Sehr junge Blätter eignen sich am besten roh für Salate, Aufstriche etc., ältere Blätter gekocht als Gemüse und Suppen.
Portrait
Huflattich lässt seine Blütensonnen als einer der ersten Frühblüher bereits nach der Schneeschmelze erstrahlen! Und das auf den ödesten Plätzen, denn der ist als Ruderalpflanze ein Erstbesiedler, der den Boden für nachfolgende Pflanzen lockert und mit Humus anreichert.
Erst am Ende seiner Blütezeit erscheinen seine großen weichen Blätter, welche gerne recht unromantisch als "Wanderers Clopapier" bezeichnet werden.
Seine Blätter enthalten mehr heilwirsame Stoffe als seine hübschen Blüten.
Huflattich wird seit der Antike als Hustenmittel genutzt, worauf sein Gattungsname "Tussilago", den er bereits von Plinius erhielt, hinweist, denn lateinisch "tussis" heißt auf Deutsch ‚Husten‘. Auch Pei Pa Koa, ein viel verwendeter Hustensaft der Traditionellen Chinesischen Medizin, enthält neben Schachblume, Jap. Wollmispel, Ballonblume und Minze Huflattisch.
Um seine Heilkräfte zu nutzen wurden und werden seine Blätter nicht nur als Tee und Hustensirup konsumiert, sondern - von der Römerzeit weg bis heute - auch geraucht!
Allerdings beinhaltet Huflattich auch unbekömmliche bzw. leberschädigende Inhaltsstoffe:
In jüngster Zeit riet man in Europa allerdings wegen der Pyrrolizidinalkaloide, die im Huflattich auch enthalten sind, davon ab, wilden Huflattich regelmäßig und in größeren Mengen zu verzehren. In der Naturheilkunde wurden Menge der Pyrrolizidinalkaloide und deren Einnahmedauer (auf 6 Wochen) beschränkt. (Quelle)
Sehr junge Blätter eignen sich am besten roh für Salate, Aufstriche etc., ältere Blätter gekocht als Gemüse und Suppen. Schwach giftig: Die im wilden Huflattich enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wirken, sofern sie regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, leberschädigend.
Der Geschmack erinnert an Spargel, kann angebraten gegessen, aber auch roh als Speisenverziehrung verwendet werden.
Altbewährtes Mittel gegen Husten, als Sirup auch gut für Kinder.
Die im wilden Huflattich enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wirken, sofern sie regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, leberschädigend.
Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und
Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische
Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung
(Details).
Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.
📄Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Stufenplan zu Pyrrolizidinalkaloid-haltigen Pflanzen(1992)
„Für innerlich angewendete Zubereitungen aus pyrrolizidinalkaloid-haltigen Pflanzen (u.a. Huflattich) wurden durch das BfArM Höchstmengenempfehlungen und Anwendungsbeschränkungen festgelegt. Moderne Anbau-Sorten sind PA-frei."
📗Kommission E am BfArM, Monographie: Farfarae folium (Huflattichblätter)(1994), Bundesanzeiger Nr. 105
„Traditionell bei akuten Katarrhen der Luftwege mit Husten und Heiserkeit; Anwendungsdauer beschränkt, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit."
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Warnhinweise — toxikologische Eigenschaften
Diese Pflanze weist dokumentierte unerwünschte oder toxische Eigenschaften auf.
Die folgenden Angaben sind keine Wirkungen im Sinne einer Heilanwendung,
sondern Sicherheitshinweise für Sammlerinnen und Sammler.
leberschädigend(Blätter)
Die im wilden Huflattich enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wirken, sofern sie regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, leberschädigend.
leberschädigend(Blüten)
Die im wilden Huflattich enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wirken, sofern sie regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, leberschädigend.
Traditionell beschriebene Eigenschaften
hustenlösend(Blätter)Volksheilkunde
hustenlösend(Blüten)Volksheilkunde
hustenreizlindernd(Blätter)Volksheilkunde
hustenreizlindernd(Blüten)
Inhaltsstoffe
AlkaloideSekundär
BitterstoffeSekundär
GerbstoffeSekundär
SchleimstoffeSekundär
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Phytosterine
Polysaccharide
Pyrrolizidin
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Alkaloide
Alkaloide sind natürlich vorkommende, chemisch heterogene, meist alkalische, stickstoffhaltige organische Verbindungen des Sekundärstoffwechsels, die auf den tierischen oder menschlichen Organismus wirken.
Bitterstoffe
Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.
Gerbstoffe
Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.
Schleimstoffe
Schleimstoffe sind eine heterogene Gruppe von Biopolymeren, die vorwiegend aus Polysacchariden bestehen. Ihre Haupteigenschaft liegt in der Aufnahme von Wasser, so dass sie damit schleimartige Kolloide und Gele – sogenannte Hydrokolloide – bilden und als Schutzsubstanzen dienen können. Unterschieden wird zwischen tierischen Schleimstoffen, die aus Glykoproteinen bestehen, und pflanzlichen Schleimstoffen, die nahezu nur aus Heteropolysacchariden bestehen. Beide Gruppen beinhalten neutrale Substanzen und saure, die als Grundbausteine Uronsäuren statt Monosacchariden enthalten. Weiterhin unterscheidet man auch zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Schleimstoffen.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.
Makronährstoffe
Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.
Mikronährstoffe
Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !
Phytosterine
Phytosterine, auch Phytosterole, sind eine Gruppe von in Pflanzen vorkommenden chemischen Verbindungen aus der Klasse der Sterine. Zusammen mit den Mycosterinen der Pilze unterscheiden sie sich von den tierischen Zoosterinen durch C1- oder C2-Substituenten an C-24 und in manchen Fällen durch eine Doppelbindung an C-22. Die hydrierten Formen (5α-Hydrierung) der jeweiligen Phytosterine werden als Phytostanole bezeichnet. Die Phytosterine kommen in den Pflanzen frei, in Ester- oder in Glycosid-Form sowie im unverseifbaren Anteil von pflanzlichen Fetten und Ölen vor. Die häufigsten pflanzlichen Sterine sind Stigmasterin, β-Sitosterin, Campesterin und Brassicasterin, letzteres kommt speziell in Rapsöl vor und kann als Biomarker für die Verwendung von Rapsöl eingesetzt werden. Phytosterine fungieren als strukturelle Komponente in der Zellmembran von Pflanzen, analog dem Cholesterin in der Zellmembran von Tieren, das selbst jedoch kein Phytosterin ist, da es nicht in Pflanzen vorkommt. Das Vorliegen von Cholesterin kann daher auch zum Nachweis der Verfälschung von Pflanzenfetten mit tierischen Fetten eingesetzt werden.
Polysaccharide
Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung.
Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.
Pyrrolizidin
Pyrrolizidin ist ein anelliertes bicyclisches Pyrrolidin, dessen Stickstoffatom beiden fünfgliedrigen Ringsystemen angehört. Das tertiäre Amin ist das Grundgerüst für Pyrrolizidinalkaloide (PA), die in Pflanzen weit verbreitet sind und wegen der Bildung giftiger Metaboliten im tierischen Organismus eine erhebliche Gefährdung für Pflanzenfresser darstellen.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.
Traditionelle Verwendung
Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze
traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.
HustenVolksheilkunde
Huflattich gilt in der Volksheilkunde als schleimlösend und wird traditionell bei Husten eingesetzt, um die Atemwege zu beruhigen.
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BronchitisVolksheilkunde
Die Pflanze wird volksheilkundlich bei Bronchitis verwendet, da ihre Inhaltsstoffe als auswurffördernd und entzündungslindernd gelten.
