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Klatschmohn

Papaver rhoeas · auch: Mohn, Klatsch-

32 Fotos

Klatschmohn ist eine einjährige Wildpflanze mit leuchtend roten Blütenblättern. Die Blüten werden traditionell als beruhigender Tee und zum Färben verwendet.

Verwendete Pflanzenteile

Die Blätter können als Gemüse gekocht werden.

Portrait

 

ESSBARKEIT des duftigen Klatschmohns

 

Bei der Verwendung von Klatschmohn als Nahrungsmittel muss man beachten, dass die Pflanze aufgrund ihres alkaloidhaltigen Milchsaftes als giftig eingestuft ist. (Vgl. Roth et al. 1994) Das Alkaloid Rhoeadin steht im Verdacht, eine krampferregende Wirkung zu besitzen. In der Beratungszentrale für Vergiftungserscheinungen, Berlin, wurden Fälle von Kindern mit Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Gleichgewichtsstörungen aufgrund von Vergiftungen mit Klatschmohn registriert. Sie reagierten bereits auf den Genuss von 1 unreifen Kapsel bzw. nach dem Verspeisen einer blühenden Pflanze samt Stängel und Blätter.

In Griechenland allerdings werden im Frühjahr für Pita-Füllungen und für die hochgeschätzte „chórta“ ( = Blattspinat aus Wildpflanzen mit frischer Zitronenbeigabe) neben Malvenblättern, Kohlgänsedisteln, Apulischem Zirmet, Sauerampfer, Wegerich und Fenchel auch die jungen Blattrosetten des Klatschmohns, bevor er zu blühen beginnt, in einem gewissen Ausmaß gesammelt. Später zu sammeln ist absolut nicht üblich.

In Mitteleuropa wurden und werden getrocknete Blütenblätter risikofreudig als Teedroge genutzt und auch zu Sirup verarbeitet. Eine schöne Farbe gibt das allemal ab, aber die erhoffte Wirksamkeit bei Atemwegsbeschwerden oder Schlafstörungen ist nicht belegt. Rosensirup, Tee mit Passionsblume, Fenchel, Kamille und Lavendel sind da sicher die bessere Wahl.

Zu den Pflanzenteilen ohne Milchsaftführung zählen die reifen (!) Samen. Sie können als zarter Ersatz für Mohnsamen des Schlafmohns genommen werden. Für einen Mohnstrudel wird es nicht reichen, aber es macht Freude, ihn als Gewürz und zum Bestreuen von Gebäck (Osterpinze, Frühstücksbrötchen, Schlafendes Füchslein) und Desserts zu verwenden!

er das leuchtende Rot der Blütenblätter nutzen möchte, der kann daraus eine Mohntinte herstellen und mit ihr schreiben und malen. Allerdings trocknet die Tinte, wenn sie zu Papier gebracht worden ist, über helle Violetttöne in ein warmes Grau ab. Etwas Besonderes ist sie allemal. Sie herzustellen und auszuprobieren ist ein kleines Abenteuer für Groß und Klein! Wie sie gemacht wird, finden Sie hier

 

 

Die BLÜTE  des Klatschmohns als SYMBOL

 

Die Mohnblüte gilt durch ihr intensives Rot, verbunden mit ihrer Leichtigkeit, Anziehung für Bienen, Kurzlebigkeit und leichten Giftigkeit, seit jeher als ein Symbol für Lebensfreude, aber auch für schicksalshaftes Blutvergießen und Sterben. 

So wird beispielsweise am 11. November weltweit, vor allem in englischsprachigen Ländern und in Frankreich und Belgien, der zahl- und namenlosen Kriegsopfer gedacht und als Poppy Day gefeiert. Traditionelles Zeichen für dieses Gedenken ist die rote Mohnblume, und zwar sowohl die des Klatschmohns als auch die des Schlafmohns

Erntekalender

Jungtriebe early spring gekocht essbar

Die Blätter können als Gemüse gekocht werden. Die Griechen schätzen sie als Bestandteil ihrer Chorta.

