Heilpflanze: antioxidativ, blutfettregulierend, gewichtsreduzierend

Vogelkirsche

Prunus avium subsp. avium · auch: Kirsche, Vogel-

16 Fotos

Verwendete Pflanzenteile

Roh sind die Kirschen köstlich aber wenig ergiebig, eigenen sich aber auch für Marmeladen, Säfte und dergl. Schnelles Verarbeiten empfiehlt sich. Die Kerne eignen sich aufgrund ihrer wärmespeichernden Wirkung gut für Kirschkernsäckchen, die bei Blähungen oder Husten aufgelegt werden können.

Portrait

Die Vogelkirsche (Prunus avium subsp. avium) ist ein bis zu 30 m hoher, sommergrüner Baum von harmonischer Gestalt, der bis zu 90 Jahre alt wird. Von ihr stammen die Zuchtformen der Süßkirsche ab, nämlich die 'Knorpelkirsche' (Prunus avium subsp. duracina) und die 'Herzkirsche' (Prunus avium subsp. juliana) ab. Diese kultivierten Formen tragen größere und süßere Früchte als die Wildform. Allerdings benötigen sie im Unterschied zur Vogelkirsche einen Befruchtungspartner und sind auch anspruchsvoller, was Standort, Boden und Klima betrifft.

Die Vogelkirsche liebt einen kalkreichen, feuchtigkeitsbindenden Boden und steigt an Waldrändern wachsend bis in Höhen von 1700 m, wo von April bis Mitte Mai ihre weißen Blütenwolken leuchten.

Die eiförmig-lanzettlichen Blätter zeichnen sich durch einen fein gesägten Rand und durch 2 – 4 arttypische, rötliche Drüsen unterhalb des Blattgrundes aus. Ihre Herbstfärbung verläuft in einem lebhaften Rot und Gelb.

Ihre saftigen, sehr aromatischen, leicht bitteren Steinfrüchte färben sich im Juli in ihrer Reife beinahe schwarzrot. Nicht nur den Menschen schmecken sie, der sie auch gerne in Hochgeistiges verwandelt, sondern auch die Vögel sind scharf darauf! Sie tun sich beim Ernten etwas leichter und lassen nicht viele davon übrig! Daher der Name „Vogelkirsche“!

Der Steinkern jeder Kirsche enthält in der Regel einen Samenkern, der durch seine, für den Menschen sehr giftige, Blausäure marzipanähnlich schmeckt. Ein verschluckter, nicht zerbissener Steinkern macht allerdings nichts, der wandert unverdaut durch die Verdauungskanäle!

 

Weitere Vorteile der Vogelkirsche für den Menschen:

  • Neben den Früchten sind auch die Blüten und Blätter essbar.
  • Aus den Stängel wird ein harntreibender, entschlackender Tee gekocht: 1 Teelöffel Kirschenstiele mit 250 ml kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen. Kurmäßig 2 – 4 Tassen täglich trinken.
  • Die Kerne dienen als Füllung für Kirschkernsackerl. Diese werden bei Verspannungen im Backofen erwärmt und aufgelegt.
  • Das sehr fein gemaserte, rot-braune Holz ist ein geschätztes Möbelholz und wird auch im Musikintrumentenbau verwendet.

Vermehrung

Die Vogelkirsche lässt sich über ihre Kirschkerne, die jeweils einen ausgereiften Samen enthalten, vermehren. Sie ist ein Kaltkeimer: Also, wenn man eine rohe, vollreife Kirsche verzehrt hat, steckt man ihren Kern in der freien Natur 5 cm tief in die Erde, die auch immer wieder einmal etwas Feuchtigkeit abbekommen sollte. Nach den frostigen Wintertemperaturen spitzen im darauffolgenden Frühling die Keimblätter aus der Erde, wenn nicht … ja, wenn nicht die Wühlmaus den Kern oder die Schnecke die Keimblätter gefressen hat. Da heißt es, gegen diese Kirschenfreunde Vorsorge treffen!

 

Kirschzweige spielten in der Blumensymbolik eine große Rolle:

Eine germanische Überlieferung besagt, dass Elfen gerne bei Vollmond unter einem blühenden Kirschbaum tanzen, und man müsse sie dabei ungestört und unbeobachtet lassen. Wer dies nicht respektiert, wir von ihnen bestraft werden.

Auch im christlichen Bereich übt die Kirsche ihren Zauber aus!

Gelten Kirschblüten in ihrem unschuldigen Weiß als Ausdruck für seelische Reinheit und (noch bestehende) Jungfräulichkeit eines heiratsfähigen Mädchens („Die Muttergottes sitzt in einem blühenden Kirschbaum“ ), sind sie doch auch bereits Symbole kommender Fruchtbarkeit, den Erntereichtum und das Glück einer Liebesbeziehung betreffend. Natürlich einer patriarchalisch geordneten, die in einer Ehe mündet und dann erst, ohne Fremdbestäubung, die lippenrote Süße der knackigen Früchte genießt. Diese Aspekte werden durch das Brauchtum rund um die Barbarazweige, die an und für sich von Natur aus auf den Sieg des Lichts hinweisen, gut zum Ausdruck gebracht … und durch den Schandmai, einen erbärmlichen Brauch früherer Zeiten: „Gefallenen“ Mädchen, die in den Augen der Gesellschaft (oder eines abgewiesenen Freiers) einen ungeordneten Partnerkonsum betrieben (bei den Burschen hieß so etwas Erfahrung sammeln), oder auch jenen, die ein uneheliches Kind bekamen, ihm das Leben ermöglichten, steckte man am 1. Mai einen ramponierten Kirschblütenzweig bzw.  Schlehenzweig ans Fenster oder legte ihn vor die Türe. Die junge Frau ist „zum Kirschbaum geworden“, wird gar als „Gemeindekirschbaum“ bezeichnet.  – Ja, und wer eine „Kirsche brach“, „hat was“ mit einer verheirateten Frau. Aber die Kirschen in Nachbarsgarten schmecken doch so gut ...

 

 

 

Erntekalender

Blätter first spring gekocht essbar

Salatzutat, Spinatzutat, auch für die Herstellung von Tees geeignet.

Blüten first spring gekocht essbar

Die Blüten können für Tees, aber auch zum Aromatisieren von Sirup und Likören verwendet werden.

Früchte early summer gekocht essbar

Roh sind die Vogelkirschen köstlich, aber wenig ergiebig. Sie eigenen sich zudem für Marmeladen, Säfte und dgl. Schnelles Verarbeiten empfiehlt sich.
Die Kerne eignen sich aufgrund ihrer wärmespeichernden Wirkung gut für Kirschkernsäckchen, die bei Blähungen oder Husten aufgelegt werden können.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

antioxidativ (Früchte) Volksheilkunde
blutfettregulierend (Früchte) Volksheilkunde
gewichtsreduzierend (Früchte) Volksheilkunde
harntreibend (Stängel) Volksheilkunde

Stängel der Früchte (Kirschstängel)

Kirschstängel

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Calcium Mineral
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Zink Mineral
Anthocyane Sekundär
Beta-Carotin Sekundär
Bitterstoffe Sekundär
Carotinoide Sekundär
Flavonoide Sekundär
Polyphenole Sekundär
Tannine Sekundär
Vitamin B9 / Folsäure Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Amygdalin
Antioxidantien
Benzaldehyd
Blausäure
Blausäurehaltige Glykoside
Flavanole
Gruppen
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Organische Säuren
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Zink

Zink ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Zn und der Ordnungszahl 30. Zink wird zu den Übergangsmetallen gezählt, nimmt aber darin eine Sonderstellung ein, da es wegen der abgeschlossenen d-Schale in seinen Eigenschaften eher den Erdalkalimetallen ähnelt. Nach der veralteten Zählung wird die Zinkgruppe als 2. Nebengruppe bezeichnet, nach der aktuellen IUPAC-Nomenklatur bildet Zink mit Cadmium, Quecksilber und dem ausschließlich in der Forschung relevanten Copernicium die Gruppe 12. Es ist ein bläulich-weißes sprödes Metall und wird unter anderem zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Zink ist für alle Lebewesen essentiell und Bestandteil wichtiger Enzyme. Der Name Zink kommt von Zinke, Zind, da Zink zackenförmig erstarrt.

Anthocyane

Anthocyane oder Anthozyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen.

Beta-Carotin

Carotine (Plural zu Carotin, von lateinisch carota „Karotte“) sind zu den Terpenen zählende ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit der Summenformel C40Hx, die als rotgelbe Naturfarbstoffe in vielen Pflanzen vorkommen, besonders in deren farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern.

Bitterstoffe

Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Tannine

Die Tannine sind pflanzliche Gerbstoffe, die in einigen bedecktsamigen Stauden, Sträuchern, Baumblättern und anderen Pflanzenteilen besonders der Tropen und Subtropen weit verbreitet sind und von pflanzenfressenden Säugetieren aufgenommen werden. Diese Verbindungen haben eine molare Masse von 300–5000 g/mol. Als Monomer tritt häufig die Gallussäure und die Ellagsäure auf.

Vitamin B9 / Folsäure

Folsäure, auch Vitamin B9 oder Folat genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : Die hitze-, sauerstoff- und lichtempfindliche FOLSÄURE (UV-Strahlung reduziert Folsäure sogar im menschlichen Körper) hat großen Einfluss auf Zellteilung und Zellneubildung. Sie hilft mit, Wirbel- und Rückenmarkschäden (Spina bifida) bei Neugeborenen zu verhindern und wirkt mit bei Blutbildung, Aufbau der Schleimhäute, Verhütung von Arteriosklerose. Speicherung: Durch ihre Wasserlöslichkeit wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Amygdalin

Amygdalin ist ein cyanogenes Glycosid, das in Gegenwart von Wasser und dem Enzymgemisch Emulsin Blausäure (HCN) abspaltet.

Antioxidantien

Ein Antioxidans oder Antioxidationsmittel ist eine chemische Verbindung, die eine Oxidation anderer Substanzen verlangsamt oder gänzlich verhindert.

