesium und Eisen. Weiters punktet er mit leichter Verdaulichkeit.
• Seine zwiebelartig verdickten Blattscheiden und Blattstiele werden gedünstet als bekömmliches, etwas süßliches Gemüse oder roh als Salat gerne gegessen.
• Sein Laub wird roh über Salate und Gemüsegerichte gestreut. Durch Kochen würde es sein Aroma verlieren.
Bereits im frühen Mittelalter war der Knollenfenchel in Mitteleuropa kein Unbekannter mehr: Hildegard von Bingen schätzte den Fenchel, und zwar die Fenchelfrüchte (Samen) genauso wie die Fenchelknolle. Er zählte für sie neben Dinkel und Kastanie zu den angenehmsten Nahrungs- und Heilmitteln. „Wie auch immer er gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt ihm angenehme Wärme und guten Schweiß und eine gute Verdauung.“ (Physica, Causae et Curae).
Erntekalender
Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.
Traditionell beschriebene Eigenschaften
Ein Nebeneffekt der Ballaststoffe!
Inhaltsstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Traditionelle Verwendung
Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.
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