Blütenblätter full spring gekocht essbar

Die Blüten eignen sich vor allem zum Färben von Speisen und Getränken wie Tees, Alkoholische Getränke und Säfte.
Auch zum Verzieren von Speisen gut geeignet.

Die Samen werden getrocknet. Verwendet werden sie als Saatgut und in kleinem Umfang in der Küche. Mitgebacken oder geröstet entfalten sie ihr mandelartiges Aroma. Auch eine Mohnfülle lässt sich daraus herstellen.

Andere Namen

FeldmohnFeuerblumeKornroseFlattermohnKlatschroseBlutblume

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanze
Vorkommen VerbreitungMitteleuropa
Blütenfarbe rot
Blütezeit Frühsommer | JuniHochsommer | JuliVollfrühling | Mai

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Papaveraceae
Gattung
Papaver
Ordnung
Ranunculales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Gras
Habitat
A common weed of cultivated land and waste places, avoiding acid soils. Becoming far less frequent on cultivated land due to modern agricultural practices.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
6/10
pH-Wert pH 7 – 7.5

Anbau & Pflege

Landscape Uses:Border, Massing, Seashore, Specimen. Prefers a well-drained sandy loam in a sunny position. Does not do well on wet clay soils but succeeds in most other soils. Plants usually self-sow freely when growing in suitable conditions so long as the soil surface is disturbed. There are several named varieties selected for their ornamental value. A polymorphic species, varying in leaf shape and flower colour. When growing in cereal fields, poppies decrease the yields of nearby cereal plants. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer or rabbits. Special Features: Attractive foliage, Not North American native, Naturalizing, All or parts of this plant are poisonous, Suitable for cut flowers, Suitable for dried flowers.
Vermehrung: Seed - sow spring or autumn in situ.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Flowers Leaves Oil Seed Edible Uses: Colouring Oil Seed - raw or cooked. Much used as a flavouring in cakes, bread, fruit salads etc, it imparts a very nice nutty flavour[K]. The seeds are rather small, but they are contained in fairly large seed pods and so are easy to harvest. The seeds are perfectly safe to eat, containing none of the alkaloids associated with other parts of the plant. Leaves - raw or cooked. Used like spinach or as a flavouring in soups and salads. The leaves should not be used after the flower buds have formed. Some caution is advised, see the notes above on toxicity. An edible oil is obtained from the seed. Said to be an excellent substitute for olive oil, it can be used in salad dressings or for cooking. A syrup can be prepared from the scarlet flower petals, it is used in soups, gruels etc. A red dye from the petals is used as a food flavouring, especially in wine.

Weitere Nutzung

Dye Ink Oil Pot-pourri A red dye is obtained from the flowers, though it is very fugitive. A syrup made from the petals has been used as a colouring matter for old inks. The red petals are used to add colour to pot-pourri.

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Albania, Algeria, Austria, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgium, Bulgaria, Canary Is., Cape Verde, Central European Russia, Corse, Cyprus, Czechia-Slovakia, East Aegean Is., East European Russia, Egypt, France, Germany, Greece, Hungary, Iran, Iraq, Italy, Kazakhstan, Kriti, Krym, Lebanon-Syria, Libya, Madeira, Morocco, NW. Balkan Pen., Netherlands, North Caucasus, Northwest European Russia, Pakistan, Palestine, Poland, Portugal Eingeführt: Alabama, Alaska, Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Assam, Bangladesh, Bermuda, Bolivia, California, Cape Provinces, Chile Central, Chile South, Colorado, Connecticut, Cuba, Denmark, District of Columbia, Dominican Republic, East Himalaya, Ecuador, Ethiopia, Finland, Great Britain, Haiti, Honduras, Idaho, Illinois, India, Iowa, Ireland, Kentucky, Korea, Louisiana, Maine, Manitoba, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Missouri, Montana, Nepal, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New South Wales, New York, Norfolk Is., North Carolina, Norway, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Québec, Rhode I.

Alternative deutsche Namen

Feuer-MohnKlatsch-MohnKlatschmohn
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren