Wusstest du?
399 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Beifuß produziert winzige Mengen des Stoffes Thujon - denselben, der Absinth berühmt machte. In normalen Mengen als Tee ist er aber völlig harmlos und sogar gesund.
→ BeifußDie Knollen enthalten Inulin statt Stärke - das macht sie für Diabetiker perfekt! Inulin wird im Darm nur langsam abgebaut und lässt den Blutzucker nicht so schnell ansteigen wie normale Kartoffeln.
→ TopinamburRohe Melanzani enthalten Solanin, das gleiche Gift wie grüne Kartoffeln! Beim Kochen wird es abgebaut - deshalb sollte man sie niemals roh essen.
→ MelanzaniAckerminze produziert über 40 verschiedene chemische Verbindungen in ihren Blättern. Das Verhältnis von Menthol zu anderen Stoffen kann sich sogar innerhalb einer Pflanze von Blatt zu Blatt unterscheiden.
→ AckerminzeGänseblümchen enthalten Saponine - das sind natürliche Seifenstoffe! Früher wurden die Blätter tatsächlich zum Waschen verwendet, weil sie in Wasser Schaum bilden können.
→ GänseblümchenNelkenblüten enthalten natürliche Eugenol-Verbindungen, die auch in Gewürznelken vorkommen. Deshalb schmecken essbare Nelkenblüten würzig-süß und wurden früher als Gewürz für Wein und Süßspeisen verwendet.
→ GebirgshängenelkeJohannisbrotschoten enthalten Galaktomannane - natürliche Verdickungsmittel, die heute in Eiscreme und Ketchup stecken. Diese Stoffe können das 100-fache ihres Gewichts an Wasser binden!
→ JohannisbrotbaumMyrtenbeeren enthalten so viele Anthocyane, dass sie früher als natürlicher blauer Farbstoff verwendet wurden. Die gleichen Stoffe machen Heidelbeeren blau und schützen unsere Zellen!
→ MyrteDie winzigen Härchen am Habichtskraut enthalten Cumarine - dieselben Duftstoffe wie in Waldmeister! Diese chemischen Verbindungen schützen die Pflanze vor Fressfeinden und UV-Strahlung.
→ Kleines HabichtskrautDie roten Anthocyane der Apothekerrose verändern ihre Farbe je nach pH-Wert: In saurem Milieu werden sie rot, in basischem blau. Deshalb kann man mit den Blütenblättern sogar den Säuregehalt von Flüssigkeiten testen!
→ ApothekerroseKurkuma färbt alles gelb! Der Farbstoff Curcumin ist so stark, dass schon ein Teelöffel Kurkuma-Pulver einen ganzen Liter Reis goldgelb macht. Früher nutzte man die Wurzel sogar zum Färben von Stoffen.
→ KurkumaDie Blätter vom Gemüseamaranth enthalten mehr Eisen als Spinat und mehr Calcium als Milch! Eine Handvoll rohe Blätter deckt bereits 25% des täglichen Eisenbedarfs eines Kindes ab.
→ GemüseamaranthGerste produziert Beta-Glucan, einen Ballaststoff, der wie ein natürlicher Schwamm Cholesterin aufsaugt. Deshalb gilt Gerstenbrei als Superfood für das Herz - schon 3g täglich können den Cholesterinspiegel senken!
→ GersteAlraunen enthalten dieselben Giftstoffe wie Tollkirsche und Stechapfel - alle gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Schon kleinste Mengen können tödlich sein!
→ AlrauneDas ätherische Öl der Weißtanne enthält über 30 verschiedene Terpene, darunter α-Pinen und Limonen. Diese Stoffe wirken antibakteriell und werden in der Aromatherapie gegen Atemwegserkrankungen eingesetzt.
→ WeißtanneChrysanthemen enthalten über 20 verschiedene Flavonoide - das sind natürliche Farbstoffe, die auch als Antioxidantien wirken und unsere Zellen vor schädlichen Stoffen schützen können.
→ Chinesische TeechrysanthemeKleine Braunelle enthält Rosmarinsäure - denselben Wirkstoff wie Rosmarin! Diese Phenolsäure macht sie zu einem natürlichen Antioxidans. Deshalb schmecken die jungen Blätter auch leicht würzig-herb im Salat.
→ Kleine BraunelleBlutwurz enthält bis zu 20% Gerbstoffe - das ist mehr als in schwarzem Tee! Diese machen sie zu einem der stärksten natürlichen 'Zusammenzieh-Mittel' und helfen bei Durchfall und Wunden.
→ BlutwurzSpargel enthält Asparagusinsäure - darum riecht der Urin nach dem Spargelessen so streng! Etwa 40% der Menschen können diesen typischen Geruch wahrnehmen, während andere ihn gar nicht bemerken. Das liegt an unseren Genen.
→ SpargelDie Pastinake produziert Furocumarine - Stoffe, die bei Sonnenlicht Hautverbrennungen verursachen können! Deshalb sollte man beim Ernten Handschuhe tragen und die Haut vor UV-Strahlung schützen.
→ PastinakeMastixharz enthält über 80 verschiedene chemische Verbindungen! Der Hauptwirkstoff Masticadienonsäure kann sogar Magenbakterien bekämpfen, die Geschwüre verursachen. Deshalb kauten schon die alten Griechen Mastix für gesunde Zähne.
→ MastixstrauchDie Oxalsäure im Glücksklee verleiht ihm seinen sauren Geschmack, kann aber in größeren Mengen Nierensteine fördern. Deshalb sollte man ihn nur gekocht und in kleinen Portionen essen - wie Spinat oder Rhabarber.
→ GlückskleeQuitten enthalten Amygdalin - das wird im Körper zu Blausäure! Aber keine Panik: Die Menge ist so gering, dass sie völlig ungefährlich ist. Trotzdem sollte man die bitteren Kerne nicht mitessen.
→ QuitteDie Knoblauchrauke riecht beim Zerreiben nach Knoblauch, obwohl sie gar nicht mit ihm verwandt ist! Der Duft kommt von speziellen Schwefelverbindungen, die Insekten abwehren.
→ KnoblauchraukeSauerkirschen enthalten natürliches Melatonin - das Schlafhormon! Wer abends Sauerkirschsaft trinkt, schläft nachweislich besser und tiefer. Die roten Früchte sind also ein natürliches Schlafmittel.
→ SauerkirscheDas Ruprechtskraut riecht beim Zerreiben stark nach Mäuseurin! Dieser penetrante Geruch entsteht durch schwefelhaltige Verbindungen und soll Fressfeinde abschrecken. Trotzdem ist die Pflanze essbar und wurde früher als Heilkraut genutzt.
→ RuprechtskrautHeidelbeeren färben den Mund blau, weil sie Anthocyane enthalten - natürliche Farbstoffe, die auch als pH-Indikator funktionieren! Gibst du Zitronensaft dazu, werden sie rot.
→ HeidelbeereDas Menthol in Wasserminze aktiviert Kälterezeptoren in unserem Mund, obwohl die Temperatur gleich bleibt. Deshalb fühlt sich Minze 'kühl' an - ein Trick unseres Nervensystems!
→ WasserminzeMariendistelsamen enthalten bis zu 30% Öl mit wertvollen Omega-6-Fettsäuren. Das macht sie nicht nur zur Heilpflanze, sondern auch zu einer nahrhaften Nahrungsquelle für Mensch und Tier.
→ MariendistelWaldmeister riecht nur getrocknet nach Vanille! Frisch ist er geruchlos. Erst beim Welken bildet sich das duftende Cumarin. Deshalb hängt man ihn traditionell zum Trocknen auf, bevor er in die Maibowle kommt.
→ Waldmeister