Wusstest du?
399 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Rohe Melanzani enthalten Solanin, das gleiche Gift wie grüne Kartoffeln! Beim Kochen wird es abgebaut - deshalb sollte man sie niemals roh essen.
→ MelanzaniPaprika und Chili sind eigentlich dieselbe Pflanze! Der Unterschied liegt nur im Capsaicin-Gehalt. Während süße Paprika fast kein Capsaicin enthalten, können die schärfsten Chilis über 2 Millionen Scoville-Einheiten erreichen.
→ Paprika & ChiliQuendel produziert Carvacrol - denselben Stoff wie Oregano! Diese chemische Verbindung ist so stark antimikrobiell, dass sie sogar gegen multiresistente Bakterien wirken kann.
→ QuendelDas Bittere Schaumkraut schmeckt schärfer als Kresse! Seine Scharfstoffe entstehen erst beim Kauen - die Pflanze 'produziert' sie als Schutz vor Fressfeinden. Deshalb wird es auch 'Wilde Kresse' genannt.
→ Bitteres SchaumkrautThymol im Thymian ist so stark antibakteriell, dass es früher zur Mumifizierung verwendet wurde! Heute nutzt man es noch immer in Desinfektionsmitteln und Mundspülungen - die Natur hatte schon vor 4000 Jahren die Lösung parat.
→ Echter ThymianVorsicht beim Naschen: Rohe Dicke Bohnen enthalten Vicin und Convicin - Stoffe, die bei Menschen mit Favismus (einem Enzymdefekt) gefährlich werden können. Gekocht sind sie aber völlig harmlos und sehr gesund!
→ Dicke BohneMojitominze enthält über 40 verschiedene Duftstoffe! Das Menthol kühlt nicht nur, sondern täuscht unserem Gehirn Kälte vor - obwohl die Temperatur gleich bleibt. Deshalb fühlt sich Minze immer erfrischend an.
→ MojitominzeDie Knollen enthalten Inulin statt Stärke - das macht sie für Diabetiker perfekt! Inulin wird im Darm nur langsam abgebaut und lässt den Blutzucker nicht so schnell ansteigen wie normale Kartoffeln.
→ TopinamburBergminze enthält bis zu 2% ätherische Öle mit über 40 verschiedenen Verbindungen! Die Hauptwirkstoffe Pulegon und Menthon machen sie zu einem kraftvollen Heilkraut - aber auch giftig in großen Mengen.
→ Echte BergminzeKartoffeln gehören zur Familie der Nachtschattengewächse - genau wie Tomaten und Paprika! Ihre grünen Teile und Keime enthalten giftiges Solanin. Deshalb sollte man niemals grüne Kartoffeln essen.
→ KartoffelDer Bitterstoff Cynarin in Artischocken macht alles andere süßer! Nach dem Essen einer Artischocke schmeckt sogar Wasser süßlich. Das liegt daran, dass Cynarin unsere Geschmacksknospen vorübergehend verändert.
→ ArtischockeEine einzige Karotte enthält genug Beta-Carotin, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken. Übrigens: Mit Fett gegessen wird es 5x besser aufgenommen!
→ KarotteDas Gefleckte Lungenkraut ändert seine Blütenfarbe! Die Blüten starten rosa und werden später blau. Das liegt am pH-Wert der Zellen - wie ein natürlicher Indikator in der Chemie!
→ Geflecktes LungenkrautGingerole sind die scharfen Stoffe, die Ingwer seine Schärfe verleihen! Diese besonderen Moleküle können Bakterien bekämpfen und wurden schon vor 5000 Jahren in der chinesischen Medizin genutzt.
→ testMariendistelsamen enthalten bis zu 30% Öl mit wertvollen Omega-6-Fettsäuren. Das macht sie nicht nur zur Heilpflanze, sondern auch zu einer nahrhaften Nahrungsquelle für Mensch und Tier.
→ MariendistelDas Ruprechtskraut riecht beim Zerreiben stark nach Mäuseurin! Dieser penetrante Geruch entsteht durch schwefelhaltige Verbindungen und soll Fressfeinde abschrecken. Trotzdem ist die Pflanze essbar und wurde früher als Heilkraut genutzt.
→ RuprechtskrautSchlafmohn-Samen enthalten kein Opium! Nur die Milch aus unreifen Kapseln ist betäubend. Deshalb sind Mohnsamen im Supermarkt völlig legal und werden für Kuchen und Brötchen verwendet.
→ SchlafmohnRohe Feuerbohnen enthalten das Gift Phasin, das Übelkeit verursacht. Schon 10 Minuten Kochen zerstört dieses Protein vollständig und macht die Bohnen sicher essbar.
→ FeuerbohneAronia-Beeren enthalten mehr Anthocyane als Blaubeeren! Diese violetten Farbstoffe machen sie zu wahren Antioxidantien-Bomben. Ein Glas Aronia-Saft hat etwa 10x mehr davon als die gleiche Menge Rotwein.
→ AroniaDas ätherische Öl der Zirbe enthält Pinosylvin, das nachweislich den Herzschlag um bis zu 3.500 Schläge pro Tag reduziert und so für erholsameren Schlaf sorgt.
→ ZirbeDie Flechte enthält Usninsäure - einen natürlichen Wirkstoff, der Bakterien und Viren bekämpft. Deshalb wurde sie schon im Mittelalter als 'Lungenmoos' gegen Husten und Lungenkrankheiten eingesetzt.
→ Isländisches MoosBlutwurz enthält bis zu 20% Gerbstoffe - das ist mehr als in schwarzem Tee! Diese machen sie zu einem der stärksten natürlichen 'Zusammenzieh-Mittel' und helfen bei Durchfall und Wunden.
→ BlutwurzApfelminze riecht tatsächlich nach Äpfeln! Das liegt am Inhaltsstoff Carvon, der auch in Kümmel vorkommt. Reibt man die samtigen Blätter zwischen den Fingern, entsteht sofort dieser fruchtige Duft - perfekt für Tees und Desserts.
→ ApfelminzeBeifuß produziert winzige Mengen des Stoffes Thujon - denselben, der Absinth berühmt machte. In normalen Mengen als Tee ist er aber völlig harmlos und sogar gesund.
→ BeifußHohlzahn-Blätter enthalten Kieselsäure - den gleichen Stoff, aus dem Glas gemacht wird! Diese winzigen Kristalle machen die Pflanze robust und helfen ihr, Schädlinge abzuwehren.
→ Gemeiner HohlzahnGänseblümchen enthalten Saponine - das sind natürliche Seifenstoffe! Früher wurden die Blätter tatsächlich zum Waschen verwendet, weil sie in Wasser Schaum bilden können.
→ GänseblümchenAckerminze produziert über 40 verschiedene chemische Verbindungen in ihren Blättern. Das Verhältnis von Menthol zu anderen Stoffen kann sich sogar innerhalb einer Pflanze von Blatt zu Blatt unterscheiden.
→ AckerminzeDie Niedere Scheinbeere riecht nach Kaugummi! Ihre Blätter enthalten Wintergrünöl, das früher für Zahnpasta und Süßigkeiten verwendet wurde. Wenn du ein Blatt zerreibst, duftet es genau wie alte Kaugummisorten.
→ Niedere ScheinbeereDas Gel der Baumaloe enthält über 75 verschiedene Wirkstoffe! Besonders die Polysaccharide wirken wie ein natürlicher Schutzschild für unsere Zellen und können sogar das Immunsystem stärken.
→ BaumaloeDie Glucosinolate im Barbarakraut sind natürliche Pestizide! Wenn Insekten an den Blättern knabbern, werden diese scharfen Senföle freigesetzt und vertreiben die Schädlinge - ein perfekter Pflanzenschutz!
→ Barbarakraut