Benzaldehyd

Benzaldehyd [ˈbɛnt͡s|aldehyːt] ist eine organische Verbindung und der einfachste aromatische Aldehyd. Benzaldehyd bildet eine farblose bis gelbliche, bittermandelartig riechende, brennend aromatisch schmeckende Flüssigkeit.

Blausäure

Cyanwasserstoff ist eine farblose bis leicht gelbliche, brennbare, sehr flüchtige und wasserlösliche Flüssigkeit. Die Bezeichnung Blausäure rührt von der früheren Gewinnung aus Eisenhexacyanidoferrat her, einem lichtechten tiefblauen Pigment. Das Wort Cyan geht zurück auf das altgriechische Wort κυάνεος kyáneos, das auf deutsch ‚dunkelblau‘ bedeutet.

Blausäurehaltige Glykoside

Blausäurehaltige Glykoside (Cyanogene Glykoside) sind Verbindungen aus Kohlenhydraten und Blausäure . Sie kommen in zahlreichen Pflanzen vor.   Warnung: Auch wenn beim gesunden Menschen das Enzym Rhodanase - es kommt insbesondere in seiner Leber vor – winzige Mengen an Cyaniden zu entgiften vermag, dürfen Pflanzen, die blausäurehaltige Glykoside enthalten, erst nach entgiftender Behandlung als Nahrungsmittel genommen werden, denn Blausäure (Cyanwasserstoff), die in den Körper gelangt, kann von Übelkeit, über neurologische Ausfallserscheinungen, bis hin zum Tod führen. Man geht davon aus, dass verzehrte Bittermandeln in der Menge von einer Bittermandel pro Kilogramm Körpergewicht zu tödlichen Vergiftungserscheinungen führen. Besonders gefährdet sind Kinder: Sie wiegen nicht viel, also genügen wenige Kerne um sie zu schädigen. Aber Kinder probieren gerne Kerne, von denen die meisten blausäurehaltig sind, neben Bittermandeln auch besonders die von Pfirsichen, Nektarinen, verschiedenen Aprikosenarten, Zwetschken, Pflaumen.   Kochtipps: Nahrungsmittel, die blausäurehaltige Glykoside enthalten, erst nach Zerkleinern (außerhalb des Mundes), Wässern und Kochen bzw. Backen mit Wassergehalt zu sich nehmen. Werden solche Nahrungsmittel (Aprikosenkerne, Bittermandeln, Pfirsichkerne, Pflaumenkerne, Maniok, Bambussprossen, Holunderfrüchte, Grünkern, Kirsch-, Apfel-, Quitten-, Birnenkerne, Apfelbeeren, Leinsamen, … roh gegessen, findet die Spaltung von Amygdalin in Blausäure, Bittermandelöl und Glucose erst im Körper statt und der Körper nimmt die sehr giftige Blausäure auf. Zum Würzen unproblematisches Bittermandelaroma verwenden.

Flavanole

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gruppen

Familienname

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Herz-Kreislauf-Stärkung Volksheilkunde
Die Vogelkirsche gilt in der Volksheilkunde als herzstärkend und wird traditionell zur Unterstützung der Kreislaufgesundheit eingesetzt.
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Verstopfung Volksheilkunde
Die Früchte der Vogelkirsche gelten in der Volksheilkunde als mild abführend und werden traditionell bei träger Verdauung eingesetzt.
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Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird die Vogelkirsche bei Gewichtsmanagement unterstützend verwendet, da ihr eine stoffwechselanregende Wirkung zugeschrieben wird.
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Entschlackung Volksheilkunde
Die Vogelkirsche gilt traditionell als entschlackend und wird in der Volksheilkunde zur Unterstützung von Reinigungsprozessen des Körpers eingesetzt.
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Durchspülungstherapie Volksheilkunde
Traditionell wird die Vogelkirsche als harntreibend angewendet und soll die Ausscheidungsfunktion der Nieren unterstützen.
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Hilft bei

Andere Namen

WaldkirscheWildkirscheWilde Vogelkirsche

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeGenussmittelpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeObstVerzehrtauglichkeit DestillierenEinfrierenEinmachenEntsaftenGenussnahrungKochenNotnahrungRohkostSaftTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungHolzWeitere Nutzung von PflanzenVogelschutzgehölzWildobstSymbolpflanze
Vorkommen HöhenstufenGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumAuwälderBergwälderKahlschläge und WaldlichtungenWälderWaldränderVerbreitungEuropaVorderasien
Blütenfarbe weiß
Blütezeit Erstfrühling | AprilErstfrühling | AprilVollfrühling | MaiVollfrühling | Mai
Wuchsform Baum

Aussaat & Pflege

first spring

Baum

Rezepte mit dieser Pflanze

Vogelwelt

Diese Vögel lieben Vogelkirsche:

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Gattung
Prunus
Ordnung
Rosales
Klasse
Magnoliopsida
Licht
7/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
5/10
pH-Wert pH 5.5 – 6.5

Alternative deutsche Namen

Gewöhnliche Vogel-Kirsche
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren