Hustentee, schleimlösend
Diesen Hustentee kann man sich in der Apotheke zusammenstellen lassen. Vielleicht kennen Sie jedoch die eine und andere der benötigten Heilpflanzen und sammeln sie selbst!? Es könnte sich daraus ein sehr interessantes und gesundes, rundum schönes Hobby entwickeln! -
Der vorgestellte Hustentee wird vor allem bei sogenanntem „festsitzendem“ Husten eingesetzt, wenn man den Schleim der Bronchien nicht recht abhusten kann. Wie so oft bei Heilpflanzenmedizin, entfaltet er seine volle Wirkung nach mehrtägigem Trinken.
Efeu, Große Bibernelle und Süßholzwurzel wirken aufgrund der enthaltenen Saponine schleimlösend, schleimverflüssigend, auswurffördernd und entzündungshemmend. Fenchel unterstützt diese Wirkungen, beruhigt und entkrampft die Bronchien.
Thymian und Isländisches Moos sind für die antivirale und antibakterielle Komponente des Tees zuständig.
Süße erhält der Tee durch die mitverwendete Süßholzwurzel. Möchte jemand nachsüßen, eignen sich für einen heißen Tee Birkenzucker , Wipferlhonig, Löwenzahnhonig und auch Holunderblütensirup bestens, für 40° warmen Tee Honig. Echter Manukahonig ist für diesen Zweck besonders wirkungsvoll.
TIPPS:
- Nach ärztlicher Rücksprache kann der Tee auch Ihre anderen Medikamente begleitend getrunken werden.
- Der schleimlösende Hustentee ist auch für Kinder geeignet. Dazu halbiert man jedoch die Mengenangabe der Dosis für Erwachsene.
- Für Selbersammler:
- Adulte (ausgewachsene) Efeublätter beinhalten die hustenrelevanten Stoffe in höherer Konzentration.
- Die Große Bibernelle kann mit der hochgiftigen Hundspetersilie verwechselt werden. - Besonderes Erkennungszeichen der Bibernellen: Ihre Wurzeln duften eindeutig nach Bock! Die Bibernelle wird deshalb auch „Bockwurz“ genannt.
- Als Ersatz für Thymian kann man den Echten Quendel sammeln.
- Isländisches Moos ist in manchen Ländern naturgeschützt. Infos hier!
HINWEIS:
Husten wird nicht nur durch Erkältungsviren und Grippeviren ausgelöst, sondern auch von Asthma, Allergien, Lungenentzündung, Tuberkulose oder Keuchhusten u.a. Andauernder Husten sollte ärztlich abgeklärt werden!
Zutaten
- 10.00 g Efeublätter
- 10.00 g Große Bibernelle
- 10.00 g Süßholzwurzel
- 10.00 g Gewürzfenchel-Samen
- 10.00 g Thymian-Zweige
- 10.00 g Isländisches Moos
Zubereitung
- 10.00 g Efeublätter
- 10.00 g Große Bibernelle — Wurzel, Ersatz: Wurzel der Kleinen Bibernelle.
- 10.00 g Süßholzwurzel
- 10.00 g Gewürzfenchel-Samen — Ersatz: Huflattichblätter
- 10.00 g Thymian-Zweige — Ersatzkraut: Echter Quendel.
- 10.00 g Isländisches Moos
Die angegebenen, getrockneten Arzneipflanzen zerkleinern und mischen.
1 Esslöffel der Teemischung mit 250 ml kaltem (!) Wasser übergießen, zum Kochen bringen, 10 Minuten z u g e d e c k t ziehen lassen.
Der Tee kann, sobald er auf 40° abgekühlt ist, mit echtem Honig gesüßt werden, was seine Heilkraft gegen den Husten verstärkt.
Dosierung:
- Täglich 3 x 1 Tasse Tee langsam trinken.
- Nach dem Teetrinken eine halbe Stunde nichts essen, damit der Tee seine volle Wirkung entfalten kann.
- Arzneitees werden in der Regel in der gleichen Rezeptur 3 Wochen lang getrunken. - Als Anschlusstee empfiehlt sich - nach ärztlicher Rücksprache - für Erwachsene der Islandmoostee, für Kinder eine Blütenmischung aus Gänseblümchen , Holunder und Königskerze.