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Damp habitats, frequently on alkaline clays, in hedgebanks, roadsides, wasteland, often as a pioneer, and on dunes and shingle in coastal zones.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
7/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
7/10
pH-WertpH 7.5 – 8
Anbau & Pflege
Eine sehr leicht zu kultivierende Pflanze, die in den meisten Böden bei vollsonnigem Standort gedeiht. Sie bevorzugt einen feuchten neutralen bis alkalischen Boden und kommt auch im Halbschatten zurecht. Die Pflanzen sind winterhart bis etwa -29°C. Huflattich ist eine sehr robuste Pflanze, die durchaus imstande ist, für sich selbst zu sorgen. An einem geeigneten Standort breiten sich die Wurzeln sehr frei aus und treiben neue Triebe in einiger Entfernung vom Hauptstock aus, selbst wenn sie zwischen dichter Unkrautkonkurrenz wachsen. Dies kann ihn zu einem problematischen Unkraut in Gärten machen, daher sollte man entweder den Standort sorgfältig wählen oder Mittel zur Eindämmung finden, wie etwa die Pflanzung in einem großen Kübel, der in die Erde eingegraben wird. Die Rhizome können jahrelang ruhend im Boden verbleiben und austreiben, wenn der Boden gestört wird. In der Gartengestaltung helfen neben der oberirdischen Architektur einer Pflanze auch Überlegungen zur Wurzelstruktur bei der Auswahl von Pflanzen, die bezüglich ihrer optimalen Bodenanforderungen einschließlich Nährstoffen und Wasser zusammenpassen. Das Wurzelmuster ist rhizomatös mit unterirdischen Stämmen, die entlang ihrer Länge Wurzeln und Triebe aussenden.
Vermehrung: Samen - die Pflanze benötigt normalerweise keine Hilfe bei der Ausbreitung, aber falls erforderlich kann der Samen in situ im frühen Frühling oder Herbst ausgesät werden. Die Teilung der Wurzeln ist sehr einfach und gelingt fast zu jeder Jahreszeit. Die Teilstücke können direkt an ihre endgültigen Standorte ausgepflanzt werden.
Essbare Verwendung
Essbare Teile: Blüten Blätter Öl
Essbare Verwendung: Öl Salz Tee
Blütenknospen und junge Blüten - roh oder gekocht. Ein angenehmer Anisgeschmack, sie verleihen Salaten einen charakteristischen aromatischen Geschmack. Junge Blätter - roh oder gekocht. Sie können in Salaten verwendet, zu Suppen hinzugefügt oder als Gemüse gekocht werden. Die Blätter haben einen bitteren Geschmack, es sei denn, sie werden nach dem Kochen gewaschen. Ein aromatischer Tee wird aus den frischen oder getrockneten Blättern und Blüten hergestellt. Er hat einen lakritzähnlichen Geschmack. Die getrockneten und verbrannten Blätter werden als Salzersatz verwendet. Das schlanke Rhizom wird in Zuckersirup kandiert.
Weitere Nutzung
Kompost Öl Bodenstabilisierung Füllmaterial Zunder Die weichen Härchen auf der Unterseite der Blätter werden als Füllmaterial verwendet. In einen Lappen eingewickelt, in Salpeter getaucht und in der Sonne getrocknet ergibt es einen ausgezeichneten Zunder. Die Pflanzen haben ein ausgedehntes Wurzelsystem und werden zur Stabilisierung von Böschungen verwendet. Die Blätter sind eine wertvolle Bereicherung für den Komposthaufen.
Verbreitung
Heimisch: Afghanistan, Africa, Albania, Algeria, Altay, Asia-Temperate, Austria, Belarus, Belgium, Bulgaria, China, Cyprus, Czech Republic, Czechoslovakia, Dagestan, Denmark, East Himalaya, Egypt, Estonia, Europe, Finland, Føroyar, Germany, Great Britain, Hungary, India, Iran, Ireland, Irkutsk, Kazakhstan, Khabarovsk, Kirgizistan, Krasnoyarsk, Krym, Latvia, Lebanon, Libya, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Morocco, Nepal, Netherlands, North Caucasus, Northern Ireland, Syria, Tadzhikistan, Tibet, Transcaucasus, Uttar Pradesh, West Himalaya, Yugoslavia
Eingeführt: British Columbia, Connecticut, Delaware, Illinois, Indiana, Kentucky, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, New Brunswick, New Zealand, Newfoundland, North Carolina, St.Pierre-Miquelon
Alternative deutsche Namen
HuflattichZytroeseli
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren